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Stillen und rheumatische Erkrankungen

Verfasst: 10.09.2012, 07:17
von FamilieChaos
Vielleicht hat das ja noch jemand.
Ich habe Psoriasis Arthritis.Durch die Schwangerschaften hatte sich das aber so gebessert,dass ich nicht mal Schmerzmittel brauchte.Nachdem sich Polly abgestillt hat,wurde das aber kontinuierlich schlechter.Ibuprofen nehm ich schon.Meinen Hausarzt kann man in der Beziehung vergessen und die anderen im Ort sind auch alle vom gleichen Schlag irgendwie.Da bekam ich nur zu hören"Sie haben kein Rhema,im Blut ist nichts.Sie haben nur ein Schmerzsyndrom"
Rheumatologe werd ich jetzt einen Termin machen.Ich hab aber Schiss davor,dass mir gesagt wird,ich soll abstillen.Immerhin ist Kind ja schon 2 und somit weit über dem,was hier für normal angesehen wird.Nur mit den Schmerzen kann ich kaum noch etwas machen hier und das nervt mich.

Re: Stillen und rheumatische Erkrankungen

Verfasst: 10.09.2012, 07:47
von SlingingMama
Nur kurz vom Handy. Ich habe auch eine Psoriasisarthritis. Gestillt haben
Wir 15 Monate. Auch mit Medikamenten, allerdings immer in rücksprache mit Fachärzten. Ich hatte das Glück, sehr gut betreut zu werden. Mir ging es allerdings in der Schwangerschaft nicht viel besser und nach der Geburt wurde es dann schnell so schlimm, dass ich wieder Medikamente nehmen musste. Es kommt beim stillen sehr darauf an, welche Medikament du nehmen musst. Kennst du die Seite von Embryotox? Da gibt es die besten Informationen zu einer Vielzahl an Medikamenten.
Ich schreib später mal mehr.

Re: Stillen und rheumatische Erkrankungen

Verfasst: 10.09.2012, 07:54
von Lyra
Ich hab Morbus Bechterew.
Die Püppi hab ich 21 Monate gestillt. Zum Glück hab ich einen ganz tollen Rheumatologen, der selber drei Kinder hat und total vom Stillen überzeugt ist. Er sagte, dass es gaaanz viele stillverträgliche Mittel und dazugehörige Studien gibt. Lass Dich von einem Rheumatologen betreuen.

Die Aussage mit dem Blut ist ja sowas von quatsch, in welchem Jahr leben die denn?
Aber ich kenne dass auch nur anders rum. Mit 13 wurde der Wert im Blut festgestellt, aber da hieß es, dass die Krankheit fast ausschließlich Männer bekommen und ich sie somit nicht bekommen könne... das ist genauso antiviertes Halbwissen...

Re: Stillen und rheumatische Erkrankungen

Verfasst: 10.09.2012, 08:39
von FamilieChaos
embryotox kenne ich und hab auch ein Medi gefunden was ginge.Ich kenn die Rheumatologin noch nicht.Wir sind vor 5 Jahren her gezogen und da war ich dann bald schwanger.
mein HA ist naja etwas älter und so genau nehm ich seine Aussagen auch nicht.Zum Glück sagt er wegen dem stillen nicht und hat mir das Ibuprofen auch aufgeschrieben.Ich hab aber auch schon mal Physiotherapie aufgeschrieben bekommen wo mir dann hinterher gesagt wurde,dass das mit meinen Gelenken gar nicht ginge.Neues/geändertes Rezept gab es aber nicht.

Re: Stillen und rheumatische Erkrankungen

Verfasst: 10.09.2012, 13:37
von SlingingMama
So, jetzt habe ich mal kur ne Minute, um dir etwas ausführlicher zu antworten.

Ich denke, dass ein (guter) Rheumatologe (oder besser Rheumatologin :D) der erste, sinnvolle Schritt ist. Dabei solltest du darauf achten, zu einem internistischen Rheumatologen zu kommen. Die sind, was die Medikamenteneinstellung anbetrifft, die Ansprechpartner erster Wahl (orthopädische Rheumatologen sind gut, was rheumabezogene OPs und auch Schuh oder Orthesenversorgung anbetrifft, aber bei der medikamentösen Einstellung, ist es nicht immer ihr Spezialgebiet).

Beim Rheumatologen kannst du Glück oder Pech haben. Ich habe das Glück, eine fantastische Rheumatologin zu haben, die mich sehr unterstützt.
Krankengymnastik ist für mich ein sehr wichtiger Punkt, ohne ginge es mir nicht halb so gut ;-) Von daher weiß ich nicht, was da schief gelaufen ist. Das Rezept bekomme ich ebenfalls von meiner Rheumatologin.

Zum Thema Stillen - das hier ist MEINE PERSÖNLICHE Meinung. Ich möchte dir nicht reinreden, oder raten. Das kannst nur du entscheiden. Ich schreibe es aber trotzdem, um vielleicht ein paar Denkanstöße zu geben.
Eine Stillbeziehung ist etwas wunderbares und allein Mutter und Kind sollten (im Idealfall einvernehmlich) entscheiden, wann diese beendet wird. Ich hatte das große Glück, dass mein Sohn und ich genau den richtigen Zeitpunkt gefunden haben, der für uns beide passte.
Als er 2 Monate alt war, stand ich vor der entscheidung, abzustillen, oder mit meinen Rheumamedikamenten weiterzustillen. Eine Freundin riet mir noch, "einfach bis 6 Monate weiterzustillen und keine Medikamente zu nehmen". Natürlich wäre das meine liebeste Möglichkeit gewesen, aber da hätte auch bedeutet, dass ich mein Kind nicht mehr alleine hätte versorgen können. Und DAS war für mich keine Option. Für mich ging sich das dann aus, mit Medikamenten zu stillen, alles in engmaschiger Kontrolle und guter Betreuung durch meine Ärzte.
Man möchte das Beste für sein Kind... und auf einmal stellt man fest, dass das nicht geht (eine stillendene, voll einsatzfähige mama ohne Medikamente ist und bleibt in manchen Krankheitssituationen ein Wunschtraum). Dann liegt es AN DIR, welche Kompromisse zu diesem Idealbild DU eingehen möchtest.
Am Besten nimmst du dir mal eine kurze Auszeit mit einer Tasse Tee (soweit das mit 5 Kindern geht :D) und denkst mal ehrlich über diese Frage nach. Geht es noch ohne Medikamente? Wenn nein, gibt es sillverträgliche Mittel, die helfen? Finde ich jemanden, der sie mir verschreibt? Gibt es alternativen (Krankgengymnastik) --> hier wieder, wer verschreibt?! Oder kommt die Stillbeziehung sowieso gerade zu einem Ende? Kann ich es bis dahin noch aushalten? Wer möchte nicht abstillen? Ich oder mein Kind oder beide? Oder ist es vielleicht doch eine Möglichkeit, die Stillbeziehung zu beenden ohne dass du oder dein kind dabei Schaden nehmen? Wenn ja, muss es ein abruptes Ende sein? Oder geht ein langsamer Plan?
Vielleicht hast du auch eine Vertrauensperson, mit der du über diese Fragen reden kannst. Jemanden, der dich nicht beeinflusst oder verurteilt, sondern mit dem du deine Gedanken teilen kannst. Mir hat damals meine Hebamme sehr geholfen. Hast du eine Hebamme des Vertrauens? Ist sie noch erreichbar? Theoretisch gibt es ja (soweit ich weiß, bitte nicht drauf festnageln!) insgesamt 3 termine außerhalb der Wochenbettzeit, die bei stillenden Müttern bezahlt werden? Vielleicht geht da ja noch was?

Wie gesagt, ich werde dir nicht raten, ich ahbe nur mal ein Paar Fragen aufgeschrieben, die dir vielleicht als Denkanstoß helfen können (aber nicht müssen - du kannst gerne alles ignorieren :D).

Ich wünsche dir viel Glück bei der Entscheidung und bei der Rheumatologensuche (mein einziger definitiver Ratschlag mit der Bitte, ihn NICHT zu ignorieren - geh zum -internistischen- Rheumatologen.

Re: Stillen und rheumatische Erkrankungen

Verfasst: 10.09.2012, 14:14
von FamilieChaos
das mit dem rheumatologen da schau ich auf jeden fall drauf.Die wo ich hin wollte ist sogar internistische rheumatologin..
Die kleine hängt noch sehr am stillen und abstillen wäre zusätzlicher Stress auf den ich momentan eher weniger Nerv drauf habe.
Stress machts bei mir ja noch schlimmer.

Re: Stillen und rheumatische Erkrankungen

Verfasst: 14.09.2012, 08:54
von FamilieChaos
tja Termin wollt ich jetzt machen.Zum einen geht das erst Februar oder März im nächsten jahr mit einem termin und zum anderen brauchen die die Entzündungswerte vom Hausarzt.Da werd ich erstmal schön mit dem Vorzimmerdrachen diskutieren müssen wegen nem termin.Die will immer ganz genau wissen,warum man sich erdreistet zum Doktor zu wollen :roll: