unglücklich mit Stillhütchen :(
Verfasst: 05.09.2012, 15:51
Hallo an alle Stillmamis!
Ich bin neu hier im Forum und bin sehr froh dass es sowas gibt.
Leider weiß ich nicht ob mir geholfen werden kann (hab schon 5 Wochen pure Verzweiflung hinter mir) aber ich möchte/muss mich zumindest einmal ausheulen.
Mein Sohn ist jetzt 5 Wochen+3 Tage alt.
Stillen ist für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit und mir sehr wichtig.
Leider hatten wir einen sehr verkorksten Start.
Nach der Geburt wollte ich meinen Sohn relativ schnell anlegen, er war auch wach und hat gesucht. Leider bekam ich keine Unterstützung, sondern wurde belächelt, somit hat es nicht geklappt.
Dann kam die Plazenta nicht und ich war eine Stunde im OP mit Vollnarkose. Danach im Aufwachraum habe weder ich noch jemand anderes ans Anlegen gedacht.
Auf Station hat mein Sohn dann glaube ich erstmal nur geschlafen. Plötzlich standen die Krankenschwestern mit einer Milchpumpe vor mir und "zwangen" mich mein Kolostrum abzupumpen und sammelten es mit der Spritze auf (für mich war das furchtbar). Sie versprachen mir, damit würde mein Kind wacher. So war es dann zum Glück auch.
Ich habe ihn dann glaube ich schon versucht anzulegen. Ich war leider zu diesem Zeitpunkt so neben mir, dass ich nicht weiß warum es nicht klappen wollte. Ich habe immer geklingelt, weil ich das Andocken mit ihm nicht geschafft habe. Die Schwestern waren sehr grob und ungeduldig mit uns.
Dann hieß es (nicht wortwörtlich, aber sinngemäß): "entweder du versuchst es jetzt mit Stillhütchen oder dein Kind verhungert!". Ich wollte die Hütchen nicht, aber habe es mit mir machen lassen.
Und 5 Wochen danach bin ich tottraurig damit.
Ich kann damit nicht umgehen sie richtig aufzustülpen. Sie laufenunten aus. Beim Stillen fühlt es sich an als "juckt" meine Brustwarze. Mich nervt das Ausgekoche und das Auswaschen danach. Unterwegs ist es eine Sauerei und alles umständlich.
Aber ich bekomme sie nicht abtrainiert.
Mit der Hebamme hat es einmal geklappt.
Zuhause klappt es manchmal, aber wenn dann rutscht er gleich wieder ab.
Er macht den Mund auch nicht richtig auf, Kinn runterdrücken lässt er sich nicht.
Wenn er den Mund einmal aufmacht, fasst er die Brustwarze nicht (trotz C-Griff, und "reinstopfen"...)
Ich kann auch nicht feststellen, dass es im Fliegergriff einfacher wäre.
Und er ist allgemein sehr unruhig und fuchtelt mit seinen Händchen,was die Aktion nicht viel einfacher macht.
Es fühlt sich an wie ein einziger Kampf zwischen ihm und mir
Am Ende der Aktion weint er furchbar und ich stopfe ihm wieder das Stillhütchen in den Mund und weine manchmal mit ihm.
Meine Hebamme meint dazu nur entweder Milchpumpe und Flasche oder abstillen. "Manche Mütter wollen unbedingt stillen, aber tun sich damit keinen Gefallen - da ist Abstillen manchmal am Besten!" - ihre Aussage
Das trifft mich so sehr.
Ich möchte so gerne Stillen. Gibt da noch Hoffnung? Bin wirklich zu blöd?
An eine Stillberaterin habe ich schon gedacht, aber dann ist es bestimmt wie mit der Hebamme: wenn sie da ist zum Anlegen schläft er grade oder hat keinen Hunger
Danke fürs durchlesen und "zuhören".
Simone
Ich bin neu hier im Forum und bin sehr froh dass es sowas gibt.
Leider weiß ich nicht ob mir geholfen werden kann (hab schon 5 Wochen pure Verzweiflung hinter mir) aber ich möchte/muss mich zumindest einmal ausheulen.
Mein Sohn ist jetzt 5 Wochen+3 Tage alt.
Stillen ist für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit und mir sehr wichtig.
Leider hatten wir einen sehr verkorksten Start.
Nach der Geburt wollte ich meinen Sohn relativ schnell anlegen, er war auch wach und hat gesucht. Leider bekam ich keine Unterstützung, sondern wurde belächelt, somit hat es nicht geklappt.
Dann kam die Plazenta nicht und ich war eine Stunde im OP mit Vollnarkose. Danach im Aufwachraum habe weder ich noch jemand anderes ans Anlegen gedacht.
Auf Station hat mein Sohn dann glaube ich erstmal nur geschlafen. Plötzlich standen die Krankenschwestern mit einer Milchpumpe vor mir und "zwangen" mich mein Kolostrum abzupumpen und sammelten es mit der Spritze auf (für mich war das furchtbar). Sie versprachen mir, damit würde mein Kind wacher. So war es dann zum Glück auch.
Ich habe ihn dann glaube ich schon versucht anzulegen. Ich war leider zu diesem Zeitpunkt so neben mir, dass ich nicht weiß warum es nicht klappen wollte. Ich habe immer geklingelt, weil ich das Andocken mit ihm nicht geschafft habe. Die Schwestern waren sehr grob und ungeduldig mit uns.
Dann hieß es (nicht wortwörtlich, aber sinngemäß): "entweder du versuchst es jetzt mit Stillhütchen oder dein Kind verhungert!". Ich wollte die Hütchen nicht, aber habe es mit mir machen lassen.
Und 5 Wochen danach bin ich tottraurig damit.
Ich kann damit nicht umgehen sie richtig aufzustülpen. Sie laufenunten aus. Beim Stillen fühlt es sich an als "juckt" meine Brustwarze. Mich nervt das Ausgekoche und das Auswaschen danach. Unterwegs ist es eine Sauerei und alles umständlich.
Aber ich bekomme sie nicht abtrainiert.
Mit der Hebamme hat es einmal geklappt.
Zuhause klappt es manchmal, aber wenn dann rutscht er gleich wieder ab.
Er macht den Mund auch nicht richtig auf, Kinn runterdrücken lässt er sich nicht.
Wenn er den Mund einmal aufmacht, fasst er die Brustwarze nicht (trotz C-Griff, und "reinstopfen"...)
Ich kann auch nicht feststellen, dass es im Fliegergriff einfacher wäre.
Und er ist allgemein sehr unruhig und fuchtelt mit seinen Händchen,was die Aktion nicht viel einfacher macht.
Es fühlt sich an wie ein einziger Kampf zwischen ihm und mir
Am Ende der Aktion weint er furchbar und ich stopfe ihm wieder das Stillhütchen in den Mund und weine manchmal mit ihm.
Meine Hebamme meint dazu nur entweder Milchpumpe und Flasche oder abstillen. "Manche Mütter wollen unbedingt stillen, aber tun sich damit keinen Gefallen - da ist Abstillen manchmal am Besten!" - ihre Aussage
Das trifft mich so sehr.
Ich möchte so gerne Stillen. Gibt da noch Hoffnung? Bin wirklich zu blöd?
An eine Stillberaterin habe ich schon gedacht, aber dann ist es bestimmt wie mit der Hebamme: wenn sie da ist zum Anlegen schläft er grade oder hat keinen Hunger
Danke fürs durchlesen und "zuhören".
Simone