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Migräne zurück, Naproxen?

Verfasst: 22.08.2012, 19:57
von Anjuma
Liebe Stillberaterinnen,

ich habe eine zyklusabhängige Migräne, in Schwangerschaft und den letzten 18Stillmonaten war ich frei von den Anfällen, obwohl ich bereits nach drei Monaten meine Mens wieder hatte.

Mein Kleiner ist nun 19 Monate alt und bereits letzten Zyklus waren die Kopfschmerzen pünktlich zur Mens wieder da und hielten fünf Tage an. Mit Ibuprofen konnte ich gar nichts bewirken.

Gut helfen tut Naproxen - bei Embryotox steht nicht viel, ich stille noch morgens, mittags, abends und 1x nachts. Morgens und mittags kann ich wegfallen lassen, kann ich es dann nehmen?

Lieben Gruß

Anjuma

Re: Migräne zurück, Naproxen?

Verfasst: 22.08.2012, 20:14
von Athene79
Hallo,
ich habe ebenfalls zyklusabhängige Migräne und nehme seit der 2.Stillzeit Imigran (Sumatriptan). Das wurde mir von Embryotox empfohlen.
LG

Re: Migräne zurück, Naproxen?

Verfasst: 22.08.2012, 20:19
von Athene79
So, wurde gerade von meinem schreienden Baby unterbrochen. Von Naproxen habe ich keine Ahnung.
Hättest Du Interesse daran, mir per PN zu schreiben, was Dir hilft, was weitere Auslöser sind,...?
Ich war vor der Schwangerschaft sehr verzweifelt deswegen und hoffe ja immer noch auf weitere Tipps. Fünf Tage Migräne hören sich auch sehr schlimm an.
Liebe Grüße

Re: Migräne zurück, Naproxen?

Verfasst: 22.08.2012, 20:57
von honigbienchen
Hallo,

Migräne ist so fies.
Hast du das Naproxen als Akutmedikation genommen oder zur Prophylaxe?
Das Naproxen hat eine relativ lange Halbwertszeit, also eher nicht so ratsam. Laut embryotox kann, falls Ibuprofen und Paracetamol nicht helfen, zu Sumatriptan als Akuttherapie gegriffen werden. Hast du dies schonmal probiert?

Grundsätzlich sind die Beschwerden bei dir aber schon sehr arg lang und häufig.
Hast du schonmal mit deinem Arzt über eine Migräneprophylaxe gesprochen? Wäre wahrscheinlich bei solch langem Andauern der Beschwerden und der Häufigkeit sicherlich ratsam.
Wichtig wäre auch herauszufinden, was deine Triggerfaktoren sind. Hast du dich mit dem Thema schon beschäfftigt?

Re: Migräne zurück, Naproxen?

Verfasst: 22.08.2012, 21:20
von dorlohrli
Da häng ich mich doch einfach mal mit ran.
Hab auch diese zyklusbedingte heftige Migräne... Ich hab schon recht viel versucht, Akutpunktur, Entspannungsübungen... Hat aber alles nix geholfen. Wer also noch Tips hat, immer her damit :D
Lg

Re: Migräne zurück, Naproxen?

Verfasst: 22.08.2012, 21:45
von Anjuma
Hallo,

das Naproxen habe ich immer bei den ersten beginnenden Anzeichen genommen und konnte so den Anfall vermeiden bzw habe nur leichte Kopfweh.

Der Trigger ist bei mir der zyklusbedingte Östrogenabfall, am 2. Menstag haut es mich dann komplett um :( ausgelöst wurde die komplette Migräne 2009 durch das Medikament Norethisteron im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung. Das war der erste und schlimmste Anfall, incl Augenschwellung. Danach hatte ich es dann jeden Monat, Gott sei Dank wurde ich schnell schwanger und die Migräne war weg.

Triptane habe ich bisher noch nie genommen, das wäre der nächste Schritt gewesen, ich kam aber ja mit dem Naproxen zurecht.

Versuch ist es wert - ich muss mir nach Umzug nur einen neuen Neurologen suchen.

Danke für eure Hilfe :)

Re: Migräne zurück, Naproxen?

Verfasst: 22.08.2012, 23:05
von Katha
Ach Mensch, an Euch alle solidarische Grüße
(bei mir war Zyklus aber nur einer von vielen Triggern, ich würde es eher hormonell bedingt sehen, weil sich die Migräne selbst noch FG und der Geburt verändert hat und sie etwa mit der Pubertät losging).
Seit der Geburt hatte ich ca. alle 6-8 Wochen einen Anfall (max. 3 Tage), bin also gerade irgendwie zufrieden
(der Rest war so leicht, dass es zwar nervte, aber ich verdrängt habe, weil es nicht wirklich zählte)

Bei mir haben Absetzen der Pille und eine Kur deutlich Erleichterung gebracht.
Ob es die Kältekammer war (coole Erfahrung) oder das Meer oder regelmäßig Essen/Schläfen/Sport, oder alles zusammen, keine Ahnung.
Wurde mir auf alle Fälle aber mehr über die Trigger klar.

Kopfschmerztagebuch hab ich zwar nie kontinuierlich geführt, aber finde es generell gut.
Weil meist sind es bei mir (selbst bei Pillenpause) mehrere Faktoren, die zusammenkommen.
(außerdem sollte man, wenn man unter Spannungskopfschmerzen UND Migräne leidet man dann wohl nur letztere Medikamentös behandeln, daher kann Unterscheidung durch Tagebuch sinnvoll sein.)

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, am 1. Tag wirklich ruhig zu machen. Dann gibt es entweder keinen 2. Tag, oder er wird mittelschwer nur.
Wenn das denn möglich ist...

Dann hab ich nen guten Heilpraktiker gefunden.
Danach hatte ich die Triptane abgesetzt. Die helfen gut, aber man muss sie halt frühzeitig nehmen, damit sie wirken. Und manchmal waren zwar die Schmerzen weg, aber ich fühlte mich wie besoffen.

Vermutlich hilft sogar die Psychoanalyse, weil auch der Stressabbau was bringt.

Ach ja, und NIE, NIE versuchen die Aura zu ignorieren.
Entweder kann ich bei Ruhe da abschwächen. Falls keine Ruhe, wird es meist sehr fies.

Ach, aber es ist trotzdem ne Sch***Krankheit und manchmal Denk ich mir, die Gene hätte meine Mama behalten können (Hoff, Kl. Hase hat sie nicht von mir)

Liebe Grüße

Re: Migräne zurück, Naproxen?

Verfasst: 22.08.2012, 23:20
von Miracleine
Mal nur eine kurze Idee am Rande: Habt Ihr mal Eure Halswirbelsäule checken lassen? Und da meine ich nicht den Orthopäden, sondern einen richtigen Spezialisten, z.B. einen Kiss-Doc?

Mein Mann ist auch so ein Migränepatient mit heftigster Aura, sprich massiven neurologischen Ausfällen. Letztes Jahr war er beim Neurologen, nachdem die Triptane so gar nicht halfen. Der Neurologe meinte man könne, außer mit einer medikamentösen Prophylaxe, nichts tun außer die Schmerzen im Akutfall zu bekämpfen. Eine Langzeitprophylaxe kommt aber für meinen Mann nicht in Frage, weil er "nur" so alle zweieinhalb bis drei Monte einen Anfall hat. Nun war im Oktober in Hamburg beim Kiss-Doc, als wir mit unserer Kleinen da waren (nicht wegen der Mirgräne sondern wegen Spannungskopfschmerzen und Verspannungen). Der hat ihn auch behandelt. Und, ob Zufall oder nicht, seit dem hat er kaum noch Spannungskopfschmerzen und vor allem gar keine Migräne mehr gehabt, obwohl theoretisch mindestens dreimal Migräne "drangewesen" wäre. Nun hat er in den letzten drei Wochen immer mal wieder leichte Kopfschmerzen und das Gefühl eine beginnende Migräne zu haben gehabt. Heute war er wieder da und war wieder blockiert.

Wie gesagt, ich weiß noch nicht, ob das Zufall ist (dafür ist ein Dreivierteljahr zu kurz), aber es klingt sehr vielversprechend. Aber wenn, muß da wohl auch ein ausgewiesener Halswirbelsäulenspezialist dran.

Re: Migräne zurück, Naproxen?

Verfasst: 22.08.2012, 23:40
von Kasparine
Hast du schon Akupunktur probiert? Ich habe seit ungefähr meinem dritten Lebensjahr Migräne. Ca. alle drei bis vier Wochen hatte ich einen Anfall, ohne medikamentöse Behandlung dauerte so ein Anfall bis zu vier Tage. Seit der Pubertät lagen die Anfälle immer zusammen mit meiner Regelblutung. Demnach dann also wohl eine zyklusabhängige Migräne, dachte ich. Bekam jedoch in der Schwangerschaft trotzdem heftigste Anfälle, bis ich auf eine Hebamme mit Akupunkturausbildung traf. Nach vier Behandlungen habe ich seitdem keinen einzigen Anfall mehr gehabt und auch so kaum Spannungskopfschmerzen. Seit mehr als einem Jahr! Probier es doch mal, zu verlieren hast du ja nichts...

Re: AW: Migräne zurück, Naproxen?

Verfasst: 22.08.2012, 23:44
von Iris
Es ist auch sinnvoll, mit der/dem Gyn zu sprechen, weil die Anfälle ja zyklusbedingt sind.
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