Fragen zur Kombi Stillen, Pumpen, BES
Verfasst: 09.08.2012, 23:19
Hallo,
bin seit ein paar Tagen stille Mitleserin und bin begeistert von der Gemeinschaft, die sich hier gebildet hat und der kompetenten Unterstützung. Kompliment an die Moderatoren. Ich konnte schon aus einigen Threads Wichtiges für mich ziehen und umsetzen, aber es ist bei allen immer doch wieder anders. Daher möchte auch ich um Euren Rat bitten. Ich werde mich bemühen, nicht zu wirr und der Reihe nach zu berichten.
Mein Sohn Jakob kam am 22.04. zur Welt. Ich habe ihn ca 11,5 Wochen voll gestillt, wobei er in den letzten drei Wochen davon nur spärlich zugenommen hatte. Wenn ich zurück denke, fing es damals damit an, dass er Durchfall hatte und danach immer nur diesen grünen Stuhl, der fürchterlich roch. Man sagte mir, dass dieser grüne Stuhl der sog. Hungerstuhl sei. Wenn die Babies nur die wässrige Vordermilch trinken und nicht an die fette darauf folgende ran kommen. Parallel dazu bereitete die Stillerei keine Freude mehr, da er ständig zappelte, das Köpfchen weg drehte, weinte und schlecht an der Brust zu halten war. Am besten blieb er dran, wenn er einschlief.
Laut Hebamme alles altersgerecht. Erst nach diesen drei Wochen sagte sie, ich müsse zufüttern, damit er nicht weiter abnehme. Ich gab ihm die Milch, unternahm aber sehr viel, um wieder zum Vollstillen zurückzugelangen. Was mir bisher aber nicht gelang.
Soweit zur Vorgeschichte. Es ist jetzt also so, dass ich die angerührte Milch mit Brusternährungsset zufüttere. Aber nur, wenn wir daheim sind. Unterwegs kriegt er das Fläschchen, da es mir mit BES unangenehm ist.
Nachdem ich mit der Handpumpe wenig Erfolg hatte und maximal 30 ml aus den Brüsten zuzeln konnte, pumpe ich nun einigermaßen erfolgreich mit der elektrischen. Rekord waren 120 ml. Mit dem Milchspendereflex habe ich keine Probleme.
Mit der Pumperei wollte ich die Milchproduktion weiter anregen. In der Theorie war der Plan, nach Bedarf zu stillen und zwischendrin zu pumpen, wenn die Abstände etwas größer sind. Nur weiss ich das ja nicht im Voraus. Also wann mein Kind das nächste Mal wieder an die Brust möchte. Die abgepumpte Milch dann ins BES, um ihn beim Stillen quasi bei der Stange zu halten, damit er nicht frustriert aufgibt. Soweit die Theorie. In der Praxis bin ich mir immer unsicher, ob ich pumpen soll oder die Milch fürs Stillen in der Brust „aufheben“. Ich weiß zwar, dass die Milch anscheinend während dem Stillen gebildet werden soll, aber es fühlt sich einfach nicht so an. Wenn die Brüste von der Nacht voll sind, dann krieg ich mein Kind zufrieden damit. Aber nicht am Nachmittag mit 2 Stunden Stillabstand. Macht das Pumpen zwischendrin in meinem Fall überhaupt Sinn? Was würdet ihr mir empfehlen?
Ich nehme seit etwas mehr als einer Woche die Bockshornkleekapseln von Dr. Pandalis. Auf dem Glas steht, man solle 3x3 Kapseln nehmen. Ich habe hier in einigen Beiträgen gelesen, dass die Kapseln erst hoch dosiert Wirkung zeigen. Was heißt den hoch dosiert? Ist 3x3 zu wenig? Ich bin mir unsicher ob sie bereits Wirkung zeigten. Wenn ja, dann minimal. Vielleicht aber auch nur eingebildet.
Ich führe zur Zeit noch kein detaillierte Protokoll, wieviel ich zufüttere. Es sind aber pro Tag nie mehr als 200 ml. Pendelt um die 150. Mal mehr mal weniger. Davon komm ich aber irgendwie nicht weg.
Nachfolgend noch die Gewichtsentwicklung von Jakob.
22.04.2012 3,99 Geburt
die detaillierten Daten in diesem Monat habe ich mir damals nicht mit notiert, wurden von der Hebamme geprüft
21.05.2012 4,9 U3
28.06.2012 5,65 Hebamme
05.07.2012 5,73 Hebamme
12.07.2012 5,7 Hebamme (danach habe ich mit dem Zufüttern begonnen)
18.07.2012 6,15 Hebamme
20.07.2012 6,26 unsere waage
24.07.2012 6,42 unsere waage
25.07.2012 6,51 Krankenhaus (es wurde festgestellt, dass Jakob eine Doppelniere und bereits einen Harnwegsinfekt hatte, danach bekam er Antibiotika)
30.07.2012 6,83 unsere waage
01.08.2012 6,9 unsere waage
02.08.2012 6,85 U4
05.08.2012 7,05 unsere waage
07.08.2012 7,1 Krankenhaus
Grundsätzlich denke ich, dass die Entwicklung von ihm gut ist. Er ist proper und gesund. Aber ich habe auch den Eindruck, dass er, wenn er weitere 500 ml mit der Flasche bekommen würde, diese auch abpumpen würde. Das Fläschchen ist meist ratz fatz weg. Am BES müht sich Jakob ab oder schläft ein.
Meint ihr, es klappt nochmal mit uns und ich kann BES und Fläschchen in den Schrank stellen? Wie kann ich am besten die Kombination aus Stillen, BES, Pumpen in die Praxis umsetzen? Oder soll ich etwas ganz anders machen. Vom Gefühl her zweifel ich auch oft an meinen Brüsten ob die das "können". Wäre auch schön, wenn ihr mir noch eine Dosierungsempfehlung für die Bockshornkleekapseln hättet.
Habe schon einige Berichte hier gelesen, die am Ende erfolgreich abgeschlossen wurden, was mich für die Mädels riesig gefreut hat. Vielleicht kann ich meinen Thread auch mit einem Happy End abschliessen.
Liebe Grüße, Andrea
bin seit ein paar Tagen stille Mitleserin und bin begeistert von der Gemeinschaft, die sich hier gebildet hat und der kompetenten Unterstützung. Kompliment an die Moderatoren. Ich konnte schon aus einigen Threads Wichtiges für mich ziehen und umsetzen, aber es ist bei allen immer doch wieder anders. Daher möchte auch ich um Euren Rat bitten. Ich werde mich bemühen, nicht zu wirr und der Reihe nach zu berichten.
Mein Sohn Jakob kam am 22.04. zur Welt. Ich habe ihn ca 11,5 Wochen voll gestillt, wobei er in den letzten drei Wochen davon nur spärlich zugenommen hatte. Wenn ich zurück denke, fing es damals damit an, dass er Durchfall hatte und danach immer nur diesen grünen Stuhl, der fürchterlich roch. Man sagte mir, dass dieser grüne Stuhl der sog. Hungerstuhl sei. Wenn die Babies nur die wässrige Vordermilch trinken und nicht an die fette darauf folgende ran kommen. Parallel dazu bereitete die Stillerei keine Freude mehr, da er ständig zappelte, das Köpfchen weg drehte, weinte und schlecht an der Brust zu halten war. Am besten blieb er dran, wenn er einschlief.
Laut Hebamme alles altersgerecht. Erst nach diesen drei Wochen sagte sie, ich müsse zufüttern, damit er nicht weiter abnehme. Ich gab ihm die Milch, unternahm aber sehr viel, um wieder zum Vollstillen zurückzugelangen. Was mir bisher aber nicht gelang.
Soweit zur Vorgeschichte. Es ist jetzt also so, dass ich die angerührte Milch mit Brusternährungsset zufüttere. Aber nur, wenn wir daheim sind. Unterwegs kriegt er das Fläschchen, da es mir mit BES unangenehm ist.
Nachdem ich mit der Handpumpe wenig Erfolg hatte und maximal 30 ml aus den Brüsten zuzeln konnte, pumpe ich nun einigermaßen erfolgreich mit der elektrischen. Rekord waren 120 ml. Mit dem Milchspendereflex habe ich keine Probleme.
Mit der Pumperei wollte ich die Milchproduktion weiter anregen. In der Theorie war der Plan, nach Bedarf zu stillen und zwischendrin zu pumpen, wenn die Abstände etwas größer sind. Nur weiss ich das ja nicht im Voraus. Also wann mein Kind das nächste Mal wieder an die Brust möchte. Die abgepumpte Milch dann ins BES, um ihn beim Stillen quasi bei der Stange zu halten, damit er nicht frustriert aufgibt. Soweit die Theorie. In der Praxis bin ich mir immer unsicher, ob ich pumpen soll oder die Milch fürs Stillen in der Brust „aufheben“. Ich weiß zwar, dass die Milch anscheinend während dem Stillen gebildet werden soll, aber es fühlt sich einfach nicht so an. Wenn die Brüste von der Nacht voll sind, dann krieg ich mein Kind zufrieden damit. Aber nicht am Nachmittag mit 2 Stunden Stillabstand. Macht das Pumpen zwischendrin in meinem Fall überhaupt Sinn? Was würdet ihr mir empfehlen?
Ich nehme seit etwas mehr als einer Woche die Bockshornkleekapseln von Dr. Pandalis. Auf dem Glas steht, man solle 3x3 Kapseln nehmen. Ich habe hier in einigen Beiträgen gelesen, dass die Kapseln erst hoch dosiert Wirkung zeigen. Was heißt den hoch dosiert? Ist 3x3 zu wenig? Ich bin mir unsicher ob sie bereits Wirkung zeigten. Wenn ja, dann minimal. Vielleicht aber auch nur eingebildet.
Ich führe zur Zeit noch kein detaillierte Protokoll, wieviel ich zufüttere. Es sind aber pro Tag nie mehr als 200 ml. Pendelt um die 150. Mal mehr mal weniger. Davon komm ich aber irgendwie nicht weg.
Nachfolgend noch die Gewichtsentwicklung von Jakob.
22.04.2012 3,99 Geburt
die detaillierten Daten in diesem Monat habe ich mir damals nicht mit notiert, wurden von der Hebamme geprüft
21.05.2012 4,9 U3
28.06.2012 5,65 Hebamme
05.07.2012 5,73 Hebamme
12.07.2012 5,7 Hebamme (danach habe ich mit dem Zufüttern begonnen)
18.07.2012 6,15 Hebamme
20.07.2012 6,26 unsere waage
24.07.2012 6,42 unsere waage
25.07.2012 6,51 Krankenhaus (es wurde festgestellt, dass Jakob eine Doppelniere und bereits einen Harnwegsinfekt hatte, danach bekam er Antibiotika)
30.07.2012 6,83 unsere waage
01.08.2012 6,9 unsere waage
02.08.2012 6,85 U4
05.08.2012 7,05 unsere waage
07.08.2012 7,1 Krankenhaus
Grundsätzlich denke ich, dass die Entwicklung von ihm gut ist. Er ist proper und gesund. Aber ich habe auch den Eindruck, dass er, wenn er weitere 500 ml mit der Flasche bekommen würde, diese auch abpumpen würde. Das Fläschchen ist meist ratz fatz weg. Am BES müht sich Jakob ab oder schläft ein.
Meint ihr, es klappt nochmal mit uns und ich kann BES und Fläschchen in den Schrank stellen? Wie kann ich am besten die Kombination aus Stillen, BES, Pumpen in die Praxis umsetzen? Oder soll ich etwas ganz anders machen. Vom Gefühl her zweifel ich auch oft an meinen Brüsten ob die das "können". Wäre auch schön, wenn ihr mir noch eine Dosierungsempfehlung für die Bockshornkleekapseln hättet.
Habe schon einige Berichte hier gelesen, die am Ende erfolgreich abgeschlossen wurden, was mich für die Mädels riesig gefreut hat. Vielleicht kann ich meinen Thread auch mit einem Happy End abschliessen.
Liebe Grüße, Andrea