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Ab wann Mittagschlaf in der Kita

Verfasst: 09.08.2012, 15:15
von Alioscha
Hallo an Alle,

ich bräuchte bitte mal Eure Erfahrungen zum Thema ab wann im Eingewöhnungsprozess ein Kind in der Kita auch den Mittagschlaf machen sollte. Mein Sohn (grade 16 Monate geworden) wird seit Montag in der Kita eingewöhnt. Er ist ein passioniertes Einschlafstillkind und generell kein guter Schläfer. Beim Vorgespräch in der Kita hieß es genau das was mir andere stillende Mütter mit Kitakindern immer sagen, nämlich "das wird schon, egal wie er zuhause einschläft, in der anderen Situation schafft er es anders". Gestern sah die Bezugserzieherin schon etwas zweifelnd aus als sie gesehen hat wie oft mein Kind im Laufe eines Vormittags an die Brust will und erwähnte nebenbei, dass sie noch nie ein Stillkind gehabt hätten (die Einrichtung ist eine Betriebskita und erst zwei Jahre alt und eigentlich sehr schön, engagiert etc). Da ich mir wegen des Mittagschlafs und des Stillens selber sehr viele Sorgen mache habe ich nun gestern und heute versucht meinen Sohn zuhause ohne Stillen zum Mittagschlaf zu bringen um ihm die Umstellung zu erleichtern. Das hat auch erstaunlich gut geklappt auch wenn er etwa fünf bis zehn Minuten geschrien hat während ich im Familienbett neben ihm lag und ihn durch Streicheln/Singen versucht habe zu beruhigen. Danach hat er sich aber beruhigt und ist an mich gekuschelt eingeschlafen.

Jetzt hat mir die Erzieherin heute zwei Möglichkeiten genannt:
Entweder wir versuchen nächsten Dienstag schon dass er in der Kita Mittagschlaf macht (das wäre Tag 7 der Eingewöhnung insgesamt :shock: ) ODER wir warten noch mindestens vier Wochen. Etwas dazwischen geht nicht weil sie ab übernächster Woche Bezugserzieherin für ein weiteres neues Kind sein wird. Ich fand das jetzt nicht ganz so toll da das bedeutet dass letztendlich nur zwei Wochen Eingewöhnung pro Kind geplant sind obwohl auf allen Zetteln von 4-6 Wochen die Rede ist. Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass mein Kind (oder irgendein anderes Kind) sich bis dahin schon sicher genug dafür fühlt insbesondere da ich ja nun mit dem Brustentzug beim Mittagschlaf zuhause eine weitere Neuerung außer der Kita selbst eingeführt habe und das ja schon sehr viel auf einmal ist. Es ist für mich auch eigentlich kein Problem ihn die nächsten Wochen nur bis um 12 Uhr dort zu lassen, ich habe noch bis Oktober Zeit mit dem Arbeiten.
Mich würde nun aber interessieren ab wann Eure Kinder bei der Kitaeingewöhnung dort auch geschlafen haben. Ging das auch so schnell? Oder ist das jetzt nur unsere Kita und liegt daran, dass sie grad sehr viele neue Kinder (von 20 Plätzen werden 15 neu besetzt) haben und organisatorisch nicht anders können. Oder gibt es vielleicht auch einen Vorteil davon schon nächste Woche mit dem Mittagschlaf zu beginnen? So eine Art Überraschungseffekt und weil sowieso so vieles anders ist als bisher klappt es vielleicht sogar besser als in vier Wochen? Eigentlich halte ich ja von Überrumpelungstaktik beim Ablöseprozess nichts aber andererseits habe ich auch noch kein Kind eingewöhnt. Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht? Mir schwirrt gerade der Kopf wegen dieser Entscheidung was vielleicht auch daran liegt, dass ich selbst noch ein Problem habe mich von meinem Kind zu lösen...

Liebe Grüße,

Alioscha

Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita

Verfasst: 10.08.2012, 12:21
von danat
Das frage ich mich auch gerade :? . Unser Sohn ist jetzt 16 Monate alt und heute war unser zweiter Eingewöhnungstag. Erstmal geht es bei uns nur um den Vormittag. Aber ich frage mich auch, wann es wohl ok ist für unseren Sohn in der Kita mittags auch zu schlafen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir das erst angehen, wenn er wirklich auch eine verlässliche Beziehung zu den Erzieherinnen aufgebaut hat.
Hier wird auch generell immer in den Schlaf gestillt. Meine Schwester ist Erzieherin bei den ganz Kleinen und berichtet auch, dass die meisten Kinder eigentlich sehr gut in den Schlaf finden. So ein Kitatag ist ja auch verdammt anstrengend, grad in dem kleinen Alter.
Würde mich sehr freuen, wenn hier noch jemand über seine Erfahrungen berichten würde.

Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita

Verfasst: 10.08.2012, 13:46
von co+lu
sorry, ich kann dazu nix beitragen, aber ich will mich hier auch mal dranhängen.

bei uns steht im sept. die eingewöhnung an und ich sorge mich auch um den mittagsschlaf. meine kleine schläft zur zeit nur an der brust ein ...

ich würde mich auch über erfahrungsberichte freuen.

Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita

Verfasst: 10.08.2012, 13:48
von Alioscha
Hallo Danat,

da seit Ihr ja tatsächlich praktisch im gleichen Punkt wie wir! Also ich habe heute noch einmal mit der Erzieherin geredet und für sie ist es wirklich vollkommen in Ordnung wenn wir noch warten mit dem Mittagschlaf. Gestern fühlte ich mich etwas gedrängelt und mir war deshalb nicht so ganz wohl mit der ganzen Einrichtung. Aber heute habe ich wieder einen viel besseren Eindruck, habe aber trotzdem angekündigt dass ich noch warten möchte mit dem Mittagschlaf, auch wenn das bedeutet, dass sich die Eingewöhnung insgesamt länger hinzieht. Mein Bauch sagt mir eben auch, dass ein Kind sich erst wirklich sicher und geboren fühlen sollte in einer solchen Einrichtung bis so etwas "Intimes" wie der Mittagschlaf funktionieren kann. Vor allem bei Stillkindern die zum Schlafen auf Mama fixiert sind und nicht schon immer auch von Papa, Oma, Opa etc hingelegt werden. Eigentlich läuft die Eingewöhnung gut, aber mein Kind steckt auch grade in einem Entwicklungsschub, schläft abends SEHR schlecht ein (nicht erst seit der Eingewöhnung, schon in der Woche davor), macht viele neue Dinge und ich bin sehr froh, dass er sich trotzdem von Tag zu Tag wohler zu fühlen scheint in der Kita. Und daher will ich ihn wirklich keinesfalls überfordern und das Schlafen schon in Woche 2 anzufangen finde ich schon sehr gewagt.
Grundsätzlich habe ich aber auch das gehört was Deine Schwester sagt, nämlich dass das Schlafen in der Kita sehr viel weniger ein Problem ist als die Eltern im Allgemeinen so denken. Sogar bei gestillten Kindern.

Ich hoffe es kommen noch ein paar Erfahrungsberichte! Alles Gute Euch für die nächste Zeit, schreib doch mal wie es bei Euch läuft.

Alioscha

Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita

Verfasst: 10.08.2012, 14:04
von Lanali
Bei uns kam das Schlafen auch erst nach ca. vier Wochen dazu. Eingewöhnung haben wir mit 14 Monaten angefangen. Ich wollte auch auf jeden Fall, dass er erstmal eine sichere Beziehung zu seinem Betreuer hat, denn er war bis dahin auch noch nie wirklich gerne alleine bei den Omas geblieben und schon gar nicht zum Schlafen (im Bett - KiWa ging immer :)). Mittagessen kam dann zwangsläufig auch erst später hinzu, weil das in unserer KiTa zusammen gehört und sie keinen Wirbel zwischen Essen und Schlafen wollen. Das war aber ok, ich habe ihn bis dahin einfach immer um halb 12 abgeholt.
Das Schlafen selbst ging dann wirklich sehr gut. Wie schon gesagt wurde, sind die Mäuse ja auch platt vom Kitatag. Meiner geht zeitweise sogar direkt nach dem Essen allein in den Schlafraum und legt sich schlafen (wenn die Erzieher noch beim Abräumen sind). Das würde ihm zu Hause nie einfallen :)

Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita

Verfasst: 11.08.2012, 12:28
von danat
Oh ja! Alioscha, bei uns ist es das gleiche ... Entwicklungsschub! Zu Bett gehen ist zur Zeit ein regelrechter Horror - ich bin abends so fix und fertig. Zähne kommen auch grad wieder zwei durch. Es ist im Moment echt anstrengend. Es tut uns eigentlich grad gut, dass wir beide rauskommen und mal so was ganz anderes kennenlernen. Zu Hause würden wir beide uns nur "anzicken".

Wie lief bei euch denn die Eingewöhnung bisher insgesamt ab? Hier ist es so lala. Der Kleine kommt eigentlich sehr gut zurecht. Wir waren auch seit einigen Wochen immer mal wieder nachmittags zum Spielen dort. Er kennt die Räumlichkeiten, die anderen Kinder, den Lärm, etc. eigentlich schon recht gut. Bisher hatte ich auch immer ein ganz gutes Gefühl. Aber wir waren jetzt zwei Vormittage dort und am zweiten Tag wollten mich die Erzieherinnnen drängern beim Spaziergang nicht mehr mit weiter zu kommen ("Wollen Sie nicht mal 20 Minuten wo anders lang gehen?" ... die Runde dauerte dann über eine Stunde; von wegen 20 Minuten; selbst die fänd ich am Anfang zu lang; und die wollten das auch ohne Verabschieden machen sondern einfach-weg-sein). Naja, ich hab auch "Nö" gesagt und gemeint, dass ich es erstmal wichtig fänd, dass er anfängt ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und eine Bezugsperson findet, bevor Trennungsversuche forciert werden. (Bisher hat leider noch keine der Erzieherinnen so wirklich intensiv versucht mal mit ihm Kontakt aufzunehmen. Ich finde, dass er bisher nur "oberflächlich" involviert wird.) Die Erzieherin meinte dann, dass das ja im Rahmen der Eingewöhnung auch gar nicht möglich sei. Das käme irgendwann viel viel später. Da müssten die Mamas ja alle immer ewig mit dableiben. :shock: Hä? Worum geht es denn dann bei der Eingewöhnung? Da war ich erstmal echt baff! Allerdings ist mir schon aufgefallen, dass die Erzieherinnen danach etwas bemühter waren. Allerdings alle drei immer mal wieder. Eine eindeutige Zuordnung zu einer Bezugserzieherin fände ich viel besser. (wurde eigentlich so beschrieben vorher). Mhm, naja, ich bin grad ziemlich ernüchtert und eigentlich auch enttäuscht, wie es bisher lief - obwohl es dem Zwerg bisher erstmal objektiv gut gefällt dort.
Wahrscheinlich habe ich auch "hohe Ansprüche" ... ich habe eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie es sein muss, bis ich mein Kind dort "guten Gewissens" allein lassen will. Wir leben hier auf dem Dorf - es ist die einzige Kita weit und breit. Zur Zeit ist es auch so, dass man keine wirkliche Wahl hat. Die Nachbarstädte nehmen keine Kinder aus dem Umland und umgekehrt. Und ich glaube, ich falle mit meinem Mutterverständnis hier auch etwas aus dem Rahmen. Ich bin die einzige im Dorf mit TT, stille meinen Sohn "in dem Alter noch", BLW kennt hier keiner, AP - Was ist das denn? ...
Ehrlich gesagt, glaube ich auch, dass die anderen Mütter wohl brav das machen, was die Erzieherinnen vorschlagen. Ich hatte den Eindruck, dass die nicht so richtig mit mir und meiner eigenen Meinung umgehen können. Hoffentlich täusche ich mich da. Ich sehe es glaube ich im Moment auch etwas zu finster.
Wird sicher werden. Meinem Sohn vertraue ich da eigentlich voll und ganz, dass er sich gut in die Gruppe finden wird und auch zu den Erzieherinnen Vertrauen fassen wird.

Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita

Verfasst: 11.08.2012, 13:06
von Sibi
Unsere Tochter war ja sehr klein bei der Eingewöhnung (6 Monate) und ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, ab wann sie da geschlafen hat. Anfangs war es eher so, dass sie mal zufällig auf dem Arm oder im Kiwa unterwegs eingeschlafen ist - da hatte sie noch den Vormittags- und Nachmittagsschlaf. Das ging so vielleicht 2-3 Monate und dann hat sie sich langsam auf den Mittagsschlaf - zeitgleich mit den anderen Kindern - orientiert. Es war ein langsamer Prozess, dass sie erst auf dem Arm und dann mit Händchenhalten und irgendwann mit der Tagesmutter im Raum eingeschlafen ist.

Was ich nie - bis heute nicht - getan habe: Einschlafstillen bei mir abzugewöhnen. Sie kann bei jedem auf dem Arm einschlafen. Nur bei mir nicht. Das geht so weit, dass ich sie unterwegs meinem Mann gebe, wenn ich merke, sie wird müde, aber Stillen gerade nicht passt. Bei meinem Mann schläft sie innerhalb von Sekunden bis Minuten auf der Schulter ein.

Alioscha,
ob ihr jetzt noch 4 Wochen wartet oder das am Dienstag versucht, kann ich nicht entscheiden. Lass Dich da vom Bauchgefühl und Deinen Notwendigkeiten leiten. Hast Du Zeit, noch 4 Wochen mit dem Mittagsschlaf zu warten?

Wir haben uns irre viel Zeit gelassen - das war mir gerade mit so kleinem, fast noch Vollstillbaby wichtig. Und ich würde es immer wieder so tun. Mein Kind geht wirklich gern zur Tagesmutter.
Aber ein Kind mit 16-17 Monaten ist natürlich auch noch mal etwas anderes - ich merke selbst, dass ich meiner Tochter heute viel mehr zumute als vor einem Jahr und nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei habe. ;)

Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita

Verfasst: 13.08.2012, 14:25
von Alioscha
Hallo Lanali,

also ich finde Mittagschlaf nach vier Wochen erst prima, so hatte ich mir das eigentlich auch vorgestellt. Und so wird es jetzt auch sein, bis dahin geht P. halt nur 3 Stunden in die Kita und ich hole ihn auch so um halb 12 bzw. theoretisch kann er wohl auch zum Mittagessen bleiben und ich kann ihn zwischen Mittagessen und Schlafen abholen, aber bisher war er immer schon ab 11 super müde. Und mein Wunsch wird auch absolut respektiert, heute haben sie mich schon um 11:15 Uhr wieder reingerufen weil er so müde war und sie meinten, ich sollte lieber mit ihm heim gehen. Danke für Deinen Erfahrungsbericht :)


Hallo Danat,

Du Arme, Du hörst dich echt fertig an! Aber bei uns ist es wie gesagt auch grad schwierig, unter 1,5 Stunden Einschlafbegleitung läuft abends gar nix, manchmal dauert es auch noch länger bis er schläft. Und nachts sind wir auch von mehr oder minder Durchschlafen wieder auf 3-5 Mal wach werden zurück. Und Wickeln ist ein absoluter Kampf.

Nachdem was Du schreibst verstehe ich, dass Du nicht so ganz zufrieden bist mit der Kita auch wenn Dein Kind glücklicherweise gut zurechtkommt. Ich finds aber toll, dass Du Dich nicht einschüchtern lässt sondern auf einer sanften Ablösung bestehst! Und die Erzieherinnen haben ja offenbar auch schon gemerkt, dass sie bei Dir mit ihrem Schema F nicht weiter kommen :wink: Bei uns dauert die Eingewöhnung auch insgesamt kürzer als ich gedacht hatte (und als es vorher gesagt wurde bzw. auf den Unterlagen steht) denn ab kommender Woche hat die Bezugserzieherin schon wieder ein neues Eingewöhnungskind. Das heißt P. hat eigentlich nur 2 Wochen "Exklusivzeit" mit ihr. Von dieser Sache abgesehen finde ich aber, dass sie die Eingewöhnung gut machen: P. hat eine klare Bezugserzieherin und sie hat sich ihm ab dem ersten Tag immer wieder als Spielpartnerin etc angeboten, er hat ihr auch schon am ersten Tag ein Buch zum Vorlesen gebracht u.ä.. Der Tagesablauf ist insgesamt sehr strukturiert (Emmi Pikler ist sehr wichtig im pädagogischen Konzept dort) und es geht viel ruhiger zu als ich erwartet hatte. Die ersten beiden Tage waren wir auch nur 1.5 Stunden gemeinsam da, als ich mal auf Toilette wollte haben sie mich gebeten mich vorher ordentlich zu verabschieden oder mein Kind mitzunehmen (habe dann letzteres gemacht als er offensichtlich nicht wollte, dass ich weg gehe). Die erste Trennung war an Tag 4, das waren dann aber auch gleich 45 Minuten. Allerdings lief es richtig gut und sie meinten ich hätte sogar noch länger draußen bleiben können (war im Kitagebäude, sie haben da so eine Aufenthaltsecke für Eltern), sie wollten es aber auch nicht überstrapazieren. Das fand ich gut. Hatte mich auch ordentlich verabschiedet und P. hatte nicht geweint als ich raus gegangen bin.

Diesen Punkt mit dem "gehen Sie doch mal woanders lang und verabschieden Sie sich auch nicht", das finde ich wirklich ÜBERHAUPT nicht angebracht. Und ich finde so wie Du auch, dass schon eine Bindung WÄHREND der Eingewöhnung aufgebaut werden kann und werden sollte. Ich bin ehrlich gesagt sehr überrascht wie schnell P. Vertrauen zu seiner Erzieherin gefasst hat (am Ende dann doch die Folge von 16 Monaten geduldigem AP :wink: ?). In den ersten Tagen hat er viel (sanfte aber bestimmte) Kritik von ihr und von mir einstecken müssen da er leider pünktlich zu Beginn der Kitaeingewöhnung eine Hau- und Kneifphase angefangen hat. Am ersten Tag hat er sich wirklich daneben benommen und hat allen anderen Kindern weh getan. Dieses Verhalten hat dann aber täglich nachgelassen und am Freitag nach 1.5 Stunden Trennung (fand ich auch lang für den zweiten Trennungsversuch aber es lief wieder super ohne alle Tränen) hat er sich zum Abschied noch einmal seiner Bezugserzieherin auf den Schoss geworfen und ist dann zu mir gekommen und hat mich umarmt. Trotz des schlechten Einstiegs am ersten Tag hat er sie schon richtig gern. Da war ich echt baff und bin prächtig gelaunt ins Wochenende gestartet. Und heute hat es auch nach dem Wochenende sehr gut funktioniert und P. hat viel Kontakt zu anderen Kindern aufgenommen und war überhaupt nicht mehr aggressiv.
Insgesamt bin ich also sehr zufrieden mit der Kita, auch wenn sie nicht so viel Zeit für die Eingewöhnung haben wie ich gehofft hatte haben sie mein Kind bisher bemerkenswert gut eingeschätzt und er scheint sich zunehmend zu entspannen dort. Ich glaube, dass es der Erzieherin lieber wäre wenn P. gleich mit dem Mittagschlaf anfängt aber sie nimmt auch meine Entscheidung ernst, noch ein paar Wochen damit zu warten. Mit Stillkindern kennen sie sich halt nicht so aus, aber macht ja eigentlich nichts solange sie mir nicht reinreden. Allerdings lebe ich auch in der Großstadt in einem absoluten Babyboomer Viertel, wo TT (gerne auch an Männdern :D ) an der Tagesordnung sind und die Eltern hohe Ansprüche an die (allerdings viel zu wenigen) Kitas stellen. Verstehe auch garnicht wieso die noch nie ein Stillkind hatten, fast alle 16 Monate alten Kinder hier aus der Gegend, die ich kenne, werden noch gestillt.
Erzähl doch mal wie es bei Euch weiter geht und lass Dich nicht unterkriegen. Aber wenn Dein Bauchgefühl Dir sagt, dass Dein Kind sich dort wohl fühlen wird dann ist das ja das Allerwichtigste!


Liebe Sibi,

danke für Deine Erfahrungen! Ja, ich habe genug Zeit um noch vier Wochen mit dem Mittagschlaf zu warten und das werde ich jetzt auch tun. Ich habe am Wochenende noch einmal ausgiebig drüber nachgedacht und habe meinen Bauch entscheiden lassen! Das akzeptiert die Kita auch gut, obwohl sie mich für etwas übertrieben vorsichtig halten, wie ich glaube. Macht aber nix.
Wäre mein Sohn auch erst 6 Monate alt dann würde ich auch ganz lange warten, mit 16 Monate ist er natürlich um einiges "robuster", nimmt aber andererseits den Mittagschlaf und die Umstände drum herum viel bewusster wahr als früher, da ist er auch mal hier mal da im TT oder auf dem Arm eingeschlafen (allerdings schon damals schwer bei anderen Menschen).
Mit dem zum Mittagschlaf Abstillen bin ich mir auch nicht mehr so sicher derzeit. Letzte Woche hat es überraschend gut geklappt und seither mache ich es täglich so aber er weint immer noch sehr, nicht lang aber trotzdem für mich ganz schwer auszuhalten. Und ob das wegen des Mittagschlafs in der Kita nötig ist weiß ich auch nicht so ganz denn dort hat er es ja mit einer Frau zu tun, die ihn noch nie gestillt hat. Ich werde mal diese Woche noch abwarten und sehen ob er sich nicht doch bald daran gewöhnt und dann entscheiden ob ich ihn nicht doch lieber wieder stille zum mittags einschlafen. Leider muss ich P. in ein paar Monaten spätestens sowieso abstillen (weil zeitlich drängender Wunsch nach Geschwisterkind und ICSI Kandidatin, hatte mal einen Thread zum Thema eröffnet) insofern wäre ich froh wenn wir schon einen Schritt in diese Richtung gehen könnten....

Liebe Grüße an Euch Alle,

Alioscha

Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita

Verfasst: 13.08.2012, 21:50
von Feuerkind
Schön, dass eure Eingewöhnung so gut läuft, ich finde das klingt alles wirklich richtig stimmig!

Du hast dich ja nun schon entschieden, ab wann ihr den Mittagsschlaf in der KiTa halten wollt, ich wollte nur noch einen Tipp da lassen:
theoretisch kann er wohl auch zum Mittagessen bleiben und ich kann ihn zwischen Mittagessen und Schlafen abholen,
Dieses Angebot würde ich vorher annehmen.

Also dann nicht in 4 Wochen erstes mal Mittagessen und erstes Mal schlafen an einem tag, sondern vorher schon ein paar Tage mit Mittag essen, denn erfahrungsgemäß fordert so ein essen in der Gruppe die Kinder doch auch ganz schön, wenn es machbar ist würde ich das dann vorher schon mal miterleben lassen.

dann ist ihm auch der Ablauf schon klar (so ein essen folgt ja einem bestimmten ablauf, das ist sehr aufregend und auch anstrengend am anfang für viele) und nach dem essen wird dann das schlafen gehen eingeläutet.

Beim Abholen nach dem essen kannst du ihn ja dann auch schon erzählen, dass die kinder hier nach dem essen schlafen gehen, so wie er zu hause(? wenn es so ist natürlich nur)

Alles Liebe weiterhin, ich wünsche euch dass es weiter so gut läuft, aber so wie es sich liest habe ich da eigentlich keine Zweifel ;)

Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita

Verfasst: 14.08.2012, 14:25
von Alioscha
Hallo Feuerkind,

danke für Deinen Rat, da hast Du sicher recht! Ich werde es auf jeden Fall so machen, dass er am gemeinsamen Mittagessen teilnimmt BEVOR wir mit dem Schlafen anfangen. Im Moment wird er leider immer schon vor dem Mittagessen zu müde weil alles so neu und anstrengend ist und vor allem auch weil er im Moment nachts so wenig schläft. Eigentlich wacht er schon gähnend auf und hat die Kita noch nie als ausgeschlafenes Kind kennen gelernt :cry: Aber wenn wir uns sowieso noch Zeit lassen mit dem Schlafen dann habe ich Hoffnung, dass sich das mit dem Nachtschlaf wieder regelt und er dann auch noch ein Stündchen länger durchhält mittags. Immerhin nimmt er schon um 9 am gemeinsamen Frühstück teil, insofern ist ihm die Essenssituation dort nicht mehr ganz fremd. Allerdings ist er da noch relativ fit, gehen ja erst um viertel vor 9 hin.
Heute fühlte ich mich übrigens sehr bestätigt mit der Entscheidung noch zu warten, denn als ich nach der Trennung (heute schon gute zwei Stunden, Abschied lief wieder ohne Tränen ab) zurückkam war er gerade bitterlich am Weinen, wohl einfach vor Müdigkeit und/oder Überreizung. Und seine Bezugserzieherin konnte ihn eben nur bedingt trösten weil er auch bei ihr am liebsten an die Brust wollte, was natürlich nicht ging. Sie hat ihn halt zum Abschalten zwischendrin immer mal wieder ein wenig Rumgetragen und eigentlich lief es auch nicht schlecht, aber er hat noch nicht so richtig einen Weg gefunden sich von ihr trösten zu lassen. Als Stillkind macht P. halt immer gerne mal eine kurze "Pause" an der Brust und ist danach wieder topfit. Da müssen die beiden jetzt einen alternativen Weg finden und das dauert sicher noch. Und bevor sie da nicht ihre eigene Kommunikation gefunden haben halte ich das mit dem Mittagschlaf für eine ganz schlechte Idee.
Hab während der Trennung in so einem Handbuch für Eltern zur Kitaeingewöhnung gelesen, das in der Kita ausliegt, und da raten sie wenn möglich das Kind die ersten sechs bis acht Wochen nur halbtags zu bringen, auch das hat mich noch einmal bestätigt. Klar, für viele Eltern ist das nicht machbar, bei mir aber gottseidank schon!

Gar nicht so einfach jedenfalls so eine Eingewöhnung, als ich ihn heute so weinend angetroffen habe, nicht schön...

Ganz liebe Grüße,

Alioscha