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stillen - pro und contra
Verfasst: 18.06.2012, 11:04
von tussi
mein kleiner prinz ist ein paradebeispiel fürs stillen, wenn wir unterwegs sind. erst sitzt er ewig lang auf meinem schoß u stillt u stillt u stillt - und wenn er genug mama getankt hat, ward er den restlichen nachmittag über nicht mehr gesehen
nachts haben wir leider das milchproblem. schläft er mit meinem mann, schläft er super. manchmal trinkt er aus seinem wasserfläschchen, manchmal sucht er kurz seinen schnulli, aber er schläft.
schlaf ich im selben zimmer, schläft er nicht

erst wird mitten in der nacht ausgiebig gestillt, als hätte er vor 10 jahren zuletzt gegessen u dann wird an mir genuckelt, was das zeug hält. ab halb 6 ist die nacht vorbei

zieht mein mann in solchen momenten mit ihm um, schlafen beide noch stunden weiter
und nun? mir ist das tagstillen zu wichtig, um kplt abzustillen, aber nachts haben wir ein richtiges problem. wenn ich anfange, mit ihm zu diskutieren, wird natürlich auch seine schwester wach.
u ich hab ehrlich gesagt nach unserem ersten jahr keinerlei kraft mehr für solche nächte.
Re: stillen - pro und contra
Verfasst: 18.06.2012, 13:36
von Efifa
Für uns ist es seit der Geburt unseres ersten Sohnes eine große Hilfe, dass wir Eltern uns nachts gerne aufteilen. Einer schläft im Kinderzimmer mit dem Großen, wenn es nötig ist und der andere im Schlafzimmer mit dem KLeinen. In der Stillzeit des Kleinen war es dann meist so, dass der Papa den Großen übernommen hat und ich den Kleinen.
Da also Dein Sohn so super schläft, wenn der Papa die nächtliche Betreuung übernimmt, würde ich es mal versuchen, dass er eine Weile mit dem Kleinen in einem anderen Zimmer schläft als Du.
Uns als Paar war nach der Geburt des ersten Kindes schnell klar, dass uns so viel Schlaf wie möglich für alle im Moment am wichtigsten ist. Deswegen haben wir die "Norm", dass ein Paar jede Nacht im gleichen Bett zu verbringen hat, für uns aufgegeben. Dafür sind wir ausgeschlafener, als wir es wären, wenn wir uns die nächte im Ehebett um die Ohren schlagen würden.
Re: stillen - pro und contra
Verfasst: 18.06.2012, 13:54
von tussi
wir schlafen seit der kleine auf der welt ist kaum noch nebeneinander, weil wir alle am meisten schlaf bekommen, wenn jeder nur mit einem kind schläft. wir haben es jetzt am we mal wieder versucht gs zu schlafen, weil ich jetzt die woche über alleine mit beiden bin. das wird super

zum glück ist meine mama hier u kann mir wenigstens tagsüber auszeiten verschaffen.
ich versteh nur einfach nicht, wieso ihn der milchgeruch so irre macht. das passiert doch anderen kindern auch nicht, oder? manchmal stillt er sich in den schlaf, aber wenn er zb nach einer stunde wieder wach ist, macht ihn meine brust verrückt. er windet sich weg von mir, obwohl er eigentlich kuscheln möchte. nimmt mein mann ihn in solchen momenten auf den arm, ist der kleine meist sofort wieder eingeschlafen.
Re: stillen - pro und contra
Verfasst: 18.06.2012, 21:16
von spacerabbit
Wir haben seit der Geburt der Kleinen auch ofr ein Frauen- und ein Männerzimmer, ich schlafe mit der Kleinen im Schlafzimmer, mein Mann mit dem Großen im Kinderzimmer. So bekommt auch bei uns jeder am meisten Schlaf ab - na ja, ich halt immer am wenigsten.
Aber das ist doch wirklich gut, wenn Euer Sohn wenigstens gut schläft, wenn er beim Papa schläft. Klar habt Ihr den Wunsch, mal wieder nebneneinander zu schlafen, aber je älter Euer Kleiner wird, desto mehr kann man ihm ja auch was erklären, und irgendwann könnt Ihr dann auch wieder alle zusammen schlafen!
Re: stillen - pro und contra
Verfasst: 18.06.2012, 21:44
von Efifa
O weia, eine Woche alleine mit zwei kleinen Kindern ist super anstrengend. Das hatte ich vor Kurzem auch mal und obwohl die Woche viel besser gelaufen ist, als ich dachte, war ich danach total ko.
Also meine beiden Söhne können beide total gut ohne mich schlafen und schlafen dann sogar mit weniger Wachpausen bzw. Trinkpausen. Der Papa wird auch sehr bekuschelt oder darf gefühlte 100Mal den Hasen anreichen, die Decke gerade rücken etc.... Aber wenn die Milchquelle in der Nähe ist, dann ist der Schlaf einfach ein anderer. Mich hat das Stillen nachts nicht gestört, ich bin nichtmal richtig wach geworden dabei. Als dann aber die Zähne da waren und ich sehr oft gebissen wurde, hat sich die Situation verändert.
Deswegen kann ich schon sagen, dass meine Kinder ganz anders waren, wenn die Milchquelle vor der Nase war.
Re: stillen - pro und contra
Verfasst: 19.06.2012, 11:06
von tussi
ja, die erste nacht lief jetzt schon besser als gedacht. zwar lag die maus über 1,5 stunden wach (das tut sie alle jubeljahre mal

), aber der kleine hat nur 2x ausgiebig gestillt, ein bißchen geschmust u ansonsten geschlafen

u morgens dürfte ich beide der oma reichen u noch eine stunde alleine weiterschlafen.
nur noch 5 nächte

Re: stillen - pro und contra
Verfasst: 19.06.2012, 21:44
von Efifa
Das klingt doch schon mal gut. Vor allem um die Oma und die Stunde Schlaf alleine beneide ich DIch!!!
Aber wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist weniger das Stillen das Problem, sondern die Nächte und die Gestaltung der Nächte sind nicht optimal für Dich, oder?
Re: stillen - pro und contra
Verfasst: 20.06.2012, 09:26
von tussi
die oma wohnt leider 800km weit weg u kommt zwar immer wieder für 1 woche her, aber eine regelmäßige entlastung ist das leider gar nicht.
die 2. nacht war horror. mir tun schon wieder beide bw weh

er ist wieder im stundentakt wach gewesen u hat an mir rumgeknabbert
langsam find ich das unfair, dass er bei meinem mann alleine nach seinem trinken suchen kann u bei mir immer gleich volle sirene gibt. wenn ich in der nähe bin, wird natürlich gar kein wasser getrunken.
Re: stillen - pro und contra
Verfasst: 20.06.2012, 12:22
von Efifa
Oh Du Arme, wir hatten diese Zeiten auch. Da war ich irgendwann auch total sauer auf das Kind, weil es einfach sehr weh tut. Aber ich glaube er hat das einfach nicht gepeilt und den Zusammenhang nicht erkannt. Jetzt, wo ich nicht mehr stille, nimmt er zum Einschlafen den Schnulli und zwickt mich in die Arme. Das tut auch richtig weh, aber ohne kann er nicht schlafen. Aber immerhin haben wir jetzt gerechte Verhältnisse, denn der Papa wird genauso gezwickt.
Bei mir war der erste Geburtstag grob ein Ziel, dass ich mit dem Stillen erreichen wollte. Als die Zähne da waren habe ich mir immer gesagt, dass ich bis dahin durchhalten möchte. Es waren dann zwei Wochen weniger, aber es war eine große Erleichterung für mich und die Beziehung zu meinem Sohn ist wieder besser geworden. Ich habe das aber auch nur gemacht, weil er tagsüber schon mitgegessen hat und nur noch abends eine volle Stillmahlzeit hatte und eben nachts die Nuckelei. Im Nachhinein weiß ich jetzt, dass es ihm um Nähe ging, denn er wird immer noch viel wach nachts. Dann hat er den Schnulli und wir kuscheln ein wenig. Das ist aber wesentlich angenehmer und ich glaube für ihn ist es genauso toll wie auf meinen Brüsten rumzukauen. Nachteil am Abstillen war bei uns, dass er wirklich drei Monate lang Durchfälle hatte, die uns sehr ans Haus gebunden haben. Aber er hat kein einziges Mal wegen Bauchweh geweint, also mache ich mir da jetzt keinen Kopf drum.
Es ist halt eine schwierige Entscheidung, ob einem das Stillen wichtiger ist und man die Schmerzen deswegen gerne in Kauf nimmt, oder ob man abstillt und hofft, dass die Nächte besser. Es kann ja niemand vorhersagen, ob er dann wirklich besser schlafen würde. Ich habe für mich gemerkt, dass ich nicht der Typ bin, der gerne Schmerzen hat und mir geht es jetzt viel besser, wo ich nicht mehr stille. Aber das ist ja bei jeder Mama anders.
Re: stillen - pro und contra
Verfasst: 20.06.2012, 14:01
von tussi
am sonntag kommt mein mann wieder, ab da wird nachts wieder getrennt geschlafen. vlt nehm ich auch den omavorschlag an u lass sie mal probieren mit dem kleinen zu schlafen.
mein mann hat seit pfingsten mit ihm geschlafen u es gab sofort, schon in der 2. nacht ohne mich, richtig lange schlafphasen
tagsüber still ich ihn gerne noch ewig weiter, aber nach nur 2 nächten mit ihm, kriech ich hier auf dem zahnfleisch. ich bin totmüde, mir tut jedes stillen weh

ich hatte mich von den ersten schrecklichen 14 monaten, in denen ich oft nur 1 stunde geschlafen habe u die nicht am stück, noch lange nicht erholt.
mir reicht ja eigentlich, wenn ich nachts nicht stillen muss u dafür bissl schlaf abbekomm. hab nur grad keine ahnung, wie ich das die nächsten nächte verwirklichen kann. denn schon am 2. abend kam der kleine wirklich wieder stündlich

den schnuller nimmt er bei mir auch, wenn er genug mama genuckelt hat bzw schon fast schläft o er ihn sich selber holt. mit mein hauptproblem bei ihm ist einfach immer noch, dass so gar nix vorhersehbar ist. jedes einschlafen ist anders, was gestern funktioniert hat, muss heute noch lange nicht klappen. u so langsam aber sicher muss ich sagen, fängt es an zu nerven.
kaum zu glauben, dass meine maus, damals nur 1 monat älter, eine phantastische, pflegeleichte große schwester gewesen ist. in dem alter haben wir uns mit ihr hingelegt, händchen gehalten u weg war sie
