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Thema Beikosteinführung: Muss ich mir Sorgen machen?

Verfasst: 15.06.2012, 12:16
von Lucccy
Hallo,

da ich mich hier gerade durchs Forum lese und über das Thema Eisen gestolpert bin, frag ich einfach mal.

Es geht um mein Baby, spätes Frühchen, sofort abgenabelt, korr. 8 Monate. Wir bieten seit korr. 6 Mon ständig Beikost an: Kürbis, Karotte und Zuccini als Brei, zerdrückte Pellkartoffeln, ab und an auch Brot. Jedes Mal wird uns dieses Angebot mit einem entsetzten Gesichtsausdruck abgeschlagen, das Essen wird aus dem Mund befördert. Das Brot wird übrigens auch interessiert selbst in die Hand genommen, aber im Gegensatz zum begeisterten lutschen am Spielzeug schmeckt es anscheinend nicht.

Bei der letzten U war Beikost Thema, aber danach nicht mehr (und wir waren danach nochmal bei der KiÄ). Die motorische Entwicklung ist soweit gut, wir waren ne Weile bei der KG, dann hat das Baby nen ordentlichen Sprung gemacht und eine Weiterführung war nicht notwendig.

Nachdem die KiÄ bei der U uns quasi zur Beikosteinführung gedrängt hat (und das vor korr. 6 Mon) mag ich das Thema mit ihr eigentlich kaum anreißen. Auf der anderen Seite frage ich mich, ob dieser Beikostunwillen wohl mit einem möglichen Eisenmangel zusammenhängen könnte. Meine Eisenwerte sind übrigens gut - zumindest waren sie es während der SWS, nach der Geburt (mein persönlicher Tiefstwert, dafür hat mich die Hebamme auf Station als Nicht-Schwangere beneidet) sowie beim FA-Besuch nach dem WB - und ich versuche mich gut zu ernähren (rote Säfte, Rindfleisch, ...)
Das Gewicht liegt übrigens auf der oberen Perzentile, die Stillabstände schwanken zwischen 1-4h (je nach "Ablenkung") und einen erhöhten Schlafbedarf hab ich nicht bemerkt.

Sollte ich jetzt beim KiA alamiert auflaufen oder ist mein Baby einfach ein spätes-Beikost-Kind?

Gruß Lucccy

Re: Thema Beikosteinführung: Muss ich mir Sorgen machen?

Verfasst: 15.06.2012, 12:51
von jusl
Hallo Lucccy und herzlich Willkommen hier im Forum,

da hast Du offensichtlich ein gesundes, gut entwickeltes NORMALES Beikostkind. Kein spätes. ;-) 12 Monate sind "spät"; aber 8 nicht.
Da Dein Baby offensichtlich keinerlei Symptome für einen möglichen Eisenmangel zeigt UND Dein Baby offensichtlich auch genug Kalorien übers Stillen aufnimmt, gibt es überhaupt keinen Grund für Eile.
Berücksichtige: Manche Babys sind früher dran, andere einfach erst etwas später reif für Beikost (z.B. verdauungstechnisch). Dem wohnt kein Wert inne, sondern das ist einfach Zufall. Ihnen Beikost VORZEITIG aufzudrängen (d.h. bevor die Kinder von selbst Interesse an festem Essen bekunden), kann allerdings gesundheitliche Nachteile haben. Deshalb ist es am besten, wenn Du einfach geduldig bleibt, Deinem Baby immer wieder mal etwas anbietest, und ansonsten einfach Dein eigenes Essen im Beisein Deines Babys genießt. Irgendwann wird es nach Essen verlangen, ganz sicher.

Deinem Kinderarzt musst Du keine Rechenschaft darüber ablegen, was Dein Baby isst. Du kannst "einfach so" hingehen und Dir das gute Gedeihen Deines Baby bestätigen lassen. ;-)

Kennst Du schon unsere Grundinfo Beikosteinführung? Darin findest Du alle wesentlichen Infos für den Beikoststart.

LG und alles Gute
Julia

Re: Thema Beikosteinführung: Muss ich mir Sorgen machen?

Verfasst: 15.06.2012, 13:22
von Lucccy
Hallo Julia,

vielen Dank für Deine Antwort (und die Sling-Anleitung, die ist Gold wert).

Dann machen wir wohl weiter wie bisher: stillen und zugucken bei regelmäßigen Mahlzeiten am Tisch. Mit etwas Glück können wir dann ja vom Stillen direkt in die Familienkost übergehen.
Die Grundinfo Beikoststart hab ich gelesen. Und bei unserem ersten Angebot war z.B. sitzen noch gar nix im Vergleich zu heute.

Mal gucken, wie dann die nächste U wird. Da wird die KiÄ bestimmt nach dem Eßverhalten fragen... Zum Glück kommt mein Mann mit und der ist auch überzeugter Still-Papa. :)

Gruß Lucccy

Re: Thema Beikosteinführung: Muss ich mir Sorgen machen?

Verfasst: 15.06.2012, 13:29
von Bianca86
Meine Tochter hat auch "erst" mit 8 Monaten angefangen Minimengen zu essen, allerdings nie Brei, nur Fingerfood. Die erste Mahlzeit ersetzt hat sie um den ersten Geburtstag. Nach den ersten gescheiterten Breiversuchen habe ich mit ins Baby led weaning eingelesen und das sagt uns total zu. Irgendwann habe ich dann noch "Mein Kind will nicht essen" gelesen und war ab da sooo entspannt was das Essen angeht (bin ich immer noch). Kinderarzt habe ich konsequent angelogen,"jaja sie isst gut, alles prima".
Hier gibts auch einige Kinder, die erst jenseits des ersten Geburtstags angefangen haben zu essen. In den meisten Fällen steckt da gar nichts dahinter.

Viel Spaß hier im Forum :)