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Gedeihstörung?

Verfasst: 11.06.2012, 15:51
von Karinke
Darf ich um eine Einschätzung bitten?

Klein und fein scheint bei der Genkonstellation meiner Kinder üblich zu sein. Trotzdem gefiel dem KiA das Absacken unter die Kurve nicht. Heute war sie Unter dem Messbaren. Sie ist aber fit, Motorisch flink, Total ein Angenehmes kind.

Erstmal die Technischen Daten:
- Nuggifrei

9.12.10 Geburt: 36+0 KS nach Plazentainsuffizienz - 2110g / 41cm
11.12.20 Tiefstgewicht: 1880g -> Gleichzeitig letzter Tag, wo Alprem Nachsondiert wurde, Anschliessen noch 1 Tag Mumi nachsondiert, von da an vollgestillt - problemlos.
17.12.10 Entlassung 2055g
19.12.10 Hebi 2107g
28.12.10 Hebi 2340 Gleichzeitig Kia: 2370g - 46cm
11.1.11 Kia 2880g - 49.3cm
13.1.11 Mübe 3080g - 49cm
24.1. Mübe 3600g - 50cm
7.2. Kia 3980g - 53cm
8.2. Mübe 4100g - 52cm
21.2. Kia 4500g - 54cm
28.2 Mübe 4800g - 55cm :arrow: Ab 15.3.11 Wiederkehrende Obstrukive Bronchitiden, Schätzungsweise etwa 6-8 Episoden a 1-2 Wochen Dauer
10.5. Kia 5960g - 60cm :!: Wenn Stillen Infektbedingt nicht möglich war, wurde mit Rückwägen weiter gestillt und dazu Pumpmilch Sondiert
23.5 Mübe 6470g - 62cm
5.7 Kia 7080g - 63.8cm
13.9. Kia 7770g - 66.5cm
23.1.12 Kia 7630g
11.6. Kia 8760g - 75cm

Eben, mit der heutigen Messung ist sie erstmals unter alle Perzentillen gefallen.

Die Ernährung ist:
- Stillen nach Bedarf - derzeit mit Schwangerschaftseinfluss. Dünkt mich aber, dass sie langsam wieder zu Schlucken beginnt.
- Bis Jährig Grösstenteils gestillt (Fingerfood), danach Schwangerschaftsbedingt "den Knopf aufgetan" und zu essen begonnen vom Tisch
- Konsumierte Lebensmittel nach Beliebtheit:
-Sultaninen
-Nudeln mit Tomatensauce (mit Hackfleisch)
-Sonstige Nudel/Tortellinigerichte an Frischer Rahmsauce
-Äpfel, Bananen, Nektarinen, Alles fruchtige, saisonal, inkl. Beeren, hierbei Favorit Erdbeere
-Gemüse-"Innereien" Sprich Tomatenmark, Gurkenmark
-Quark/ Joghurt
-Kuhmilch nach Papa-Vorbild, üblicherweise mit Ovomaltine, durchaus auch Nature, wenn explizit verlangt mit Nahrungsergänzugs-Shake (Mamavorbild)
-Butterkekse/ Baslerläckerli wenn wir unterwegs sind
-Reis
-Geflügelfleisch
-Aufschnitt

Nicht gegessen wird Kartoffel, egal wie zubereitet.

Getränke:
Standart-Familiengetränk ist Wasser
Süssgetränke an Sonntagen, wenn wir auswärts sind wären Fruchtsaft oder Rivella
Süssgetränk zuhause: Elektrolyt-Drink von Mama, Schluckweise (Mg, Calcium, Kalium, vom gleichen Nahrungsergänzer wie Shake oben)

Erkennbaren Mahlzeiten:
-Gutmorgenstillknuddeln
-Frühstück
-Znüni
-Frühmittagessen
-Spätmittagessen
-Zvieri
-Frühznacht
-Bettmümpfeli/ Spätznacht
-Dazwischen nach Bedarf gestillt. Die Stillmahlzeiten sind geprägt von Häufigen Seitenwechseln nach max 1min. Selten wird mal länger getrunken.

entwicklungstechnisch:
Sie geht sicher an 1 hand Geführt
Steht, um die Hände frei zu haben
2-3m auf eine Person zu geht sie Frei
Kann sie etwas vor sich her schieben geht sie 200-300m ohne Pause
Schält Clementinen und Eier selbstständig
Kommuniziert wunderbar
Befindet sich derzeit stressbedingt im Windelfreistreik nach etwas mehr als 2 "Trockenen Wochen"
Schläft auf Papas Bettseite durch
4+2 Zähne
alle 3-4 Tage kommt ein neues Erkennbares Wort dazu


Mehr weiss ich bald nicht mehr zu erzählen... Sie ist in letzter Zeit etwas aufgeschossen. Ich hätte daher das Absacken unter die Perzentille darauf geschoben, dass sie sich gerade so sehr gestreckt hat, dass das Gewicht etwas zurück blieb. Auch beginnt sie zu gehen. Sie nimmt immer mehr wahr und versteht je länger je mehr, Versucht auch ihre Meinung kund zu tun. Vermutlich drücken auch die Zähne noch etwas, wenn auch nicht ersichtlich welche.
Störfaktoren sind letztere: Anfangs April letzter "grosser" Lungeninfekt, Vergangene Woche, nach dem wir lange Ruhe hatten ein "Eintagesinfekt" mit Atemnot.
Wir müssen per ende Monat aus der Wohnung raus, wissen aber noch nicht wohin. GG schliesst gerade das Studium ab und hat gerade seine letzte Schulwoche. Ich bin in der 30.ssw mit wiederum Kleinem feinem Mädchen. Finanziell hatten wir durch Fehlberechnungen seitens des Amtes die vergangenen 2-3 Monate kein Geld, und mussten uns mit Darlehen aus dem Familienkreis aushelfen lassen.

Seht ihr das auch so, dass unter Berücksichtigung der Umstände wir auf absolut gutem Weg sind, die Zahl vom Kia einfach ein Treppen-Tritt darstellt, bevor es wieder einen schritt hoch geht?
Wie schlimm wäre es, wenn sie ihre Linie unterhalb der Perzentillen weiter führen täte, und dieser Knick so halt bestehen bleibt?

Danke für eure Rückversicherung!

Karinke

Re: Untergewicht durch BLW?

Verfasst: 12.06.2012, 16:57
von Thalia
Karinke hat geschrieben:
13.9. Kia 7770g - 66.5cm
23.1.12 Kia 7630g

Hallo Karinke,

mnir springen sofort die beiden o.g. Werte ins Auge. Hat der Kinderarzt damals schon was gesagt? Den Werten zufolge hat sie zu diesem Zeitpunkt abgenommen über den langen Zeitraum anstatt zuzunehmen. Da muss sie doch schon aus der Kurve gefallen sein.

LG

Re: Gedeihstörung?

Verfasst: 12.06.2012, 17:51
von Katha
Liebe Karinke,
das hört sich nach einer harten Zeit für Euch an.
Wollte Dich nicht einfach wegklicken.
Wünsch Euch alles Gute und dass es der Maus gutgeht!
Liebe Grüße

Re: Gedeihstörung?

Verfasst: 12.06.2012, 17:53
von jusl
Hallo Karinke,

zunächst zur Gewichtsentwicklung, da geh ich mal der Reihe nach:

In den ersten beiden Lebensmonaten lag die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme im Bereich 250-270 g. Ein hoher Wert, der zeigt, dass grundsätzlich mit Saugverhalten und Milchbildung alles bestens funktioniert.

In den folgenden 3 Wochen lag die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme immernoch im Bereich 230 g. Ein sehr hoher Wert.

Leider kommt dann ein Zeitraum von 2,5 Monaten, in denen nicht gewogen wurde, und währenddessen war Dein Kind heftig krank, was mit hoher Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf die Gewichtsentwicklung hatte. Von Feb bis Mai ist dementsprechend "egal", was Dein Kind da wog, also nicht auswertbar hinsichtlich des Gedeihens.

Von Anf. Mai bis Anf. Juli dann ein weiteres gutes Kilo - das sind ca 130 g durchschnittlich pro Woche, ein ebenfalls sehr hoher Wert.

Von Juli bis Sep waren es ca 70 g durchschnittlich pro Woche, ein ebenfalls hoher Wert.

Insgesamt war die Zunahme bis hierhin SEHR HOCH. Vollkommen klar ist, dass dann definitiv ausgedehnte Phasen folgen dürfen, in denen ein Kind wenig bis gar nichts zunimmt. Wohlgemerkt: bis zum ersten Geburtstag waren es ungefähr 6(!) kg Zunahme, das ist echt viel. Die 150 g Unterschied vom Sep- zum Januar-Messwert haben da kaum Aussagekraft - kann sein, dass der erste Wert stimmt und der zweite nicht, oder umgekehrt, oder beide falsch, oder beide richtig, das wissen wir nicht. Nicht auswertbar. Selbst wenn beide Werte korrekt gemessen wurden: Vielleicht waren im Sep Magen, Darm und Blase gerade voll, und im Januar zufällig alles leer. Das kann gut und gerne einen Unterschied von 400 g ausmachen. Das bedeutet, in der Zeit hat das Kind in echt 250 ZUGENOMMEN. Das wissen wir nicht, denn dies ist aus Einzeldaten nicht ableitbar.
Angenommen, irgendein Wert um 7700 g ist für Ende Januar korrekt (das ist eine realistische Annahme), dann waren es bis zum Juni-Wert im Durchschnitt noch mal ca 50-60 g wöchentlich - ein vollkommen unauffälliger, eher hoher Wert im Alter 1-1,5 Jahre.

Wo sie da "aus der Kurve" gefallen sein soll (aus welcher überhaupt?), ist mir schleierhaft - geht es um die "Gewicht gegen Größe"-Kurve? Könnte es vielleicht sein, dass ihre Größe einfach zu groß gemessen wurde?

Jedenfalls: ich kenne so viiiiele top-fitte gesunde Stillkinder, die mit 1,5 Jahren im Bereich 8,5-9 kg lagen - und die haben nach der Geburt deutlich mehr als 1880 g gewogen!.. Sonstiges Essverhalten und Entwicklung ist vollkommen unauffällig. Bei Eurem Verlauf ist also beim besten Willen kein Problem erkennbar.

LG
Julia

Re: Gedeihstörung?

Verfasst: 12.06.2012, 19:03
von Katha
:piepmatz: ach Julia, finde es schön, wie Du die Welt wieder gerade rücken kannst
(hoffe mal, Karinke geht es jetzt dann ähnlich wie mir die letzten Tage nach Deinen Antworten)

Re: Gedeihstörung?

Verfasst: 12.06.2012, 20:26
von Karinke
Bild BildBild

Bist ein meeega Schatz!

Nun der Arzt zeigte zwei Kurven. bei beiden war einfach der Letzte Wert abgesackt.Was ich verstand, war es einmal Grössen und einmal Gewichtsentwicklung.
wobei er meinte, dass Grösse und Gewicht gut zusammen passen. eh ja. Grundlegend halte ich ja auch nichts von seinem Geschwätz. Aber er als Arzt... MUSS ja recht haben... das verunsichert sofort wieder.

Es ist schon so. sie hat dort lange knapp unter den 8kg herum gemacht. Die Infekte, Aber auch das Mobil werden haben dort ihre Spuren hinterlassen. Sie war ja, wenn es gut kam vielleicht 3-4 Wochen inhalationsfrei vor der nächsten Episode. Irgendwann wurde dann halt auch mit Lokalem Kortison gearbeitet. Denke, das sind alles Faktoren, die man berücksichtigen darf. Daher gesehen hat sie es ja wirklich top gemacht.

Alles in Allem muss ich schon sagen, was "an mir auszusetzen wäre" ist die Angst, meine Tochter zum Übergewicht zu erziehen. Daher der Bewusste Entscheid zu BLW mit Fingerfood. Füttern tue ich sie nur auf ausdrücklichsten Wunsch hin. Ansonsten muss sie sich selber nehmen was sie will aus meinem Angebot.
Bin gleichzeitig aber auch begeistert, wenn ich sehe, wie sie auch bei noch vollem Teller der Lieblingsspeise einfach nein sagen kann, wenn es genug ist. Oder das Essen auch mal unterbricht für einen Schluck Wasser, oder dies auch sonst gut einfordert.
Da spielt einfach mit rein, dass ich selber recht um mein Gewicht kämpfe, Grosszügig mühe habe zu verdauen, und mit allem, was ich kann, meiner Tochter dies ersparen will. Mein Konzept darin in einem Satz: Ich will ihr die Gesunde Kompetenz lassen.

Ach Julia, du bist einfach ein Schatz
Danke dir für deine Antwort!

Karin


PS: Katha, Ja. es tut so gut zu lesen, dass alles in seiner Ordnung ist!

Re: Gedeihstörung?

Verfasst: 12.06.2012, 20:40
von anni1110
Ich mag dir nur mal berichten, dass unsere Kurve "ähnlich" aussieht, nur das unsere Tochter mit fast 4kg zur Welt kam.
Mit anderthalb war sie 74cm groß und 9,5kg schwer und das bei einem Start von 53cm und 3900g.
Unsere Kinderärztin hat zwar auch auf die Kurve geschielt und gefragt, wie groß wir denn seien als Eltern - joah, wir sind auch nicht die Größten, wo soll sie es also herhaben. :lol:

Aber ich kenne dieses sich Sorgen machen auch.
Mittlerweile ist sie übrigens 3,5Jahre alt, wiegt 14kg und Größe? Fängt jetzt an in die Größe 98 reinzuwachsen. :mrgreen:

Alles Liebe euch!

Re: Gedeihstörung?

Verfasst: 12.06.2012, 20:44
von jusl
Hallo Karinke,

freut mich sehr, dass es Dir besser geht. :D Es ist einfach wichtig, zu erkennen, dass dem Gewicht "an sich" KEIN WERT innewohnt. Manchmal kann ein auffällig niedriges (oder auffällig hohes) Gewicht ein Hinweis auf ein medizinisches oder ernährungstechnisches Problem sein, sei es als Ursache, Folge oder Begleiterscheinung. Dann muss halt nach entsprechenden möglichen Gesundheitsstörungen GESCHAUT werden. Wird dann aber nichts GEFUNDEN, dann ist das Gewicht eben einfach so.

Die "bewusste Entscheidung für Fingerfood" solltest Du nicht als Antwort auf mögliche eigene Unzulänglichkeiten einordnen, sondern schlichtweg als sinnvollen Weg gesunder Babyernährung. Dafür könntest Du auch gertenschlank sein. Wenn irgendmöglich, solltest Du Deine eigene Ess-Geschichte von Deinem Kind komplett trennen. Biete ihr gesunde Sachen an, iss mit Freude(!) und Genuss(!) mit ihr gemeinsam am Tisch, und schenke dem Thema ansonsten NULL Beachtung. Das ist mit Sicherheit das Beste was Du tun kannst.

Tipp für künftige Arztbesuche noch: Direkt nach einem ärztlichen Hinweis auf irgendwelche Gewichtabsacker fragen: "Was vermuten Sie konkret als Ursache dafür?" Und dann: "Mit welcher Diagnostik schlagen Sie vor, Ihren Verdacht zu überprüfen?" Dann muss der KiA sich nämlich direkt selbst überlegen (und äußern!), ob es sich hierbei wohl um eine harmlose Laune der Natur handelt oder um einen Zusammenhang mit einer behandlungsbedürftigen Erkrankung. Hilft enorm!..

LG
Julia

Re: Gedeihstörung?

Verfasst: 12.06.2012, 21:03
von schokoliebe
Hallo Karinke,
Deine Geschichte kommt mir total bekannt vor!
Bei uns steht im U-Heft bei der 12Monats-Untersuchung auch die Diagnose "Gedeihstörung" und sie hat leider bewirkt dass ich meinem armen Schatz damals einen ziemlich üblen, völlig überflüssigen Stress mit dem Essen gemacht habe. Klar ist es angenehmer ein Kind mit "Reserven" zu haben als einen Spargeltarzan, aber ändern kann mans doch eh nicht.

Bei uns war es so (geht um den Großen):
Der wurde bei 35+3 geboren, mit 2100g. Stillen hat erst nach 6 Wochen harten Übens geklappt, aber Gewichtzunahme war von Anfang an ähnlich wie bei Euch, durchschnittlich 250g/ Woche in den ersten Monaten. Mit 6 Monaten hat er dann kaum noch zugelegt, bei 1 Jahr wog er 7600 g (auf 76 cm) und das war der Knick in der Kurve. Dann wurde ich wieder schwanger, und hatte leider wenig Milch und ab der 20. SSW keine Milch mehr.
Mit 2 Jahren wog er 9 kg und wurde großer Bruder.
Seither stillen wir Tandem (inzwischen aber nur noch 1x morgens) und seit die Milch wieder da war hat er total zugenommen. Mit 3 Jahren wog er 15 kg und inzwischen ist das Thema Essen zum Glück auch kein Problem mehr.

Ich hoffe das beruhigt Dich etwas, und wünsche Euch alles Gute!
Schokoliebe

Re: Gedeihstörung?

Verfasst: 12.06.2012, 21:30
von Karinke
Ach, wisst ihr, Beunruhigt an sich bin ich nicht. Ich wollte mich nur vergewissern, dass ich mich nicht in Falscher Sicherheit wiege, und vor allem Vorbereitet sein, wenn wir in ca 3 Monaten aus ärztlichem Wunsch heraus nochmals draufschauen.

Sie stillt übrigens noch heute total gerne, und hat heute zum Zvieri ganz dankbar fremdgestillt. Bei mir kommt einfach nur noch ein klein wenig. nicht nichts, aber nichts rechtes.
Bin froh, wenn sie wieder was kriegt an der Brust.
Punkto Essen und Essensmenge hat bei uns die Goncales-Therapie super geholfen:
1. Buch anschaffen
2. Aufs Nachttischlein legen
3. Davon etwas gelesen
und als 4. haben wir einzig umgesetzt, dass ich nur schöpfe, was sie sicher essen wird. Sprich, wenn ich den Eindruck habe, dass sie eh nur wenig essen wird, so schöpfe ich ihr nur die 3-4 Nudeln, von denen Gonzales schreibt. Und Plötzlich staunt man wieder über das Kind, welches immer wieder den Teller hochhält: "meh".

Julia, ich werde versuchen es noch mehr zu koppeln, von meiner Prägung. Eben, was ich schon vollzog ist, dass ich ihr nicht jeden Bissen "Vorkaue" oder diese überwache, sondern einfach mal Schöpfe, und sie machen lasse. Selber geniessen fällt mir gerade sehr schwer.
Alles in allem kommt erschwerend dazu, dass ich als Ernährungschoach viel "antrainiertes" beobachtete, wo ich zum Schluss kam, dass ich das meiner Tochter so nicht mitgeben will. Meine Schlussfolgerung aus den Coachings war, dass das "Genetisch bedingte Übergewicht" grösserenteils von Antrainiertem Gewohnheitsessverhalten kommt, als von den Genen selber. Da ist für mich es oft schwer die grenze zu ziehen, wieviel ich wie steuern will. z.B mit der Frucht für den Start in den Tag, bevor dann die KH oben drauf kommen. Ich lasse sie selber entscheiden schlussendlich, ob sie den Apfel will oder nicht. Einfach ICH esse ihn zuerst. Denke, da darf ich effektiv noch gelassener werden. Wobei ich es ja über mir selber nicht bin. Wir schweifen zwar ab, aber irgendwie gehört es halt trotzdem dazu. Gerade jetzt in der Schwangerschaft. Ich habe bei M.s Geburt NICHTS abgenommen. So schwer wie ich in die Klinik kam, so schwer kam ich auch wieder raus, obwohl mir 2kg Baby aus dem Bauch geshcnitten wurden. In der Stillzeit habe ich dann erst mal Kräftig zugenommen, obwohl ich nur ass, wonach mein Körper auch verlangte. Sogar gezielt ergänzte, wenn ich einen Mangel spürte. Ich habe es dann Geschafft bis zu Folgeschwangerschaft wenigstens das Schlussgewicht der vorhergegangenen Schwangerschaft wieder zu haben. Nun bin ich in der 30.ssw und verzeichne +7kg, was ja eigentlich ein "akzeptables" Gewicht ist, und dennoch bin ich innerlich unruhig darüber. Was, wenn ich wieder trotz Geburt bei dem Gewicht bleibe?

Anni1110: Wir sind eben "nicht die Kleinsten"... 174 meinerseits, und 182 von GG. Nicht tragisch übergewichtig bei mir, sondern einfach mit gutem Vorrat, und Sportlich Muskulös bei GG. Daher irritiert es, so "finöggeli" zu haben. Ich dachte von Beginn weg, dass ich dann sicher 4kg Bömberchen haben werde, welche bei der Geburt noch knapp in die Kleider der gr. 56 passen werden. Tja, dem war nicht so. Sogar in der 50 Schwammen sie noch davon...

Frage mich gerade ob ich wirklich so bescheuert bin, wie ich mich gerade lese... *kopfkratz* Ich wüsste es ja eigentlich so gut. Aber irgendwie doch nur im Kopf, aber im Herzen nicht...