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Chronische Mastitis?

Verfasst: 10.06.2012, 12:06
von jali
Hallo, ich wollte fragen, ob hier schon mal jemand diese Diagnose hatte oder ob jemand weiß was man am besten damit macht.
Ich war wegen einem schmerzlosen Knoten in der Brust bei der Frauenärztin, der sich nach einer Biopsie als chronische Mastitis herausstellte. Der Knoten ist jetzt schon zwei Monate da, ein zweiter ist hinzugekommen. Da ich weder Schmerzen noch sonst Symptome habe, hält meine Ärztin eine Antibiotikatherapie nicht für erforderlich und meint, dass sich das beim Abstillen erledigen wird. So ganz wohl ist mir mit einer chronischen Entzündung in der Brust aber nicht, deshalb wollte ich mal nachfragen, ob es hierzu Erfahrungen gibt.

Viele Grüße
jali

Re: Chronische Mastitis?

Verfasst: 10.06.2012, 12:13
von klimaforscherin
Klingt irgendwie unlogisch. Warum sollte eine Entzuendung verschwinden, wenn man abstillt?
Ein Wasserrohr wird seine Ablagerungen auch nicht verlieren, wenn der regelmaessige Wasserfluss ausbleibt?
Ich wuerde an deiner Stelle mal eine andere Meinung einholen. Ob da eine OP noetig ist oder AB reichen?
Gute Besserung!

Chronische Mastitis?

Verfasst: 10.06.2012, 13:26
von kaehde
Hallo,
Wie sicher war denn die Diagnose?
Und es kommt auch auf die Art der entzuendung an, ob ein ab überhaupt helfen KANN...
Ich kann mit dem Handy gerade nicht sehen, wie alt Dein Kind ist.
Evtl. Würde ich die Diagnose nochmal per Ultraschall oder Biopsie überprüfen lassen von jemand der sich mit stillendem brustgewebe wirklich auskennt.

Viele Grüße,
Katja


Kurz und knapp vom Handy aus

Re: Chronische Mastitis?

Verfasst: 10.06.2012, 19:03
von jali
Meine Frauenärztin hat mir nicht zum Abstillen geraten (meine Tochter ist jetzt 10 Monate). Sie meinte nur, man müsse die Mastitis, wenn sie keine Symptome machte, jetzt nicht behandeln, sie gehe davon aus, dass sie im Zusammenhang mit dem Stillen stünde und nach dem Abstillen wegginge.

Zur Diagnose: Sie wurde nicht von der Ärztin gestellt, sondern in einem Brustzentrum in das die Ärztin mich geschickt hatte. Dort gab es Ultraschall, Mammographie und Biopsie - nach Ultraschall hatte die Ärztin dort wohl eher mit etwas bösartigem gerechnet - Ergebnis der Biopsie war aber eben die chronische Mastitis. Die Diagnose wurde vor 6 Wochen gestellt. Diese Woche war ich zur Ultraschall-Kontrolle. Der Knoten hat sich nicht verändert. Ob man sich in dem Brustzentrum besonders mit stillendem Gewebe auskennt weiß ich nicht - gibt es da nochmal gesonderte Spezialisten?

Chronische Mastitis?

Verfasst: 10.06.2012, 19:21
von kaehde
Hast Du den Biopsiebefund?
Es gibt nur sehr wenige Leute, die sich wirklich mit ultraschall und Mammographie bei stillenden auskennen. Wo wohnst du?
(kannst auch pnnen) .
Viele Grüße,
Katja


Kurz und knapp vom Handy aus

Re: Chronische Mastitis?

Verfasst: 10.06.2012, 20:39
von klimaforscherin
weiss die Ärztin, wie lange du stillen wirst? Vielleich geht sie einfach von 2 Monaten aus, dann ist das Jahr voll?

Chronische Mastitis?

Verfasst: 12.06.2012, 06:54
von Nanthia
Komische Diagnose.
Ich würde auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen.
Vielleicht können auch die Schnitte nochmal von einem anderen Pathologen angeschaut werden.

Re: Chronische Mastitis?

Verfasst: 12.06.2012, 10:30
von Mondenkind
Ich hab mich jetzt mal mit Nanthia ausgetauscht. Wir beide (beide Frauenärztinnen, beide IBCLC) haben von solch einer Diagnose noch nie gehört, geschweige denn sie jemals gesehen. Woran wurde die Entzündung festgemacht? Soll sie bakteriell sein oder steril, autoimmun oder so?

Ich finde auch nichts in der Literatur.

Ich würde, wäre es meine Brust, bei einem schmerzlosen persistierenden Knoten eine 2. Meinung einholen.
klimaforscherin hat geschrieben:Klingt irgendwie unlogisch. Warum sollte eine Entzuendung verschwinden, wenn man abstillt?
Ein Wasserrohr wird seine Ablagerungen auch nicht verlieren, wenn der regelmaessige Wasserfluss ausbleibt?
Ganz abwegig ist das nicht. Eine chronische Entzündung könnte, wenn sich das Drüsengewebe nach dem Abstillen zurückbildet, abklingen, gerade wenn es keine bakterielle Entzündung ist. Eine laktierende Brust ist ein hochdifferenziertes Gewebe, das kann man nicht mit nem Wasserrohr vergleichen. Das ist in diesem Fall aber unerheblich, denn man kann auch am laktierenden Brustdrüsengewebe ordentliche Diagnosen stellen.

Was mir jetzt wichtig ist: bitte nicht herauslesen, dass ich hier der Meinung bin, das es sich hier zwangsläufig um einen bösartigen Tumor handelt, ich möchte niemandem Panik machen. Mir schwirren viele, seltene und häufige, mögliche Diagnosen im Kopf rum. Aber "chronische Mastitis an der laktierenden Brust" kommt mir halt komisch vor. Und ich finde jeder hat das Recht auf eine eindeutige, sichere Diagnose.

Re: Chronische Mastitis?

Verfasst: 13.06.2012, 13:36
von Nanthia
Wie Mondenkind schon geschrieben hat stimmte ich ihr in allen Punkten zu.
Auch wenn eine Biopsie unangenehm ist, vor allem an der laktierenden, sehr gut durchbluteten Brust, würde ich sie ggf. wiederholen lassen.

Re: Chronische Mastitis?

Verfasst: 17.01.2019, 02:54
von JulianeEh
Hallo,
ich bin neu hier im Forum und finde es super, dass es hier die Möglichkeit gibt sich auszutauschen. Auf dieses Forum bin ich gestoßen, weil ich auf der Suche nach Informationen zu der mir am Nachmittag mitgeteilten Diagnose bin: Chronische Entzündung der Brust. Es wurde auch eine Stanzbiopsie eines Kontens gemacht. Meine Tochter ist fünf Monate alt und ich stille noch voll. Laut Ärztin ist eine Kontrolle erst nach dem Abstillen notwendig. Das wird aber nach meinem Wunsch noch Monate dauern. Schmerzen hatte ich bisher auch nicht. Es ist alles so wie jali es vor Jahren beschrieben hat.
Jali, auch wenn es schon ewig her ist, kannst du mir sagen, wie es bei dir damals weiter ging? Hast du eine weitere Meinung eingeholt?
Ich bin auch ziemlich verunsichert und finde es merkwürdig einfach weiter mit einer Entzündung umherzulaufen.

Ich bin für eine Antwort sehr dankbar.
Ganz liebe Grüße und eine gute Nacht wünscht Juliane