ein ganzes Bündel an Stillproblemen (achtung, lang!)
Verfasst: 04.06.2012, 11:58
Nachdem ich schon ein bisschen im Forum gestöbert und viel Hilfreiches gefunden habe, haben sich bei mir einige Stillfragen angesammelt, wegen denen ich mich jetzt doch leibe registriere und mal nachhorche. Vielleicht habt ihr Tipps?
Mein Sohn ist jetzt sechs Wochen alt und wird von mir vollgestillt. Den Stillstart im Krankenhaus nach Kaiserschnitt fand ich nicht ganz einfach, weil jede Schwester, die dabei helfen wollte/sollte, ihr eigene Technik und eigene Ansichten hatten und teilweise sehr rabiat im Umgang mit ihm und mir waren, sodass es etwas dauerte, bis ich das Gefühl hatte, für uns den richtigen Weg gefunden zu haben. Der Kleine trinkt aber seit Beginn kräftig und man braucht keine Wage, um festzustellen, dass er ordentlich zunimmt. Speckbeinchen und -bäckchen sprechn für sich.
Wir stillen teils in einem etwa zweistündigen Rhythmus, etwa einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag verlängert sich der Abstand auf drei bis dreieinhalb Stunden. Meistens schläft er in der Zeit. Abends sind die Stillmahlzeiten oft sehr ausgedehnt und nachts schläft er einmal ungefähr fünf Stunden, einmal drei Stunden, bevor es wieder imAbstand von wzei Stunden weitergeht.
Jetzt zu meinen Problemen. Sorry, es ist wirklich viel auf einmal:
1. Ich habe ganz helle, dünne Haut und dadurch sehr empfindliche Brustwarzen, die eigentlich schon seit dem zweiten Tag Stillen im Krankenhaus total wund und blutig waren. Die linke Brustwarze ist inzwischen gut verheilt und scheinbar auch robust, aber an der rechten Seite habe ich immer noch eine richtige Wunde. Die Warze sieht aus wie vorne abgeschnitten und endet einfach stumpf. Der Kleine musste erst lernen damit umzugehen - für den absoluten Notfall, wenn ich es vor Schmerzen nicht mehr ausgehalten hätte oder er gar nicht anders klar gekommen wäre, hatte ich ein Stilhütchen hier liegen, das ich aber dann doch nie benutzt habe. Inzwischen klappt stillen an der Seite (meistens) ohne dass ich anfange zu weinen oder zu schreien. Seit letzter Woche benutze ich Beinwellsalbe und bilde mir ein, dass sie, wenn auch langsam, hilft. Trotzdem habe ich Angst, dass einfach nie mehr richtig verheilt und bin mir nicht sicher, wie ich die Heilung am Besten fördern und die Brustwarze schonen könnte.
2. Ausgerechnet in der verletzten Brust habe ich Unmengen an Milch. Sie ist fast immer prallgefüllt und spannt schmerzhaft. Ohne Stilleinlagen geht es auch nachts nicht, sonst wache ich in einem Milchsee auf, der auch von einem doppeltgefalteten Handtuch nicht aufgenommen werden kann. Beim Stillen gibt es oft eine Riesensauerei, weil die Milch sofort mit Karacho losspritzt, oft bevor die Brust auch nur in Nähe des Mundes ist. J. lässt auch gerne während des Trinkens los, ich habe dann das Gefühl, dass er überfordert von Geschwindigkeit und Menge der Milch ist, oft verschluckt er sich auch daran. Ganz selten habe ich nach dem Stillen das Gefühl die Brust sei wirklich gut geleert, selbst wenn ich zusätzlich noch ausstreiche.
Die andere Brust fühlt sich dagegen angenehm an. Sie wirkt nie übervoll und ist nach dem Stillen schön "leer" und weich.
Ich bin etwas verwirrt, tendiere ich doch dazu, die volle Brust möglichst oft zuerst anzubieten, um sie zu erleichtern, ich aber gleichzeitig Angst habe, dadurch die Milchproduktion nur noch mehr anzuregen, bzw. die der anderen Seite dadurch zurückzufahren.
Ich habe jetzt öfter den Ratschlag gelesen, für bestimmte Zeiträume immer nur eine Brust anzubieten, um die Milchmenge nach unten zu regulieren. Geht das auch, wenn nur in einer Brust zu viel Milch ist? Denn die linke Seite ist ja gut, wie sie ist...
3. Der kleine wird oft sehr unruhig an der Brust, fängt an zu zappeln, macht sich lang oder krümmt such und zieht dabei an der Brustwarze. Manchmal führe ich das (s.o.) auf zuviel Milch in zu kurzer Zeit zurück, so dass er nicht hinterherkommt mit schlucken. Und er hat gerade auch viel mit seinem Bauch zu tun, der ihn vielleicht in solchen Momenten quält. Ich würde ihn dann gerne schnell abdocken, aber bis ich mit meinem Finger in seinem Mund bin, hat er schon längst gezogen und gezerrt. Mnachmal fängt er an zu schreien wie verrückt und wenn er sich beruhigen lässt, fängt er sofort wieder an, wenn ich ihn wieder anlege - dabei schnappt er gleichzeitig die ganze Zeit heißhungrig nach der Brust.
4. Seit etwa zwei wochen macht J. beim Trinken immer wieder so ein schnalzendes Geräusch. Manchmal kann ich sehen (und schmerzhaft spüren), dass er dabei mehr Brust in den Mund zieht, die danach wieder zurückrutscht. Dabei achte ich eigentlich darauf, dass er immer reichlich Brust im Mund hat. ich habe auch noch keinen Unterschied beim Andocken oder darin, wie seine Lippen aufliegen etc. feststellen können - manchmal schnalzt es, manchmal nicht. Woran könnte es liegen, oder hört es vielleicht genau so einfach wieder auf, wie es gekommen ist?
5. Gerade nach dem Stillen, oft auch erst 15 bis 20 Minuten später, tun mir die Brustwarzen plötzlich total weh. Die Spitze der linken Brustwarze wird dann ganz weiß (rechts gibts es ja nun keine Spitze mehr, bei der ich das beobachten könnte), der Warzenhof ist ganz zusammengekräuselt. Das passiert oft auch beim Duschen oder Umziehen, wenn es etwas kalt an der Brust wird. Was kann das sein? Vor allem: hört das irgendwann auf?
Danke schonmal fürs geduldige Lesen und eventuelle Antworten...
Mein Sohn ist jetzt sechs Wochen alt und wird von mir vollgestillt. Den Stillstart im Krankenhaus nach Kaiserschnitt fand ich nicht ganz einfach, weil jede Schwester, die dabei helfen wollte/sollte, ihr eigene Technik und eigene Ansichten hatten und teilweise sehr rabiat im Umgang mit ihm und mir waren, sodass es etwas dauerte, bis ich das Gefühl hatte, für uns den richtigen Weg gefunden zu haben. Der Kleine trinkt aber seit Beginn kräftig und man braucht keine Wage, um festzustellen, dass er ordentlich zunimmt. Speckbeinchen und -bäckchen sprechn für sich.
Wir stillen teils in einem etwa zweistündigen Rhythmus, etwa einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag verlängert sich der Abstand auf drei bis dreieinhalb Stunden. Meistens schläft er in der Zeit. Abends sind die Stillmahlzeiten oft sehr ausgedehnt und nachts schläft er einmal ungefähr fünf Stunden, einmal drei Stunden, bevor es wieder imAbstand von wzei Stunden weitergeht.
Jetzt zu meinen Problemen. Sorry, es ist wirklich viel auf einmal:
1. Ich habe ganz helle, dünne Haut und dadurch sehr empfindliche Brustwarzen, die eigentlich schon seit dem zweiten Tag Stillen im Krankenhaus total wund und blutig waren. Die linke Brustwarze ist inzwischen gut verheilt und scheinbar auch robust, aber an der rechten Seite habe ich immer noch eine richtige Wunde. Die Warze sieht aus wie vorne abgeschnitten und endet einfach stumpf. Der Kleine musste erst lernen damit umzugehen - für den absoluten Notfall, wenn ich es vor Schmerzen nicht mehr ausgehalten hätte oder er gar nicht anders klar gekommen wäre, hatte ich ein Stilhütchen hier liegen, das ich aber dann doch nie benutzt habe. Inzwischen klappt stillen an der Seite (meistens) ohne dass ich anfange zu weinen oder zu schreien. Seit letzter Woche benutze ich Beinwellsalbe und bilde mir ein, dass sie, wenn auch langsam, hilft. Trotzdem habe ich Angst, dass einfach nie mehr richtig verheilt und bin mir nicht sicher, wie ich die Heilung am Besten fördern und die Brustwarze schonen könnte.
2. Ausgerechnet in der verletzten Brust habe ich Unmengen an Milch. Sie ist fast immer prallgefüllt und spannt schmerzhaft. Ohne Stilleinlagen geht es auch nachts nicht, sonst wache ich in einem Milchsee auf, der auch von einem doppeltgefalteten Handtuch nicht aufgenommen werden kann. Beim Stillen gibt es oft eine Riesensauerei, weil die Milch sofort mit Karacho losspritzt, oft bevor die Brust auch nur in Nähe des Mundes ist. J. lässt auch gerne während des Trinkens los, ich habe dann das Gefühl, dass er überfordert von Geschwindigkeit und Menge der Milch ist, oft verschluckt er sich auch daran. Ganz selten habe ich nach dem Stillen das Gefühl die Brust sei wirklich gut geleert, selbst wenn ich zusätzlich noch ausstreiche.
Die andere Brust fühlt sich dagegen angenehm an. Sie wirkt nie übervoll und ist nach dem Stillen schön "leer" und weich.
Ich bin etwas verwirrt, tendiere ich doch dazu, die volle Brust möglichst oft zuerst anzubieten, um sie zu erleichtern, ich aber gleichzeitig Angst habe, dadurch die Milchproduktion nur noch mehr anzuregen, bzw. die der anderen Seite dadurch zurückzufahren.
Ich habe jetzt öfter den Ratschlag gelesen, für bestimmte Zeiträume immer nur eine Brust anzubieten, um die Milchmenge nach unten zu regulieren. Geht das auch, wenn nur in einer Brust zu viel Milch ist? Denn die linke Seite ist ja gut, wie sie ist...
3. Der kleine wird oft sehr unruhig an der Brust, fängt an zu zappeln, macht sich lang oder krümmt such und zieht dabei an der Brustwarze. Manchmal führe ich das (s.o.) auf zuviel Milch in zu kurzer Zeit zurück, so dass er nicht hinterherkommt mit schlucken. Und er hat gerade auch viel mit seinem Bauch zu tun, der ihn vielleicht in solchen Momenten quält. Ich würde ihn dann gerne schnell abdocken, aber bis ich mit meinem Finger in seinem Mund bin, hat er schon längst gezogen und gezerrt. Mnachmal fängt er an zu schreien wie verrückt und wenn er sich beruhigen lässt, fängt er sofort wieder an, wenn ich ihn wieder anlege - dabei schnappt er gleichzeitig die ganze Zeit heißhungrig nach der Brust.
4. Seit etwa zwei wochen macht J. beim Trinken immer wieder so ein schnalzendes Geräusch. Manchmal kann ich sehen (und schmerzhaft spüren), dass er dabei mehr Brust in den Mund zieht, die danach wieder zurückrutscht. Dabei achte ich eigentlich darauf, dass er immer reichlich Brust im Mund hat. ich habe auch noch keinen Unterschied beim Andocken oder darin, wie seine Lippen aufliegen etc. feststellen können - manchmal schnalzt es, manchmal nicht. Woran könnte es liegen, oder hört es vielleicht genau so einfach wieder auf, wie es gekommen ist?
5. Gerade nach dem Stillen, oft auch erst 15 bis 20 Minuten später, tun mir die Brustwarzen plötzlich total weh. Die Spitze der linken Brustwarze wird dann ganz weiß (rechts gibts es ja nun keine Spitze mehr, bei der ich das beobachten könnte), der Warzenhof ist ganz zusammengekräuselt. Das passiert oft auch beim Duschen oder Umziehen, wenn es etwas kalt an der Brust wird. Was kann das sein? Vor allem: hört das irgendwann auf?
Danke schonmal fürs geduldige Lesen und eventuelle Antworten...