GretelsMama hat geschrieben:Karinke, wir scheinen ja die gleichen "Vorraussetzungen" zu haben.
Hast du bemerkt, dass sich dein Kind dir gegenüber in der SS jetzt anders verhält? Könnte das ihrerseits eine "Trotzreaktion" sein?
Hab so schon manchmal Bedenken, ob ich meiner Maus dann noch gerecht werden kann, wenn das neue Kind da ist. Die Situation jetzt verbessert das nicht gerade, denn indirekt gebe ich irgendwie der Schwangerschaft die "Schuld", dass es mit der Großen mit dem Stillen nicht mehr klappt.

Uh, und wie ich das kenne. Manchmal frage ich mich, ob die 1 3/4 Jahre, die sie auseinander sein werden nicht doch etwas knapp kalkuliert sind...
Wie ist dein Kind denn von der grundautonomie her? Meine hängt so sehr an mir und Papa, dass an ein Abstillen nicht zu denken ist. Es wurde etwas weniger, als ich Papa zwischen mich und sie genommen habe.
Veränderungen... Hm. mich dünkt es immer schwer. Was ist Veränderung, weil sie älter werden, und was ist wegen der Umstellung... Bei uns kommt noch zusätzlich, dass wir per Ende Monat aus unserer Wohnung raus müssen/dürfen, und noch immer nicht wissen, wie es weiter gehen könnte. Gut, einen überbrückungs-Notfallplan für die Zeit von Geburt und Wochenbett haben wir. Aber ansonsten hängen wir gerade ziemlich in der Luft. Das spürt sie schon auch. Nebst den Zähnen und dass sie nun seit wenigen Tagen einige Schritte frei gehen kann... Steht derzeit also alles kopf.
Ganz Grundlegend merke ich, dass ICH mich ihr gegenüber anders verhalte. Etwas distanzierter. Ich ertrage die Nähe, die wir sonst haben nicht mehr so sehr, wie vorher. Will eher mal für mich alleine sein. Mal alleine in die Badewanne zu sitzen, ohne dass sie mitkommt, obwohl wir gerne zusammen baden.
Aber auch, dass ich sie nicht endlos an der Brust will. Was ganz neues für mich. Vorhin konnte ich nicht genug von ihr kriegen.
Das spürt sie, und reagiert darauf mit mehr nähe suchen. Das ist manchmal etwas schwierig, weil die nähe, die sie sucht lässt sie nicht kompensieren durch andere(s).
Ich kann mir gut vorstellen, dass für dein Kind es "einfach ok" ist. Ein zwar etwas älterer Junge, in meinem Umfeld, der noch stillte, als seine Mutter schwanger wurde, und dann nicht so einfach gemütlich schwanger, sondern mit einigem an Beschwerden, die ernst waren, wenn ich mich richtig erinnere, hatten sie eines Abends ein Gespräch, wo die Grosse Tochter bemerkte, dass Mama ein baby im Bauch hat. Gleichzeitig kam der Junge zum Schluss, dass er ja keine Milch mehr brauche. er lasse diese nun dem Bauchbaby, für wenn es kommt. Von einem Tag auf den Anderen. Und er war total glücklich mit der Entscheidung, was ich von Seiten der Mutter hörte. Es schien ein Brüderlicher Stolz gewesen zu sein, eine "Heldentat" vollbracht zu haben - emel so verstehe ich die Geschichte, die seine Mutter erzählte.
Denke, da ist jedes Kind wirklich sehr individuell. Wärt ihr Nuggifrei gewesen hätte ich gesagt - he, absolut kein Problem. Es scheint zu stimmen. Mit dem Nuggi würde ich sagen, achte dich einfach gut. Es wird dir sein Bedürfnis schon mitteilen.
In wie weit beziehst du dein Kind schon mit ein in die Sws? Redet ihr darüber? darf es Fühlen? Cremelen? Beobachten?
Dort habe ich noch so meine Fragezeichen. Wir schauen oft Babyfotos an, oder gar geburtsvideos. Fotos von ihr oder über google. Von zeit zu zeit, wenn es sich ergibt, so darf sie mit Papa zusammen meinen Bauch einölen. Das scheint sie sehr zu geniessen. Auch wenn wir zusammen in der Badewanne sitzen, so streichelt sie meinen Bauch immer wieder. Könnte mir sogar vorstellen, dass sie während der Geburt mit dabei ist. Habe im Notfallplan eine Hebamme vorgesehen, die hierfür offen ist. Wo ich mich nicht festlegen muss, sondern wir schauen können, was mein Aktuelles Bedürfnis ist. Derzeit könnte ich mir gut vorstellen, dass in der Anfangsphase wir zusammen im Pool die Wehen genissen. Sie meinen Bauch streicheln darf, und mit dem Stillen die Wehentätigkeit Natürlich noch etwas fördert. Aber wie es dann aussieht... wir werden sehen.