Seite 1 von 3
Eine Nacht ohne Mama
Verfasst: 27.05.2012, 20:13
von avoila
ich muss mir mal meine Bedenken von der Seele schreiben.
Derzeit steht im Raum, dass mein Mann nächstes WE eine Nacht mit der Zauberin allein ist. Ich würde am Nachmittag des Vortages gehen und gegen Mittag des Folgetages wieder daheim sein. Einen Tag meistern die beiden prima ohne mich, da futtert sie relativ ordentlich und was ihr zu wenig war, stillt sie dann nachts.
Nachts stillt sie noch viel (zwischen drei und zehn Mal), gerade in den Morgenstunden zwischen 4 und 6. Sie schläft beim Papa ein, aber wenn sie aufwacht, konnte er sie bisher noch nie wieder zum schlafen bringen. Einmal war ich bis zwei Uhr nachts weg und mein Mann hatte ab zwölf ein waches Kind und war ab eins recht verzweifelt. Jetzt wäre ich aber das erste Mal so ganz über Nacht weg und das auch gleich noch mit einem Anfahrtsweg von 5 Stunden einfach.
Ich überlege, ob ich das Experiment wirklich wage und uns alle ins kalte Wasser schmeiße. Pre würde ich zur Not für die Nacht da lassen, da ich einfach nichts gepumpt kriege. Mein Herz blutet, wenn ich daran denke, dass meine beiden eine quälende unruhige Nacht haben, sie nicht wieder einschlafen kann, oder Hunger leidet, oder sich die Seele aus dem Leib nach Mama schreit.
Andererseits ist es nur eine Nacht...
Alles ganz schön wirr, fürchte ich. Ich freu mich aber über Anregungen, jeder Art.
Re: Eine Nacht ohne Mama
Verfasst: 27.05.2012, 20:26
von Lösche Benutzer 7681
Puh, ganz schwere Frage... Ich würde es vermutlich unter den Voraussetzungen nicht machen, wenn es nicht unbedingt sein muß.
Ich bin aber auch ne ziemliche Glucke...
Re: Eine Nacht ohne Mama
Verfasst: 27.05.2012, 20:38
von Lösche Benutzer 9067
Ich seh leider gerade nicht, wie alt deine Zauberin ist. Wir hatten eine ähnliche Situation fürEnde Juni angedacht, da wären wir beide für ne Nacht abwesend gewesen. Ich habe mich nun dafür entschieden, daheim zu bleiben. Meine Kleine ist dannzwar schon fast ein Jahr alt, aber für mich hat es gefühlsmässig schon nicht gestimmt, als wir im Dezember an der Firmenweihnachtsfeier waren, mit zwei Stunden Fahrzeit. Ich hab da echt gelitten! Und das obwohl ich vier volle Tage arbeite... Es muss dir schon auch wohlsein dabei!
Re: Eine Nacht ohne Mama
Verfasst: 27.05.2012, 20:57
von posy
Ich möchte dich ermutigen, es zu wagen. Wenn dein Mann weiß, dass du nicht - wie beim letzten Mal - in einer Stunde wieder da bist, dann bleibt er vielleicht auch selbst viel ruhiger. Denn er weiß, dass er allein klarkommen muss - und das wird er dann auch.
Schade, dass es mit dem Abpumpen nicht so klappt. Aber muss es wirklich MuMi sein nachts? Vielleicht mag sie auch etwas Wasser trinken?
Dein Mann kann viel probieren, er wird es schon schaffen!
Re: Eine Nacht ohne Mama
Verfasst: 27.05.2012, 21:11
von avoila
Posy, das war auch mein erster Gedanke, eine Nacht, das überleben sie, zur Not mit Ringen unter den Augen
und ich könnte 1 Nacht in 20 Monaten mal wieder richtig ungestört schlafen 
Gerade im Hinblick auf das Fröschlein wäre es schon toll, wenn sie sich beide daran gewöhnen würden Nachts so gut klar zukommen, wie tags. Ich würde ihm für Nachts auch Wasser, Bananen, sogar Obstmus da lassen... Was funktioniert, muss er probieren, wenn sie Hunger hat.
Sibi, die Glucke in mir würde sie nie allein. Aber die Glucke ist nur EIN Teil von mir....
Re: Eine Nacht ohne Mama
Verfasst: 27.05.2012, 21:14
von posy
Dann folge deinem ersten Gedanken!
Und noch ein Gedanke: Was meinst du, was es deinem Mann bedeuten wird, wenn er das gut überstanden hat? Mein Mann war sehr glücklich, das bewältigt zu haben.
Re: Eine Nacht ohne Mama
Verfasst: 27.05.2012, 21:25
von avoila
*lach* sowas ähnliches habe ich meinem Mann gesagt, als er (da war die Zauberin 3 Monate) für 14 Tage weg musste und nicht wollte: Wie klein will er meine Fähigkeiten als Mutter machen, dass ich keine 14 Tage ohne ihn klar komme....
Und jetzt...
Danke für den Schubser, den hat es gebraucht.
Re: Eine Nacht ohne Mama
Verfasst: 27.05.2012, 21:36
von Karinke
Ich staune selber auch immer wieder, wie gut GG und Töchterchen sich zusammen arrangieren, so lange Mama Ausser Sichtweite ist.
Es hat sich bei uns nun gar so ergeben, dass sie Nachts abgestillt ist, rein dadurch, dass Papa neben ihr liegt und nicht mehr Mama. Im Hinblick auf die Geburt und Alles Risiko, welches ich mitbringe habe ich sie bei Grossmama im Bett schlafen lassen, als ich letzthin eine Woche bei ihr war. Mir fielen fast die Augen raus, wie ring es ging für sie. Klar, sie braucht schon wieder mama, nach solchen Momenten, aber im Moment selbst geht es super!
Re: Eine Nacht ohne Mama
Verfasst: 27.05.2012, 22:15
von posy
Ich sehe gerade, dass Ihr ja ein Geschwisterchen erwartet! Umso wichtiger, dass du dir ein paar Freiräume nimmst, jetzt, wo es gut geht.
Deine Zauberin braucht dich nicht mehr sooo unmittelbar und das ist überdies auch eine gute Vorbereitung für später, wenn das Baby da ist. In dem Sinn, dass die beiden dann so etwas eigenes haben.
Entschuldige, zuviel Sonne heute, drum Knoten im Hirn.
Ich hoffe, du verstehst mich trotzdem!
Re: Eine Nacht ohne Mama
Verfasst: 27.05.2012, 23:08
von christina
posy hat geschrieben:Ich möchte dich ermutigen, es zu wagen. Wenn dein Mann weiß, dass du nicht - wie beim letzten Mal - in einer Stunde wieder da bist, dann bleibt er vielleicht auch selbst viel ruhiger. Denn er weiß, dass er allein klarkommen muss - und das wird er dann auch.
Schade, dass es mit dem Abpumpen nicht so klappt. Aber muss es wirklich MuMi sein nachts? Vielleicht mag sie auch etwas Wasser trinken?
Dein Mann kann viel probieren, er wird es schon schaffen!
Das dachte ich auch sofort!
Ich lag vor gut einem Jahr im KH als die Maus 1,5 Jahre alt war. Nur eine Nacht lang. Aber es musste sein, Verdacht auf Hirnhautentzündung. Ich dachte mir platzen die Brüste, abgepumpt hatte ich vorher nix, wusste ja nicht, dass ich rein muss. (Und hätte auch nix rausbekommen, zuaml sie keine Flasche nahm, nie.)
Ich habe mir schon Sorgen gemacht, aber es war klar, dass es sein MUSS. Und es hat geklappt!! Und wie!!! Sie wurde wach, Papa hat erklärt, die Mama ist nicht da... sie hat geweint, logischerweise. Er hat sie mit zu sich ins Bett genommen und da haben beide geschalfen bis morgens. Auch wenn sie noch ein paarmal wach wurde. Mit viel Streicheln (und Nucki? Weiß ich garnicht ehrlich gesagt.) ging die Nacht rum.
Wenn es nicht sein MUSS weiß ich nicht, ob ichs machen würde. Aber es ist sicher nicht verkehrt und den Männern definitiv zuzutrauen.
