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Gelbsucht - wann ist Hilfe nötig?

Verfasst: 19.05.2012, 17:17
von Nina
Hallo zusammen,

meine Zwillis haben so dolle Gelbsucht :(

Sie trinken beide schon gut, aber halt nicht oft genug, und sind teilweise auch so schläfrig, daß sie nur kurz trinken.

Die allgemeinen Tips zum Wecken, Wachhalten, Milchproduktion usw. sind mir bekannt.

Gewogen wurden sie bisher noch gar nicht, die Hebi wollte erstmal keinen Stress machen. Geburtsgewicht waren 2750 und 2850g, beide haben sichtlich abgenommen. Mekonium ist so gut wie durch, Pipi kommt wenig.

Meine Frage: gibt es ein DEUTLICHES Anzeichen dafür, daß ich es hier zuhause nicht alleine hinkriege? Wann MUSS eingegriffen werden?

Und wenn jemand noch Tips hat, die nehme ich auch gerne :-) Vorerst versuche ich weiterhin, alle 2h zum Stillen zu animieren. Und der Papa ist gerade in der Sonne mit den beiden.

Re: Gelbsucht - wann ist Hilfe nötig?

Verfasst: 19.05.2012, 17:36
von Kirschquark
ich habe leider keine Ahnung von NG-Gelbsucht, aber schon dreimal hier reingeklickt und wieder rausgeklickt und wollte doch gute Besserungswünsche dalassen.
Wenn die Fontanelle einsinkt, ist das Kind zu trocken... ich denke spätestens dann muss man eingreifen.

Re: Gelbsucht - wann ist Hilfe nötig?

Verfasst: 19.05.2012, 17:51
von dievier
Bei meinen Winterkinder hatte ich immer mit Gelbsucht zu kämpfen. Ich weiß noch dass ich einen ganz bestimmten Tee trinken sollte (billirubintee???), hat nicht sehr lecker geschmeckt.
Gewissheit hat leider immer nur der Bluttest gebracht. Wir haben es aber immer gerade noch so vor dem Krankenhaus geschafft...

Re: Gelbsucht - wann ist Hilfe nötig?

Verfasst: 19.05.2012, 18:38
von **Stefanie**
Was sagt denn die Hebi? Ich weiß noch, dass wir die Kleinen wenn möglich nackig in die Nähe des Fensters gelegt haben, also auf ein Lammfell oder so, schön warm, eben in´s UV-Licht.

LG Stefanie

Re: Gelbsucht - wann ist Hilfe nötig?

Verfasst: 19.05.2012, 18:48
von eirien
Hej-
ich hab gerade nochmal bei Stadelmann nachgeschaut, weil ich im Hinterkopf hatte, dass die damals was geschrieben hat, was mich damals (als Hausgeburtsmama) total beruhigt hatte.

Zitat: ...Unnormal ist, wenn die Gelbfärbung der Neugeborenenhaut zu früh und zu intensiv erscheint und das Bilirubin im Blut einen Grezwert überschreitet. Die Gefahr, dass die Belastung durch einen ansteigenden Bilirubinspiegel zu bleibenden Schäden im Gehirn des Kindes führen könnte, besteht allerdings nur in den ersten 48 Lebensstunden und selbst in diesem Zeitraum kommt ein so benklich hoher Wert bei ausgetragenen Neugeborenen äußerst selten vor. Danach schlißt sich die Blut-Hirn-Schranke, so dass das Bilirubin nur noch im Körperkreislauf zirkulieren kann. Eine kontinuierliche Kontrolle ist zwar erforderlich, aber ab dem dritten Lebenstag können sie entpannt sein....

Sie schreibt noch von einem Tee, mit dem ein am zweiten Lebenstag auftretender Ikterus behandelt werden kann und einiges an Homöopathischen Globulis, auch Aromatherapeuthische Öle als Wickel die den Stoffwechsel anregen.
Wenn du daran Interesse hast, kann ich dir das auch noch rausschreiben.

Lg eirien

Re: Gelbsucht - wann ist Hilfe nötig?

Verfasst: 19.05.2012, 19:25
von youtee
Gute Besserung wünsche ich den Beiden, daß sie schnell wieder un-gelb sind!

Re: Gelbsucht - wann ist Hilfe nötig?

Verfasst: 19.05.2012, 19:41
von Luema
Ich würd das unbedingt kontrollieren lassen im Blut.

Hilfreich sind:
Oft im Hellen mit wenig Kleidung.
Löwenzahn- und Schafgarbentee trinken (also du :wink: )
Und sie sollen eben viel trinken, damit das ausgeschwemmt wird... wenn sie zu müde sind dazu, ist das schon sehr schlecht.
Wichtig ist nicht, dass sie lange trinken, sondern kurz und häufig, also mehr Flüssigkeit als proteinreiche Milch.

Ich konnte für meinen Sohn damals ein Bilibett für zu Hause mieten, von der Firma Medela. Ich weiss aber nicht, ob ihr da auch solche Möglichkeiten habt.

Es ist schon sehr früh für hohe Gelbsucht. Daher finde ich, ist nicht zu spassen, ein Bluttest muss gemacht sein. Du hattest vermutlich auch Wehenhemmer, oder? DAs ist recht typisch, dass nach einer SWS mit Wehenhemmern die kindliche Leber mit der Entgiftung überfordert ist...

Re: Gelbsucht - wann ist Hilfe nötig?

Verfasst: 19.05.2012, 19:47
von Mondkristall
ich war damals am 5.tag auf anraten der hebamme zur kontrolle bei der kiä. sie hat kein blut abgenommen, meinte, die farbe wäre nicht besorgniserregend und am 5.tag wäre der wert eh am höchsten. danach sollte es also wieder besser werden, wurde es auch. geh sicherheitshalber hin.

Re: Gelbsucht - wann ist Hilfe nötig?

Verfasst: 19.05.2012, 19:53
von Amelie
Wir sind mit einem seeeehr schläfrigen ng ins kh, der Arzt war einen Tag vorher da, der fands noch ok.

Ich nicht, er war im vergleich zu den zwei großen mit zu müde. Eine Nacht unter der Lampe und wir konnten wieder heim.

Fand ich zwar total grausig, aber ging schnell vorbei.

Ich wurde dir auch zum kurzen kh Besuch Raten und den wert abnehmen lassen.

Liebe Grüsse, Amelie

Re: Gelbsucht - wann ist Hilfe nötig?

Verfasst: 19.05.2012, 20:00
von BEcKa
Oh je, unser Sohn hatte das auch und war wochenlang müde... :-( Die Müdigkeit ist leider schlecht für das Milchmanagement, je weniger sie abfordern, desto weniger wird ja auch gebildet.


Wir haben ihn täglich piksen lassen, um den Wert zu überwachen - mussten aber nicht unter die Lampe.


Je mehr sie trinken, desto schneller geht es Ihnen besser. Gewicht gut überwachen - Deine Hebamme sieht das vielleicht etwas zu entspannt?


Gute Besserung