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9 Monate - Abende ein Graus

Verfasst: 13.05.2012, 20:52
von Miracleine
Hallo Ihr Lieben,

ich hätte nicht gedacht, dass ich wegen unserer ruhigen, gemütlichen Kleinen Maus auch einmal im Schlaf-Forum schreiben würde. Aber momentan wissen wir einfach nicht weiter. :? Unsere Abende sind ein Graus.

Aber mal von vorne. Bis vor etwa zwei Wochen war das Schlafen überhaupt kein Problem. Unsere Maus hat zwar tagsüber phasenweise nur zweimal eine halbe Stunde geschlafen, aber das hatte sich seit einigen Wochen auch eingespielt. Bisher schlief sie nun in den letzten Wochen tagsüber immer etwa zweieinhalb Stunden auf zwei Zeiten aufgeteilt im Schlafzimmer im FB. Abends habe ich sie im Kinderzimmer gestillt und dann dort ins Bett gelegt, während mein Mann meinen Großen im Schlafzimmer versorgt hat. Wenn meine Kleine geschlafen hat, war mein Großer mit Stillen dran. Und wenn wir dann ins Bett gegangen sind, haben wir die Kleine mit ins FB genommen. Sie hat immer so von etwa 19:00 Uhr bis 23:00 Uhr durchgeschlafen.

Etwa eine Woche vor dem Stillkongreß hat sie so ganz langsam mit dem Robben angefangen. Seit dem Stillkongreß ist nun schlaftechnisch alles anders. In Köln war es schon schwierig mit dem Schlafen. Unsere Nachbarn waren am ersten Abend recht laut, so dass sie immer wieder weinend hochgeschreckt ist. So gegen 21:00 Uhr schlief sie dann vor Erschöpfung doch endlich. Am zweiten Abend habe ich sie dann auf der Terrasse auf meinem Arm schlafen lassen. Das ging recht gut, war aber natürlich auch ein wenig später als ihre normale Schlafenszeit. Hier zuhause funktionierte das Schlafen dann irgendwie gar nicht mehr. Momentan schläft sie tagsüber beim Stillen gar nicht mehr ein. Ich muß sie ewig im dunklen Raum aufrecht durch die Gegend schleppen, bis sie mal schläft. Bis vor zwei Wochen waren es maximal fünf Minuten tragen. Jetzt sind es gerne auch mal 20 oder mehr. Und das kann ich körperlich einfach nicht so lange, dafür ist mir die Maus zu schwer. Und wenn ich sie ins Tuch binde, kann ich sie hinterher nicht mehr ablegen, ohne dass sie aufwacht. Im Tuch lassen geht aber auch nicht, weil sie beim kleinsten Geräusch Ihres großen Bruders wieder aufwacht. Abends haben wir genau das gleiche Problem. Somit stille ich sie und dann trägt entweder mein Mann oder ich sie stundenlang durch die Gegend, bis sie endlich schläft. Wenn wir sie dann im Kinderzimmer ins Bett legen, schläft sie zwischen 15 und 45 Minuten, bevor sie schreiend aufwacht. Danach ist sie nicht mehr hinzulegen. Sie schreckt alle 1-5 Minuten wieder weinend hoch. Dabei ist es unerheblich ob sie im Bett liegt oder auf dem Arm ist, ob ich gehe oder sitze, ob ich stille oder sie einen Schnuller hat, ob sie im Tuch ist oder nicht, ob sie aufrecht ist oder in Wiegeposition, ob es hell oder dunkel ist etc. Wir haben wirklich schon alle möglichen Positionen, Geräusche und Bewegungen ausprobiert, weil die absolut dunkle Stille auf dem Arm auch nichts brachte. Aber nichts hilft. Das Spiel geht dann immer so bis gegen 21:30 Uhr. Ach so und es ist auch nicht relevant, wieviel Mama sie tagsüber hatte oder wie aufregend der Tag so war.

Uns zermürbt es mittlerweile ziemlich. Wir kommen abends zu gar nichts mehr. Weder zum Essen noch zu Freizeit oder zum Arbeiten. Ich habe es heute Nachmittag nach vier Tagen endlich mal geschafft, eine wichtige geschäftliche Mail zu schreiben, die eigentlich schon längst raus sein sollte, aber ich hatte überhaupt keine Ruhe dafür. Letztlich haben mein Mann und ich nur noch eine halbe Stunde zu zweit, bevor wir uns auch bettfertig machen.

Bitte sagt mir, dass es nur eine Phase ist, die hoffentlich bald wieder vorbei ist. Oder habt Ihr noch andere Ideen?

Re: 9 Monate - Abende ein Graus

Verfasst: 13.05.2012, 21:54
von posy
Ach herrje, du Arme! Das ist anstrengend - gerade , wenn es vorher alles so gut geklappt hat.

Gerade schwirren einige Threads hier herum, die ganz ähnlich gelagert sind. Der Schlüsselsatz ist der mit ihrer motorischen Entwicklung: Sie beginnt gerade zu robben. Das ist ein Riesenentwicklungsschritt! Zum einen eben motorisch und dann bedeutet jeder Fortschritt von selbständiger Bewegung, dass ihre ganze Welt in Unordnung gerät. Ängste, Frustrationen auf der einen Seite und dann das Abenteuer, sich neu bewegen zu können.

Es wird besser, aber jetzt ist es sehr anstrengend für euch. Tatsächlich eine Phase. Versucht, Euch darauf einzulassen - es geht vorbei!

Re: 9 Monate - Abende ein Graus

Verfasst: 13.05.2012, 22:09
von Miracleine
Ich hatte es befürchtet, dass es mit der Fortbewegung zusammenhängt. :? Wenn sie nur Mama wollte und dann friedlich auf meinem Arm schlummern würde, könnte ich ja auch damit leben. Mein Großer hat vom sechsten bis zum 15. Lebensmonat nur auf mir oder an mir geschlafen. Aber das genügt meiner sensiblen Kleinen halt nicht. Sie kommt einfach abends so gar nicht zur Ruhe. Der ganze Kleine Körper ist fast die ganze Zeit angespannt. Die Beine sind ewig steif durchgestreckt, wenn ich sie auf dem Arm habe. Warum kann sie sich denn nicht wenigstens bei Mama einfach mal fallen lassen? :(

Aber gerade heute, wo ich hier nun endlich mal gepostet habe, schläft sie seit 19:30 Uhr im Bett. 8) Vielleicht mußte ich ja nur mal hier schreiben, damit es wieder geht. 8)

Re: 9 Monate - Abende ein Graus

Verfasst: 13.05.2012, 22:18
von posy
Ja, das ist die Magie von SuT! :mrgreen:

Puh, bei meinem Kleinen war es auch ganz ausgeprägt: Zwischen dem 8./9. Monat und dem ersten Geburtstag. Ich finde, beim zweiten Kind nimmt einen das mehr mit.

Re: 9 Monate - Abende ein Graus

Verfasst: 13.05.2012, 22:23
von Miracleine
posy hat geschrieben:Ja, das ist die Magie von SuT! :mrgreen:

Puh, bei meinem Kleinen war es auch ganz ausgeprägt: Zwischen dem 8./9. Monat und dem ersten Geburtstag. Ich finde, beim zweiten Kind nimmt einen das mehr mit.
:mrgreen:

Ja, beim zweiten nimmt es mich auch mehr mit. Beim ersten konnte ich mir ja tagsüber noch Zeit für mich gönnen, wenn er geschlafen hat. Aber wenn die Kleine schläft, möchte der Große ja immer etwas von mir. Vor allem hat es mich bei der entspannten kleinen Madame gerade total umgehauen. Beim Großen kannte ich es damals eigentlich kaum anders als dass er ständig schreit. Da war es zwar auch nervig und anstrengend, aber eben "normal".