Liebe Marmita,
oh, Du hörst Dich wirklich sehr traurig an

. Du hast so vieles versucht, Höhen und Tiefen - und das in einer Phase, in der die Gefühle so kurz nach der Geburt sowieso Achterbahn fahren (egal ob eine Mutter stillt oder nicht stillt). Es tut mir leid für Dich, für Euch, dass es nach der langen zermürbenden Zeit nun so ausgeht.
Ich habe gerade Deinen anderen Thread gesehen und wollte Dir sagen, dass Dein Baby sich wirklich glücklich schätzen kann, eine solche Löwenmama zu haben, die so lange versucht hat, sich zum Wohle ihres Babys durch so viele Schwierigkeiten zu kämpfen! Das ist mit oder ohne Stillen eine wunderbare Basis für eine intensive und gute Mutter-Kind-Beziehung und ich denke, Dein Baby wird es sehr gut bei Dir haben

!
Und auch wenn Du jetzt sehr traurig bist und es vielleicht lange dauern wird, bis Du die Trauer über die verlorene Stillbeziehung (und Deine verständliche Abneigung gegen Muttermilchersatznahrung) wirst verarbeitet haben: man kann auch Fläschchengeben mit viel Liebe und Hingabe, mit Hautkontakt und Kuscheln, mit viel Zuneigung und Exklusivzeit fürs Baby gestalten. Bitte deute das Ende Eurer Stillbeziehung nicht als Aufgeben oder gar als Scheitern - Euch wurden so große Steine in den Weg gelegt in der Klinik: es jammert einen richtig, das zu lesen

Du kannst sehr sehr stolz auf Dich sein, dass Du es bis hierher so geschafft hast, wie Du es geschafft hast. Und nun bist Du an einer Grenze angekommen, an der Du merkst, dass es in Richtung Stillen nicht mehr weiter geht, und entscheidest Dich nun wiederum für das unter den gegebenen Umständen Beste für Dein Baby. Genau das macht eine gute Mutter aus!
marmita hat geschrieben: Habe nun abgepumpt weil es sonst zu sehr spannt und gebe die Flasche.
Wie kann man am schonendsten und schnellsten die Milch in der Brust loswerden?
Für mich klingen Deine Worte danach, als wolltest Du nun so schnell es irgend geht komplett mit dem Kapitel "Stillen" abschließen, was ich nach all dem Frust auch gut verstehen kann. Wie Du genau vorgehen kannst, um nun so schnell wie möglich, aber dennoch für Deine Brust verträglich, abzustillen, werden Dir die Moderatorinnen sicherlich noch sagen. Ich habe hier schonmal einen Thread gelesen, wo es darum ging rasch abzustillen, finde ihn aber leider nicht wieder

Ich meine mich daran zu erinnern, dass man heute von medikamentöser Unterstützung absieht, weil das zu viele Nebenwirkungen hat, und eher auf ein langsames Runterfahren der Produktion setzt (also in Deinem Fall jeden Tag soundsoviele ml Milch weniger abpumpt) und dazu konsequent die Brüste mit Kühlpacks kühlt und auf Anzeichen von Milchstau achtet. Details dazu (vor allem, wie die Mengenreduktion der Pumpmenge genau aussehen könnte) wie gesagt von den Moderatorinnen hier.
Was mir aber als Gedanke durch den Kopf ging, als ich las, dass Du nun abgepumpt hast, weil die Brust zu sehr spannt:
Könntest Du Dir evtl. vorstellen, Dein Baby zusätzlich zur PRE-Milch weiterhin mit Deiner guten Mamamilch zu versorgen? Jeder Tropfen Muttermilch ist so unendlich wertvoll und enthält tausende lebender Zellen, Abwehrstoffe usw., die Deinem Baby alle zugute kommen, auch wenn Du nur einen Bruchteil der täglichen Milch als Muttermilch gibst. Gerade, weil Dein Baby ja ein Frühchen ist. Die guten Effekte Deiner Milch werden ja keineswegs dadurch zunichte gemacht, dass Dein Kind auch andere Milch bekommt!
Hier im Forum gibt es einige Mamas, die aus den verschiedensten Gründen "Pumpstillen" (d.h. Abpumpen und die Muttermilch mit der Flasche füttern) - sei es als reines Pumpstillen oder als Teil der Zwiemilchernährung - oft über viele Monate hinweg. Vielleicht könnte das auch ein Weg für Dich und Dein Baby sein?
Auch die WHO stellt folgende Prioritätenliste für die Ernährung von Säuglingen auf:
1. Stillen an der Brust der eigenen Mutter
2. abgepumpte Milch der eigenen Mutter
3. abgepumpte Milch einer anderen Frau
4. Muttermilchersatznahrung
Vielleicht könntest Du Dir vorstellen, eine oder zwei "Pumpsitzungen" mit einer guten Doppel-Set-Pumpe pro Tag in Deinen Alltag einzubinden und dann die gewonnene Milch mit der Flasche zu geben?
So oder so wünsche ich Euch alles Gute für die kommende Zeit.