Geburtsgewicht - 10%
Verfasst: 16.04.2012, 17:10
Hallo Ihr,
habe mal eine Frage vor allem an die Expertinnen hier im Forum. Woher kommt die Empfehlung, dass zugefüttert werden soll, wenn das Kind 10% seines Geburtsgewichtes abgenommen hat? Besteht dann Gefahr fürs Kind (z.B.Dehydrierung)? Oder macht man das, weil man davon ausgeht, dass in einem solchen Fall die Milch nicht reicht? Ist diese Empfehlung absolut und unumstritten oder gibt es Fälle in denen eine solche Gewichtsabnahme eher toleriert werden kann als in anderen Fällen.
Ich frage deswegen, weil mein Kind (4,3kg Geburtsgewicht, sekundäre Sectio, mehr als 2 Wochen nach dem Termin) am Tag 3 nach dem Kaiserschnitt mehr als diese 10% abgenommen hatte und mir im KH zimelich Stress gemacht wurde mit Stillproben usw. Ich hatte in der Nacht meinen Milcheinschuss gehabt und das Kind tat sich schwer mit trinken, weil alles zu prall war, an den Tagen davor hatte er recht oft getrunken aber auch viel geschwitzt (es war sehr heiß im Krankenzimmer) und auch immer wieder viel Mekonium und Urin in der Windel. Bin dann auf Anraten meiner Hebamme auf eigene Verantwortung heimgegangen und nach einer Woche war das Geburtsgewicht wieder erreicht und jetzt habe ich ein ziemlich wohlgenährtes Kind.
Jetzt geht mir dauernd durch den Kopf, was passiert wäre, wenn ich länger geblieben wäre. Insgesamt habe ich eher zu viel Milch als zu wenig und ein Milcheinschuss am 3. Tag ist ja auch nicht superspät und Kolostrum hatte ich ja auch. Irgendwie denke ich, dass es gar nicht an der Milch liegen kann, dass mein Kind so viel abgenommen hat, sonst würden ja die meisten Kaiserschnittkinder (später Milcheinschuss) so viel abnehmen und zugefüttert werden müssen. Kann es daran liegen, dass er "übertragen" war und Wasser eingelagert hatte (ich selbst hatte auch viel Wasser eingelagert). Oder daran, dass er viel Mekonium hatte? Oder nehmen Kinder, die bei der Geburt sehr schwer sind weil sie so lange im Bauch waren, nach der Geburt mehr ab?
Ich ärgere mich jetzt noch über die Schwestern dort. Sie haben mir nie gescheit geholfen, aber wollten immer kontrollieren (ich sollte klingeln, wenn ich stille, damit sie sehen, ob ich es richtig mache) und mich gefragt, ob ich eh Milchpulver zuhause hätte. Dabei hätte ein Blick auf meinen überlaufenden Brüste genügt, um zu sehen, dass das sicher nicht das Problem ist...
Bin für professionelle Einschätzungen sehr dankbar. Möchte so einen Stress nämlich nicht nochmal erleben.
Liebe Grüße
Häsin
habe mal eine Frage vor allem an die Expertinnen hier im Forum. Woher kommt die Empfehlung, dass zugefüttert werden soll, wenn das Kind 10% seines Geburtsgewichtes abgenommen hat? Besteht dann Gefahr fürs Kind (z.B.Dehydrierung)? Oder macht man das, weil man davon ausgeht, dass in einem solchen Fall die Milch nicht reicht? Ist diese Empfehlung absolut und unumstritten oder gibt es Fälle in denen eine solche Gewichtsabnahme eher toleriert werden kann als in anderen Fällen.
Ich frage deswegen, weil mein Kind (4,3kg Geburtsgewicht, sekundäre Sectio, mehr als 2 Wochen nach dem Termin) am Tag 3 nach dem Kaiserschnitt mehr als diese 10% abgenommen hatte und mir im KH zimelich Stress gemacht wurde mit Stillproben usw. Ich hatte in der Nacht meinen Milcheinschuss gehabt und das Kind tat sich schwer mit trinken, weil alles zu prall war, an den Tagen davor hatte er recht oft getrunken aber auch viel geschwitzt (es war sehr heiß im Krankenzimmer) und auch immer wieder viel Mekonium und Urin in der Windel. Bin dann auf Anraten meiner Hebamme auf eigene Verantwortung heimgegangen und nach einer Woche war das Geburtsgewicht wieder erreicht und jetzt habe ich ein ziemlich wohlgenährtes Kind.
Jetzt geht mir dauernd durch den Kopf, was passiert wäre, wenn ich länger geblieben wäre. Insgesamt habe ich eher zu viel Milch als zu wenig und ein Milcheinschuss am 3. Tag ist ja auch nicht superspät und Kolostrum hatte ich ja auch. Irgendwie denke ich, dass es gar nicht an der Milch liegen kann, dass mein Kind so viel abgenommen hat, sonst würden ja die meisten Kaiserschnittkinder (später Milcheinschuss) so viel abnehmen und zugefüttert werden müssen. Kann es daran liegen, dass er "übertragen" war und Wasser eingelagert hatte (ich selbst hatte auch viel Wasser eingelagert). Oder daran, dass er viel Mekonium hatte? Oder nehmen Kinder, die bei der Geburt sehr schwer sind weil sie so lange im Bauch waren, nach der Geburt mehr ab?
Ich ärgere mich jetzt noch über die Schwestern dort. Sie haben mir nie gescheit geholfen, aber wollten immer kontrollieren (ich sollte klingeln, wenn ich stille, damit sie sehen, ob ich es richtig mache) und mich gefragt, ob ich eh Milchpulver zuhause hätte. Dabei hätte ein Blick auf meinen überlaufenden Brüste genügt, um zu sehen, dass das sicher nicht das Problem ist...
Bin für professionelle Einschätzungen sehr dankbar. Möchte so einen Stress nämlich nicht nochmal erleben.
Liebe Grüße
Häsin