Stillhütchen abgewöhnen sehr schwierig...
Verfasst: 14.01.2012, 17:09
Ach...ganz so schwierig hab ich mir das Stillen nicht vorgestellt :depremiert: Leider hatten Hannah und ich keinen ganz so guten Start beim Stillen, denn die tolle Stillberaterin im Krankenhaus hatte erst an unserem dritten Tag in der Klinik Dienst. Bis dahin waren meine Brustwarzen schon durch falsches Anlegen ruiniert und ich bin mit Milchpumpe und Stillhütchen nach Hause gegangen.
Mit den Stillhütchen lief es sehr gut, ich habe ein sehr gieriges Baby, das sich aber nicht gerne anstrengt, und so hat sie immer sehr viel Milch bekommen und war zufrieden. Nun gewöhnen wir uns die Dinger gerade ab, weil ich die Auskocherei nervig finde und immer in Panik geraten bin, wenn ich unterwegs war und sie zu Hause vergessen hatte :irr:
Und damit fangen die Probleme an :heuler2: Ohne Stillhütchen ist es für Hannah anstrengender, die nackte Brust läuft ja nicht so schön voll mit Milch wie ein Stillhütchen - da musste sie eigentlich nur den Schnabel aufsperren. Wo sie vorher ausdauernd 15 min pro Seite getrunken hat, schafft sie jetzt ungefähr 5. Wir haben schon ein paar Tage gebraucht, bis sie verstanden hat, dass sie den Mund viel weiter aufmachen muss, weil ich die Warze nicht so leicht reinschieben kann wie das Hütchen. Und jetzt lässt sie jedes Mal los, wenn es auch nur die geringste Ablenkung gibt. Und davon gibt es leider einige...Sie hat gerade sehr mit Blähungen zu kämpfen - wenn es im Bäuchlein gluckert, lässt sie los. Wenn Mama ein bisschen zuckt - lässt sie los. Manchmal muss ich sie auch wieder neu anlegen, weil ihr Mündchen verrutscht ist und es weh tut. Und dann wird es schwierig. Sobald ihr Hunger ein wenig gestillt ist, findet sie das Nuckeln zu anstrengend. Sie macht dann einfach den Mund nicht mehr auf - eigentlich würde sie noch ein Schlückchen nehmen, aber anstrengen will sie sich dafür nicht. Und so laufen die Stillmahlzeiten, seit das Hütchen weg ist, meistens so: fünf Minuten trinken, aus irgendeinem Grund loslassen, wenn sie den Mund dann wieder aufmacht, lutscht sie nur mit nachdenklichem Gesicht an der Warze oder lacht die Brust an (süß, aber...), 20 Minuten später merkt sie dann, dass der Magen doch nicht ganz so voll ist, wie es genehm wäre, also trinkt sie wieder fünf Minuten und so weiter :flennsuse: am Liebsten würde ich sie mit Klebeband an der Brust festmachen :grinsen:
Ich weiß, Geduld ist das wichtigste, und ich kriege tolle Unterstützung von meiner Nachsorgehebamme...aber meine Nerven sind gerade ein bisschen blank. Ihr könnt Euch ja vorstellen, dass das auch nicht ohne Gebrüll abgeht und durch ihre Bauchschmerzen haben wir zusätzliche gefühlte Stunden, die Hannah schreit.
Es wird ja ganz langsam besser und ich denke, in einer Woche sieht die Welt schon wieder anders aus, aber heute erscheint mir das wie eine Ewigkeit. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir trotz dieser Startschwierigkeiten noch lange weiterstillen können. Immerhin nimmt sie weiter kräftig zu und das nimmt mir wenigstens die Angst, dass sie nicht genug bekommt.
Danke fürs Lesen...hat noch jemand ein wenig zu kämpfen gehabt und trotzdem ist irgendwann der Knoten geplatzt? Ich möchte sie so gerne stillen - wir haben einen Papa mit vielen Allergien und wenn es mal gut klappt, finde ich es so schön kuschelig
Mit den Stillhütchen lief es sehr gut, ich habe ein sehr gieriges Baby, das sich aber nicht gerne anstrengt, und so hat sie immer sehr viel Milch bekommen und war zufrieden. Nun gewöhnen wir uns die Dinger gerade ab, weil ich die Auskocherei nervig finde und immer in Panik geraten bin, wenn ich unterwegs war und sie zu Hause vergessen hatte :irr:
Und damit fangen die Probleme an :heuler2: Ohne Stillhütchen ist es für Hannah anstrengender, die nackte Brust läuft ja nicht so schön voll mit Milch wie ein Stillhütchen - da musste sie eigentlich nur den Schnabel aufsperren. Wo sie vorher ausdauernd 15 min pro Seite getrunken hat, schafft sie jetzt ungefähr 5. Wir haben schon ein paar Tage gebraucht, bis sie verstanden hat, dass sie den Mund viel weiter aufmachen muss, weil ich die Warze nicht so leicht reinschieben kann wie das Hütchen. Und jetzt lässt sie jedes Mal los, wenn es auch nur die geringste Ablenkung gibt. Und davon gibt es leider einige...Sie hat gerade sehr mit Blähungen zu kämpfen - wenn es im Bäuchlein gluckert, lässt sie los. Wenn Mama ein bisschen zuckt - lässt sie los. Manchmal muss ich sie auch wieder neu anlegen, weil ihr Mündchen verrutscht ist und es weh tut. Und dann wird es schwierig. Sobald ihr Hunger ein wenig gestillt ist, findet sie das Nuckeln zu anstrengend. Sie macht dann einfach den Mund nicht mehr auf - eigentlich würde sie noch ein Schlückchen nehmen, aber anstrengen will sie sich dafür nicht. Und so laufen die Stillmahlzeiten, seit das Hütchen weg ist, meistens so: fünf Minuten trinken, aus irgendeinem Grund loslassen, wenn sie den Mund dann wieder aufmacht, lutscht sie nur mit nachdenklichem Gesicht an der Warze oder lacht die Brust an (süß, aber...), 20 Minuten später merkt sie dann, dass der Magen doch nicht ganz so voll ist, wie es genehm wäre, also trinkt sie wieder fünf Minuten und so weiter :flennsuse: am Liebsten würde ich sie mit Klebeband an der Brust festmachen :grinsen:
Ich weiß, Geduld ist das wichtigste, und ich kriege tolle Unterstützung von meiner Nachsorgehebamme...aber meine Nerven sind gerade ein bisschen blank. Ihr könnt Euch ja vorstellen, dass das auch nicht ohne Gebrüll abgeht und durch ihre Bauchschmerzen haben wir zusätzliche gefühlte Stunden, die Hannah schreit.
Es wird ja ganz langsam besser und ich denke, in einer Woche sieht die Welt schon wieder anders aus, aber heute erscheint mir das wie eine Ewigkeit. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir trotz dieser Startschwierigkeiten noch lange weiterstillen können. Immerhin nimmt sie weiter kräftig zu und das nimmt mir wenigstens die Angst, dass sie nicht genug bekommt.
Danke fürs Lesen...hat noch jemand ein wenig zu kämpfen gehabt und trotzdem ist irgendwann der Knoten geplatzt? Ich möchte sie so gerne stillen - wir haben einen Papa mit vielen Allergien und wenn es mal gut klappt, finde ich es so schön kuschelig