Ich schaffs nicht mehr :(
Verfasst: 08.11.2011, 17:47
Hallo ihr Lieben!
Ich bin ziemlich am Ende und kann einfach nicht mehr. Ich weiß einfach nicht mehr weiter und weiß auch nicht, wie ich die nächste Zeit überstehen soll, wenn es so weiter geht.
Meine Tochter ist nun sechs Monate alt geworden und sie schreit eigentlich seit dem sie zwei Wochen alt ist jeden Tag vor Schmerzen. Ich kann es nun schon nicht mehr hören. Ich bin total übermüdet, da sie seit August nachts nur sehr schlecht schläft und ich im 1-2 Stunden-Takt weckt. Tagsüber muss ich mich ständig mit ihr beschäftigen, damit sie nicht weint, weil ich zu langweilig ist. Rausgehen hilft da ungemein. Das Problem ist nur, dass ich mich so nicht mal zum Schlafen hinlegen kann. Falls sie nicht im Tuch einschläft, haben wir unglaubliche Einschlafschwierigkeiten. Sie bekommt wohl immer dann ihre Schmerzen bzw. bemerkt sie erst, wenn sie runterfährt und müde wird und es zum Einschlafen geht. Bis sie dann eingeschlafen ist, bin ich so aufgekratzt durch das ganze Schreien, dass bei mir gar nicht mehr ans Schlafen zu denken ist. So kämpf ich mich von Nacht zu Nacht und von Tag zu Tag in der Hoffnung, dass es endlich aufhört.
Ich geb euch mal eine kurze Schmerzbiografie, die sie bisher durchgemacht hat.
Wir hatten 4,5 Monate lang 3-Monats-Koliken. Nichts half. Wir haben alles ausprobiert, wirklich alles. Von einem Tag auf den anderen waren sie weg. Der Tag danach, war der erste Tag, an dem sie nicht einmal vor Schmerzen geschrien hat. Am nächsten Tag fing sie ein wenig wieder das Wimmern beim Einschlafen an. Ich schobs noch auf ein paar kleine Koliken, aber die waren überhaupt nicht der Rede wert. Im Nachhinein wusste ich dann, dass sich so die Zähne ankündigten. Zwei Tage danach bekam sie schlimme Zahnschmerzen. Sie schrie, wie zu Kolikzeiten. Da konnte ich noch über die Ironie lachen, immerhin waren die Koliken weg und Zahnschmerzen hat sie ja hoffenltich nicht genauso lang. Ich wurde eines besseren belehrt. Ich fing nach zwei Wochen an Beikost einzuführen. Mit der Beikost kamen die Blähungen und Bauchschmerzen zurück. Nach zwei Wochen vergeblichen Beikostgewöhnung, trotz Umstellung von Kürbisbrei auf Fenchelbrei, riet mir der Kinderarzt eine kleine Pause einzulegen und dann mit Getreidebrei zu beginnen, da die Kleine wohl auch die kleinen Dosen Fruchzucker im Gemüse nicht verträgt. Brei abgestetzt, ein paar Tage gewartet. Die Nächte waren immer noch unruhig, aber wir hatten seit Anfang August unruhige Nächte und ich wusste schon irgendwie, dass sie die Blähungen nachts beibehalten wird. WIr fingen dann an mit Getreidebrei. Sie vertrug den besser als den Gemüsebrei, trotzdem waren die Nächte anstrengend. Sie schreit nachts auf, wälzt sich stark und schlägt um sich, spuckt ständig den Schnuller aus, will aber unbedingt an etwas nuckeln. Nach einer Woche Getreidebrei dachte ich zunächst es würde besser werden. Aber nachdem es auch besser wurde, wurde es auch wieder zunehmendst schlechter. Seit Freitag schreit sie wieder bei jedem Mal einschlafen - außer wir sind mit dem Tuch unterwegs - und die Nächte werden schlimmer. Heute habe ich wieder rausgefunden warum. Sie bekam wieder Zahnschmerzen. Hinzu kann kommen, dass wir den Getreidebrei nicht mehr mittags geben sondern abends, da sie mittags zwar was gegessen hat, aber dies schon fast als homöopathisch durchgehen konnte und abends schlabbert sie uns dann wenigstens ein bis zwei Esslöffel weg. Da ihr Darm aber so miserabel arbeitet und es nach dem Brei auch bald ins Bettchen geht, scheint sie den Brei vielleicht noch schwerer verdauen zu können.
Ich bin nun wirklich verzweifelt und frage mich ständig warum das nur so ist. Ich schaff das so nicht mehr. Ich werd wahnsinnig, wenn sie schreit. Ich möchte dann etwas kaputt machen. Meistens hau ich dann gegen die Wand. Ich schäme mich auch dafür, aber ich kann einfach nicht mehr. Vorhin hab ich auch gesagt, dass ich sie nicht mehr haben möchte. Nun schläft sie im Tuch und ich schreibe heulend diesen Post. Ich fühl mich, als hätte ich als Mutter versagt, obwohl ich mir immer solche Mühe geben wollte.
Ich wünsche mir einfach nur, dass es aufhört. Ich will doch nur nachts schlafen. Wenn sie mich nur einmal nachts wecken würde, das wäre für mich der Luxus schlecht hin. Dreimal wären für mich auch noch herrlich erholsam. Ich merke ja schon, wie mir der Schlaf fehlt. Meine Konzentration ist weg. Gestern hab ich z.B. meiner Kleinen zu warmen Brei gegeben, dabei hab ich vor zwei Sekunden noch getestet gehabt, dass er zu heiß ist und ich noch warten wollte. Sie hat dann gleich den Mund verzogen und ich hab ihr ganz schnell den Brei mit den Fingern aus dem Mund geholt. Ich fühlte mich so schlecht, dass ich das getan hab und hätte mich dafür am liebsten verprügelt. Und dann geht mir immer wieder die Frage von der Kinderärztin im Kopf umher, die sie mir gestern stellte, weil ich wiedermal wegen der Breiunverträglichkeit da war: Ist es denn so schlimm, wenn sie diese Blähungen hat? Ich hätte sie am liebsten erschlagen.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich gebe jetzt SabSimplex, BiGaia, Globulis, Dentinox und später wohl dann auch ein Paracetamolzäpfchen.
Ich hoffe, ihr habt ein paar aufbauende Worte für mich.
Liebe Grüße,
Toncks
Ich bin ziemlich am Ende und kann einfach nicht mehr. Ich weiß einfach nicht mehr weiter und weiß auch nicht, wie ich die nächste Zeit überstehen soll, wenn es so weiter geht.
Meine Tochter ist nun sechs Monate alt geworden und sie schreit eigentlich seit dem sie zwei Wochen alt ist jeden Tag vor Schmerzen. Ich kann es nun schon nicht mehr hören. Ich bin total übermüdet, da sie seit August nachts nur sehr schlecht schläft und ich im 1-2 Stunden-Takt weckt. Tagsüber muss ich mich ständig mit ihr beschäftigen, damit sie nicht weint, weil ich zu langweilig ist. Rausgehen hilft da ungemein. Das Problem ist nur, dass ich mich so nicht mal zum Schlafen hinlegen kann. Falls sie nicht im Tuch einschläft, haben wir unglaubliche Einschlafschwierigkeiten. Sie bekommt wohl immer dann ihre Schmerzen bzw. bemerkt sie erst, wenn sie runterfährt und müde wird und es zum Einschlafen geht. Bis sie dann eingeschlafen ist, bin ich so aufgekratzt durch das ganze Schreien, dass bei mir gar nicht mehr ans Schlafen zu denken ist. So kämpf ich mich von Nacht zu Nacht und von Tag zu Tag in der Hoffnung, dass es endlich aufhört.
Ich geb euch mal eine kurze Schmerzbiografie, die sie bisher durchgemacht hat.
Wir hatten 4,5 Monate lang 3-Monats-Koliken. Nichts half. Wir haben alles ausprobiert, wirklich alles. Von einem Tag auf den anderen waren sie weg. Der Tag danach, war der erste Tag, an dem sie nicht einmal vor Schmerzen geschrien hat. Am nächsten Tag fing sie ein wenig wieder das Wimmern beim Einschlafen an. Ich schobs noch auf ein paar kleine Koliken, aber die waren überhaupt nicht der Rede wert. Im Nachhinein wusste ich dann, dass sich so die Zähne ankündigten. Zwei Tage danach bekam sie schlimme Zahnschmerzen. Sie schrie, wie zu Kolikzeiten. Da konnte ich noch über die Ironie lachen, immerhin waren die Koliken weg und Zahnschmerzen hat sie ja hoffenltich nicht genauso lang. Ich wurde eines besseren belehrt. Ich fing nach zwei Wochen an Beikost einzuführen. Mit der Beikost kamen die Blähungen und Bauchschmerzen zurück. Nach zwei Wochen vergeblichen Beikostgewöhnung, trotz Umstellung von Kürbisbrei auf Fenchelbrei, riet mir der Kinderarzt eine kleine Pause einzulegen und dann mit Getreidebrei zu beginnen, da die Kleine wohl auch die kleinen Dosen Fruchzucker im Gemüse nicht verträgt. Brei abgestetzt, ein paar Tage gewartet. Die Nächte waren immer noch unruhig, aber wir hatten seit Anfang August unruhige Nächte und ich wusste schon irgendwie, dass sie die Blähungen nachts beibehalten wird. WIr fingen dann an mit Getreidebrei. Sie vertrug den besser als den Gemüsebrei, trotzdem waren die Nächte anstrengend. Sie schreit nachts auf, wälzt sich stark und schlägt um sich, spuckt ständig den Schnuller aus, will aber unbedingt an etwas nuckeln. Nach einer Woche Getreidebrei dachte ich zunächst es würde besser werden. Aber nachdem es auch besser wurde, wurde es auch wieder zunehmendst schlechter. Seit Freitag schreit sie wieder bei jedem Mal einschlafen - außer wir sind mit dem Tuch unterwegs - und die Nächte werden schlimmer. Heute habe ich wieder rausgefunden warum. Sie bekam wieder Zahnschmerzen. Hinzu kann kommen, dass wir den Getreidebrei nicht mehr mittags geben sondern abends, da sie mittags zwar was gegessen hat, aber dies schon fast als homöopathisch durchgehen konnte und abends schlabbert sie uns dann wenigstens ein bis zwei Esslöffel weg. Da ihr Darm aber so miserabel arbeitet und es nach dem Brei auch bald ins Bettchen geht, scheint sie den Brei vielleicht noch schwerer verdauen zu können.
Ich bin nun wirklich verzweifelt und frage mich ständig warum das nur so ist. Ich schaff das so nicht mehr. Ich werd wahnsinnig, wenn sie schreit. Ich möchte dann etwas kaputt machen. Meistens hau ich dann gegen die Wand. Ich schäme mich auch dafür, aber ich kann einfach nicht mehr. Vorhin hab ich auch gesagt, dass ich sie nicht mehr haben möchte. Nun schläft sie im Tuch und ich schreibe heulend diesen Post. Ich fühl mich, als hätte ich als Mutter versagt, obwohl ich mir immer solche Mühe geben wollte.
Ich wünsche mir einfach nur, dass es aufhört. Ich will doch nur nachts schlafen. Wenn sie mich nur einmal nachts wecken würde, das wäre für mich der Luxus schlecht hin. Dreimal wären für mich auch noch herrlich erholsam. Ich merke ja schon, wie mir der Schlaf fehlt. Meine Konzentration ist weg. Gestern hab ich z.B. meiner Kleinen zu warmen Brei gegeben, dabei hab ich vor zwei Sekunden noch getestet gehabt, dass er zu heiß ist und ich noch warten wollte. Sie hat dann gleich den Mund verzogen und ich hab ihr ganz schnell den Brei mit den Fingern aus dem Mund geholt. Ich fühlte mich so schlecht, dass ich das getan hab und hätte mich dafür am liebsten verprügelt. Und dann geht mir immer wieder die Frage von der Kinderärztin im Kopf umher, die sie mir gestern stellte, weil ich wiedermal wegen der Breiunverträglichkeit da war: Ist es denn so schlimm, wenn sie diese Blähungen hat? Ich hätte sie am liebsten erschlagen.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich gebe jetzt SabSimplex, BiGaia, Globulis, Dentinox und später wohl dann auch ein Paracetamolzäpfchen.
Ich hoffe, ihr habt ein paar aufbauende Worte für mich.
Liebe Grüße,
Toncks