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Abhängigkeit von Mama wegen Familienbett?
Verfasst: 28.10.2011, 17:30
von millenia
Ich muss mich grad mal vergewissern, dass ich alles richtig mache. Ich war zunächst auch gegen Familienbett, da ich nachts aber stille, hat sich das dann zwangsläufig ergeben. Und ich find das jetzt auch ganz natürlich und schön. Meine 7 Monate alte Tochter ist im Moment ein absolutes Mamakind, nur ich kann sie richtig beruhigen, sie fremdelt extrem seit sie 3 Monate alt ist, gerade ist es ganz schlimm. Jetzt meint meine Mutter, dass das damit zusammenhängt, dass ich sie einschlafstille, dass sie nachts neben mir schläft und dass ich sie mit stillen beruhige wenn sie mal schlimm schreit. Ich glaube das nicht, habe aber meist auch keine guten Argumente parat, außer das das doch
Abhängigkeit von Mama wegen Familienbett?
Verfasst: 28.10.2011, 17:31
von millenia
ganz natürlich ist. Habt ihr Argumente? Was sagt ihr bei so einem "Vorwurf"?
(sorry zu früh abgeschickt)
Re: Abhängigkeit von Mama wegen Familienbett?
Verfasst: 28.10.2011, 18:04
von Capesider
hallo millenia,
das Fremdeln ist in diesem Alter völlig normal und liegt in keinster Weise am Stillen oder am Familienbett. Versuche, Dich von solchen Kommentaren nicht verunsichern zu lassen, auch wenn das sehr schwer ist, ich weiß.
Schau mal, hier ist ein schöner Artikel von Nora Imlau ("Eltern") dazu:
http://www.eltern.de/baby/0-3-monate/familienbett.html
Und das hier hilft Dir vielleicht, oder tut (wie mir damals) einfach gut, zu lesen:
http://das-kind-muss-ins-bett.de/
Alles Liebe für Euch!
Re: Abhängigkeit von Mama wegen Familienbett?
Verfasst: 28.10.2011, 19:07
von bft
Unser Kind schläft auch im Familienbett und wird noch sehr viel gestillt. Das, was du beschreibst, war hier ganz genauso, Isabelle find mit ca. 4 Monaten an zu fremdeln, und hörte erst mit etwa 8 Monaten auf. Es wurde JEDER angebrüllt, und nur Mama war gut. Ich habe mir auch kurz solche Gedanken gemacht, bis wir zu einer U beim KiA waren. Die Maus weinte auch hier bitterlich und ließ sich kaum beruhigen, mir war es schon fast ein wenig unangenehm, da lächelte der Arzt und meinte "Mensch, die fremdelt aber schön! Das ist ein Zeichen für eine gute soziale Entwicklung!" Und ich wusste, ich habe alles richtig gemacht!! Mann kann Kindern nunmal nicht zuviel lieben!
Abhängigkeit von Mama wegen Familienbett?
Verfasst: 28.10.2011, 19:13
von millenia
Danke für die tollen Links, die werde ich gleich meiner Mutter weiterleiten. Und dass lange gestillte und familiengebettete Kinder sozialer und offener sind habe ich auch schon gelesen. Nur im Moment wirkt es halt auf alle so, als ob sie anderen Menschen gegenüber ängstlich und verschlossen ist. Mein Vater muss z.B. nur den Raum betreten dann bricht sie sofort in Tränen aus und das schon seit 4 Monaten. Hoffe sehr, dass das ein gutes Zeichen ist, dass sie so lange fremdelt...
Re: Abhängigkeit von Mama wegen Familienbett?
Verfasst: 29.10.2011, 09:31
von Lösche Benutzer 9567
Ich hab bei meinen Eltern oft den Eindruck sie haben ne ganz andere Vorstellung von den Dingen.Ich muss mir da selbst das Diskutieren echt abgewöhnen.Denn es führt bei uns zu nichts.Doch,ich bin hinterher verunsichert.
Re: Abhängigkeit von Mama wegen Familienbett?
Verfasst: 29.10.2011, 15:48
von Semiralinda
Familienbett hin oder her, das hat sicher keinen Einfluß darauf, wie abhängig ein Kind von der Mama ist/wird. Im Gegenteil, wenn ein Kind anfangs viel Nähe genießen konnte ist es auch später bereit, mit dieser sicheren Basis die Welt zu erkunden

Re: Abhängigkeit von Mama wegen Familienbett?
Verfasst: 29.10.2011, 19:00
von LaraKessel
Also besonders toll sozial entwickelt finde ich meinen Großen nicht. Aber er war als Baby genauso wie du es beschreibst. Er war nie bei jemand anderem auf dem Arm als bei Oma oder Opa, bestimmt bis er 10 Monate war, da war er einmal bei einer Bekannten, die er mehrmals die Woche gesehen hat. Dann war lange nix und mit 16 Monaten so etwa war er dann mal beim Onkel ohne zu weinen. Also auf dem Arm.
Er hat auch sehr früh angefangen und es hat auch sehr lange gehalten. Eigentlich ist es erst seit ein paar Wochen auf einem Maß, dass es alle als normal ansehen.
Der Kleine, der fast genauso behandelt wird (zumindest Still und Schlaftechnisch sogar gleich) ist wesentlichen offener. Jetzt fängt er gerade etwas das Fremdeln an, was sich dadurch äußert, dass er bei anderen auf dem Arm nichtmehr lacht.
Re: Abhängigkeit von Mama wegen Familienbett?
Verfasst: 29.10.2011, 20:28
von Potsdame
Natürlich lässt sich dein Kind nur von dir beruhigen, du bist seine Bezugsperson, bzw. noch besser: seine Mutter. Oder hast du dich vom Postboten beruhigen lassen?
Mein Kind ist 15 Monate alt und wird in den Schlaf gestillt (naja, meistens klappt das nicht mehr so gut, aber ich muss auf jeden Fall bei ihm sein). Wenn ich nicht da bin, kann das auch der Papa übernehmen. In der Kita wird er einfach hingelegt und er bleibt liegen und schläft einfach so.
Re: Abhängigkeit von Mama wegen Familienbett?
Verfasst: 30.10.2011, 16:07
von Jadzia
Hallo Millenia
Das ist einfach nicht wahr.
Die Frage ist aber doch eher : Warum sagt deine Mutter das? Eifersucht? Das Gefühl dir als Mutter nicht gut genug zu sein?
Das ist nix was man mit Argumenten wirklich löst ( daher würde ich dir auch keine empfehlen)
Wenn du dich mit Argumenten besser fühlst :
Fremdeln ist physiologisch und hat mit den Kindstötungen von früher zu tun und auch damit daß das mobile Kind geschützt ist ( vor sich selbst, seiner Abenteuerlust). Fremdeln ist also etwas Gutes, wenn mans so sagen mag.
Meine Tochter schläft ausschließlich bei mir und wird auch noch fast vollgestillt und immer nur getragen -
und fremdelt fast gar nicht. Sie hatte eine ganz kurze Fremdelphase, sehr früh. Sie ist begeistert von anderen Menschen und will immer alles anfassen und geht auch sehr gerne auf andere Arme.
Ihr Papa hat als Kind sehr arg gefremdelt ( Früchten zu Zeiten wo man darauf noch nicht eingerichtet war. keinen Kontakt zur Mutter in den ersten Lebenswochen!!!!!!!)
Ich habe als Kind auch nicht gefremdelt und war immer Hans Dampf in allen Gassen obwohl meine Mutter mich nie schreien ließ, wie damals total üblich und ich das erste Jahr in Elters Schlafzimmer verbrachte.
Und ganz im ernst : Ich denke das ist vorwiegend Anlage. Meine Tochter kommt einfach vom Verhalten sehr nach mir ( auch in anderen Dingen)
aber ich kann das jetzt natürlich auch aufs tolle Urvertrauen schieben
Vielleicht schlägst du deiner Mutter auch einfach vor, daß ihr ein langsames Gewöhnen macht? Eine schöne Oma-Enkel-Beziehung kann ja auch sehr schön und wichtig sind ....vielleicht geht da noch was.
Viele Grüße