Gedanken zu Thema Stillen und Uwissenheit
Verfasst: 24.10.2011, 11:34
Huhu,
vielleicht bin ich im Moment einfach zu sentimental, weil ich schwanger bin. Aber mich macht es gerade traurig, wenn ich lese und höre, das Mutter für das stillen kämpfen alles geben, nach viel Geduld, mühe und Kampf einen Teilerfolg haben, worauf sie total stolz sein können und von anderen Personen nur blöde Kommentare ernten. Mich hat gerade feuerdraches Beitrag unheimlich berührt. Vielleicht auch deshalb, weil der Beitrag zu einen riesen Kontrast zu einer Begegnung von gestern steht.
Ich habe gestern ein Pärchen getroffen mit einer 3,5 Monate alten Baby. Vor der Geburt hat die Frau gesagt, das sie stillen möchte. Ich habe ihr meine Hilfe angeboten. Ich habe selber 2 Jahre Stillerfahrung und weiß das nicht immer alles glatt läuft und der Anfang oft schwer ist. Habe ihr auch Adressen von guten Stillberaterinnen gegeben.
Tja, sie hat es einen Tag versucht. Es war zu schmerzhaft. Kind hätte andauernd geschrien und Hunger gehabt. Sie hatte keine Milch und dann nach einer Flasche verlangt.
Seit der achten Woche bekommt das Kind Beikost und darf auch öfter mal vom Pudding oder Eis probieren was Mama gerade ist. Nachts wird das baby wieder öfters wach und scheint nicht satt zu werden. deswegen bekommt es neuerdings nachts unter die Milch noch Schmelzflocken untergerührt. Auf dem nach Hause weg fing das Kind an zu schreien. Die Mutter meinte, das Kind hat wahrscheinlich Hunger aber ihre Zeit zu essen wäre erst in einer Stunde.
Mir stehen alle Haare zu Berge. Ich habe aber nichts gesagt, ich habe meine Hilfe schon mal angeboten und will niemanden verletzten noch mich aufdrängen.
Eine andere Situation aus der Krabbelgruppe. Ich sitze mit 6 Frauen um einen Tisch. Irgendwie kam man auf das Thema stillen und ich bin aus allen Wolken gefallen, das ich die einzige war und bin, die gestillt hat. Auf meine Nachfrage warum, kam von allen Frauen, sie hätten nicht genug Milch gehabt.
Bei einer Frau, mit der ich mittlerweile enger befreundet bin, erzählte mir, das sie beide Kinder versucht hat zu stillen. Das aber nach einigen Wochen sie weniger Milch hatte. Sie hätte andauernd anlegen müssen. Ihre Hebamme hat ihr geraten zuzufüttern, was dann quasi immer mehr zum abstillen führte. Ihr hat das unheimlich leid getan. Sie hätte sehr gerne gestillt und steht auch voll hinter mir, das ich meine 2 Jährige Tochter noch immer stille. Sie findet das richtig gut.
Ich habe bei ihrer Geschichte die Vermutung, das als sie meinte immer weniger Milch zu haben wahrscheinlich das cluster feeding war und von der Hebamme nicht erkannt wurde. Sie hat in dem selben Krankenhaus entbunden wie die anderen Frauen.
Ich habe ihr von meiner Vermutung nie erzählt und werde es auch nicht. Ich möchte sie nicht verletzen.
Eine andere Geschichte: Meine Arbeitskollegin hat auch ein Kind erwartet. sie wollte auch stillen. Sie hat meine Stillprobleme zu Anfang auch mitbekommen un wusste, das nicht immer alles rund läuft. Ich habe ihr auch Hilfe angeboten und wichtige Beratungsadressen gegeben. Nach der Geburt schien alles reibungslos zu klappen. Sie wäre so froh gewesen, das sie nicht solche Probleme hatte wie ich. Ich habe mich für sie gefreut.
Sie erzählte das das wenige Wochen altes Kind nachts 14 -15 Stunden durchschlafen würde und sich tagsüber 3 - 4 mal nur stillt.
Ich war total erstaunt und erzählt ihr, das ich in der Anfangszeit alle 2 stunden aufgestanden bin nachts und tagsüber auch in der Anfangszeit alle 1,5 -2 Stunden gestillt habe. Nachmittags quasi durch.
Einen Monat später kam der untröstliche Anruf. Sie war beim Kinderarzt letzte Woche. sie musste abstillen. Das Kind war unterernährt, sie hätte nicht genug Milch. Das Kind wäre zu schwach gewesen um sich nachts zu melden. deswegen auch die langen Schlafenszeiten über die ich mich gewundert hatte.
Ach ich könnte noch mehr erzählen. Ich glaube einfach das es mehr qualifizierte Beratung geben muss, auch schon in der Schwangerschaft. Damit Frau sich vor der Geburt entscheiden kann, ob sie stillen möchte oder nicht. Diese Entscheidung sollte dann aber auch von ALLEN respektiert werden. Nach der Geburt sollte die Beratung weitergehen. Dabei ist es egal ob Frau stillt oder nicht. Probleme wird jeder mal mehr oder weniger haben.
Damit würde weniger Unwissenheit sein, traurige Geschichten könnten vermieden werden und blöde Kommentare würden automatisch weniger.
Spatz
vielleicht bin ich im Moment einfach zu sentimental, weil ich schwanger bin. Aber mich macht es gerade traurig, wenn ich lese und höre, das Mutter für das stillen kämpfen alles geben, nach viel Geduld, mühe und Kampf einen Teilerfolg haben, worauf sie total stolz sein können und von anderen Personen nur blöde Kommentare ernten. Mich hat gerade feuerdraches Beitrag unheimlich berührt. Vielleicht auch deshalb, weil der Beitrag zu einen riesen Kontrast zu einer Begegnung von gestern steht.
Ich habe gestern ein Pärchen getroffen mit einer 3,5 Monate alten Baby. Vor der Geburt hat die Frau gesagt, das sie stillen möchte. Ich habe ihr meine Hilfe angeboten. Ich habe selber 2 Jahre Stillerfahrung und weiß das nicht immer alles glatt läuft und der Anfang oft schwer ist. Habe ihr auch Adressen von guten Stillberaterinnen gegeben.
Tja, sie hat es einen Tag versucht. Es war zu schmerzhaft. Kind hätte andauernd geschrien und Hunger gehabt. Sie hatte keine Milch und dann nach einer Flasche verlangt.
Seit der achten Woche bekommt das Kind Beikost und darf auch öfter mal vom Pudding oder Eis probieren was Mama gerade ist. Nachts wird das baby wieder öfters wach und scheint nicht satt zu werden. deswegen bekommt es neuerdings nachts unter die Milch noch Schmelzflocken untergerührt. Auf dem nach Hause weg fing das Kind an zu schreien. Die Mutter meinte, das Kind hat wahrscheinlich Hunger aber ihre Zeit zu essen wäre erst in einer Stunde.
Mir stehen alle Haare zu Berge. Ich habe aber nichts gesagt, ich habe meine Hilfe schon mal angeboten und will niemanden verletzten noch mich aufdrängen.
Eine andere Situation aus der Krabbelgruppe. Ich sitze mit 6 Frauen um einen Tisch. Irgendwie kam man auf das Thema stillen und ich bin aus allen Wolken gefallen, das ich die einzige war und bin, die gestillt hat. Auf meine Nachfrage warum, kam von allen Frauen, sie hätten nicht genug Milch gehabt.
Bei einer Frau, mit der ich mittlerweile enger befreundet bin, erzählte mir, das sie beide Kinder versucht hat zu stillen. Das aber nach einigen Wochen sie weniger Milch hatte. Sie hätte andauernd anlegen müssen. Ihre Hebamme hat ihr geraten zuzufüttern, was dann quasi immer mehr zum abstillen führte. Ihr hat das unheimlich leid getan. Sie hätte sehr gerne gestillt und steht auch voll hinter mir, das ich meine 2 Jährige Tochter noch immer stille. Sie findet das richtig gut.
Ich habe bei ihrer Geschichte die Vermutung, das als sie meinte immer weniger Milch zu haben wahrscheinlich das cluster feeding war und von der Hebamme nicht erkannt wurde. Sie hat in dem selben Krankenhaus entbunden wie die anderen Frauen.
Ich habe ihr von meiner Vermutung nie erzählt und werde es auch nicht. Ich möchte sie nicht verletzen.
Eine andere Geschichte: Meine Arbeitskollegin hat auch ein Kind erwartet. sie wollte auch stillen. Sie hat meine Stillprobleme zu Anfang auch mitbekommen un wusste, das nicht immer alles rund läuft. Ich habe ihr auch Hilfe angeboten und wichtige Beratungsadressen gegeben. Nach der Geburt schien alles reibungslos zu klappen. Sie wäre so froh gewesen, das sie nicht solche Probleme hatte wie ich. Ich habe mich für sie gefreut.
Sie erzählte das das wenige Wochen altes Kind nachts 14 -15 Stunden durchschlafen würde und sich tagsüber 3 - 4 mal nur stillt.
Ich war total erstaunt und erzählt ihr, das ich in der Anfangszeit alle 2 stunden aufgestanden bin nachts und tagsüber auch in der Anfangszeit alle 1,5 -2 Stunden gestillt habe. Nachmittags quasi durch.
Einen Monat später kam der untröstliche Anruf. Sie war beim Kinderarzt letzte Woche. sie musste abstillen. Das Kind war unterernährt, sie hätte nicht genug Milch. Das Kind wäre zu schwach gewesen um sich nachts zu melden. deswegen auch die langen Schlafenszeiten über die ich mich gewundert hatte.
Ach ich könnte noch mehr erzählen. Ich glaube einfach das es mehr qualifizierte Beratung geben muss, auch schon in der Schwangerschaft. Damit Frau sich vor der Geburt entscheiden kann, ob sie stillen möchte oder nicht. Diese Entscheidung sollte dann aber auch von ALLEN respektiert werden. Nach der Geburt sollte die Beratung weitergehen. Dabei ist es egal ob Frau stillt oder nicht. Probleme wird jeder mal mehr oder weniger haben.
Damit würde weniger Unwissenheit sein, traurige Geschichten könnten vermieden werden und blöde Kommentare würden automatisch weniger.
Spatz