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Spricht etwas gegen "Stillen aus Bequemlichkeit"?
Verfasst: 21.09.2011, 14:25
von Schnels
Rein aus Interesse, betrifft nicht mich persönlich:
Spricht irgendwas dagegen, ein Baby (noch ganz klein, ca. 2 Moante) sehr viel zu stillen, auch wenn man weiß, dass anderes vielleicht auch "funktionieren" würde? Also quasi wenn das Baby ein bisschen quengelt und spazierenTragen helfen würde, aber man ist nicht so ein Spazierfan, also stillt man.
Also quasi Dauerstillen wenn vielleicht auch Tragen oder "Spielen" oder anders mit ihm beschäftigen fürs Baby interessant wäre.
Re: Spricht etwas gegen "Stillen aus Bequemlichkeit"?
Verfasst: 21.09.2011, 14:29
von avoila
wenn ein Kind nicht stillen will, wird es nicht stillen.
Wenn es sich mit stillen beruhigen lässt, das Stillen also für Kind und Mama entspannt ist, entspannender als spazieren gehen, dann sehe ich da gar kein Problem. Das habe ich auch gemacht, statt im Winter auf die Eisbahn auf der Straße zu gehen, lieber auf Bett oder Couch kuscheln und stillen - hach waren das schöne Zeiten *g*
Re: Spricht etwas gegen "Stillen aus Bequemlichkeit"?
Verfasst: 21.09.2011, 14:33
von jusl
Es gibt keine Prioritätenliste für den Umgang mit Babys, die es abzuarbeiten gilt. Es gibt kein "Schaukeln ist besser als Tragen", "Tragen ist besser als Stillen", "Stillen ist besser als Schaukeln".
Das, womit das Baby in diesem Moment glücklich ist, ist richtig. Das kann jetzt Dauerstillen sein, und in spätestens ein paar Monaten wird das Baby dann sicherlich seinem Wunsch nach Abwechslung Ausdruck verleihen
LG
Julia
Re: Spricht etwas gegen "Stillen aus Bequemlichkeit"?
Verfasst: 21.09.2011, 21:29
von honigtopf2010
nein

Re: Spricht etwas gegen "Stillen aus Bequemlichkeit"?
Verfasst: 21.09.2011, 21:44
von vierfachmamaa
ich habe auch immer dauergestillt. einfach so weil wir es schön fanden und es so wollten.
ich glaub, das baby hätte doch nicht getrunken, wenn es nicht gewollt hätte
Re: Spricht etwas gegen "Stillen aus Bequemlichkeit"?
Verfasst: 21.09.2011, 22:01
von Lerche
Dagegen spricht natürlich nichts. Wenn es beide angenehm finden, warum nicht? Ich hab as eigentlich auch oft so gemacht, meine Tochter fand dies sehr angenehm und ist dabei oft weggedöst. Später so ab 6 Monate ist dann sowieso die Umgebung interessanter.
Re: Spricht etwas gegen "Stillen aus Bequemlichkeit"?
Verfasst: 21.09.2011, 22:26
von Mohnblume
jusl hat geschrieben:Es gibt keine Prioritätenliste für den Umgang mit Babys, die es abzuarbeiten gilt. Es gibt kein "Schaukeln ist besser als Tragen", "Tragen ist besser als Stillen", "Stillen ist besser als Schaukeln".
Das, womit das Baby in diesem Moment glücklich ist, ist richtig. Das kann jetzt Dauerstillen sein, und in spätestens ein paar Monaten wird das Baby dann sicherlich seinem Wunsch nach Abwechslung Ausdruck verleihen
LG
Julia
Hach danke jusl, du triffst es immer in so wunderbaren Worten genau auf den Punk!

Re: Spricht etwas gegen "Stillen aus Bequemlichkeit"?
Verfasst: 21.09.2011, 23:36
von joli
jusl hat geschrieben:E
Das, womit das Baby in diesem Moment glücklich ist, ist richtig.
Ich möchte noch hinzufügen ...und es für die Mutter stimmt....
Wann immer ich mit der Mütterberaterin über Stillen (va häufiges Stillen in der Nacht) oder auch später über das "Nicht-Durchschlafen" (war bei uns erst mit ca 18 Monaten vorbei) gesprochen habe, war ihre Frage dazu, wie es mir dabei gehe... solang es für mich auch ok sei, soll ich so weiter machen, wie es für uns stimmt.
Das fand ich sehr schön und hat mich wirklich bestärkt darin, es so zu machen, wie es sich für uns richtig anfühlt.
Re: Spricht etwas gegen "Stillen aus Bequemlichkeit"?
Verfasst: 21.09.2011, 23:46
von luna24
Mein Sohn war die ersten Monate auch so, dass sich quasi alle seine Bedürfnisse durch Stillen befriedigen ließen und wir haben das auch so gemacht. Das Ergebnis: Ein sehr ruhiges und ausgeglichenes Baby und eine entspannte Mama, die die erste Zeit mit dem Baby uneingeschränkt genossen hat und überhaupt nicht als Stress empfunden hat.
Die Zeit, in der das Stillen nicht mehr alle Probleme behebt kommt noch früh genug! Ist doch toll, wenn das, was Du als "bequem" empfindest, auch Deinem Baby gefällt!
Re: Spricht etwas gegen "Stillen aus Bequemlichkeit"?
Verfasst: 21.09.2011, 23:47
von Seerose
Schnels hat geschrieben:Rein aus Interesse, betrifft nicht mich persönlich:
Spricht irgendwas dagegen, ein Baby (noch ganz klein, ca. 2 Moante) sehr viel zu stillen, auch wenn man weiß, dass anderes vielleicht auch "funktionieren" würde? Also quasi wenn das Baby ein bisschen quengelt und spazierenTragen helfen würde, aber man ist nicht so ein Spazierfan, also stillt man.
Also quasi Dauerstillen wenn vielleicht auch Tragen oder "Spielen" oder anders mit ihm beschäftigen fürs Baby interessant wäre.
Ich schreib jetzt nur meine persönliche Meinung, bin keine Stillberaterin und nichts in der Art:
Mit 2 Monaten spricht vielleicht (noch) nichts dagegen, aber es käme nun darauf an wie lange mit dieser Methode weiter verfahren wird. Generell find ich es nicht gut, um nicht zu sagen "schädlich", wenn Bedürfnisse welcher Art auch immer (außer Hunger) mit Essen gestillt werden würden. Klar gibt es weitere Stillgründe wie Kuscheln, Trost etc. (gibt es auch wieder unterschiedliche Meinungen), aber generell Stillen als Methode um nicht tragen, spazieren gehen oder spielen zu müssen, halte ich nicht für hmmmm empfehlenswert.