Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnheit
Verfasst: 20.09.2011, 14:47
Hallo ihr Lieben,
ich bräuchte mal dringend eure Meinungen, da ich grade total verunsichert bin und das Gefühl habe, alles falsch zu machen...
Heute war ich mit meiner Tochter (5 Monate alt) zum ersten Mal mit einigen Mädels aus dem gleichen Geburtsvorbereitungskurs in einer Babygruppe (einer Art Spielgruppe, die uns von unserer Hebamme wärmstens empfohlen wurde. Ich muss dazu sagen, dass die Leiterin der Gruppe eigentlich keine wirklichen Qualifikationen in dem Bereich nachweisen kann (außer dass sie selbst Mutter ist und wohl mal ein zwei Kurse besucht hat), aber das nur am Rande. In jeder Kursstunde sollen auch Themen angesprochen werden, die eben grade so aktuell sind (Beikost, etc.). Heute sollte man schon in der Vorstellungsrunde sagen, ob das eigene Kind bereits durchschläft (wie ich dieses Thema hasse...), ob man noch stillt, etc. Fand ich irgendwie schonmal etwas unpassend. Ich stille meine Kleine mit 5 Monaten noch voll. Außer mir waren noch zwei Mamas, die noch voll stillen (eine mit ebenfalls 5 Monate altem Kind, eine mit erst knapp 4 Monate altem Baby). Insofern waren wir schon die Exoten. Als es dann ums Durchschlafen ging, sagten wir Stillmamas, dass unsere Kinder sich nachts halt (wie auch tagsüber) so ca. im 3-Stunden-Rhythmus melden und eben noch nicht durchschlafen. Daraufhin hat die Kursleiterin beinahe die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und meinte, warum wir uns das antun und sie spricht dann heute mit uns noch über das Thema "Schlafen" und gibt uns ein paar Tipps wie wir das Problem lösen können (war für ein Problem, dachte ich mir da nur - ich habe keins, mir wird eins eingeredet, aber naja). Ich versuche jetzt mal wiederzugeben, was sie uns dann dazu gesagt hat:
Schlafen müssen Kinder lernen und das passiert nicht von selbst. Und man kann Kindern auch schlechte Schlafgewohnheiten antrainieren, die man dann nicht mehr ohne Weiteres abstellen kann. Wenn man etwas ändern möchte, dann sollte man das schnellstmöglich tun, denn je länger man wartet und je älter die Babies werden, desto schwieriger wird es. Ihre Theorie ist, dass die menschliche Verdauung nachts (also von ca. 21 Uhr bis 6 Uhr) im Grunde nicht arbeitet. Sowohl beim Erwachsenen als auch bei Kindern. Wenn Babies nachts aufwachen (bspw. im 3-Stunden-Rhythmus) dann tun sie das nicht aus Hunger, sondern da meldet sich der Urinstinkt, da die Höhlenmenschen früher auch nachts regelmäßig das Feuer kontrollieren mussten. Außerdem wachen die Babies kurz auf, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. (Deshalb wäre es auch so wichtig, dass man Babies wach ins Bett legt. Legt man sie schlafend hin und sie wachen dann nach ein paar Stunden auf und sind woanders, als sie eingeschlafen sind, bekämen sie Angst.) Da ja nun die Babies ihrer Meinung nach nicht vor Hunger aufwachen und die Verdauung ohnehin nicht arbeitet, ist es also das Verkehrteste, was man machen kann, nachts zu stillen. Man trainiert den Kindern damit nur schlechte Gewohnheiten an und tut der Verdauung damit ganz Schreckliches an (wortwörtlich: da seht ihr, was ihr euren Kindern antut und wundert euch auch noch, dass sie häufig Bauchschmerzen haben, wenn die Milch im Magen liegen bleibt und sauer wird). Um aus dem Teufelskreislauf auszubrechen, müsste man jetzt halt mal ein paar Nächte hart bleiben und die Kinder nicht anlegen zum Trinken, damit sie diese Angewohnheit durchbrechen. Spätestens um 23 Uhr soll man das letzte Mal stillen und frühestens morgens um 5 Uhr wieder. Wenn sich das Kind dann nachts meldet, solle man es ruhig auf den Arm nehmen (oder besser der Papa, weil er nicht nach Milch riecht) und trösten, wenn es schreit, aber eben nicht stillen. Sie hätte das mit ihren Kindern direkt nach dem Krankenhaus so praktiziert und keine Probleme gehabt. Immerhin hat sie nicht empfohlen zu ferbern (hat sie auch extra nochmal beton, dass sie es grausam findet, ein Kind einfach alleine schreien zu lassen), denn sonst wäre ich glaube ich aufgestanden und gegangen.
Mich würde jetzt wirklich interessieren, was ihr darüber denkt. Das man Schlafgewohnheiten in gewissem Maß trainieren kann, ist mir bewußt, aber ich war bisher eigentlich schon immer der Meinung, dass sich meine Kleine nachts meldet, weil sie Hunger hat. Sie trinkt dann auch zügig und schläft danach direkt weiter. Ich habe genau das auch der Kursleiterin gesagt, und sie meinte darauf, dass das sicher stimmt, dass meine Kleine Hunger hat und gut trinkt, aber nicht weil sie´s braucht, sondern weil sie sich daran gewöhnt hat, was zu bekommen. Sie sprach dann noch von einem Experiment mit einigen Studenten, die eine zeitlang jede Nacht um drei Uhr geweckt wurden und ein Schinkenbrot essen sollten. Anfangs taten sie das nur widerwillig und ohne Appetit, nach einiger Zeit aber sind sie von selbst immer um drei Uhr aufgewacht und haben sich auf ihr Schinkenbrot gefreut...
ich bräuchte mal dringend eure Meinungen, da ich grade total verunsichert bin und das Gefühl habe, alles falsch zu machen...
Heute war ich mit meiner Tochter (5 Monate alt) zum ersten Mal mit einigen Mädels aus dem gleichen Geburtsvorbereitungskurs in einer Babygruppe (einer Art Spielgruppe, die uns von unserer Hebamme wärmstens empfohlen wurde. Ich muss dazu sagen, dass die Leiterin der Gruppe eigentlich keine wirklichen Qualifikationen in dem Bereich nachweisen kann (außer dass sie selbst Mutter ist und wohl mal ein zwei Kurse besucht hat), aber das nur am Rande. In jeder Kursstunde sollen auch Themen angesprochen werden, die eben grade so aktuell sind (Beikost, etc.). Heute sollte man schon in der Vorstellungsrunde sagen, ob das eigene Kind bereits durchschläft (wie ich dieses Thema hasse...), ob man noch stillt, etc. Fand ich irgendwie schonmal etwas unpassend. Ich stille meine Kleine mit 5 Monaten noch voll. Außer mir waren noch zwei Mamas, die noch voll stillen (eine mit ebenfalls 5 Monate altem Kind, eine mit erst knapp 4 Monate altem Baby). Insofern waren wir schon die Exoten. Als es dann ums Durchschlafen ging, sagten wir Stillmamas, dass unsere Kinder sich nachts halt (wie auch tagsüber) so ca. im 3-Stunden-Rhythmus melden und eben noch nicht durchschlafen. Daraufhin hat die Kursleiterin beinahe die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und meinte, warum wir uns das antun und sie spricht dann heute mit uns noch über das Thema "Schlafen" und gibt uns ein paar Tipps wie wir das Problem lösen können (war für ein Problem, dachte ich mir da nur - ich habe keins, mir wird eins eingeredet, aber naja). Ich versuche jetzt mal wiederzugeben, was sie uns dann dazu gesagt hat:
Schlafen müssen Kinder lernen und das passiert nicht von selbst. Und man kann Kindern auch schlechte Schlafgewohnheiten antrainieren, die man dann nicht mehr ohne Weiteres abstellen kann. Wenn man etwas ändern möchte, dann sollte man das schnellstmöglich tun, denn je länger man wartet und je älter die Babies werden, desto schwieriger wird es. Ihre Theorie ist, dass die menschliche Verdauung nachts (also von ca. 21 Uhr bis 6 Uhr) im Grunde nicht arbeitet. Sowohl beim Erwachsenen als auch bei Kindern. Wenn Babies nachts aufwachen (bspw. im 3-Stunden-Rhythmus) dann tun sie das nicht aus Hunger, sondern da meldet sich der Urinstinkt, da die Höhlenmenschen früher auch nachts regelmäßig das Feuer kontrollieren mussten. Außerdem wachen die Babies kurz auf, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. (Deshalb wäre es auch so wichtig, dass man Babies wach ins Bett legt. Legt man sie schlafend hin und sie wachen dann nach ein paar Stunden auf und sind woanders, als sie eingeschlafen sind, bekämen sie Angst.) Da ja nun die Babies ihrer Meinung nach nicht vor Hunger aufwachen und die Verdauung ohnehin nicht arbeitet, ist es also das Verkehrteste, was man machen kann, nachts zu stillen. Man trainiert den Kindern damit nur schlechte Gewohnheiten an und tut der Verdauung damit ganz Schreckliches an (wortwörtlich: da seht ihr, was ihr euren Kindern antut und wundert euch auch noch, dass sie häufig Bauchschmerzen haben, wenn die Milch im Magen liegen bleibt und sauer wird). Um aus dem Teufelskreislauf auszubrechen, müsste man jetzt halt mal ein paar Nächte hart bleiben und die Kinder nicht anlegen zum Trinken, damit sie diese Angewohnheit durchbrechen. Spätestens um 23 Uhr soll man das letzte Mal stillen und frühestens morgens um 5 Uhr wieder. Wenn sich das Kind dann nachts meldet, solle man es ruhig auf den Arm nehmen (oder besser der Papa, weil er nicht nach Milch riecht) und trösten, wenn es schreit, aber eben nicht stillen. Sie hätte das mit ihren Kindern direkt nach dem Krankenhaus so praktiziert und keine Probleme gehabt. Immerhin hat sie nicht empfohlen zu ferbern (hat sie auch extra nochmal beton, dass sie es grausam findet, ein Kind einfach alleine schreien zu lassen), denn sonst wäre ich glaube ich aufgestanden und gegangen.
Mich würde jetzt wirklich interessieren, was ihr darüber denkt. Das man Schlafgewohnheiten in gewissem Maß trainieren kann, ist mir bewußt, aber ich war bisher eigentlich schon immer der Meinung, dass sich meine Kleine nachts meldet, weil sie Hunger hat. Sie trinkt dann auch zügig und schläft danach direkt weiter. Ich habe genau das auch der Kursleiterin gesagt, und sie meinte darauf, dass das sicher stimmt, dass meine Kleine Hunger hat und gut trinkt, aber nicht weil sie´s braucht, sondern weil sie sich daran gewöhnt hat, was zu bekommen. Sie sprach dann noch von einem Experiment mit einigen Studenten, die eine zeitlang jede Nacht um drei Uhr geweckt wurden und ein Schinkenbrot essen sollten. Anfangs taten sie das nur widerwillig und ohne Appetit, nach einiger Zeit aber sind sie von selbst immer um drei Uhr aufgewacht und haben sich auf ihr Schinkenbrot gefreut...