Unser Einschlafritual tagsüber
Verfasst: 13.08.2011, 16:21
Als mein Kind auf die Welt kam, brauchte sie ununterbrochen Körperkontakt. Nachts Familienbett, tagsüber TT. Sobald sie uns nicht mehr gespürt hat, hat sie geweint. Nie hätte ich gedacht, dass mein Kind tagsüber mal allein schläft. Aber seit wenigen Wochen klappt es. Mit viel Ruhe und viel Geduld. Ich will Euch mal unser Tagsüber-Einschlaf-Ritual beschreiben.
1. Ich lebe nach der Uhr
Mein Kind hat aktuell Wachphasen von 1,5 Stunden. Ganz regelmäßig, egal, wie lange sie vorher geschlafen hatte. Und danach richte ich meinen gesamten Tag aus. Dadurch bin ich zwar unsozial geworden, und komme quasi auch zu nichts, habe sogar schon mal einen Arzttermin sausen lassen, aber ihr Rhythmus ist mir gerade wichtiger.
2. Ich bringe ganz viel Ruhe rein
Ich nehme mir ganz viel Zeit. Nie versuche ich sie ins Bett zu bringen, wenn ich Hunger habe, oder eigentlich mal auf Toilette müsste!!! Ich wiege sie sanft auf meinen Armen, kuschele ausgiebig mit ihr. Und: ich flüstere nur noch. Mein Kind ist extrem sensibel für jegliche Reize, und schon wenn ich singen würde, wäre das zu laut für sie. Es wird nur noch geflüstert, sanft gewiegt… Manchmal fängt sie dann schon auf meinem Arm an, sich rund zu machen, am Daumen zu lutschen und die Augen zu schließen.
3. Ich erkläre ihr alles
Wenn sie müde wird, mache ich das Fenster weit auf, dann nehme ich sie auf den Arm, setze mich mit ihr neben die Wiege, so, dass sie reinschauen kann und lasse sie alles in Ruhe anschauen. Sie sieht den ganzen Tag die Wohnung aus diversen Perspektiven, aber quasi nie das Innere der Wiege. Und dann auf einmal wird sie reingelegt schneller als ihr Gehirn und ihr Aufnahmevermögen hinterherkommt und soll sie drinnen liegen, weiß nicht, wo sie ist, sieht nichts mehr von der vertrauten Wohnung?
Ich würde da auch protestieren!!! Wir sitzen dann immer so 5-10 min, so, dass sie gut in die Wiege schauen kann, und ich lasse sie schauen. Und erkläre ihr: „Das ist Deine kleine Wiege. Darin kannst Du ganz fein schlafen. Aktuell geht es Dir nicht so gut, weil Du müde bist. Aber in Deiner kleinen Wiege kannst Du ganz fein einschlafen und dann geht es Dir besser. Und das da drinnen ist der blaue Elefant (ein kleines Kuscheltier). Der passt auf Dich auf, während die schläfst. Mama wird rausgehen. Aber wenn Du aufwachst, dann bin ich sofort da. Du musst nicht allein in der Wiege weinen. Mama wird da sein.“ Wenn sie sehr unruhig ist, dann stille ich sie nochmal kurz.
Und dann lasse ich sie langsam, langsam, ganz langsam in die Wiege „einfliegen“. So, dass ihr Wahrnehmungsvermögen hinterher kommt. Dann ist sie meistens kurz unruhig, und ich bringe so viel wie möglich von meinem Körper in die Wiege: meine Hände, Arme, mein Gesicht. Gebe ihr Körperkontakt. Wenn sie ruhiger wird, dann ziehe ich mich stückweise zurück. Am längsten habe ich eine Hand und einen Unterarm in der Wiege. Die Hand um ihren Kopf, den Arm auf ihrem Körper. So kann sie mich spüren, und wenn sie sehr unruhig ist, dann übe ich sanften Druck aus, damit sie sich nicht durch hin-und-her-wälzen selber wieder wacher macht. Irgendwann fängt sie dann an, wieder am Daumen zu lutschen, die Augen werden schwerer… Und noch während sie die Augen offen hat, flüstere ich ihr zu, dass ich jetzt gehe, aber dass der blaue Elefant auf sie aufpasst. Dann mache ich das Babyphone an, schließe das Fenster und gehe leise raus.
Und dann ist Ruhe.
Wenn alles nicht funktioniert, dann war sie manchmal doch noch nicht müde. Dann lege ich sie wieder auf ihre Spieldecke, und warte, dass sie müde wird. Oder – wenn sie schon übermüdet war – dann dauert es eben einfach länger. Nie lasse ich sie in der Wiege weinen!!! Wenn sie offensichtlich müde ist, aber sich nicht beruhigen kann, dann nehme ich sie wieder raus, und wiege sie sanft auf meinem Arm hin und her. Stille evtl. nochmal. Lasse sie in die Wiege schauen, und erkläre ihr, dass das ihre kleine Wiege ist wo sie ganz fein schlafen kann, und dass der blaue Elefant auf sie aufpasst, etc.
4. Ich bin da
Wenn das Babyphone anschlägt, dann lasse ich alles stehen und liegen und schleiche mich ins Zimmer. Oft war sie nur unruhig und schläft schon wieder, wenn ich schaue. Wenn ich merke, dass sie aufwacht, dann bleibe ich einfach still vor der Wiege sitzen, und warte, bis sie aufwacht. Und wenn sie wach wird, dann ist sie nicht allein, dann sieht sie mich. Habe ich ihr ja versprochen!
1. Ich lebe nach der Uhr
Mein Kind hat aktuell Wachphasen von 1,5 Stunden. Ganz regelmäßig, egal, wie lange sie vorher geschlafen hatte. Und danach richte ich meinen gesamten Tag aus. Dadurch bin ich zwar unsozial geworden, und komme quasi auch zu nichts, habe sogar schon mal einen Arzttermin sausen lassen, aber ihr Rhythmus ist mir gerade wichtiger.
2. Ich bringe ganz viel Ruhe rein
Ich nehme mir ganz viel Zeit. Nie versuche ich sie ins Bett zu bringen, wenn ich Hunger habe, oder eigentlich mal auf Toilette müsste!!! Ich wiege sie sanft auf meinen Armen, kuschele ausgiebig mit ihr. Und: ich flüstere nur noch. Mein Kind ist extrem sensibel für jegliche Reize, und schon wenn ich singen würde, wäre das zu laut für sie. Es wird nur noch geflüstert, sanft gewiegt… Manchmal fängt sie dann schon auf meinem Arm an, sich rund zu machen, am Daumen zu lutschen und die Augen zu schließen.
3. Ich erkläre ihr alles
Wenn sie müde wird, mache ich das Fenster weit auf, dann nehme ich sie auf den Arm, setze mich mit ihr neben die Wiege, so, dass sie reinschauen kann und lasse sie alles in Ruhe anschauen. Sie sieht den ganzen Tag die Wohnung aus diversen Perspektiven, aber quasi nie das Innere der Wiege. Und dann auf einmal wird sie reingelegt schneller als ihr Gehirn und ihr Aufnahmevermögen hinterherkommt und soll sie drinnen liegen, weiß nicht, wo sie ist, sieht nichts mehr von der vertrauten Wohnung?
Und dann lasse ich sie langsam, langsam, ganz langsam in die Wiege „einfliegen“. So, dass ihr Wahrnehmungsvermögen hinterher kommt. Dann ist sie meistens kurz unruhig, und ich bringe so viel wie möglich von meinem Körper in die Wiege: meine Hände, Arme, mein Gesicht. Gebe ihr Körperkontakt. Wenn sie ruhiger wird, dann ziehe ich mich stückweise zurück. Am längsten habe ich eine Hand und einen Unterarm in der Wiege. Die Hand um ihren Kopf, den Arm auf ihrem Körper. So kann sie mich spüren, und wenn sie sehr unruhig ist, dann übe ich sanften Druck aus, damit sie sich nicht durch hin-und-her-wälzen selber wieder wacher macht. Irgendwann fängt sie dann an, wieder am Daumen zu lutschen, die Augen werden schwerer… Und noch während sie die Augen offen hat, flüstere ich ihr zu, dass ich jetzt gehe, aber dass der blaue Elefant auf sie aufpasst. Dann mache ich das Babyphone an, schließe das Fenster und gehe leise raus.
Und dann ist Ruhe.
Wenn alles nicht funktioniert, dann war sie manchmal doch noch nicht müde. Dann lege ich sie wieder auf ihre Spieldecke, und warte, dass sie müde wird. Oder – wenn sie schon übermüdet war – dann dauert es eben einfach länger. Nie lasse ich sie in der Wiege weinen!!! Wenn sie offensichtlich müde ist, aber sich nicht beruhigen kann, dann nehme ich sie wieder raus, und wiege sie sanft auf meinem Arm hin und her. Stille evtl. nochmal. Lasse sie in die Wiege schauen, und erkläre ihr, dass das ihre kleine Wiege ist wo sie ganz fein schlafen kann, und dass der blaue Elefant auf sie aufpasst, etc.
4. Ich bin da
Wenn das Babyphone anschlägt, dann lasse ich alles stehen und liegen und schleiche mich ins Zimmer. Oft war sie nur unruhig und schläft schon wieder, wenn ich schaue. Wenn ich merke, dass sie aufwacht, dann bleibe ich einfach still vor der Wiege sitzen, und warte, bis sie aufwacht. Und wenn sie wach wird, dann ist sie nicht allein, dann sieht sie mich. Habe ich ihr ja versprochen!