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Langsam zweifel ich an mir und meinem handeln :(
Verfasst: 08.06.2011, 13:36
von dezember2010
Hallo liebes forum,
mein Sohn ist heute genau ein halbes Jahr alt. Er kam per ks zur Welt und ab der 3. Woche hat er einfach nur geschrien und kaum noch geschlafen. Die ursache war schnell gefunden, es waren Blockaden! 5 osteopathiebehandlungen haben kaum geholfen, erst Dr Koch aus hh konnte ihm helfen.
So hat er Schell alles wieder aufgeholt. Zz machen wir noch Krankengym. nach bobath, was ihm sehr gut
tut.
Ich habe ihn 4 Monate voll gestillt, dann konnte er aufgrund von seinem Kiss nicht mehr an der Brust trinken, nur noch wenn er geschlafen hat. Stillberatung, kh Aufenthalt wegen brustentzündung, all das konnte uns nicht helfen. Somit
Bekommt er tagsüber die flasche und wird nachts gestillt. Leider wird er
Nachts seeeehr oft wach u will dann an die Brust. Ausredem ist er im allgemein ein schlechter Schläfer.
Wir haben ein familienbett und fühlen uns so wohl.
Nun zu meinen zweifeln:
Warum muss man sich immer rechtfertigen, dafür das
- ich nachts stille
-er nicht durchschläft
-wir ein familienbett haben
- ich ihn nicht schreien lasse um seine Schlafgewohnheiten zu ändern
Immer wieder höre ich das " lass ihn doch schreien, er lernt dann schon, dass schlafenszeit ist" ,"Kauf dir jedes Kind kann schlafen lernen"," ihr habt ein fb?? Du verwöhnst ihn"
Obwohl ich mich mit meinen " Methoden" total sicher fühle und das tue, was mir mein Gefühl sagt, fange ich immer wieder an zu zweifeln. Kinderarzt, osteopath, unser gesamtes Umfeld tut so,als würden wir völlig unfähig sein ihn groß zu ziehen, nur, weil wir nicht die Ideen der heutigen Gesellschaft teilen.
Sagt mir, machen wie wirkl was falsch? Sind wie zu lasch? Und das, obwohl es sich so richtig anfühlt?
Re: Langsam zweifel ich an mir und meinem handeln :(
Verfasst: 08.06.2011, 13:50
von Zine
dezember2010 hat geschrieben:
Sagt mir, machen wie wirkl was falsch? Sind wie zu lasch? Und das, obwohl es sich so richtig anfühlt?
Ich denke, ihr macht es richtig. Schade, dass euch da andere reinreden und damit verunsichern, das macht es unnötig schwer.
Re: Langsam zweifel ich an mir und meinem handeln :(
Verfasst: 08.06.2011, 14:01
von prinzesschenmama
ich denke - rational- auch,d ass es richtig ist, was du machst. (Buchtipp: "in liebe wachsen")
Ich kann aber auch diese nagenden zweifel verstehen. Mir geht es gerade auch so. ich hab sowas wie eine "SuT-Glaubenskrise"
In letzter zeit ging es mir auch nicht so gut, ich war sehr gestresst auch wegen der sehr fordernden Kleinen und hab wohl auch viel gejammert. Daher habe ich in den letzten Wochen auch sehr oft zu hören bekommen, dass ich garnicht jammern brauche. schließlich hab ich mir meine Probleme selbst gemacht.
und daqnn bekommt man halt immer wieder die Kinder als Beweis präsentiert, die- ungstillt, ungetragen und "unverwöhnt" mit festen Regeln- 13 stunden durchschlafen, selten schreien und völlig unanstregend sind....

Re: Langsam zweifel ich an mir und meinem handeln :(
Verfasst: 08.06.2011, 14:57
von tinanie
Leg dir ein dickes Fell zu, damit dich blöde Kommentare nicht zum Zweifeln bringen.
Und lies dich hier im Forum durch.
Nachdem ich hier so häufig von Kindern lese, die familiengebettet sind, welche auch nach dem 1. Geburtstag noch immer gestillt werden, die nachts nicht allein gelassen werden, damit sie eine "Gesunde Schlafhygiene" entwickeln, finde ich meinen Umgang mit meinen Kindern völlig normal.
Mich wundert dann eher das Verhalten der Mütter, die ich in in Pekip- und Spielgruppen vorfinde, weil die es halt anders machen - denn die sind anders, nicht wir.
Tu weiterhin, was dir dein Herz und Bauch raten und kümmer dich nur um dich und dein Kind.
Fühl dich gedrückt.
Re: Langsam zweifel ich an mir und meinem handeln :(
Verfasst: 08.06.2011, 16:03
von Cerry
zum argumentieren ist "in liebe wachsen" wirklich ganz gut. aber meistens hab ich inzwischen garkeine lust mehr mich zu erklaeren. "lasch" finde ich es ueberhaupt nicht, da gehoert schon was dazu - eventuell waere ferbern und nachts abstillen bequemer, aber mit dem eigenen gewissen schlecht vereinbar. eben weil es sich so richtig anfuehlt. und das moegen vielleicht (noch) die "ideen der heutigen gesellschaft" sein, die, der heutigen wissenschaft sind es jedenfalls nicht.
Re: Langsam zweifel ich an mir und meinem handeln :(
Verfasst: 08.06.2011, 16:14
von Sibi
dezember2010 hat geschrieben:
Nun zu meinen zweifeln:
Warum muss man sich immer rechtfertigen, dafür das
- ich nachts stille
-er nicht durchschläft
-wir ein familienbett haben
- ich ihn nicht schreien lasse um seine Schlafgewohnheiten zu ändern
Immer wieder höre ich das " lass ihn doch schreien, er lernt dann schon, dass schlafenszeit ist" ,"Kauf dir jedes Kind kann schlafen lernen"," ihr habt ein fb?? Du verwöhnst ihn"
Sagt mir, machen wie wirkl was falsch? Sind wie zu lasch? Und das, obwohl es sich so richtig anfühlt?
Wenn es sich richtig anfühlt, wieso zweifelst Du dann? Ich finde stillen und cosleeping in dem Alter normal und denke mir meinen Teil bei denen, für die es nicht normal ist.
Ich brauche bis heute nachts mein Wasserglas. Wie kann ich da von meiner Tochter erwarten, dass sie ohne Getränk auskommt, zumal sie länger schläft?
Ich wache auch fast immer einmal die Nacht auf, warum hat meine Tochter nicht das gleiche Recht? Warum gilt bei Kindern etwas als schlechte Angewohnheit, was bei Erwachsenen normal ist?
Und ich schlafe, obwohl ich erwachsen bin, auch am liebsten bei dem Menschen, der mir am nächsten steht. Und ich bin nicht mal so schutzbedürftig wie meine kleine Tochter.
Irgendwo habe ich mal gelesen (War es Gonzales?), dass das Schreienlassen vielleicht in ein paar Jahrzehnten genauso geächtet ist wie das Schlagen von Kindern. Ich hoffe es. Ich finde es nämlich völlig daneben, ein KInd, dass mich braucht, aber noch nicht selbständig zu mir kommen kann, allein zu lassen. Eigentlich finde ich es noch viel schlimmer als "daneben", aber ich beherrsche mich mal.
Und noch mal zur Definition von "Verwöhnen". Verwöhnen tut man KInder, in dem man ihnen gibt, was sie NICHT brauchen. Körperliche Nähe und Stillen brauchen Kinder aber nun mal - ein eigenes Kinderzimmer, zig Spielzeugautos oder Fernreisen sicher dagegen nicht.
Re: Langsam zweifel ich an mir und meinem handeln :(
Verfasst: 08.06.2011, 16:46
von dezember2010
Vielen dank ! Da fühlt man sich gleich viel besser:)
Das Buch werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen und es dann eventuell kaufen.
Re: Langsam zweifel ich an mir und meinem handeln :(
Verfasst: 08.06.2011, 17:37
von Janka
es ist schon richtig was du tust...eben , weil es sich RICHTIG anfühlt.
was denkst du, was ich mir alles anhören muss, da unser -ab nächsten woche -9jähriger auch bei uns schläft. keinen hier stört es...immer nur die anderen.
ist mir inzwischen total wurscht und ich steh drüber.
Re: Langsam zweifel ich an mir und meinem handeln :(
Verfasst: 08.06.2011, 18:51
von Isdira
dezember2010 hat geschrieben:
Sagt mir, machen wie wirkl was falsch? Sind wie zu lasch? Und das, obwohl es sich so richtig anfühlt?
Wenn Euer Gefühl richtig ist und es Euch gut damit geht, warum dann was ändern?! Lass die anderen reden und macht, was ihr für richtig haltet!
Wenn es mir zu blöd wid, dann sag ich auch schonmal, dass Johanna natürlich schon längst in ihrem Bett durchschläft. Dass sie Nachts noch mehrmals stillt und in unser Bett kommt, braucht ja niemand wissen...

Re: Langsam zweifel ich an mir und meinem handeln :(
Verfasst: 08.06.2011, 19:55
von Lösche Benutzer 7240
Ach, die blöden Kommentare (auch die ungesagten) immer. Ich hatte hier vor ein paar Wochen auch einen langen Jammerpost verfasst, eben weil ich kaum erwähnen durfte, dass ich müde bin, weil das Kind nicht durchschläft. Und seitdem geht es mir viel besser
Jetzt binde ich jedem auf die Nase, dass wir ein Familienbett haben und freue mich insgeheim schon auf die schockierten / empörten / betroffenen Gesichter. Natürlich mach ich das nur, wenn ich grad in der Laune bin

und siehe da, plötzlich outen sich auch andere, die auch ein geheimes FB haben bzw. Mütter, die das gerne hätten, aber der Mann will nicht. Natürlich denkt zB ein Teil meiner Krabbelgruppe, dass ich selbst Schuld bin und bemitleiden insgeheim mein Kind, das kein eigenes Zimmer und Bettchen hat (das merkt man schon recht deutlich, und die schrägen Blicke immer ...). Aber: deren Kinder schlafen auch nicht durch und haben schon mehrmalige (!) Schlaftrainings nach JKKSL hinter sich. Jeder kann sein Kind traumatisieren, sage ich da nur. Und: ich sitze nicht die halbe Nacht auf einem Stuhl am Gitterbett und warte, dass mein Kind tief schläft.
Insofern: das kommt, die Sicherheit und das dicke Fell