Tragen im Trotzalter
Verfasst: 09.06.2010, 15:56
Kürzlich habe ich eine Entdeckung gemacht, die mir und uns das Leben mit unserem fast zweijährigen Sohn sehr erleichtert. Er ist zur Zeit im Trotzalter und oft tut es mir richtig weh, zu sehen, wie er mit sich selbst und dieser schwierigen, ständig Grenzen setzenden Welt überhaupt nicht klar kommt. Oft steigert er sich dann so in eine Verzweiflung rein, dass er nur noch am Boden liegt und brüllt. Ich kann ihn weder trösten, noch ablenken, noch stillen, noch sonstwas. Fasse ich ihn an, wendet er sich ab und brüllt noch viel mehr. Einfach brüllen lassen bringe ich nicht über mein Herz, ich leide viel zu sehr mit.
Nun habe ich kürzlich, als es ganz schlimm war, mir wirklich nicht mehr zu helfen gewusst. Ich wollte ihn bei mir haben, ihm meine Liebe zeigen, aber wenn ich mich ihm zuwandte, lehnte er dies wehement ab.
Da packte ich ihn mir einfach auf den Rücken. Zugegeben, da muss man gut binden können, um ein Kind in dieser Verfassung sicher auf den Rücken binden zu können. Aber es gelang, und ich erklärte ihm, dass es für mich auch viel einfacher sei, wenn er bei mir auf dem Rücken weiterschreie, als allein auf dem kalten Fussboden.
Ich ging dann mit meinem schreienden Kind auf dem Rücken möglichst ruhig
den Haushaltsarbeiten nach. Ihn sprach ich dabei nicht mehr an, denn dies verschlimmerte die Situation ja nur. Und er konnte ja meine Nähe und Liebe doch spüren. Und ich glaubte es fast selber nicht - nach 30 Sekunden war er ruhig, und schmiegte sich an mich! 10 Minuten später entliess ich ein völlig ausgeglichenes Kind wieder auf den Boden.
Für mich ist das nun eine Lösung, um mit diesen Trotzanfällen besser umgehen zu können. Die Enge und Nähe scheint ihn irgendwie wieder in die Realität zu bringen, und dadurch, dass ich mich nicht direkt mit ihm befasse beim Rückentragen, hat er keinen Grund, meine Aufmerksamkeit abzulehnen.
Nicht immer beruhigt sich mein Sohn so schnell wie das erste Mal, aber doch, es hilft.
Nun habe ich kürzlich, als es ganz schlimm war, mir wirklich nicht mehr zu helfen gewusst. Ich wollte ihn bei mir haben, ihm meine Liebe zeigen, aber wenn ich mich ihm zuwandte, lehnte er dies wehement ab.
Da packte ich ihn mir einfach auf den Rücken. Zugegeben, da muss man gut binden können, um ein Kind in dieser Verfassung sicher auf den Rücken binden zu können. Aber es gelang, und ich erklärte ihm, dass es für mich auch viel einfacher sei, wenn er bei mir auf dem Rücken weiterschreie, als allein auf dem kalten Fussboden.
Ich ging dann mit meinem schreienden Kind auf dem Rücken möglichst ruhig
Für mich ist das nun eine Lösung, um mit diesen Trotzanfällen besser umgehen zu können. Die Enge und Nähe scheint ihn irgendwie wieder in die Realität zu bringen, und dadurch, dass ich mich nicht direkt mit ihm befasse beim Rückentragen, hat er keinen Grund, meine Aufmerksamkeit abzulehnen.
Nicht immer beruhigt sich mein Sohn so schnell wie das erste Mal, aber doch, es hilft.