Gedanken am Morgen
Verfasst: 17.03.2010, 11:28
Hallo,
ich habe heute morgen so einige Gedanken gemacht über meine Situation und vielleicht geht es ja anderen Frauen auch so, deswegen habe ich das mal hier niedergeschrieben.
Ich bin im Moment Müde. Nein, nicht nur im Moment. Eigentlich schon seit Wochen oder sind es schon Monate?
Johanna (7 ½ Monate) wird in der Nacht so oft wach und weint. Von Papa geschuckelt, von Mama geschlafgestillt beruhigt sie sich meist sehr schnell wieder. Eigentlich sofort. Leider das 3-8 mal die Nacht.
Darüber reden tu ich nicht mehr gerne. Wenn ich bei einem Telefonat mit meiner Mutter mal die Sprache darauf bringe, kommt dann ein: Also ich würde mir mal überlegen ob du Nachts noch stillst. Nach 6 Monaten braucht das nicht mehr. Wie ihr geht jedes Mal hin. Ihr müsst sie auch schreien lassen. Das trainiert die Lungen. Ihr holt sie in euer Bett? Ihr verwöhnt sie zu sehr. Tja und anstatt aufgebaut zu werden, das die Zeit anstrengend sein kann, dass ich das aber auch schaffe, muss man sich auch noch rechtfertigen. Nach solchen Telefonaten fühle ich mich total ausgelaugt und Niedergeschlagen.
Ich bin ja so froh, dass mein Mann und ich uns einig sind. Wir lassen Johanna nicht schreien. Er sagt mir immer wieder, dass wir uns auf Johanna verlassen können. Sie hat immer einen Grund warum sie schreit. Das wäre bisher immer so gewesen. Und wenn wir den Grund nicht erkennen, sind wir selber Schuld. Dann könnten wir uns mit einer Zeitung auf den Kopf schlagen und dabei sagen, wir sind schlechte Eltern, wir sind schlechte Eltern. Das entlockt mir meistens ein schmunzeln.
Aber warum ist das so. Warum gibt alle Welt Ratschläge, die man nicht gebrauchen kann und einen somit noch tiefer in den Sumpf zieht. Hab gestern einen ausschnitt von einem Telefonat mit bekommen, was mein Mann mit Schwiegermutter führte. Mein Mann hatte Johanna auf dem Schoss. Er war gerade nach Hause gekommen und wollte noch etwas kuscheln, bevor sie ins Bett ging. Während des Telefonats fing Johanna an zu quengeln und ihre Augen zu reiben. Dies wurde am anderen Ende gehört mit der Feststellung, Johanna ist verwöhnt. Mein Mann musste sich rechtfertigen, das Johanna müde sei, das sie sich Tagsüber auch gerne mal alleine beschäftigt und ….. Warum?
Vor sechs Wochen sind wir mit Beikost angefangen. Johanna reagierte mit massiven Blähungen und aß nicht viel, anstatt wie andere Kinder innerhalb kürzester Zeit sich ein Gläschen reinzuhauen.
Von außen verrückt gemacht mit den Kommentaren, Eisenmangen, Nährstoffmangel, Muttermilch reicht nicht mehr, wie sie isst noch immer nicht? Kinderarzt drängte zur Eile und eine Bekannte macht mir Angst, dass ich doch eh schon ein so dünnes Kind hätte und ich mit dem Gewicht aufpassen müsse. Von anderen höre ich, sie haben schon zwei Stillmahlzeiten komplett mit Brei ersetzt und ich erzähle dann von Johannes kläglichen 3 TL Brei und komme mir komisch vor.
Haben viel ausprobiert. Beikost vor dem Schlafen, nach dem schlafen, vor dem Stillen, nach dem Stillen, anderes Gemüse, Selbstgekocht, Sab Simplex gegen Blähungen und und und…. Nichts half.
Der schlaue Kommentar von meiner Mutter: Löffel rein, Sauger hinterher und sie kann es nicht mehr ausspucken.
HALLO? Ich werde Johanna doch nicht zum essen zwingen. Meine Milch ist doch nicht von einem auf den anderen Tag schlecht. Wenn Johanna länger braucht als andere dann braucht sie länger. Eine Stillberaterin aus dem Stillcafe beruhigte mich, das auch im 2. Lebenshalbjahr Milch das Hauptnahrungsmittel ist und das es vollkommen in Ordnung ist, das Johanna nicht so viel isst.
Mein wunderbarer Mann holt mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Johanna, wir können froh sein, das du einen so tollen Papa hast. Alleine habe ich nicht die Kraft, gegen alle Besserwisser und ungewollte Ratgeber anzukämpfen. Ich glaube ich hätte mich irgendwann einlullen lassen und denen glauben geschenkt, weil die ungewollten Ratschläge und Kommentare genau da greifen, wo man selber unsicher ist.
Spatz
ich habe heute morgen so einige Gedanken gemacht über meine Situation und vielleicht geht es ja anderen Frauen auch so, deswegen habe ich das mal hier niedergeschrieben.
Ich bin im Moment Müde. Nein, nicht nur im Moment. Eigentlich schon seit Wochen oder sind es schon Monate?
Johanna (7 ½ Monate) wird in der Nacht so oft wach und weint. Von Papa geschuckelt, von Mama geschlafgestillt beruhigt sie sich meist sehr schnell wieder. Eigentlich sofort. Leider das 3-8 mal die Nacht.
Darüber reden tu ich nicht mehr gerne. Wenn ich bei einem Telefonat mit meiner Mutter mal die Sprache darauf bringe, kommt dann ein: Also ich würde mir mal überlegen ob du Nachts noch stillst. Nach 6 Monaten braucht das nicht mehr. Wie ihr geht jedes Mal hin. Ihr müsst sie auch schreien lassen. Das trainiert die Lungen. Ihr holt sie in euer Bett? Ihr verwöhnt sie zu sehr. Tja und anstatt aufgebaut zu werden, das die Zeit anstrengend sein kann, dass ich das aber auch schaffe, muss man sich auch noch rechtfertigen. Nach solchen Telefonaten fühle ich mich total ausgelaugt und Niedergeschlagen.
Ich bin ja so froh, dass mein Mann und ich uns einig sind. Wir lassen Johanna nicht schreien. Er sagt mir immer wieder, dass wir uns auf Johanna verlassen können. Sie hat immer einen Grund warum sie schreit. Das wäre bisher immer so gewesen. Und wenn wir den Grund nicht erkennen, sind wir selber Schuld. Dann könnten wir uns mit einer Zeitung auf den Kopf schlagen und dabei sagen, wir sind schlechte Eltern, wir sind schlechte Eltern. Das entlockt mir meistens ein schmunzeln.
Aber warum ist das so. Warum gibt alle Welt Ratschläge, die man nicht gebrauchen kann und einen somit noch tiefer in den Sumpf zieht. Hab gestern einen ausschnitt von einem Telefonat mit bekommen, was mein Mann mit Schwiegermutter führte. Mein Mann hatte Johanna auf dem Schoss. Er war gerade nach Hause gekommen und wollte noch etwas kuscheln, bevor sie ins Bett ging. Während des Telefonats fing Johanna an zu quengeln und ihre Augen zu reiben. Dies wurde am anderen Ende gehört mit der Feststellung, Johanna ist verwöhnt. Mein Mann musste sich rechtfertigen, das Johanna müde sei, das sie sich Tagsüber auch gerne mal alleine beschäftigt und ….. Warum?
Vor sechs Wochen sind wir mit Beikost angefangen. Johanna reagierte mit massiven Blähungen und aß nicht viel, anstatt wie andere Kinder innerhalb kürzester Zeit sich ein Gläschen reinzuhauen.
Von außen verrückt gemacht mit den Kommentaren, Eisenmangen, Nährstoffmangel, Muttermilch reicht nicht mehr, wie sie isst noch immer nicht? Kinderarzt drängte zur Eile und eine Bekannte macht mir Angst, dass ich doch eh schon ein so dünnes Kind hätte und ich mit dem Gewicht aufpassen müsse. Von anderen höre ich, sie haben schon zwei Stillmahlzeiten komplett mit Brei ersetzt und ich erzähle dann von Johannes kläglichen 3 TL Brei und komme mir komisch vor.
Haben viel ausprobiert. Beikost vor dem Schlafen, nach dem schlafen, vor dem Stillen, nach dem Stillen, anderes Gemüse, Selbstgekocht, Sab Simplex gegen Blähungen und und und…. Nichts half.
Der schlaue Kommentar von meiner Mutter: Löffel rein, Sauger hinterher und sie kann es nicht mehr ausspucken.
HALLO? Ich werde Johanna doch nicht zum essen zwingen. Meine Milch ist doch nicht von einem auf den anderen Tag schlecht. Wenn Johanna länger braucht als andere dann braucht sie länger. Eine Stillberaterin aus dem Stillcafe beruhigte mich, das auch im 2. Lebenshalbjahr Milch das Hauptnahrungsmittel ist und das es vollkommen in Ordnung ist, das Johanna nicht so viel isst.
Mein wunderbarer Mann holt mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Johanna, wir können froh sein, das du einen so tollen Papa hast. Alleine habe ich nicht die Kraft, gegen alle Besserwisser und ungewollte Ratgeber anzukämpfen. Ich glaube ich hätte mich irgendwann einlullen lassen und denen glauben geschenkt, weil die ungewollten Ratschläge und Kommentare genau da greifen, wo man selber unsicher ist.
Spatz