Seite 1 von 4

Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...

Verfasst: 03.01.2010, 23:10
von Bondolina
Hallo allerseits,

die Zeit rast und bald ist meine Elternzeit vorbei und jetzt haben wir ein Problem. Ich stille Bondolinchen alle 2 bis 3 Stunden - trotz Beikost - und wir lieben das beide. Bald muss und will ich aber wieder arbeiten, dann ist Bondolinchen ein Jahr und ich möchte eigentlich noch ganz lange weiterstillen, so lange Bondolinchen das braucht.

Aber ich werde das Stillen nun irgendwie reduzieren müssen, auch wenn ich mir das gar nicht vorstellen kann. Andere stillen ja von Anfang an manchmal nur alle 4 Stunden, aber ich habe mich so an das häufige Stillen gewöhnt, dass es für mich dazugehört. Ich bin jetzt schon total traurig deswegen, aber anders geht es nicht. Abpumpen funktioniert bei mir nicht so gut und die Flasche verweigert Bondolinchen auch. Aber tagsüber kaum noch zu stillen kann ich mir irgendwie gar nicht vorstellen. Und wird mein Kind mir böse sein, wenn die Brust nicht mehr ständig verfügbar ist? Habe echt etwas Schiss davor :( .

Wart Ihr schonmal in einer ähnlichen Situation?

Bondolina

Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...

Verfasst: 03.01.2010, 23:30
von kicka
hallo und herzlich willkommen...

ich kann dir aus unserer erfahrung schildern, dass marlene STÄNDIG stillen möchte, wenn ich in der nähe bin :D aber wenn sie im kindergarten ist - ich arbeite auch seitdem sie 1 jahr alt ist wieder täglich 4 (mittlerweile 5) stunden -
macht ihr das überhaupt nichts aus - auch wenn der papa sie mal abholt und ich sogar erst abends (nach 10 stunden) nach hause komme... klar, das erste was sie machen möchte, ist selbstverständlich stillen... aber sie ist NULL quengelig oder hat angezeigt, dass sie dringend stillen möchte, wenn ich nicht da bin...
also alles halb so wild!! das geht alles prima miteinander!
zumindest bei uns und marlene ist das absolute stillkind ;)

gggggggggglg kicka

Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...

Verfasst: 03.01.2010, 23:35
von Gaby
Ich will Dir auch Mut machen! Die Kleinen gewöhnen sich ganz schnell um, wenn Du arbeitest, wird halt nicht gestillt, wenn Du wieder da bist, wird wie gehabt gestillt oder noch mehr zum Ausgleich :wink: . Ich arbeite seit Ende des Mutterschutzes und zumindest seitdem sie gut Beikost isst, läuft das ganze echt problemlos, wir genießen beide das Stillen, wenn ich da bin, wenn ich nicht da bin, geht es auch ohne!

Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...

Verfasst: 04.01.2010, 10:22
von LaLeMi
kicka hat geschrieben:hallo und herzlich willkommen...

ich kann dir aus unserer erfahrung schildern, dass marlene STÄNDIG stillen möchte, wenn ich in der nähe bin :D aber wenn sie im kindergarten ist - ich arbeite auch seitdem sie 1 jahr alt ist wieder täglich 4 (mittlerweile 5) stunden -
macht ihr das überhaupt nichts aus - auch wenn der papa sie mal abholt und ich sogar erst abends (nach 10 stunden) nach hause komme... klar, das erste was sie machen möchte, ist selbstverständlich stillen... aber sie ist NULL quengelig oder hat angezeigt, dass sie dringend stillen möchte, wenn ich nicht da bin...
also alles halb so wild!! das geht alles prima miteinander!
zumindest bei uns und marlene ist das absolute stillkind ;)

gggggggggglg kicka
Hier unterschreibe ich voll, genauso war es hier auch. Und ich arbeite an zwei Tagen voll.
Und ich habe/hatte echt einen DAuerstilljunkie, sehr häufige Stillfrequenz.
Übrigens stillen wir sogar immer noch, auch wenn mittlerweile durch die Schwangerschaft nicht mehr viel Milch kommt.

Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...

Verfasst: 04.01.2010, 13:27
von Drachenblut
LaLeMi hat geschrieben:
kicka hat geschrieben:hallo und herzlich willkommen...

ich kann dir aus unserer erfahrung schildern, dass marlene STÄNDIG stillen möchte, wenn ich in der nähe bin :D aber wenn sie im kindergarten ist - ich arbeite auch seitdem sie 1 jahr alt ist wieder täglich 4 (mittlerweile 5) stunden -
macht ihr das überhaupt nichts aus - auch wenn der papa sie mal abholt und ich sogar erst abends (nach 10 stunden) nach hause komme... klar, das erste was sie machen möchte, ist selbstverständlich stillen... aber sie ist NULL quengelig oder hat angezeigt, dass sie dringend stillen möchte, wenn ich nicht da bin...
also alles halb so wild!! das geht alles prima miteinander!
zumindest bei uns und marlene ist das absolute stillkind ;)

gggggggggglg kicka
Hier unterschreibe ich voll, genauso war es hier auch. Und ich arbeite an zwei Tagen voll.
Und ich habe/hatte echt einen DAuerstilljunkie, sehr häufige Stillfrequenz.
Übrigens stillen wir sogar immer noch, auch wenn mittlerweile durch die Schwangerschaft nicht mehr viel Milch kommt.
Ich unterschreibe voll bei den beiden!

Felix hat die letzten 2 Wochen (Ferien) total viel gestillt, aber sobald er im Kiga ist, geht es gut ohne. Er ist übrigens ca. 9 Std. am Tag im Kiga, 5 Tage die Woche. Ich habe wieder angefangen zu arbeiten, da war er 7 Monate alt, da hat er noch voll gestillt, ich hab Stillpausen genommen und abgepumpt und mein Mann hat die MuMi dann am nächsten Tag per Flasche gefüttert.
Als der Zwerg dann mit 14 Mon. in die Krippe kam, wollte er die MuMi dort nicht von den Erzieherinnen und hat dort entweder ausgeharrt oder mitgegessen (Kinder, die durchschlafen, essen ja auch lange Zeit am Stück nicht, Felix hat dann halt im Rest der Zeit, die er mit mir hatte - v.a. nachts - , häufig gestillt).

Wir haben ihn auch nicht irgendwie vorbereitet, oder so. Also wir haben vorher nicht absichtlich die Stillabstände erhöht, sondern normal weiter gemacht.
Und in den Ferien oder am WOE stillt er wieder total häufig und am Montag dann wieder - logischerweise - den ganzen Tag nicht. Und es klappt super!

Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...

Verfasst: 04.01.2010, 13:55
von Sonnenblume23
Bei uns war es auch so, das wir eigentlich noch häufig gestillt habne, als ich wieder zu arbeiten anfing. Wenn ich weg war, kam sie gut ohne mich klar, war ich da, forderte sie ihr Recht. Das lief völlig problemlos.

Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...

Verfasst: 04.01.2010, 18:39
von seline
Da bin ich ja ganz begeistert von den vielen positiven Erfahrungen bei euch!!!
Bei mir is es zwar noch n halbes Jahr hin, aber hab mir da trotzdem schon Gedanken gemacht wie das mit dem Stillen klappen soll wenn ich arbeite.
Vor allem da der Wurm in Sachen Beikost nur Interesse am Löffel zeigt bis jetzt :lol:

Schon gedacht langsam auf Pulver umzusteigen deswegen..... :oops: aber da es anscheinend auch mit laaaaangen Stillpausen klappt seh ich der Sache mal etwas entspanter entgegen :)

Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...

Verfasst: 04.01.2010, 21:20
von Drachenblut
Ich hatte auch Angst und hab mir ewig Sorgen gemacht. Da hat es "geholfen", dass Felix genau in der Zeit,in der ich ihn eigentlich an die Flasche (mit MuMi) gewöhnen wollte, krank wurde und ich den Zeitpunkt mehr als unpassend fand. Und dann hat sich alles von selbst ergeben...

Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...

Verfasst: 04.01.2010, 21:54
von Iris
Ich kann mich auch nur anschließen - sowohl meine Erfahrung als Stillberaterin als auch meine eigenen Erfahrungen bestätigen, was Dir die anderen schon geschrieben habe.
Meine beiden Töchter kamen bzw. kommen problemlos ohne Brust aus, wenn ich nicht da bin. Selbst meine Große, die sehr auf mich fixiert ist, hat sich mit meiner berufsbedingten Abwesenheit immer gut abfinden können und das Stillen war dabei das kleinste Problem. An meinen Arbeitstagen hat sie eben mehr gegessen. :wink:
Meine Kleine stillt dauernd, wenn wir zusammen sind; wenn ich aber nicht da bin, ist alles kein Problem. Ich habe nicht einmal Umstellungsprobleme mit meiner Brust - hierauf würde ich ggf. an Deiner Stelle achten. Falls Du in der Zeit, die Ihr getrennt verbringt, Spannungsgefühle in der Brust verspürst, kannst Du ein bisschen Milch ausdrücken (ggf. nach vorheriger Anwärmung und Massage der Brust). Oft reichen ein paar Tropfen. Gerade nach langer Stillzeit stellt sich die Brust aber i. d. R. problemlos darauf ein.
Dass das Pumpen nicht klappt, ist kein Problem. Dein Kind ist ja auf die Milch nicht mehr unbedingt angewiesen.
Womit Du aber rechnen solltest, ist, dass Dein Kind evt. demnächst nachts öfter nach Dir verlangt.

Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...

Verfasst: 04.01.2010, 23:09
von Bondolina
Vielen Dank für Eure ganzen Antworten, das macht ja wirklich Mut.
Maren hat geschrieben:Wir haben ihn auch nicht irgendwie vorbereitet, oder so. Also wir haben vorher nicht absichtlich die Stillabstände erhöht, sondern normal weiter gemacht.
Und in den Ferien oder am WOE stillt er wieder total häufig und am Montag dann wieder - logischerweise - den ganzen Tag nicht. Und es klappt super!
Das klingt gut. Dann ist wahrscheinlich die beste Vorbereitung, die ich machen kann, weiterhin mehr Lebensmittel einführen, damit er Alternativen hat, wenn ich nicht da bin, oder?
Iris hat geschrieben:Meine Kleine stillt dauernd, wenn wir zusammen sind; wenn ich aber nicht da bin, ist alles kein Problem.
Das ist bei Bondolinchen auch so. Bondolinchen braucht an manchen Tagen ständige Mama-Vergewisserung. Deshalb bekomme ich dann schon von anderen gesagt: "Da sehe ich aber schwarz, wenn Du wieder arbeiten willst." Deshalb hatte ich ja gedacht, ich müsste vorm Ende der Elternzeit trotz meiner Anwesenheit und an sich Stillbereitschaft die Brust berweigern zum "Üben". Aber Ihr meint, das ergibt sich dann von alleine?
Iris hat geschrieben:Falls Du in der Zeit, die Ihr getrennt verbringt, Spannungsgefühle in der Brust verspürst, kannst Du ein bisschen Milch ausdrücken (ggf. nach vorheriger Anwärmung und Massage der Brust). Oft reichen ein paar Tropfen. Gerade nach langer Stillzeit stellt sich die Brust aber i. d. R. problemlos darauf ein.
Dass das Pumpen nicht klappt, ist kein Problem. Dein Kind ist ja auf die Milch nicht mehr unbedingt angewiesen.
Ausstreichen kriege ich, glaube ich, nicht hin. In der Anfangszeit lief meine Brust öfter mal aus, inzwischen hat sich das so reguliert, dass ich selbst keinen einzigen Tropfen rauskriege. Bondolinchen dagegen muss nur einmal die Brust berühren, schon spritzt die Milch... Abpumpen kann ich ja vom Prinzip - es kommt halt nur nicht viel, weil die Pumpe meinen Mlchspendereflex nicht richtig auszulösen scheint.

Hatte überlegt, dass ich, wenn ich an manchen Tagen mittags zu Hause bin und stillen kann und an anderen Tagen über Mittag weg bin, auf der Arbeit wahrscheinlich abpumpen muss. Habe die Medela Swing, von daher ginge das ja, nur ist es mir irgendwie auch ein bisschen peinlich mit einem über einjährigen Kind Abpumppausen nehmen zu müssen. Ich selbst bin zwar total überzeugt vom Stillen und auch vom langen stillen, arbeite aber in einem eher kinderunfreundlichen Unternehmen mit vielen kinderlosen Mitarbeitern und bin zudem nicht fest unter Vertrag... Und mir graut es etwas davor, mein Privatleben vor Vorgesetzten ausbreiten zu müssen, um einen Abpumpraum zur Verfügung gestellt zu bekommen. Am liebsten würde ich das ja echt heimlich auf dem Klo machen, denn mein Privatleben geht eigentlich niemanden etwas an.
Iris hat geschrieben:Womit Du aber rechnen solltest, ist, dass Dein Kind evt. demnächst nachts öfter nach Dir verlangt.
Noch öfter? :wink: Nein, im Ernst, ich glaube, wenn ich tagsüber weg bin, werde ich es noch mehr lieben und genießen Bondolinchen dann an der Brust zu haben...