Dass der Teig so klebrig ist, liegt vermutlich daran, dass das Mehl nicht genug Zeit hatte, das Wasser zu verquellen bei den 20 min, die nontox da angegeben hat. Aber er hat diese Angabe ja selbst mit einem Fragezeichen versehen.
Mein Tipp wäre, das Quellstück (das ist das Wasser-Mehl-Gemisch, was am nächsten Morgen 20 min stehen soll) zeitgleich mit dem Sauerteig mit warmem (!) Wasser anzusetzen. So mache ich das immer bei meinem Roggenvollkorn, dadurch kann der Teig mehr Wasser aufnehmen.
Grundsätzlich ist es beim Backen aber auch ne gute Idee (egal ob herzhaft oder süß), immer erstmal nur 80% des Wassers zuzugeben, denn Mehle nehmen unterschiedlich gut Wasser auf, je nach Sorte, Ernte usw.
Wenn man beim Kneten merkt, dass der Teig noch Wasser vertragen könnte, hat man noch Luft nach oben. Das ist besser, als hinterher mit mehr Mehl zu versuchen auszugleichen, wenn man zu viel Wasser drin hat.
Breit gelaufen ist es dann, weil du dem Teig durch das fehlende Kneten keine Spannung mitgeben konntest. Schau dir mal bei youtube Videos zum Rundwirken von Brot an.
Wenn du merkst, der Teig ist viel zu weich, um ihn frei zu schieben, tu ihn lieber in eine Backform. Eigentlich bräuchte es eine unbeschichtete, da Sauerteig Beschichtungen anknabbert auf Dauer, aber mit ner Lage Backpapier und für ein Mal geht das bestimmt.
Dürfen tut man beim Anschneiden alles

nur Roggenbrot sollte man noch bis zum nächsten Tag liegenlassen, da sich erst dann die Aromen entfalten.