Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Captainsparrow

Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?

Beitrag von Captainsparrow »

Mein Mann träumt auch davon Tiere zum eigenen Verzehr zu halten. Ich finde es immer schade dass es hier im Dorf keine "Gleichgesinnten" gibt, dann könnte man das gemeinsam aufziehen. Mein Mann will Hühner (für Eier und Fleisch), ich hätt gern Ziegen. Naja, wenigstens die Martinsgans bekommt man hier beim Nachbarn (auch wenn´s jetzt gemein klingt, die haben mich schon so oft wachgeschnattert und in den Wahnsinn getrieben, da ist das Essen schon eher Notwehr :wink: ). Früher hatten meine Schwiegis auch Schweine und Kühe (nicht für Milch sondern Fleisch), Hasen etc und Feld dazu, waren quasi Selbstversorger. Aber das ist natürlich nicht drin, den das Meiste vom Hof ist mittlerweile umgebaut.
Eigentlich sollte schon jeder Mensch mal gesehen haben wo das Schnitzel auf dem Teller herkommt, und zwar den ganzen Weg. Nur wer aufgeklärt ist kann das für sich entscheiden. Vielleicht wäre es ein Weg für Dich einfach mal bei nem Bauern anzufragen wann er Tiere für Hausschlachtung abgibt (das wurde hier im Hof noch bis vor kurzem gemacht, mein Mann hat als Kind immer "gepumpt" und weiss GENAU wo sein Essen herkommt. Schmecken tut´s ihm trotzdem), und dann einfach mal Fragen ob Du dabeisein kannst. Bei uns wurstet der Dorfverein selbst und da hab ich manchmal Spüldienst und seh genau was da in meine Wurst kommt. Vielleicht kanst Du es dann besser entscheiden.
Elaschnela
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?

Beitrag von Elaschnela »

Wir essen unsere eigenen extra dafür gehaltenen Tiere und haben dabei weder ein schlechtes Gewissen noch ein blödes Gefühl.

Wer einmal "We feed the world" gesehen hat, überlegt es sich allerdings, ob er noch Tiere aus Massentierhaltung essen wird, oder nicht.

Wir halten unsere eigenen Kaninchen (und ab Frühjahr auch Hühner). Unsere Tiere bekommen nur unser eigenes Gras, von unserer Wiese mit unserer Sense abgemacht oder vom Nachbarn mit dem Mähdrescher, wir holen unser Gra selber ein, machen unser Heu selbst. Das einzige, was wir zukaufen ist Quetschhafer und Stroh. Unser Karnickel sind artgerecht gehalten mit Unterschlupf und extra großen Ställen, sie führen ein ruhiges Leben, dürfen bei schönem Wetter auch in den Auslauf in den Garten. Wenn es kälter wird, werden die Jungtiere, die wir das ganze Jahr gefüttert und von Geburt an begleitet haben, von uns geschlachtet und zerlegt.

Ich denke einfach, sie könnten es als Stallkaninchen nicht besser haben und ich habe kein moralisches Problem damit, die Nachzucht zu schlachten. Unsere Häsinnen überwintern in ihren Ställen und werden nach Weihnachten neu gedeckt. So ist das. 8)

Ich kann und möchte einfach nicht ohne Fleisch leben. Daher kaufen wir Hähnchenfleisch in bio-Qualität zu und essen ansonsten eher wenig Fleisch. Rindfleisch/ Tatar manchmal, aber auch eher weniger.

Ich hoffe, es schockt nun keinen, dass wir unsere Tiere schlachten :shock: , aber für uns ist Selbstversorgung (auch mit Fleisch) einfach der richtige Weg.
Liebe Grüße von Ela mit Prinz Springinsfeld (*09.2007) und Prinzessin Wundersam (*10.2010) und kleiner Märzüberraschung (*03.2016)

Ein guter Hund stirbt nie - er bleibt immer gegenwärtig.
Er wandert neben Dir an kühlen Herbsttagen,
wenn der Frost über die Felder streift und der Winter näher kommt,
sein Kopf liegt zärtlich in Deiner Hand wie in alten Zeiten.

Mary Carolyn Davies
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?

Beitrag von Amélie07 »

Elaschnela hat geschrieben:
Ich hoffe, es schockt nun keinen, dass wir unsere Tiere schlachten :shock: , aber für uns ist Selbstversorgung (auch mit Fleisch) einfach der richtige Weg.
Mich persönlich schockt das nicht denn für mich ist eben wichtig, für mich ganz persönlich, dass ich ein Tier das ich essen will auch selber töten könnte. Alles andere finde ich irgendwie komisch und nun hoffe ich das ich wiederum damit niemandem auf den Schlips trete :wink:
Liebe Grüße
Melli
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Chris-Cross
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?

Beitrag von Chris-Cross »

xknäckebrotx hat geschrieben:
Hm, ich weiß nicht. Im Internet wird auch oft vieles heißer gekocht, als es dann gegessen wird, bzw. außen hui innen pfui ist noch leichter, als im RL. Sind wir nicht alle ein bisschen bluna? :wink:
Oh Nein, du wohnst doch in Berlin, wie konntest du mich dann beim McDonalds sehen? :mrgreen: Oder hast du mich etwa beobachtet, wie ich hier mit meinem Trabbi durchs Dorf sause just for fun? :mrgreen:
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Zierbanane
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?

Beitrag von Zierbanane »

Amélie07 hat geschrieben:
Elaschnela hat geschrieben:
Ich hoffe, es schockt nun keinen, dass wir unsere Tiere schlachten :shock: , aber für uns ist Selbstversorgung (auch mit Fleisch) einfach der richtige Weg.
Mich persönlich schockt das nicht denn für mich ist eben wichtig, für mich ganz persönlich, dass ich ein Tier das ich essen will auch selber töten könnte. Alles andere finde ich irgendwie komisch und nun hoffe ich das ich wiederum damit niemandem auf den Schlips trete :wink:
Nö tritts Du nicht. Dennoch mag ich sagen das ich kein Tier töten könnte was ich selber aufgezogen habe. Das ginge einfach nicht und ist auch normal denke ich. Ich weiß nicht, das wäre ja so als müßte ich meinen Hund schlachten. Tiere halten, aufziehen und schlachten käme für mich also nicht in Frage. Es ist aber okay für mich wenn es andere "können". Sollte es nur so möglich sein an Fleisch zu kommen (durchs selber schlachten), dann würde ich verzichten.
GwAMg

Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?

Beitrag von GwAMg »

Vielleicht ist es ja auch ein Geschlechteding, weißdoch jeder dass Frauen die Sammler waren und Männer die Jäger :P
Silke
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?

Beitrag von Silke »

chrissi hat geschrieben:Zum Thema Tierversuche (ich kenn ja die betreffende Seite und Organisation)nochmal: Ich kenne die alternativen Testverfahren, hab sie sebst angewendet und keene auch definitiv ihre Grenzen. Gottseidank gibt es diese Testmethode um die Zahl an Versuchstieren immer weiter zu reduzieren ( natürlich sind sie für die Firmen auch viel billiger als TV, d.h. es werden so viele alternative Testmethoden angewandt wie möglich). Der Vergleich mit Contergan hinkt, damals gab es noch keine Reprotox. DARÜBER lässt sich mittlerweile eine sehr gute Herleitbarkeit für Medikamente in der Schwangerschaft machen. Wenn man jetzt auf ein Lebensrettendes Medikament angewiesen ist dann ist der TV der einzige Test der die Gefährlichkeit abschätzt (das Durchlaufen der verschiedenen Phasen der Embryonalentwicklung verläuft bei den Säugern gerade am kriitischen Anfang parallel). Oder Du findest eine Gruppe von Schwangeren die sagt "Au fein, find ich ne super Idee da Versuchskaninchen zu spielen, bin eh grad schwanger, mal gucken was passiert".
Man kann einen Gesamtorganismus nicht durch einzelne Testmethoden ersetzen. Auch Tierversuche sind nicht 100% sicher, aber immernoch bei bestimmten Dingen aussagefähiger als die Alternativen. Da schmeiss ich ein "First-pass-Effekt" in den Raum und bin gespannt wie man das mit alternativen Methoden nachstellen will, genau wie Blut-Hirn-Schranken. Plazentaschranken etc.
Versteh ich nicht, wieso der Vergleich mit Contergan hinkt. Wenn ich doch schreibe, daß es bei den jeweiligen Menschen zu argen Problemen geführt hat dann ist das doch richtig, oder? Und es ist ja wohl nach "erfolgreich durchgeführten" TV zugelassen worden, oder?
Wo ist jetzt das Problem? Ich will damit eben sagen, daß es mit Vorsicht zu geniessen ist, wenn Ergebnisse vom Tier auf den Mensch übertragen werden. Es reagieren doch nicht mal ne Handvoll Menschen gleich!
Welche Verfahren es jetzt und dann oder damals gab, das weiß ich nicht und es ist mir auch egal!! Das eine ist nicht besser als das andere. Ich finde Tiervesuche nicht legitim, keinen einzigen!

Und erzähl mir nicht, daß die Firmen gerne auf ihre TV verzichten würden. Das glaub ich einfach nicht, denn sonst wäre es schon tausendfach bewiesen! Warum müssen immer und immer wieder Tests durchgeführt werden, die schon lange alle gewünschten Ergebnisse gebracht haben, wieso gibt es solche "Neugierforschungen" wie die an Affen, die Verhaltensforschung?

Habt ihr Euch die Datenbank http://www.datenbank-tierversuche.de/ denn vielleicht mal angeschaut? Was davon ist jetzt notwendig??

Das Übel sitzt in der "herrschenden Medizin", die meint, sie könne Gott spielen. Ich denke es ist an der Zeit zurückzukehren und nicht noch mehr "tolle" neue Therapien zu suchen!
Stefanie Katja hat geschrieben:Aber wenn mein Kind z.B. an Krebs erkrankt würde ich selbstverständlich auf Mittel zurückgreifen, die in Tierversuchen getestet wurden. Ich glaube, das würde auch fast jeder tun. Und genau deswegen finde ich es ein bißchen scheinheilig ganz laut zu schreien "Tierversuche sind so scheiße und man sollte nie welche durchführen"
Und nein- wenn ich Krebs hätte, wöllte ich keine schulmedizinische(im TV natürlich prima getestete) Therapie- dafür habe ich schon zu viele Menschen elendig an ihrer Krebs-Therapie eingehen sehen!
Zierbanane hat geschrieben: Aber Silke, Du oder die Kinder haben doch sicher schon mal Medikamente eingenommen, die an Tieren getestet wurden?
Im übrigen will ich mich hier nicht rechtfertigen und euch darlegen, wann ich welches Medikament genommen habe. Was wollt ihr eigentlich? Absolution?
Ihr/ wir könnt(en) ja gerne nen neuen Thread eröffnen und dann mal erzählen, welche Tierversuche ihr schon durchgeführt habt und wem das dann wie genützt hat....und viellei bitte nochmal suchen, ob es gleiche Studien vorher schon gab...
Silke mit G. F. 01/99, R. L. 05/01, E. A. 01/05, H.A.C. 24.02.2012

«Ich glaube, daß der Mensch, da ihm nicht gegeben ist, etwas zu erschaffen, nicht das Recht hat, auch nur die kleinste Kreatur, die da lebt, zu zerstören.» M. Gandhi

Trageberatung, ClauWi-GK-Absolventin
xknäckebrotx

Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?

Beitrag von xknäckebrotx »

Chris-Cross hat geschrieben:
xknäckebrotx hat geschrieben:
Hm, ich weiß nicht. Im Internet wird auch oft vieles heißer gekocht, als es dann gegessen wird, bzw. außen hui innen pfui ist noch leichter, als im RL. Sind wir nicht alle ein bisschen bluna? :wink:
Oh Nein, du wohnst doch in Berlin, wie konntest du mich dann beim McDonalds sehen? :mrgreen: Oder hast du mich etwa beobachtet, wie ich hier mit meinem Trabbi durchs Dorf sause just for fun? :mrgreen:
Unterschätze nicht das Internet - sowas spricht sich rum! 8)
Captainsparrow

Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?

Beitrag von Captainsparrow »

Ich suche hier bestimmt keine Absolution, denn jedem steht seine eigene Meinung zu. Und wenn jemand das durchzieht, komplett gegen TV zu sein und deshalb kein einziges Medikament zu nehmen das an Tieren entwickelt wurde, auch im absoluten Notfall nicht, dann sag ich "Chapeau" und finde es absolut bewundernswert. Es gibt KEINEN Vorteil von TV gegenüber alternativen Methoden als den, dass diese in manchen Fällen einfach nicht ersetzbar sind. In ganz vielen allerdings schon, und das wird sich auch durchsetzen. Die Gesetzesmühlen mahlen langsam und es muss ein Umdenken stattfinden, indem einfach mehr Verantwortung beim -mündigen-Patienten liegt.
Und natürlich kann man nicht 100% vom Menschen auf´s Tier schliessen. Wenn man aber z.B. sieht dass ein -im alternativen Test harmloses-Medikament durch Leberpassage bei Ratten plötzlich Tumore macht, dann kann man es abhaken, niemand ist so verrückt mal zu schauen ob es bei Menschen auch sowas macht.
Umgekehrt: es wird den Fall geben dass Medikamente die alternativ "gut" abschneiden im echten Stoffwechsel Schaden anrichten. Umgekehrt wird es aber nicht so sein dass ein Medikament im Körper des Tieres nichts anrichtet, im Alternativversuch aber doch. Die Frage wie viele Tiere sterben ist die Frage wie viel Verantwortung Mensch zu seiner eigenen Sicherheit auf die Tiere abschieben möchte.
Die Frage ob wir Tiere töten um Fleisch zu essen ist-heutzutage-die Frage , wie sehr wir unseren Genuß über das Leben des Tieres stellen.
Übrigens ist es -zumindest seit ich damals zur Biologielaborantin ausgebildet wurde-so, dass es eine zentrale Stelle gibt an der solche beantragt werden müssen mit genauem Umfang etc., und dort wird auch geprüft ob dieser Versuch schonmal durchgeführt wurde, denn die Versuche werden auch über Datenbanken verwaltet.
Von den Studien an denen ich damals beteiligt war ist glaub ich nur eine in der klinischen Phase gelandet. Alle anderen SEHR VIELVERSPRECHENDEN Wirkstoffe (da waren Dinge dabei die zunächst sehr vielversprechend ausgeschaut haben, das letzte was ich "gestreift" hab war gegen Parkinson)sind im TV an den Nebenwirkungen gescheitert. Eine Freundin von mir hat an der Entwicklung eines neuen Surfactant mitgewirkt das die Lungenreife bei Extremfrühchen wesentlich verbessert. Ich bin schon zu lange "draussen" um zu wissen was gerade an Versuchen läuft, ich schätze Alzheimer ist immernoch ein großes Thema. Und natürlich Krebs. Und ja, die Öffentichkeit hat ein verzerrtes Bild. Da gibt es die "guten" Forscher die an alternativen Methoden forschen, und die bösen, die arme Tiere quälen.Ich muss Dich da enttäuschen: nicht der Charakter entscheidet darüber auf welcher Seite man steht, sondern das Projekt das dem Teamleiter zugeteilt wird. Und wer heute noch harmlos tröpfchenweise Wirkstoffe in Schälchen träufelt, der kann morgen schon Ratten irgendwas spritzen. Und umgekehrt, ruckzuck wird man dann durch eine Entscheidung in der Chefebene vom Gutmensch zum Bösmensch.
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