Ich versuche mal nach und nach zu antworten. Vorm ins Bett gehen fange ich dann doch noch heute an

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Elena hat geschrieben: 02.06.2021, 23:00
Ich finde auch, ein Südgarten ist eigentlich toll. Aber je nach Bepflanzung und Boden natürlich auch eine Herausforderung mit den trockener und heißer werdenden Sommern.
Weißt du, was ihr für Boden habt?
Genau, die heißer werdenden und trockenen Sommer. Die gibt es hier (Rheinhessen) immer mehr - und mir ist es zuwider Kubikmeter an Wasser auf den Rasen zu kippen. Dafür ist es viel zu wertvoll. Bei den Blumen gelingt mir das leichter, die haben einen Wert - für mich und die Natur.
Bei unserem Grundstück war fast alles, was ausgehoben wurde schwerer Lehmboden mit vielen, vielen großen Steinen, die Mutterbodenschicht maximal 30-40cm hoch. Der Garten oben hat(te?) vielleicht teils ein wenig guten Boden (da wurden die Büsche auch schneller größer), im unteren Bereich ist es steinhart. Ich denke die Fotos werden Euch helfen, das zu sehen.
Achja, bevor hier alles zum Baugebiet wurde wuchsen auf unserem Grundstück teils Kohl, teils Weinreben.
Elena hat geschrieben: 02.06.2021, 23:00
Ein Gartencoaching finde ich deshalb keine schlechte Idee.
Ich werde jetzt glaube ich mit Euch ins Thema starten und dann gucken, wo die Reise hin gehen soll. Dann hoffe ich einen Coach in der Nähe zu finden. Bisheriges Suchen ergab da noch nichts...
Elena hat geschrieben: 02.06.2021, 23:00
Was wollt ihr im Garten machen? Braucht ihr den Rasen überhaupt?
Einen Teil des „Rasens“ oben möchte ich für die Kinder noch behalten, die spielen dort schon immer wieder. Aber auch dort ist es an großen Teilen des Tages so heiß, dass sie nicht rausgehen mögen. Erst ab 16:00 beginnt das Haus einen Schatten zu werfen, ab ca. 17:00 ist dann zumindest das halbe Trampolin im Schatten. Deshalb hatte ich dort auch schon ein großes Sonnensegel angedacht und zudem in der äußeren Grundstücksecke überlegt einen Baum zu pflanzen, der irgendwann auch Schatten spenden kann.
Elena hat geschrieben: 02.06.2021, 23:00
Was wollt ihr also machen im Garten?
- Auf der Terrasse sitzen und in die blühende Landschaft schauen? Dann weg mit dem Rasen und stattdessen Staudenbeete und/oder Blumenwiese hin!
- Obst/Gemüse anbauen? Was und wie viel?
- einen Spielbereich haben und trotzdem noch schöne Blüten? Dann vielleicht die Rasenfläche verkleinern und noch Staudenbeete anlegen?
- Wollt ihr alles so haben, wie es ist, nur in schön?
So ganz genau kann ich das gar nicht sagen

. Ich versuche mich an Dir zu orientieren, um mich zu sortieren
- Das klingt gut. Ich denke unten kann ich mir gut vorstellen den größten Teil des Rasens wegzumachen. Einen Laufweg zur Terasse vom Gartentor her bräuchte es noch. Ansonsten möchte ich zu den Büschen kommen können, um diese zu wässern. Sichtschutz zur Straße hin wäre toll - trotz der Büsche sitzen wir doch noch immer sehr auf dem Präsentierteller. Wir haben ein Eckgrundstück und unten am Zaun führt der Gehweg vorbei und auf der Straße wird auch viel gespielt.
- Obstanbau vielleicht. Mit einem Apfelbaum habe ich schon gedanklich gespielt und mit Erdbeeren und ggf Himbeeren oder Heidelbeeren, da die hier gute Abnehmer finden würden. Aber ich habe noch keine Ahnung was die Pflanzen für Bedürfnisse haben. Gemüseanbau wäre zumindest für das Erleben schön. Also, dass die Kinder das alles mal wachsen sehen können und auch selber ernten können. Großartige Mengen brauche ich da (erstmal zumindest

) nicht.
- Nein, so wie jetzt wollen wir es nicht haben. Denn ich denke, dann hätten wir dauerhaft Mühe in die Rasenfläche investiert, Bewässerung etc. geplant. Irgendwie bin ich auf die Nachbarsgärten mit akkuratem Rasen zwar neidisch. Aber es ist doch auch so steril und abgesehen von dem satten grün recht unlebendig
Elena hat geschrieben: 02.06.2021, 23:00
Ich bin ja ein Fan des New German Style, eines Gartenstils, der viele gut zu Klima und Boden passende Stauden und Gräser verwendet und in allen Jahreszeiten schön und interessant aussieht, weil er Dinge wie Herbstfärbung und Samenstände mit berücksichtigt. Das lässt sich auch wunderbar insektenfreundlich und nachhaltig gestalten. Aber man darf nicht gleich zu viel auf einmal angehen, denke ich, wenn man alles selbst macht.
Der New German Style klingt gut. Werde ich mal suchen gehen.
Nicht zu viel auf einmal angehen klingt gut. Das könnte tatsächlich umsetzbar sein
Elena hat geschrieben: 02.06.2021, 23:00
Du schreibst, auf der Terrasse ist es zu heiß und/oder zu windig. Das klingt, als ob euch ein guter Sonnen- und Windschutz fehlt. Wir haben nach 3 Jahren eine Pergola über die Terrasse gebaut und bepflanzt mit einer Rose und einem Blauregen. Das ist jetzt nach 3 Jahren wie ein grünes Wohnzimmer geworden und viel geschützter als vorher. Könnt ihr an der Terrasse einen Schutz ergänzen? Einen Baum oder Büsche pflanzen? Und wenn ihr schon dabei seid, rund um Baum oder Busch gleich mindestens 10qm Rasen weg und ein Staudenbeet anlegen. Das wäre vielleicht ein guter Einstieg. Außerdem könnte man anfangen, vor der Hecke zumindest einen meterbreiten Streifen Beet anzulegen und Stauden zu pflanzen. Storchschnabel (da gibts viele Sorten) und Elfenblumen sind sehr pflegeleichte Stauden, die gut vor Gehölze passen. Dazwischen im Herbst Zwiebelblumen stecken, damit es im Frühling schon schön ist. Ohne euren Garten zu kennen wären das jetzt meine spontanen Ideen zum Starten. Aber stell doch mal Fotos ein, wenn du magst!
Ja, der gute Sonnen-/Windschutz fehlt. Der Schirm hat die Maximalgröße für die Terasse (so ein Ampelschirm, der ganz außen an der Terasse steht und so bis zum Haus reicht. Aber den Tisch bekommen wir so kaum komplett in den Schatten, tja und das Windproblem bleibt.
Oberhalb der Terasse haben wir einen ungenutzen Streifen. Gerade überlege ich dort zu versuchen 2 oder 3 Bambusse hinzuverpflanzen (ich mag es sehr wie die rascheln, so unpassend sie in unseren Breiten auch sind

; zum anderen finde ich sie mit der Zeit optisch doch auch recht struppig - naja und kaputt machen (durch deren Wurzeln oder den extremen Wuchs) mag ich auch nichts, hach...). An einer Ecke hatten wir schon über eine Baum nachgedacht (Baum Nr. 2 also nach dem oben im Garten). Das zeige ich Euch dann mit den Fotos.
Pergola klingt gut. Aber wie schon geschrieben ist das gerade finanziell (durch Corona, Kurzarbeit) nicht drinnen.
Rosen haben wir schon 2 gut gedeihende an der Terasse, Blauregen finde ich toll. Aber den wird es hier definitiv nicht geben. Am Haus meiner Schwiegereltern hat die Pflanze in Jahrzehnten einigen Schaden angerichtet - und war zudem ein großer Ameisenmagnet. Und von denen haben wir schon genug im Garten.
Aber was auf jeden Fall gut klingt, so als erstes Resumee

:
Windschutz oberhalb der Terasse pflanzen und die Steinfläche zum Beet (Polsterstauden/Gräser und/oder Kräuter?) umzugestalten.
Und lernen möchte ich, wie ich die Hibisken und Weigelien und diesen netten anderen Busch besser pflegen kann.
So, nun ab ins Bett. Morgen dann mehr von mir

. Schlaft alle gut!