ohne Zucker leben

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

Sahara
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Re: ohne Zucker leben

Beitrag von Sahara »

Mir gehts nicht darum, völlig ohne Zucker zu leben. Ich backe mit handelsüblichen Zucker und auf Eierkuchen kommt nunmal welcher drauf...jedenfalls für mich.
Wir essen gerne Naturjoghurt mit frischen Früchten. Und zwar ohne Zucker. Mein Kind kennt das nicht anders und würde nie auf die Idee kommen, dass da welcher rein "müsste". Ich süsse auch keine Tees...Die Grosse isst eher Gummibärchen als Schokolade. Zum Glück! Dann bleibt für mich mehr übrig...
Also dass ich wahllos süsse, so ist es ja nicht...
Wir erziehen nicht - wir leben zusammen.
Familienbett heisst, wenn dein Baby dir nachts unbewusst über den Arm streicht.
Du bekommst Gänsehaut davon...und deckst euch beide zu. Sahara 2011
Sternenfaengerin
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Re: ohne Zucker leben

Beitrag von Sternenfaengerin »

kann ja auch jeder selbst entscheiden, wie er das handhaben mag ;-)

in gummibärchen ist meines wissens nach übrigens mehr zucker, als in schokolade! schokolade hat halt nur die tolle kombi von schlechten fetten und industriezucker... versteh mich nicht falsch, mein kleiner kriegt das auch :? (wobei mir die umstellung wirklich lieber wäre, ist aber hier nicht praktikabel :? )

ich vermisse ehrlicherweise garnichts... wobei mein einziges "laster" in der richtung eh schokolade ist (gebäck, eierkuchen, etc. war noch nie meins) und da hab ich adäquaten ersatz (eigentlich sogar noch besser :lol: ) für mich finden können.
Lösche Benutzer 7875

Re: ohne Zucker leben

Beitrag von Lösche Benutzer 7875 »

Sternenfaengerin hat geschrieben: wobei mein einziges "laster" in der richtung eh schokolade ist (gebäck, eierkuchen, etc. war noch nie meins) und da hab ich adäquaten ersatz (eigentlich sogar noch besser :lol: ) für mich finden können.

was ist denn dein ersatz?? *neugierig* schoki ist doch auch mein laster....
jackie-brown
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Re: ohne Zucker leben

Beitrag von jackie-brown »

ich hab neulich auch drei wochen zuckerfrei gemacht. war gar nicht so einfach. ich meine vom handling her. sogar in manchen senfsorten ist zucker (ich meine damit natürlich nicht den süßen senf...)*kopfschüttel*

ich hatte keinerlei entzugserscheinungen. fand ich dann schon mal spannend, weil doch alle hier davon reden.

mein geschmack hat sich verändert. kuhmilch war aufeinmal so süß. ich hab mir milchreis und pudding eben ohne zucker gemacht. das hat mir sogar geschmeckt.

ich hab dann langsam wieder angefangen zucker zu essen. das war eine wahre geschmacksexplosion, pfui deifel...war marmelade und co süß.
glg jackie
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bienenmeister
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Re: ohne Zucker leben

Beitrag von bienenmeister »

Vielleicht habe ich es überlesen auf den 9 Seiten, wenn dann dafür sorry. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn mir einer kurz sagen würde,

warum der Zucker, der in Früchten/Obst enthalten ist soviel besser ist als Kristallzucker :?:
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Sternenfaengerin
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Re: ohne Zucker leben

Beitrag von Sternenfaengerin »

Sternenfaengerin hat geschrieben:was ist denn dein ersatz?? *neugierig* schoki ist doch auch mein laster....
also entweder mandel- oder haselnussmuß mit entöltem kakao und honig oder kleingequetschten datteln oder diese dattelleckerli (geh ma über die suche, da findest du es) seeehr lecker :lol:
jackie-brown hat geschrieben:ich hab neulich auch drei wochen zuckerfrei gemacht. war gar nicht so einfach. ich meine vom handling her. sogar in manchen senfsorten ist zucker (ich meine damit natürlich nicht den süßen senf...)*kopfschüttel*
ja, das ist wohl war... es ist wirklich erschreckend, wo zucker überall als geschmacksverstärker, etc. eingesetzt wird!
bienenmeister hat geschrieben:warum der Zucker, der in Früchten/Obst enthalten ist soviel besser ist als Kristallzucker :?:
bruker erklärt es (mir sehr schlüssig) so, dass es ja erstmal um die herstellungsweise geht. wenn man sich die vorgehensweise zur herstellung von zucker mal vor augen führt, ist schon krass.. alleine die chlorbleichung, dass er weiss wird - die raffinierung, etc. das hat mit einem lebensmittel nichts mehr zu tun.

der fruchtzucker in der frucht, nicht der herausgelöste und als solcher verarbeitete :!: hängt ja im zusammenspiel, d.h. wenn du ein stück obst hast, dann hat das ettliche vitamine, spurenelemente, mineralien, eiweiß, kohlenhydrate, etc. - die verarbeitung vom körper erfolgt so unterstützend, also das eine setzt das andere voraus damit im endeffekt das "beste" für den körper rausgeholt werden kann. ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich von der formulierung her? ansonsten kann man auch das super bei bruker nachlesen ;-)
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bienenmeister
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Re: ohne Zucker leben

Beitrag von bienenmeister »

Sternenfaengerin hat geschrieben:dass es ja erstmal um die herstellungsweise geht.
Genau deswegen kaufe ich im Bioladen Rohrohrzucker, Gefahr gebannt...
Sternenfaengerin hat geschrieben: der fruchtzucker in der frucht, nicht der herausgelöste und als solcher verarbeitete :!: hängt ja im zusammenspiel, d.h. wenn du ein stück obst hast, dann hat das ettliche vitamine, spurenelemente, mineralien, eiweiß, kohlenhydrate, etc. - die verarbeitung vom körper erfolgt so unterstützend, also das eine setzt das andere voraus damit im endeffekt das "beste" für den körper rausgeholt werden kann. ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich von der formulierung her? ansonsten kann man auch das super bei bruker nachlesen ;-)
Ich denke, du hast das ganz gut erklärt. Nur was ich völlig irreführend finde, ist, dass gesagt wird: OHNE ZUCKER LEBEN.

Man kann nicht ohne Zucker leben. Das ist eine Lüge.

Das was in der Frucht drin ist, ist Zucker. Kohlenhydrate ist der Fachbegriff für Zucker. Das weiße Zeug in der Tüte war mal in einer Pflanze drin. Man kann sich über die Herstellungsweise streiten, aber der Markt bietet eine Vielfalt an Produkten, und jedem sei es ungenommen ungebleichten Zucker zu kaufen. Wenn ich einen Jogurt mit Früchten esse, ist da Zucker drin, in der Frucht. Die Lactose im Jogurt ist übrigens auch Zucker. Im Verdauungstrakt fällt am Ende Glucose, der kleine Baustein des Zuckers, der vom Körper verarbeitet werden kann, raus. Wie die Glucose reingekommen ist, ob als Weißmehl (Stärke, die im Zuge der Verdauung in Glucoseeinheiten zerlegt wird), Kristallzucker oder einem süßen Stück Melone - am Ende kommt Glucose raus. Natürlich ist eine ausgewogene Ernährung, mit vielen Vitaminen und Mineralien und pi pa po gesünder, als McDonalds und Milka. Ohne Frage.

Ich finde es nur sehr sehr traurig, womit heute Geld gemacht wird. Offenbar mittlweile auch mit der Lüge, man könne ohne Zucker leben und das sei auch noch gut. Versteht mich bitte nicht falsch:

Ich selbst esse auch nur ungesüßten Jogurt und habe noch nie Tee / Kaffee / Kakao mit Zucker getrunken (von Kindheit an, hat meine Mutter drauf geachtet). Im Ökoladen wage ich zu behaupten ist es schwer, einen Senf mit Zuckerzusatz zu finden, genauso Aufschnitt / Aufstriche und so weiter. Die Konfitüre ist ohne Zuckerzusatz, sondern mit Agavensaft. Selbst bei meinen Katzen achte ich darauf, dass kein Zuckerzusatz im Futter ist. So denke ich, dass wir den gleichen Ansatz verfolgen, Zusatz von Industriezucker in Nahrungsmitteln zu vermeiden.

Ich würde mich dennoch nicht hinstellen und sagen, ich würde OHNE Zucker leben (es ist ja auch schlichtweg falsch).

Und was Bruker angeht - der Mann war soweit ich mich belesen habe, Arzt. Und sein Anliegen war die Vollwertkost, die auf den Punkt bringt, dass ein ÜBERMAß an Nährstoffen (=Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette zur gleichen Zeit) ungesund sei und die sogenannten Zivilisationskrankheiten verursacht. Wie soll es also weitergehen? Ein leben ohne Eiweiße und Fette?

Unterstreichen möchte noch, wie die Warnehmung von Süße durch den Genuss von Zuckerzusatz beeinflusst wird. Mir geht es auch so, dass mir oft industrielle Lebensmittel zu süß schmecken, selbst sowas wo gar kein Zucker "hineingehört" wie Leberwurst oder Pizza.

Der Gipfel der Süßigkeit ist für mich dieses furchtbare Eis, dieses Ben and Jerrys mit Cookies - wie kann man das Essen ohne einen Schock zu bekommen :shock:
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Re: ohne Zucker leben

Beitrag von Sternenfaengerin »

bienenmeister hat geschrieben:
Sternenfaengerin hat geschrieben:dass es ja erstmal um die herstellungsweise geht.
Genau deswegen kaufe ich im Bioladen Rohrohrzucker, Gefahr gebannt...
in der vollwertkost nach bruker ist das eben nicht so. da zucker industriell verarbeitet wird, auch der rohrohrzucker, gilt es als ebenso "abnormal" (im sinne von lebensmitteln) zuzuführen. einzig der bleichprozeß bleibt diesem erspart. gleiches gilt im übrigen auch für apfel-, birnen-, agavendicksaft, fruchtzucker, da all dies denaturiert wird. bruker nennt dies alles industriezucker!
bienenmeister hat geschrieben:
Sternenfaengerin hat geschrieben: der fruchtzucker in der frucht, nicht der herausgelöste und als solcher verarbeitete :!: hängt ja im zusammenspiel, d.h. wenn du ein stück obst hast, dann hat das etliche vitamine, spurenelemente, mineralien, eiweiß, kohlenhydrate, etc. - die verarbeitung vom körper erfolgt so unterstützend, also das eine setzt das andere voraus damit im endeffekt das "beste" für den körper rausgeholt werden kann. ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich von der formulierung her? ansonsten kann man auch das super bei bruker nachlesen ;-)
Ich denke, du hast das ganz gut erklärt. Nur was ich völlig irreführend finde, ist, dass gesagt wird: OHNE ZUCKER LEBEN.

Man kann nicht ohne Zucker leben. Das ist eine Lüge.
das kommt darauf an, wie du zucker definierst. sicherlich könnte man diesen thread auch in "ohne industriezucker" leben. zucker heisst für mich, dass es etwas denaturiertes ist - honig oder aber früchte sind in ihrer ursprünglichen form und begleiten einander bei der verarbeitung für den körper.
Das was in der Frucht drin ist, ist Zucker. Kohlenhydrate ist der Fachbegriff für Zucker. Das weiße Zeug in der Tüte war mal in einer Pflanze drin. Man kann sich über die Herstellungsweise streiten, aber der Markt bietet eine Vielfalt an Produkten, und jedem sei es ungenommen ungebleichten Zucker zu kaufen.
nein, kohlenhydrat ist nicht der fachbegriff für zucker. kohlenhydrate können AUCH zucker sein, aber es bezeichnet nicht den zucker alleine.
Wenn ich einen Jogurt mit Früchten esse, ist da Zucker drin, in der Frucht. Die Lactose im Jogurt ist übrigens auch Zucker. Im Verdauungstrakt fällt am Ende Glucose, der kleine Baustein des Zuckers, der vom Körper verarbeitet werden kann, raus. Wie die Glucose reingekommen ist, ob als Weißmehl (Stärke, die im Zuge der Verdauung in Glucoseeinheiten zerlegt wird), Kristallzucker oder einem süßen Stück Melone - am Ende kommt Glucose raus. Natürlich ist eine ausgewogene Ernährung, mit vielen Vitaminen und Mineralien und pi pa po gesünder, als McDonalds und Milka. Ohne Frage.
ganz klar - wobei ich z.b. auch mittlerweile keinen joghurt mehr esse (mochte ich aber noch nie, hab den immer gegessen, weil ich "dachte", er sei gesund.... - auch wieder ein produkt, das vielfach verarbeitet wird.
Ich finde es nur sehr sehr traurig, womit heute Geld gemacht wird. Offenbar mittlweile auch mit der Lüge, man könne ohne Zucker leben und das sei auch noch gut. Versteht mich bitte nicht falsch:
warum wird geld damit gemacht naturbelassene lebensmittel zu essen? das verstehe ich nicht so ganz. man KANN ohne (Industrie-)zucker leben und das ist sicherlich gesünder für den Körper, als Zucker zuzuführen, der auch noch Vitamin-B entzieht :shock:

Ich selbst esse auch nur ungesüßten Jogurt und habe noch nie Tee / Kaffee / Kakao mit Zucker getrunken (von Kindheit an, hat meine Mutter drauf geachtet). Im Ökoladen wage ich zu behaupten ist es schwer, einen Senf mit Zuckerzusatz zu finden, genauso Aufschnitt / Aufstriche und so weiter. Die Konfitüre ist ohne Zuckerzusatz, sondern mit Agavensaft. Selbst bei meinen Katzen achte ich darauf, dass kein Zuckerzusatz im Futter ist. So denke ich, dass wir den gleichen Ansatz verfolgen, Zusatz von Industriezucker in Nahrungsmitteln zu vermeiden.

Ich würde mich dennoch nicht hinstellen und sagen, ich würde OHNE Zucker leben (es ist ja auch schlichtweg falsch).
nein, das ist meines erachtens definitionssache - wenn ich keine fertig verarbeiteten lebensmittel kaufe, hab ich auch keinerlei industriezucker drinnen ;-)

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Und was Bruker angeht - der Mann war soweit ich mich belesen habe, Arzt. Und sein Anliegen war die Vollwertkost, die auf den Punkt bringt, dass ein ÜBERMAß an Nährstoffen (=Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette zur gleichen Zeit) ungesund sei und die sogenannten Zivilisationskrankheiten verursacht. Wie soll es also weitergehen? Ein leben ohne Eiweiße und Fette? 
vollwertkost ist ja keine diätkost.... daher kann ich da nicht zustimmen, generell hat er auch meines wissens mit trennkost nichts am hut (kann es sein, dass du etwas verwirfst oder das ich vielleicht nicht richtig informiert bin?), es geht eher darum diese eben genannten denaturierten lebensmittel wegzulassen und so natürlich wie möglich zu essen.. rohkost ist ein großes thema. falls es dich interessiert, kann ich dir das buch "unsere nahrung - unser schicksal" empfehlen, ist wirklich super zu lesen!

eiweiß wird im übrigen durch getreide komplett abgedeckt und gesunde fettsäuren sind vom körper ja auch super verwertbar...

so, jetzt haben wir den thread aber genug vollwertkost-mässig off-topict :lol: - wenn du gerne noch infos magst, schreib mich doch gerne per pn an, ansonsten gibt es hier auch noch den vollwert-thread - da ist eh nix los momentan, kannst auch gerne da schreiben, dann können wir ihn ja vielleicht wieder zum leben erwecken :mrgreen:

p.s.: ich habe auch meine sünden - gerade gestern war ich den ganzen tag auf ner einschulung und hatte vergessen im stress zu frühstücken... ich hab auch viel fertigzeugs gegessen und auch kucken mit zucker... dennoch steh ich momentan sehr hinter der vollwertkost, da ich die nötigen hintergrundinfos für mich habe.. ist übrigens eine gängige lektüre bei ernährungsberatern!
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Re: ohne Zucker leben

Beitrag von bienenmeister »

Danke für deine Bemühungen und deine ausführliche Antwort!

Nur einen Nachtrag: Mit Geld machen meinte ich, dass ich auf Anhieb zig Bücher zum Thema Leben ohne Zucker gefunden habe.

Ich habe ein Hochulabschluss in Chemie und kann den Schlussfolgerungen über Zucker nicht im geringsten folgen :?: "Zucker" ist kein mir bekannter Fachbegriff und Kohlenhydrate ist kein frei wählbarer Begriff. Das mit dem denaturiert oder ob man den Zucker in Kettenform aufnimmt - schon klar was du damit meinst. Ob es so viel besser ist, geht aber daraus nicht hervor, denn ist der Kohlenhydrat in Kettenform, dann denaturiert die Verdauung diesen und in den Blutkreislauf gelangt wieder nur der Einfachzucker. Es gibt wissenschaftliche (uralte!!!!) Arbeiten dazu, wie schnell unterschiedlich lange Kohlenhydrate abgebaut werden, sowie welchen biochemischen Prozessen dieser Abbau unterliegt. Mir ist aus dem Studium ein Beispiel bekannt, bei dem der Blutzucker von Probanden bestimmt wurde, nachdem sie eine (in deinen Augen künstliche) Glucose-Lösung zu sich genommen haben und Vergleichsprobanden einen Apfel gegessen haben. Der Blutzuckergehalt im Blut nimmt in beiden Fällen im gleichen Maß und ohne signifikanten Unterschied zu. Auf deutsch: Der Körper unterscheidet nicht zwischen Glucose-Lösung oder Apfel. Der menschlcihe Verdauungstrakt ist schließlich darauf ausgelegt, schon im Mund Amylase und so weiter, die in der Nahrung enthaltenen Kohlenhydraten für sich verwertbar zu machen.

In der Fachsprache gehört jeder Zucker - egal in welcher Form, Kette oder Einzelbaustein - zu den Kohlenhydraten. Der Begriff Kohlenhydrat bezieht sich direkt auf dessen Struktur, die die Kohlenhydrate in einer Klasse chemischer, organischer Substanzen zusammenfasst. "Zucker" hat eine deutsche Wortherkunft, die nichts über die chemischen Eigenschaften dieses Stoffes aussagt.

Im Übrigen hast du wieder mit mir übereingestimmt: Das man natürlich der Überzeugung sein kann, naturbelassene Produkte vorzuziehen. Diese Ansicht, wie oben erläutert, teile ich ebenfalls. Im günstigen Fall spart man dabei tatsächlich bei der Totalaufnahme an Zucker - wie gesagt, welcher Art auch immer, ins Blut gelangt nur die Glucose. In "Industrienahrung" sind häufig "überflüssige", sprich zugesetzte, Kohlenhydrate enthalten, in Form von Saccharose (das ist der verschriene Kristallzucker), Lactose, Stärke, Glucosesirup und anderen. Verzichtet man bewusst auf Nahrung industrieller Herkunft, verzichtet man eben auch auf diese Zusätze.
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