Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
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DasKruemel
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Nun ja, der Grenzwert in D (im Gegensatz zu anderen Ländern) im Trinkwasser ist ja gerade so niedrig und weit weg von der gesundheitsgefährdenden Dosis (ADI-Wert), weil wir uns das aufgrund der guten Grundwasserqualität in D leisten können. Und der ADI-Wert ist ja nun kein Wert, den man sich einfach so ausgedacht und willkürlich festgelegt hat.
Sicher sollte man dem auch nachgehen, wenn man Überschreitungen dieser extrem niedrigen Grenzwerte feststellt, aber man sollte nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Produktrückrufe von z.B. Bio-Babybreien aufgrund von Tropanalkaloiden kommen regelmäßig vor. Diese Tropanalkaloide kommen hauptsächlich durch Unkräuter ins Getreide, und das wäre wahrscheinlich durch den Einsatz von Glyphosphat in den meisten Fällen vermeidbar gewesen.
Aber so ist das nun mal. Nichts mit Wirkung ist ohne Nebenwirkung - und wer das eine nicht will, muss das andere in Kauf nehmen...
Und gegen Gentechnik, die resistenter Pflanzen hervorbringen könnte, wodurch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eingespart werden könnte, sind auch alle.
Seerose, warum fragst Deinen Bio-Erdbeer-Bauer was "die anderen" so spritzen - warum fragst Du sie nicht direkt?
Sicher sollte man dem auch nachgehen, wenn man Überschreitungen dieser extrem niedrigen Grenzwerte feststellt, aber man sollte nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Produktrückrufe von z.B. Bio-Babybreien aufgrund von Tropanalkaloiden kommen regelmäßig vor. Diese Tropanalkaloide kommen hauptsächlich durch Unkräuter ins Getreide, und das wäre wahrscheinlich durch den Einsatz von Glyphosphat in den meisten Fällen vermeidbar gewesen.
Aber so ist das nun mal. Nichts mit Wirkung ist ohne Nebenwirkung - und wer das eine nicht will, muss das andere in Kauf nehmen...
Und gegen Gentechnik, die resistenter Pflanzen hervorbringen könnte, wodurch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eingespart werden könnte, sind auch alle.
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LG - DasKruemel mit der kleinen Maus (* 12/2013)
Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft (Elisabeth Stone)
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- Seerose
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Weil ich gar keinen Bio-Erdbeer-Bauern habe.DasKruemel hat geschrieben: Seerose, warum fragst Deinen Bio-Erdbeer-Bauer was "die anderen" so spritzen - warum fragst Du sie nicht direkt?
Ich hätte aber gerne einen. Hab mal nach Erdbeerfeld (Bio) gegoogelt und kam dann im Chiemgau raus.
Also falls jemand ein Bioerdbeerfeld westlich von München kennt, nur her damit!
Ansonsten weiß ich von den Leuten die in den kleinen Büdchen neben dem Erdbeerfeld sitzen, daß man bei hiesigen Erdbeeren angeblich gar nicht umgehen kann diese mit Pestiziden und Fungiziden zu spritzen. Was Insektizide betrifft, erinnere ich mich nicht mehr, ist zu lange her.
Gute Informationen hab ich von den Herrmannsdorfern immer bekommen. Da kann man auch nicht sagen, die machen die Konventionellen schlecht, denn ich hab da nirgends Erdbeerfelder in Herrmannsdorf gesehen. Also von wegen schlecht über die Konkurrenz reden. Aber eigentlich ist's ja auch keine Konkurrenz. Wer jemals Herrmannsdorfer Fleisch oder Wurst gegessen hat, der kauft bestimmt keine Discounterware mehr.
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chipmunk
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
DasKruemel hat geschrieben:
Sicher sollte man dem auch nachgehen, wenn man Überschreitungen dieser extrem niedrigen Grenzwerte feststellt, aber man sollte nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Nun ja, wenn ich mir überlege, das Bio-Bauern auch ohne Pestizid-Einsatz erfolgreich arbeiten können (siehe auch feuerdraches Beitrag), dann frage ich mich oft eher, wo hier mit "Kanonen" geschossen wird.
Wie gesagt, ich finde es ein prinzipielles Problem. Gerade beim Einsatz von chemischen Substanzen, die unter Umständen lange irgendwo verweilen, und die man dann eben irgendwann nicht mehr so schnell los wird sollte man meiner Meinung nach mit größtmöglicher Sorgfalt vorgehen. Es gibt ja mehr als genug Beispiele wo langfristige Folgen erst viel zu spät festgestellt wurden.
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Frag ich mich auch....chipmunk hat geschrieben: Nun ja, wenn ich mir überlege, das Bio-Bauern auch ohne Pestizid-Einsatz erfolgreich arbeiten können (siehe auch feuerdraches Beitrag), dann frage ich mich oft eher, wo hier mit "Kanonen" geschossen wird.
Aber es will halt kaum mehr jemand viel bezahlen.
Ich hab gestern 500 Gramm Erdbeeren für 99 Cent gesehen!
Der Kilopreis im Bioladen hier ist 15,99 Euro.
Wundern tut mich da nichts mehr.
Und nein, ich kann die 15 Euro auch nicht zahlen, aber dann gibt's halt nicht täglich Erdbeeren...
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DasKruemel
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Hey, ich denke es geht um konventionelle Erdbeeren?DasKruemel hat geschrieben:Soviel zum Thema Bio und ohne Pestizide...
http://m.welt.de/wissenschaft/article32 ... talle.html
Jetzt aber nicht alles mischen!
'Ähhhm, wieviele Kupferdiskussionen hatten wir hier schon in den letzten 9 Jahren?
Oder wie lange ist die letzte Kartoffeldiskussion her?
Nun gut, da gehen schon einige Jahre ins Land.
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Ich finde es einfach traurig, dass diese Nachricht unbegründeter Weise zu mehr Skepsis dem Stillen gegenüber in der breiten Öffentlichkeit führen wird. Denn was groß haften bleibt bei vielen ist "Gift in Muttermilch nachgewiesen". Die Erklärungsversuche und Relativierung der Konzentration lesen nur die wirklich Interessierten, die genug lesen/Zeit haben, um diese Relativierungen zu lesen und durchzudenken. Und ist es nicht so, dass man dem, was man zuerst gehört hat eher glaubt als späteren Versionen?
Auch wenn es bestimmt wichtig ist auf Probleme in unserer Landwirtschaft hinzuweisen, sollte das nicht auf Kosten des Stillens geschehen. Was hier aber wohl leider der Fall war, da von Gift in der MuMi geredet wurde (ohne zu Erwähnen, dass dieses auch in der künstlichen Säuglingsnahrung ist).
Auch wenn es bestimmt wichtig ist auf Probleme in unserer Landwirtschaft hinzuweisen, sollte das nicht auf Kosten des Stillens geschehen. Was hier aber wohl leider der Fall war, da von Gift in der MuMi geredet wurde (ohne zu Erwähnen, dass dieses auch in der künstlichen Säuglingsnahrung ist).
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Das kann ich mir nicht vorstellen.Carraluma hat geschrieben:Ich finde es einfach traurig, dass diese Nachricht unbegründeter Weise zu mehr Skepsis dem Stillen gegenüber in der breiten Öffentlichkeit führen wird. Denn was groß haften bleibt bei vielen ist "Gift in Muttermilch nachgewiesen".
Denn jeder der klar denken kann, weiß, wenn Gift in der Muttermilch ist, dann ist es auch sonstwo überall.
Im Gegenteil, ich find's eigentlich ganz gut darauf hinzuweisen. Denn Gift auf der Alm oder Gift im Grundwasser lockt doch heutzutage keine Katze mehr hinter dem Ofen vor.
Wir sind alle viel zu abgebrüht von den ganzen Horrormeldungen..
Im Zweifelsfall, sagen wir uns, stimmen die Grenzwerte nicht....
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Re: Unkrautvernichter in Muttermilch-Proben gefunden
Es denken nur die meisten nicht weiter als von der Schlagzeile bis zu Mumi ist giftig. Die Verdummung der Nation treibt teilweise bunteste Blüten. Und manchmal sogar bei vermeintlich "gebildeten " Leuten.Seerose hat geschrieben:Das kann ich mir nicht vorstellen.Carraluma hat geschrieben:Ich finde es einfach traurig, dass diese Nachricht unbegründeter Weise zu mehr Skepsis dem Stillen gegenüber in der breiten Öffentlichkeit führen wird. Denn was groß haften bleibt bei vielen ist "Gift in Muttermilch nachgewiesen".
Denn jeder der klar denken kann, weiß, wenn Gift in der Muttermilch ist, dann ist es auch sonstwo überall.
Im Gegenteil, ich find's eigentlich ganz gut darauf hinzuweisen. Denn Gift auf der Alm oder Gift im Grundwasser lockt doch heutzutage keine Katze mehr hinter dem Ofen vor.
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