Veganes Beikostkind vegan stillen?

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marykate
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von marykate »

Kekes mit B12 kenne ich nicht. Aber ob Du das B12 nun in Tropfenform, als Keks, Milch, Zahnpasta oder sonstwas zu Dir nimmst ist doch bloß Kopfsache. :?:

Bevor ich Tierprodukte esse von Tieren, die unter Dauermedikation stehen nehme ich persönlich das B12 lieber selbst...
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Tigerchen
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Tigerchen »

Na ja, ich esse ja Bio, so weit es sich kontrollieren lässt. Und dann am liebsten auch noch von Bekannten, bzw. meinen eigenen Hühnern.

Aber wenn ich mir beim Bäcker Käsebrötchen hole, Pizza esse oder halt manche Sachen kaufe, ist das natürlich eher nicht aus der optimalen Haltung...
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Tigerchen
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Tigerchen »

Und ja, es ist Kopfsache.

Ich will meinen Kindern aber auch nicht beibringen, dauernd "Medikamente" zu nehmen.

Insgesamt hänge ich gerade total in der Luft. Und ich frage mich immer noch, ob es überhaupt ein Problem gibt, wenn ich einfach erst mal weiter mache wie bisher.
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Teazer
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Teazer »

Hallo Weltenbummlerin,

keine Sorge, langsame Gewichtszunahme ist kein Symptom von B12-Mangel. Jedenfalls nicht, wenn ein Kind motorisch völlig unauffällig ist.

Ich hatte vor einiger Zeit eine Untersuchung vorliegen, die die Empfehlung gab, oral in der Stillzeit zu supplementieren, da es Hinweise gäbe, dass nur das oral zugeführte B12 in die Muttermilch übergeht. Leider war die auf meinem alten Laptop gespeichert, der unrettbar aus dem Lebenn schied.

ABER: Neuere Studien belegen, dass der B12-Gehalt der Muttermilch mit dem Serumgehalt des mütterlichen Blutes zusammenhängt. Das bedeutet, dass erst bei massivem Mangel der Mutter der Gehalt in der Muttermilch sinkt. Daher gehe ich auch davon aus, dass die Versorgung eines gestillten Babys über die ersten 3 Monate, die sein Speicher aus der Schwangerschaft hält, hinaus ausreicht, selbst wenn nicht oral B12 zugeführt wird. Zumindest, wenn die Mutter noch einen guten Speicher hat.

Ich weise dennoch auf die potentielle Problematik hin. Sicher ist sicher. :)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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joko
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von joko »

Teazer hat geschrieben:Wenn Dein Wert über 300 ng/l liegt, hast Du keinen B12-Mangel, unter 200 ng/l schon.
Nur mal so interessehalber: wenn man das weiß, das man einen Wert irgendwo dazwischen hat, sollte man dann auch was zusätzlich nehmen?


Und: steht ein B12- Mangel in Zusammenhang mit Eisenmangel? Den hatte mein Kleiner nämlich massiv (er war ein Frühchen),
es wurde aber schon lange nicht mehr überprüft. Vielleicht wäre es dann sinnvoll, WENN man das nochmal testet, B12 gleich mit anzuschauen?

Sorry an die TS, fürs Zwischenfragen :oops:
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Teazer
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Teazer »

@joko: ICH würde dann das Holo-TC testen lassen. B12-Mangel kann mit einem Folsäuremangel zusammenhängen und tritt auch parallel zu Eisenmangel auf. Ob bei letzterem jedoch ein kausaler Zusammenhang besteht, weiß ich nicht.

Generell treten starke Mängel nur auf, wenn entweder kein B12 zugeführt wird oder ein Aufnahmeproblem vorliegt. Vor einem B12-Mangel muss der Durchschnittsmensch keine Angst haben. :)
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joko
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von joko »

Vielen Dank! :wink:
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Weltenbummlerin
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Weltenbummlerin »

Wie cool, Teazer! Vielen Dank für diese guten Infos! Aus dem Leben scheidende Laptops sind schon immer eine Plage ;).

Ich frage mich trotzdem, was mit den Mamas mit Resorptionsstörungen sein soll *kopfkratz*. Bei mir konnte das nicht eindeutig festgestellt werden, aber ich habe da echte Knotenbildungen im Hirn:
Die Mutter spritzt also und hat einen super aufgefüllten Speicher. Der überträgt sich in der Schwangerschaft problemlos auf das Baby. In der Vollstillzeit soll also nach den alten Untersuchungen gar kein Vitamin B12-Nachschub mehr ankommen. Das reicht für 3 Monate klar, aber die meisten Mamas stillen ja doch länger voll. Da scheint mir die neue Erklärung doch sinnvoller zu sein, dass Muttermilch und Serum zusammenhängen.Und angeblich ist so eine Resorptionsstörung gar nicht so selten.. Ist ja bei anderen gespritzten Mitteln auch so, oder? Aber nur weil was sinnvoll ist, heißt es ja nicht, dass es richtig ist. :?: Mag nicht mal eine von den klugen medizinisch begabten Damen hier eine Doktorarbeit darüber schreiben?

Aber natürlich ist ein Hinweis auf die wichtigkeit der oralen Substitution auf jeden Fall trotzdem wichtig!

Sorry auch von mir fürs Zwischenfunken im Thread.
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Giraeffchen
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Giraeffchen »

Tigerchen hat geschrieben:
Ich will meinen Kindern aber auch nicht beibringen, dauernd "Medikamente" zu nehmen.
Aber das ist doch nicht 'dauernd Medikamente nehmen'.
Du wuerdest etwas supplementieren, was dir ansonsten fehlen wuerde aufgrund deiner Ernährungsweise.
Es ist verantwortungs- und gesundheitsbewusst, darauf zu achten, dass dem Körper alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden. Nicht mehr und nicht weniger. :wink:
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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Die Zunge verwelkt,
wenn man sie nicht gebraucht."

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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von ixcacienfuegos »

Übrigens als Tipp: Wer Hashimoto hat , ist ein B12-Mangel -Risikopatient, da übernimmt die Kasse den Holo-TC. Verdachtsdiagnose reicht. Viele Ärzte wissen das aber nicht.
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
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