Paleo Anybody? ;)

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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fleurdebeurre
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Re: Paleo Anybody? ;)

Beitrag von fleurdebeurre »

Nuala, ich danke dir für die Beiträge der letzten Seiten. Ich bin da ganz bei dir. Ich habe im Laufe der Schwangerschaft meine Ernährung umgestellt, erst auf low carb und dann fand ich den Weg zu paleo. Mit der neuen Lebensweise änderte sich auch viel an meiner Einstellung. Einfach, weil ich merke, dass es mir deutlich besser geht. Ich habe bis vor einigen Wochen noch vegetarisch gelebt, aber seit zwei Wochen esse ich auch wieder Fisch und Fleisch.
Mir geht es auch um die Einfachheit des Essens. Mein Gemüseanteil hat sich so dermaßen erhöht, das habe ich in meiner fast 8jährigen vegetarischen Zeit nicht geschafft. Fleisch und Fisch oder Eier sind eben die Proteinquellen, die es dazu gibt, aber auch nicht jeden Tag. Ich hatte bisher noch nie das Verlangen, Brot zu ersetzen oder irgendwas zu ersetzen. Mir reichen drei Mahlzeiten mittlerweile locker. Vorher brauchte ich immer mind. 4, meist 5 Mahlzeiten und ich stand morgens schon mit knurrendem Magen auf, mir wurde schlecht vor Hunger und ich brauchte immer schnell was im Magen. Das ist jetzt ganz anders. Generell brauche ich nicht mehr so viel Essen, aber dafür hat die Qualität deutlich zugenommen.
LG fleur
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Nuala
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Re: Paleo Anybody? ;)

Beitrag von Nuala »

Gerne, meine Geschichte ist ja ähnlich...
Auch erst LowCarb (LCHF), dann Paleo.
Und mein Gemüseanteil hat sich ebenfalls drastisch gehoben.
Denn im Prinzip ist Gemüse ja das gesündeste Grundnahrungsmittel. Egal im welcher (gesunden) Ernährung.

Meiner Meinung nach sind die Grundpfeiler einer jeglichen gesunden Ernährung:
1. Viel Gemüse und Salat (ein guter Teil davon roh)
2. möglichst aus Grundnahrungsmitteln selbstgekochtes
3. abwechslungsreich (saisonal betrachtet)
4. weitgehender Verzicht auf Billigfett, Zucker in allen Formen, stark Verarbeitetes, Fertiggerichte, FastFood in allen Formen (dazu zählen für mich auch diese unzähligen "Bäcker" in den U-Bahnstationen - was soll das???)...
Der Rest ist dann tendentiell Kleinkram... der eine schwört bei den Proteinen auf Fisch und Fleisch, der andere auf Milch und Ei und der nächste eben auf Hülsenfrüchte...
Der eine braucht mehr Carbs, der andere weniger. Der eine verträgt Nachtschattengewächse, der andere verzichtet drauf, usw usf.
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Bright Berry
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Re: Paleo Anybody? ;)

Beitrag von Bright Berry »

Was ich bei Paleo nicht verstehe: Wenn alles abgelehnt wird, was es in der Steinzeiternährung höchstwahrscheinlich nicht gab, wie etwa Getreide, was ist dann mit all den Gemüsesorten, die es heutzutage gibt? Das sind alles neuartige Züchtungen und Kreationen. In der Steinzeit gab es definitv keinen Blumenkohl, Blattsalat oder Karotten wie sie heute sind. Alle Sorten, die der Handel heute anbietet, haben viele ihrer gesunden ursprünglichen Inhalte wie z. B. Bitterstoffe verloren. Demzufolge bestünde echtes Steinzeitgemüse fast ausschließlich aus Wildkräutern wie Löwenzahn, Giersch, Brennnessel etc. Wie seht ihr das?

Was das Thema vegan angeht, so sehe ich da oft einen Denkfehler. Wer ausschließlich vegan lebt, weil er meint, es sei FÜR IHN gesünder, macht es aus rein egoistischen Gründen, damit es ihm möglichst gut geht (Attila Hildmann ist z. B. auch so ein Vertreter). Genauso wie Paleo. Man isst Fleisch, weil man meint, dass es zu der Ernährung gehört, die man persönlich für die beste hält.
Der eigentliche Gedanke hinter der veganen Lebensweise ist jedoch eher das Gegenteil. Man macht es, damit es ANDEREN besser geht, wie etwa den Tieren, die missbraucht und getötet werden ("frei leben" und "artgerechte Haltung" ist bereits ein Widerspruch in sich). Ich finde, es geht NICHT in erster Linie darum, ob vegan nun die gesündeste Ernährung überhaupt ist oder ob vegan einfach nur ok und ausreichend ist und es vielleicht sogar noch gesündere Essformen gibt. Sondern es geht einfach um den Blick über den eigenen Tellerrand und welche Folgen meine Ernährung für andere hat und wen ich dafür opfere, obwohl es NICHT lebensnotwendig ist. Selbst wenn alle 7 Milliarden Menschen auf der Welt nach Paleo "nur wenig" Fleisch und andere Tierprodukte essen, sind das dennoch Millionen Tiere jährlich, denen dafür Dinge angetan werden, bei denen viele kotzen würden, wenn es dem eigenen Haustier passieren würde.
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Nuala
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Re: Paleo Anybody? ;)

Beitrag von Nuala »

Stimmt, beim echten vegan geht es eigentlich um andere: andere Menschen (Stichwort Hunger), Tiere, Umwelt. Das ist ja eine sehr edle Geisteshaltung, dagegen kann man wenig sagen, wenn es jemand so leben will. Hat auch einige Verbindungen zum Buddhismus.
Deswegen war vegan ja auch immer wenig anerkannt, weil man in unserer Gesellschaft gern mal zuerst an sich selbst denkt.

Du sprichst genau den Kontext an, der so verwirrend ist wenn man von Steinzeitnahrung spricht.
Ich persönlich verstehe es so: es geht nicht konkret um Weizen oder Zucchini, sondern es geht um die Inhaltsstoffe. In Gemüse findet man tendentiell andere Nährstoffe als in Getreide. Das Problem am Getreide sind die Anti-Nährstoffe, also das, was unserem Körper mehr schadet als nützt. zB. das Gluten oder Lektine. Das sind pflanzliche Abwehrstoffe, die viele nicht gut vertragen, vor allem nicht in Mengen wie sie heute üblich sind.
Nichts von dem was wir heute essen ist echtes Steinzeitessen! Alles ist hochgezüchtet, verändert und der Nährstoffgehalt ist viel geringer als früher. Aber trotzdem kann man Essen in Lebensmittelgruppen einteilen und diese Einteilung kann man auch auf frühere Nahrungsmittel umlegen: Das Charakteristikum von Obst ist, dass es aus Wasser, Fruktose, Ballaststoffen und Vitaminen besteht. So ca. Klar war's früher weniger Fruktose und mehr Vitamine, aber es war und ist nix großartig anderes drinnen.
Das gilt auch für Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Fleisch... in ihren GRUNDSÄTZLICHEN Inhaltsstoffen sind die nicht anders als in der Steinzeit. In Gemüse gibt's keine Laktose und in Fleisch kein Gluten. MMn ist DAS der Punkt um den es geht.

Konsequent ist es jedoch nicht. ZB. sind auch in Nüssen Lektine und Phytinsäure (in Mandeln sogar mehr als in Weizen) und trotzdem "darf" man sie in kleinen Mengen essen.
Dh im Endeffekt muss man bei Paleo selbst entscheiden was "erlaubt" ist und was nicht. Es gibt eine ungefähres Konstrukt, das sagt JA zu Gemüse, Salat, Fleisch, Fisch, Eier, Obst + Nüssen in eher geringen Mengen und NEIN zu Getreide, Hülsenfrüchten, Milchprodukten, Pflanzenölen und Zucker. Trotzdem essen einige Paleos Käse oder grüne Bohnen, fast alle essen Butter und einige lassen Nachtschattengewächse weg. Manche essen Reis, andere Kartoffeln.
Vielleicht ist es auch deshalb keine Trendernährung, weil man sich einfach viel mit Essen beschäftigt, darüber nachdenkt und vieles ausprobiert?
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Lotti
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Re: AW: Paleo Anybody? ;)

Beitrag von Lotti »

Bright Berry hat geschrieben:Was ich bei Paleo nicht verstehe: Wenn alles abgelehnt wird, was es in der Steinzeiternährung höchstwahrscheinlich nicht gab, wie etwa Getreide, was ist dann mit all den Gemüsesorten, die es heutzutage gibt? Das sind alles neuartige Züchtungen und Kreationen. In der Steinzeit gab es definitv keinen Blumenkohl, Blattsalat oder Karotten wie sie heute sind. Alle Sorten, die der Handel heute anbietet, haben viele ihrer gesunden ursprünglichen Inhalte wie z. B. Bitterstoffe verloren. Demzufolge bestünde echtes Steinzeitgemüse fast ausschließlich aus Wildkräutern wie Löwenzahn, Giersch, Brennnessel etc. Wie seht ihr das?

Was das Thema vegan angeht, so sehe ich da oft einen Denkfehler. Wer ausschließlich vegan lebt, weil er meint, es sei FÜR IHN gesünder, macht es aus rein egoistischen Gründen, damit es ihm möglichst gut geht (Attila Hildmann ist z. B. auch so ein Vertreter). Genauso wie Paleo. Man isst Fleisch, weil man meint, dass es zu der Ernährung gehört, die man persönlich für die beste hält.
Der eigentliche Gedanke hinter der veganen Lebensweise ist jedoch eher das Gegenteil. Man macht es, damit es ANDEREN besser geht, wie etwa den Tieren, die missbraucht und getötet werden ("frei leben" und "artgerechte Haltung" ist bereits ein Widerspruch in sich). Ich finde, es geht NICHT in erster Linie darum, ob vegan nun die gesündeste Ernährung überhaupt ist oder ob vegan einfach nur ok und ausreichend ist und es vielleicht sogar noch gesündere Essformen gibt. Sondern es geht einfach um den Blick über den eigenen Tellerrand und welche Folgen meine Ernährung für andere hat und wen ich dafür opfere, obwohl es NICHT lebensnotwendig ist. Selbst wenn alle 7 Milliarden Menschen auf der Welt nach Paleo "nur wenig" Fleisch und andere Tierprodukte essen, sind das dennoch Millionen Tiere jährlich, denen dafür Dinge angetan werden, bei denen viele kotzen würden, wenn es dem eigenen Haustier passieren würde.
Das ist natürlich völlig richtig - und gleichzeitig in meinen Augen ein Totschlag Argument, das nicht zielführend ist. Es geht ja nicht darum, ein Leben in der Steinzeit zu simulieren - dann dürfte ich auch kein Auto fahren, in einem Bett schlafen, auf einem Stuhl sitzen und so weiter. Es geht um eine artgerechte, ursprüngliche Ernährung, nicht mehr und nicht weniger.
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Lotti
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Re: AW: Paleo Anybody? ;)

Beitrag von Lotti »

Nachtrag: Ich kann zwar nicht mehr die Gemüse essen, wie sie vor 20.000 Jahren waren, aber ich habe immerhin die Wahl zwischen regionalen und saisonalen Angeboten (idealerweise Bio oder wie bei uns selbst angebaut) oder Tomaten aus Almeria im November und Erdbeeren aus Marokko im Februar...
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Re: Paleo Anybody? ;)

Beitrag von Bright Berry »

Nuala hat geschrieben:Stimmt, beim echten vegan geht es eigentlich um andere: andere Menschen (Stichwort Hunger), Tiere, Umwelt. Das ist ja eine sehr edle Geisteshaltung
Ich denke, es sollte mehr als eine edle Geisteshaltung sein, sondern eher eine Selbstverständlichkeit. Wenn eine Ernährung so massiv in das Leben von anderen eingreift und für Leiden und Töten verantwortlich ist, ist es genau dann eben mehr als eine persönliche Entscheidung.

Die andere Erklärung bezüglich der Inhaltsstoffe kann ich nachvollziehen.
Wie sieht es denn mit glutenfreiem Getreide wie Reis oder Mais aus? Und warum werden Hülsenfrüchte abgelehnt?
Was trinkt ihr bei Paleo? Ausschließlich Wasser?
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Nuala
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Re: Paleo Anybody? ;)

Beitrag von Nuala »

Jegliche Ernährung, absolut jede, ist ein Eingriff in anderes Leben.
Ich weiß, dass man Pflanzen nicht mit Tieren vergleichen kann, aber sie leben auch. Leben ist Leben.
Und Leben ist ohne Tod nicht möglich. Oder gilt es nicht, weil die Pflanze nicht schreit?
Und wenn es um Leiden geht: die moderne Landwirtschaft ist voller Leiden, auch wenn es nur um Pflanzen geht. Monokulturen, Hochzüchten, Folientunnel, Umgraben der Erde mit Maschinen die jegliches Getier unter und auf der Oberfläche zermatschen, Kunstdünger, Manipulation an der lebenden Natur so weit das Auge reicht.

So seltsam das klingt: ICH persönlich finde, dass vegan einen Schritt WEG von einem natürlichen Umgang mit der Natur ist. Ich finde, dass ich durch Paleo wieder einen neuen Zugang zur Natur und den Vorgängen darin bekommen habe. Man kann den Tod nicht ausklammern. Nicht mal als Veganer. Aber man kann es sich einreden. Das geht noch leichter als Großstädter. Am Land ist der Zugang da teilweise noch anders. Gut, manchmal fehlt mir da der Respekt, aber andrerseits wird weniger "Theater" um natürliche Prozesse gemacht.

Gut, jetzt mag sterben ein natürlicher Prozess sein, töten aber nicht. Und ich will auch nicht mit dem Gschichtl kommen, dass das halt immer schon war. Weil Krieg war auch schon immer, das heißt weder dass er gut ist, noch legitim.
Aber ein natürlicher Prozess sind die Vorgänge des Körpers. Je nachdem was man dem Körper zuführt verändert ihn. Deshalb zB. ist es für mich (!) Tierquälerei Hunde oder Katzen vegan zu ernähren. Dafür sind diese nicht gebaut! Das ist wider die Natur. Welches Leiden sieht dann mehr? Das der Maus? Das der mangelernährten Katze?

Es ist eine philosophische Diskussion. Und es geht um Geisteshaltungen.
Ich würde mich da nicht trauen von Selbstverständlichkeiten zu reden. Damit hätte ich das Gefühl meine Werte anderen überstülpen zu wollen.
Ja, ich finde es ebenfalls selbstverständlich das Leben zu achten und zu ehren. Das war ja auch einer der Gründe warum ich vegetarisch/vegan war. Und jetzt bin ich's nicht mehr?
Haben sich meine Werte jetzt geändert? Nein, eher im Gegenteil!
Es ist schwierig das zu erklären... Ich glaube dass ein bewusster Umgang mit Fleisch ähnlich wirken kann wie Veganismus. Es ist beides das Gegenteil von Massentierhaltung, Tiertransporten, unbewusster unreflektiertem Essen (egal wovon)...

Ich muss jetzt aufhören zu schreiben, aber ich beantworte später noch deine Fragen!
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Re: Paleo Anybody? ;)

Beitrag von fleurdebeurre »

Ich unterschreibe voll und ganz bei Nuala. Zumal es in der Paleo-Ernährung ja nicht um das haufenweise Reinschaufeln von Fleisch und Fisch geht, der Fokus liegt da doch eher ganz woanders. Es geht eben auch um Nachhaltigkeit, gesunde Nahrungsmittel, was auch gesundes Fleisch mit einschließt, weshalb Tiere aus Massentierhaltung einfach keine gesunde Grundlage einer Ernährung sein können. Ich kann aber jetzt feststellen, dass mir die vegetarische Ernährung nicht gut getan hat, dass es mir ohne Getreide, Soja und Co deutlich besser geht. Alleine, dass ich nicht mehr die Mengen an Essen brauche, finde ich sehr spannend.

Reis und Mais: Ich esse ab und zu weißen Reis, aber eher selten und dann auch nur kleine Mengen. Genauso halte ich es mit Kartoffeln. Ich ernähre mich nicht absichtlich low carb, aber mein Bedarf hat sich einfach verändert. Die gängigen Sättigungsbeilagen sind für mich keine mehr. Diese Position erfüllt nun Gemüse/Salat, welche einfach den Großteil (m)einer Mahlzeit ausmacht.
Mais ist nicht paleo, ich mag ihn aber eh nicht, von daher kein Problem. Anderes glutenfreies Getreide (also meist ja das Pseudogetreide wie Buchweizen, Quinoa etc.) sind theoretisch kein Problem, enthalten aber viele KH. Ich wüsste nicht, wo ich diese in meine Ernährung unterbringen sollte, da ich so gut wie nichts ersetze (also keinen Kuchen oder Brote backe oder Müsli/Frühstücksbreie esse). Ich meide sie.
Hülsenfrüchte haben zum einen ebenfalls viele KH, zum anderen enthalten auch sie - wie Getreide - Antinährstoffe. Einige machen bei bestimmten Hülsenfrüchten eine Ausnahme (z.B. Zuckerschote oder grüne Bohnen), ich esse es derzeit nicht.

Getränke: Ja, überwiegend trinke ich Wasser, aber auch Tee und Kaffee (eigentlich nur am WE). Jeden Nachmittag trinke ich einen Smoothie/Shake.
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Kinsale
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Re: Paleo Anybody? ;)

Beitrag von Kinsale »

Ich tue mich da sehr schwer.
Ich esse ja ziemlich low carb (aus anderen Gründen) und merke auch, wie gut mir das tut.

Nur mag ich diese Steinzeit-Idee nicht so. Wer hat eigentlich entschieden WELCHE Steinzeiternährung die "richtige" ist? Und welche "Steinzeit"? Das ist mir historisch alles zu schwammig :wink: Warum soll gerade der Lebenswandel einer bestimmten Gegend und Zeit (in der man eine Lebenserwartung von 25 Jahren hatte), heute so gesund für uns sein? Warum sind die danach erfolgten evolutionären Veränderungen (Laktosetoleranz zB) NICHT gut, aber die davor erfolgten (auf zwei Beinen gehen zB) schon?

Dass es gesund ist, unbehandelte Nahrungs(!)mittel zu sich zu nehmen, viel Gemüse zu essen und keinen Fertigschund ist doch klar. Da brauche ich doch kein Paleo-Kochbuch, um das rauszufinden.
Aber mich nerven Etiketten ohnehin :wink:

(Lustig finde ich persönlich noch den Trend der Paleo-Fans zu Freeletics. Als wären Liegestützen unter freiem Himmel irgendwie "ursprünglicher" als im Studio :lol:. Aber das nur am Rande)
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