Mensch, da hast Du ja schon echt einiges hinter Dir! Wie mit Euch seitens medizinischen Personals umgesprungen wurde, und was Du da z.T. für schrecklichen Unsinn gesagt bekommen hast (vor allem im Krankenhaus) ist total traurig

Toll, dass Du so eine Löwenmama bist und Dich trotz allem nicht entmutigen hast lassen (auch wenn verständlicherweise die vielen Schläge "unter die Gürtellinie" ihre Folgen in Deinem Zutrauen zu Deiner Stillfähigkeit hinterlassen haben - was völlig verständlich ist). Hier bist Du jetzt in guten Händen - wie schön, dass Du nicht lockergelassen hast, bis Du kompetente Hilfe gefunden hattest!

Ich wünsche Dir und Deinem Baby alles erdenklich Gute und dass irgendwann Entspannung in Eure Stillbeziehung einziehen möge
Ein Gedanke, der mir beim Lesen Deines Threads immer wieder kam: es kann gut sein, dass ein Teil Eurer Probleme mit dem Spucken etc. daher rühren, dass Dein Kind mit dem Zufüttern mit der Flasche schlecht zurecht kommt, weil es die Menge nicht regulieren kann. Dass Fläschchen die Gefahr von Saugverwirrung mit sich bringen, hat Julia ja schon erklärt.
Ein anderes Problem ist genau das von Dir geschilderte: gerade junge Babys können an der Flasche oft einfach nicht aufhören zu trinken! Der Mechanismus ist ein ganz einfacher: Das Baby bekommt den Flaschensauger in den Mund (anders als die BW, die es aktiv ansaugen müsste, kann man den Sauger auch ohne Babys zutun "in den Mund stecken"), der feste Reiz durch den Sauger am Gaumen löst den Saugreflex beim Baby aus. Das Baby saugt und nuckelt also an der Flasche - dabei kommt (im Gegensatz zur Brust, an der das Baby durch ein spezielles Saugmuster den MSR auslösen muss, damit Milch kommt) die ganze Zeit Milch aus der Flasche! Und nun kommt es ein bisschen darauf an, wie das Baby gehalten wird: liegt es quasi - also tendenziell in Rückenlage - muss es nun die Milch auch schlucken, sonst kann es nicht atmen. So wird es ganz hektisch und schnell die ganze Milch austrinken - egal wie viel in der Flasche war. Wenn die Mahlzeitengröße einfach zu groß war für den kleinen Babymagen, wird das Baby nun quengelig und unruhig sein (manche interpretieren das als "immernoch Hunger" und machen das nächste Fläschchen fertig...

), oder - wie Dein Baby schlauerweise - es wird die Milch ausspucken.
Da Du bald den Softcup haben wirst, wird sich dieses Problem wahrscheinlich ganz bald von selbst lösen

, denn wie Du schon selbst vermutet hast: am Softcup wird nicht gesaugt, daher entfällt auch das reflexartige Saugen und "Trinkenmüssen", das die Flasche oft auslöst. Wenn die Lieferung des Softcups noch auf sich warten lässt (hast Du den in einer Apotheke bestellt? eigentlich sollte er dann zügig da sein, oft schon am nächsten Tag), kannst Du es bis dahin (solange Du nun nicht vor Einführung des Softcups mit Becherchen probieren möchtest) mit der Flasche vielleicht so versuchen: Kind gut abgestützt so aufrecht halten, dass es NICHT liegt beim Fläschchentrinken. Dann hat Dein Kind eher die Chance, überflüssige Milch aus dem Mündchen wieder herausfließen zu lassen, statt sie zu schlucken, obwohl der Magen schon voll ist.
Ich finde es ganz toll, dass Du sensibel genug bist, zu merken, dass Dein Kind manchmal einfach "zu viel Milch auf einmal" abbekommt, wenn es mit Fläschchen gefüttert wird (wie gesagt, viele Mütter würden das dann eher als ein "ist immernoch hungrig" interpretieren und noch mehr Milch im Fläschchen anbieten, die das Baby dann wieder "atemlos austrinkt, als habe es noch nichts bekommen"...). Mit dem Softcup seid ihr dann da wirklich auf dem besten Wege dieses Problem zu umgehen! Dann kannst Du immernoch schauen, ob es an der schieren Menge liegt oder Dein Kind vielleicht wirklich auf Pre mit einer Unverträglichkeitsreaktion reagiert und deshalb spuckt. (Was natürlich nichts mit "Reflux" zu tun hätte, weshalb, wie Du selbst schon selbst richtig geschrieben hast, der Vorschlag des KiA mit der "Reflux-Spezialnahrung" Quatsch wäre. Wenn überhaupt müsste es dann ja was hypoallergenes geben...)