Re: Der Pferde-Fred
Verfasst: 22.05.2021, 20:54
Für Kindererziehung und -verhalten gibt's hier im Forum ja immer jede Menge gute Tipps, vielleicht fällt Euch ja auch zu meinem Pferd was ein?
Meine Stute hat extreme Angst vor Kühen. Also wirklich extrem, näher als 50 Meter komme ich mit ihr an keine Kuh ran
Da ist es auch völlig egal, ob wir mit anderen unterwegs sind oder nicht. Wobei Kühe im Stall immerhin weniger furchteinflößend sind als auf der Wiese, vielleicht weil da weniger zu sehen ist?
Jedenfalls gibt es in der Nähe des Stalles einen Hof mit Kühen. Die Kühe sind meist auf einer Wiese, die so weit weg ist von der Straße, dass selbst meine Stute dran vorbeiläuft (nicht ohne misstrauisch hinzugucken natürlich am Anfang des Jahres, im Laufe des Sommers wird es besser). Vorgestern aber hatten sie auf einem schmalen Streifen an der Straße zwei Kühe extra stehen als "Rasenmäher". Prima, dachte ich, ich mache ein bißchen Kuhtraining. Also habe ich meine Stute in die Nähe geführt, bis so knapp vor den Punkt, wo ich merkte, dass sie nicht weitergehen würde. Da habe ich sie stehenlassen, Leckerli gegeben und versucht zu beruhigen. Mein Pferd stand da mit geblähten Nüstern und hat immer wieder laut geblasen. Irgendwann einmal hat sie auch angefangen, vom Wegrand ein bißchen Gras zu rupfen. Total hektisch zwar, immer wieder zwischendurch den Kopf hochgerissen und auf die Kuh gestarrt, aber immerhin. So standen wir da bestimmt 20-30 Minuten (in denen ich der Kuh sehr dankbar war, dass sie nicht auf uns zukam
), aber mein Pferd hat sich kein bißchen beruhigt. Wir sind immer mal ein bißchen rumgelaufen, ein paar Meter zurück, ein paar vor, aber es hat sich nichts geändert. Irgendwann mal ist die Kuh hinter einem kleinen Hügel außer Sicht verschwunden, und ich dachte, wir treten nun den Rückweg an. Sobald ich wieder zurück in Richtung Stall gewendet habe, hatte ich ein explosives Geschoss neben mir, das nur noch weg wollte. Und dann hat mein verrücktes Vieh beschlossen, dass das kleine Fohlen auf der Weide auf der anderen Seite nun auch ein Grund zum Durchdrehen wäre, und ist erst recht schier ausgeflippt... Ich glaube, wenn ich sie nicht mit Führkette geführt hätte, wäre sie mir auf und davon, so hat sie nur wild getänzelt, getöltet und ist vorne leicht gestiegen
Und ich habe Blut und Wasser geschwitzt bei der Aktion! Am Stall hat sie sich dann zum Glück aber schnell beruhigt.
Ich bin nun aber etwas ratlos... Was mich völlig verblüfft, ist dieses Ausflippen, nachdem die eigentliche "Gefahr" ja schon vorüber war. Kennt das hier noch jemand?
Und man sollte doch meinen, dass ein Pferd, wenn es eine halbe Stunde lang eine Kuh angeschaut hat, sich doch zumindest ein bißchen entspannt, oder? Ich bin mit ihr bewusst nicht näher an die Kuh gegangen, sondern immer auf ihrem "Anfangsabstand" geblieben.
Ach ja: Die Züchterin hatte diese Kuhangst auch schon bemerkt, und meine Stute zusammen mit einer anderen und drei Kühen für zwei Wochen auf einer Weide geparkt. Das andere Pferd hat seither keine Probleme mehr mit Kühen. Meine hatte vor genau diesen drei Kühen dann wohl auch keine Angst mehr. Aber vor allen anderen Kühen weiterhin... Args. Ich glaube deswegen auch nicht unbedingt, dass ich ihr die Kuhangst absolut abtrainieren kann, aber ich will zumindest imstande sein, sie an einer Kuhweide vorbeizuführen. Es gibt ja nicht immer Ausweichmöglichkeiten...
Meine Stute hat extreme Angst vor Kühen. Also wirklich extrem, näher als 50 Meter komme ich mit ihr an keine Kuh ran
Jedenfalls gibt es in der Nähe des Stalles einen Hof mit Kühen. Die Kühe sind meist auf einer Wiese, die so weit weg ist von der Straße, dass selbst meine Stute dran vorbeiläuft (nicht ohne misstrauisch hinzugucken natürlich am Anfang des Jahres, im Laufe des Sommers wird es besser). Vorgestern aber hatten sie auf einem schmalen Streifen an der Straße zwei Kühe extra stehen als "Rasenmäher". Prima, dachte ich, ich mache ein bißchen Kuhtraining. Also habe ich meine Stute in die Nähe geführt, bis so knapp vor den Punkt, wo ich merkte, dass sie nicht weitergehen würde. Da habe ich sie stehenlassen, Leckerli gegeben und versucht zu beruhigen. Mein Pferd stand da mit geblähten Nüstern und hat immer wieder laut geblasen. Irgendwann einmal hat sie auch angefangen, vom Wegrand ein bißchen Gras zu rupfen. Total hektisch zwar, immer wieder zwischendurch den Kopf hochgerissen und auf die Kuh gestarrt, aber immerhin. So standen wir da bestimmt 20-30 Minuten (in denen ich der Kuh sehr dankbar war, dass sie nicht auf uns zukam
Ich bin nun aber etwas ratlos... Was mich völlig verblüfft, ist dieses Ausflippen, nachdem die eigentliche "Gefahr" ja schon vorüber war. Kennt das hier noch jemand?
Und man sollte doch meinen, dass ein Pferd, wenn es eine halbe Stunde lang eine Kuh angeschaut hat, sich doch zumindest ein bißchen entspannt, oder? Ich bin mit ihr bewusst nicht näher an die Kuh gegangen, sondern immer auf ihrem "Anfangsabstand" geblieben.
Ach ja: Die Züchterin hatte diese Kuhangst auch schon bemerkt, und meine Stute zusammen mit einer anderen und drei Kühen für zwei Wochen auf einer Weide geparkt. Das andere Pferd hat seither keine Probleme mehr mit Kühen. Meine hatte vor genau diesen drei Kühen dann wohl auch keine Angst mehr. Aber vor allen anderen Kühen weiterhin... Args. Ich glaube deswegen auch nicht unbedingt, dass ich ihr die Kuhangst absolut abtrainieren kann, aber ich will zumindest imstande sein, sie an einer Kuhweide vorbeizuführen. Es gibt ja nicht immer Ausweichmöglichkeiten...