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Re: Meine Diagnosewoche

Verfasst: 13.10.2012, 22:08
von Nina
Danke, Julia, für deine Einschätzung! Und ich bin froh, daß das Wiegen nun ein Ende hat.
Ich denke, nach dem Urlaub werde ich das mit der Beikost mal in Angriff nehmen.

Jetzt fahren wir erstmal weg. Ich falle jetzt ins Bett, der Tag war megasuperanstrengend...

Gute Nacht!

Re: Meine Diagnosewoche

Verfasst: 13.10.2012, 22:17
von jusl
Gute Nacht! Und eine schöne Urlaubswoche!

Re: Meine Diagnosewoche

Verfasst: 16.10.2012, 13:24
von Nina
Hallo,

einen schönen Gruß aus dem Urlaub!
Nachdem ich hier zwei Tage wirklich nur noch gestillt habe und dennoch die Kleinen dauernd nur unzufrieden waren, bin ich ins nächste Reformhaus gedüst und habe Hirseflocken und Mandelmus besorgt. Julian findet das SEHR interessant, "kaut" drauf rum und schluckt auch einiges. Aber Lilli mag es GAR nicht, sie schreit als hätte sie Schmerzen, sobald sie etwas im Mund hat, und regt sich richtig schlimm auf.
Meine Frage also: was, wenn sie die Beikost nicht annimmt? Sollte ich dann ihr doch Kunstmilch zufüttern und wenn ja wieviel? Oder doch zusätzlich mit Dom probieren?

Liebe Grüße,
Nina

Re: Meine Diagnosewoche

Verfasst: 16.10.2012, 14:06
von jusl
habe Hirseflocken und Mandelmus besorgt. Julian findet das SEHR interessant, "kaut" drauf rum und schluckt auch einiges
Super! :D
Aber Lilli mag es GAR nicht, sie schreit als hätte sie Schmerzen, sobald sie etwas im Mund hat, und regt sich richtig schlimm auf.
Meine Frage also: was, wenn sie die Beikost nicht annimmt? Sollte ich dann ihr doch Kunstmilch zufüttern und wenn ja wieviel? Oder doch zusätzlich mit Dom probieren?
Nee, jetzt erstmal Urlaub machen. ;-)
Mein erster Schritt wäre wohl, erstmal etwas mit der festen Nahrung zu experimentieren. Etwas breiiger/flüssiger/süßer/fetter/Öl statt Mus... alles in Ruhe ausprobieren! Wenn DANACH immernoch Zufütterbedarf bestehen sollte UND sie aber partout gar nichts festes mag (was ich nicht glaube!..), dann kannst Du Dir überlegen, ob Du Kunstmilch zufüttern willst oder noch mal Dom einnehmen.

Ihr habt Zeit, das komplett druckfrei herauszufinden.

LG und schönen Urlaub weiterhin
Julia

Re: Meine Diagnosewoche

Verfasst: 16.10.2012, 17:24
von Nina
jusl hat geschrieben:Ihr habt Zeit, das komplett druckfrei herauszufinden.
So mittel... Druck besteht schon allein dadurch, daß die beiden echt extremst unzufrieden sind und mir dadurch schon so langsam der Spaß an Vielem verlorengeht. Ich stille gerne, wirklich, aber alle 30-40 Minuten und immer im Tandem nervt dann halt doch irgendwann. Aber klar, wir probieren noch etwas.

Re: Meine Diagnosewoche

Verfasst: 25.10.2012, 13:01
von Nina
Jetzt bin ich wieder verunsichert.

Erstmal kurz als Update: bei Julian hat es mit dem Brei weiterhin gut geklappt. Er mag ihn gerne und isst auch schon ganz gute Mengen. Ich gebe ihm 2x, seit gestern 3x am Tag Hirse oder Reis mit Mandelmus. Lilli hatte nicht so Interesse zuerst, aber seit ein paar Tagen isst sie auch ein bißchen. Vertragen tun es beide bisher gut. ABER: Julian ist immer noch so unzufrieden. Er schläft auch gar nicht mehr gut beim Tragen ein, schreit wenn er auf dem Rücken und müde ist, bis ich ihn nehme und stille, wo er dann sofort einschläft, bis ich ihn abdocke. Auch wenn wir draußen unterwegs sind, und er schläft, wird er in kurzen Abständen wach und will stillen. Das ist sehr anstrengend und mühsam für mich. Bei Lilli ist es nicht so extrem.

Nun hatten wir heute U5. Von unserem KiA halte ich sehr viel, weiß aber nicht, wie aktuell sein Stillwissen ist. Auf jeden Fall meinte er, das Gewicht und die Zunahme seien ja noch gerade so im Rahmen, er hätte mir nicht zu Beikost geraten, sondern empfohlen, einen Stillrhythmus einzuführen. Also seltener zu stillen, damit die Kinder hungriger trinken und dann mehr HIntermilch bekommen. Also bin quasi seiner Meinung nach ich schuld, daß sie dünn sind, weil ich zu viel stille/gestillt habe. Ansonsten war er mit der Entwicklung der beiden zufrieden.

Gibt es das wirklich, kann man zuviel stillen? Und dadurch Untergewicht beim Kind verursachen???

Ach ja, und wie ist es mit der Vielfalt bei der Beikost, ist es zu einseitig, mehrmals am Tag das immer gleiche zu geben? Er meinte, sie bräuchten dann schon irgendwann mehr Abwechselung. Da beide Ekzemneigung haben und ich selbst ND würde ich gerne langsam vorgehen und auch aktuell erstmal bei dem bleiben, was sie vertragen. Wie schnell sollte ich da neue Nahrungsmittel einführen, und was?

Edit, ich schmeiß das aktuelle Gewicht noch hinterher:


Julian:
16.5. 2830 g KH
22.5. 2620 g U2
23.5. 2700 g KH
15.6. 3400 g
16.6. 3450 g
19.6. 3540 g
21.6. 3540 g
23.6. 3580 g U3
26.6. 3740 g
28.6. 3790 g
04.7. 4120 g
27.7. 4420 g U4
19.9. 5280 g
20.9. 5300 g
21.9. 5330 g
22.9. 5340 g
23.9. 5150 g KH
25.9 5300 g KH
27.9. 5260 g
28.9. 5270 g
29.9. 5260 g
30.9. 5240 g
01.10. 5250 g
02.10. 5360 g
03.10. 5250 g
04.10. 5260 g
05.10. 5260 g
06.10. 5300 g
07.10. 5320 g
08.10. 5460 g
09.10. 5420 g
10.10. 5400 g
11.10. 5450 g
12.10. 5400 g
13.10. 5460 g
23.10. 5620 g
24.10. 5640 g
25.10. 5630 g U5

Lilli:
16.5. 2710 g KH
22.5. 2620 g U2
23.5. 2685 g KH
15.6. 3300 g
16.6. 3400 g
19.6. 3490 g
21.6. 3560 g
23.6. 3520 g U3
26.6. 3660 g
28.6. 3760 g
04.7. 3910 g
27.7. 4240 g U4
19.9. 5260 g
20.9. 5240 g
21.9. 5250 g
22.9. 5330 g (mit Windel - sonst ohne)
23.9. 5090 g KH
25.9. 5200 g KH
27.9. 5240 g
28.9. 5170 g
29.9. 5190 g
30.9. 5180 g
01.10. 5180 g
02.10. 5200 g
03.10. 5260 g
04.10. 5320 g
05.10. 5290 g
06.10. 5270 g
07.10. 5330 g
08.10. 5330 g
09.10. 5290 g
10.10. 5350 g
11.10. 5370 g
12.10. 5330 g
13.10. 5390 g
23.10. 5420 g
24.10. 5450 g
25.10. 5460 g U5

Re: Meine Diagnosewoche

Verfasst: 25.10.2012, 13:55
von Lösche Benutzer 8492
Hi,

kriegt Julian vielleicht einen Zahn? Wir haben es gerade durch und es war aehnlich...

Re: Meine Diagnosewoche

Verfasst: 25.10.2012, 14:21
von jusl
Nun hatten wir heute U5. Von unserem KiA halte ich sehr viel, weiß aber nicht, wie aktuell sein Stillwissen ist. Auf jeden Fall meinte er, das Gewicht und die Zunahme seien ja noch gerade so im Rahmen, er hätte mir nicht zu Beikost geraten, sondern empfohlen, einen Stillrhythmus einzuführen. Also seltener zu stillen, damit die Kinder hungriger trinken und dann mehr HIntermilch bekommen. Also bin quasi seiner Meinung nach ich schuld, daß sie dünn sind, weil ich zu viel stille/gestillt habe. Ansonsten war er mit der Entwicklung der beiden zufrieden.

Gibt es das wirklich, kann man zuviel stillen? Und dadurch Untergewicht beim Kind verursachen???
Ganz klare Antwort: Bei EUCH halte ich das für absolut ausgeschlossen. Und zwar aus folgenden Gründen:

Die Ausführungen Deines KiAs sind nicht komplett falsch - unter ganz bestimmten Umständen ist es möglich, ein Baby permanent mit Muttermilch abzufüllen, die zu wenig Fett enthält. Diese Umstände beinhalten:
* ein sehr junges Baby mit sehr kleinem Magen,
* eine massive MilchÜBERproduktion der Mutter,
* ein sehr großes Speichervolumen der Brust.
Wenn mit dieser ungünstigen Kombi sehr oft gestillt wird, ist die übliche Folge: das Baby gedeiht unauffällig, aber scheidet extrem viel aus, sehr viel Pipi und sehr viel (häufig anhaltend grünen) Stuhl.
Wenn mit dieser ungünstigen Kombi eher selten gestillt wird (nach "Rhythmus" wie Dein Kia empfielt), ist die übliche Folge: das Baby ist immer kompett abgefüllt von der Milch, die sich ohne MSR in den Brüsten sammelt, bekommt deshalb zu wenig Kalorien und gedeiht entsprechend schlecht.

Und damit ist auch klar, dass diese Umstände auf Dich nicht zutreffen: Du hast definitiv KEINE MilchÜBERproduktion (bisherige Vermutungen betrafen ja eher das Gegenteil). Deine Babys sind auch nicht mehr "sehr jung mit sehr kleinem Magen". Und nicht, dass ich Dich sooo haargenau abgecheckt hätte als wir uns das letzte Mal sahen, aber nach übermäßig viel Speichervolumen sahst Du nicht aus :oops: :lol: . Dies belegen auch Deine früheren Bemühungen beim Milchabpumpen (erinnere ich richtig?).
In der Äußerung "Also seltener zu stillen, damit die Kinder hungriger trinken und dann mehr HIntermilch bekommen." ist ein logischer Fehler: die Menge der fettärmeren "Vordermilch" hängt NICHT davon ab, ob ein Kind "hungrig trinkt" oder nicht (ich nehme an, damit meint er, dass beim "hungrig Trinken" der MSR schneller kommt und entsprechend schneller die Hintermilch fließt). Denn die Vordermilch muss SO ODER SO doch erstmal irgendwo hin! Wenn der MSR langsam (oder gar nicht) kommt, fließt ja nicht stattdessen weiterhin Vordermilch, sondern es fließt nach der Vordermilch einfach KEINE Milch mehr!.. Deswegen ergibt der Hinweis des KiAs keinen Sinn.
(Abgesehen davon: beim Tandemstillen setzt der MSR wegen des doppelten Saugreizes für gewöhnlich sowieso sehr früh ein)

Womit er Recht hat: "Hungrig trinken" im Sinne von "kräftig saugen" ist wichtig für die Anregung der Milchproduktion. Dies erreicht man aber nicht durch Hungern (dadurch erreicht man nur Aufregung und Hektik, und dies schlägt sich nachweislich NEGATIV auf das Trinkverhalten nieder!..) sondern durch eine gute Stilltechnik.

Und mal von allem bisherig Geschriebenen abgesehen: Du HAST bereits einen völlig normalen "Stillrhythmus", nämlich Stillen nach Bedarf, mit einer Mischung aus klar umrissenen Mahlzeiten und abends Clustern (dies ist mein letzter Stand). Dies ist völlig unauffällig und nicht zu verbessern; damit scheidet Euer Stillrhythmus als Ursache für irgendwelche Probleme aus.
Ach ja, und wie ist es mit der Vielfalt bei der Beikost, ist es zu einseitig, mehrmals am Tag das immer gleiche zu geben? Er meinte, sie bräuchten dann schon irgendwann mehr Abwechselung.
Ja klar, IRGENDWANN wäre es schön, wenn Deine Kinder noch was anderes essen würden als Getreide mit Mandelmus. :lol: Zum JETZIGEN Zeitpunkt ist dieser Hinweis aber sinnfrei: Du fütterst nur geringe Mengen zu (3x am Tag sind "geringe Mengen"!..), die NICHT als MuttermilchERSATZ gedacht sind, sondern ausschließlich dazu dienen, ein paar mehr Kalorien ins Kind zu kriegen. Da ist es VÖLLIG WURSCHT, was genau Du da gibst. Neue Nahrungsmittel kannst Du entsprechend LANGSAM einführen, z.B. einfach mal einen Klacks irgendwas (Obst oder Gemüsemus z.B.) mit in den Brei mischen, oder weitere Getreidesorten probieren. Diese Lebensmittel sind für gewöhnlich problemlos verträglich.

Jedenfalls: in gewisser Hinsicht ist es "gut" (bitte nicht falsch verstehen!..), dass Julian immernoch unzufrieden ist. Denn: er wird nach Bedarf gestillt, hat freien Zugang zu hochkalorischer Beikost, und seine Gewichtszunahme ist im Rahmen. Heißt also: AN HUNGER liegt es NICHT!..

LG
Julia

Re: Meine Diagnosewoche

Verfasst: 26.10.2012, 08:23
von Nina
Ah, ok. ich glaube, er meinte damit einfach, daß es nicht gut ist, sehr oft und dann auch sehr kurz zu stillen, so daß das Baby sich quasi immer an der Vordermilch satttrinkt, und nie genug Hunger hat um lange genug zu trinken um an die Hintermilch zu kommen. Und grünen Stuhl hatte Julian jetzt ja lange, vielleicht kam er auch deswegen drauf? Aber da beim Tandemstillen ja jedes Kind eh nur eine Brust bekommt, müsste es ja typischerweise eher mehr Hintermilch geben, als wenn ein baby beide Brüste bekommt, oder?

Lilli scheint die Beikost doch nicht so gut zu vertragen. Gestern war der erste Tag, wo sie richtig zugelangt hat, und abends hatte sie prompt mehrere rote Stellen im Gesicht, trockenes Ekzem. Heute Nacht hat es auch ganz schön gerumpelt in ihrem Bäuchlein und sie hat schlecht geschlafen. Was mache ich jetzt... erstmal pausieren?

@wildmotzi: Zähne wäre denkbar. Sehen kann ich allerdings noch nichts bei ihm.

Re: Meine Diagnosewoche

Verfasst: 26.10.2012, 09:41
von jusl
ich glaube, er meinte damit einfach, daß es nicht gut ist, sehr oft und dann auch sehr kurz zu stillen, so daß das Baby sich quasi immer an der Vordermilch satttrinkt, und nie genug Hunger hat um lange genug zu trinken um an die Hintermilch zu kommen.
Ja, nur stillst DU nicht "sehr oft", sondern ganz normal, wie Deine Angaben zu Beginn dieses Threads belegen.
Lilli scheint die Beikost doch nicht so gut zu vertragen. Gestern war der erste Tag, wo sie richtig zugelangt hat, und abends hatte sie prompt mehrere rote Stellen im Gesicht, trockenes Ekzem. Heute Nacht hat es auch ganz schön gerumpelt in ihrem Bäuchlein und sie hat schlecht geschlafen. Was mache ich jetzt... erstmal pausieren?
Nee, ich würde erstmal weiter anbieten und die Sache beobachten. Du schriebst selbst, Deine Kinder haben da entsprechende Dispositionen als "Haut-Kinder". Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Haut-Irritationen noch während der Vollstillzeit auftreten, ist entsprechend ebenfalls hoch. Die trockenen Stellen können auch ebensogut mit dem Kälteeinbruch momentan zusammenhängen; im Winter wird ND und co bekanntlich üblicherweise schlimmer. Mehrmals täglich ein paar Hapse Beikost sind fürs Bäuchlein nach kurzer Zeit normalerweise gut zu bewältigen. Bleib zuversichtlich! :D

LG
Julia