Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

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Tintentupf
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von Tintentupf »

Ich hätte wohl ein bisschen weiter zurück lesen müssen. Ja das ist bestimmt sehr frustrierend.
Vor allem wenn man den Grund nicht weiß.
Vielleicht wird es besser, wenn die Beikost anfängt. Wen man nicht mehr alleine fürs Gewicht verantwortlich ist und man die Kalorien extra hoch halten kann, die man zuführt. (Ich hab noch nicht nachgelesen, ob ihr schon angefangen habt)
Lg
Liebe Grüße,

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amaryllis
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

Ich habe mich entschieden abzustillen, da ich merke, dass in mir Wut und Abneigung wachsen. Leider verbinde ich die Stillzeit (bis auf wenige Monate) mit nichts Positivem und das möchte ich mir nicht mehr länger antun.

Liebe deidamaus, ich hoffe, dein Arm ist auf dem Weg der Besserung. Wie gehe ich nun am besten vor? Es bietet sich wohl an, das Domperidon auf einmal ganz abzusetzen. Meinst du, das reicht aus, um einen Milchstau zu vermeiden? Wie stelle ich sicher, dass das Saugbedürfnis des Babys auch ohne mich befriedigt wird? Worauf sollte ich achten?

Liebe Grüße und vielen Dank nochmal für alles!
Fühlt euch gegrüßt von amaryllis und der kleinen Schnute (*06/20).

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Polarfuchs
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von Polarfuchs »

Amaryllis, das tut mir unendlich leid für dich - für euch! Dabei sollte die Stillzeit doch was schönes sein. :-(
Ich verstehe dich, diese dauernde analysieren, wiegen, sich fragen „warum ich?“, und dann noch die OP deines Mannes.
Manchmal ist es einfach zu viel für einen einzigen Menschen.... fühl dich gedrückt wenn du möchtest (( ))
Wenn ich es richtig im Kopf habe wird hier dann oft vorgeschlagen einen Schnuller anzubieten wenn das Kind es braucht. Wenn nicht, musst du glaube ich gar nichts anbieten - also um das Saugbedürfnis zu befriedigen. Nähe kannst du ihr auch auf andere Art geben - du bist eine tolle Mutter! Du hast Monate lang um eure Stillbeziehung gekämpft - und wenn es einem Teil damit nicht mehr gutgeht, dann muss man irgendwann einen Schlussstrich ziehen. Ich hoffe, dass es dir damit besser geht!
Nimmt deine Kleine es gut an?
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ShinyCheetah
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von ShinyCheetah »

Hallo amaryillis,

wenn du das möchtest, wird dich Deidamaus bestimmt wunderbar dabei unterstützen! Man sollte wohl auch noch darauf achten, dass das Baby im ersten Jahr genug Milch (Pre) bekommt, aber das ist sicher auch über Beikost und ohne Flasche möglich, je nachdem, was du möchtest.

Trotzdem kann ich mir ein kleines "aber" nicht verkneifen. Wäre es eine Option für dich, es vielleicht 1 oder 2 Monate deinem Baby zu überlassen? Keine Flasche, kein Schnuller, kein Domperidon, kein Spray und einfach Stillen und Beikost nach Bedarf? Nicht mehr wiegen außer zu den Us? Wenn die Milch dann wirklich wegbleibt und dein Baby nicht mehr an die Brust will, ist es eben so. Oder kommt das für dich überhaupt nicht in Frage?
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deidamaus
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von deidamaus »

Hallo amaryllis,

ich kann dich sehr gut verstehen. Deine Problematik kannte ich bisher noch nicht und die einzige Erklärung, die mir dafür einfällt, ist eventuell ein neuronales Problem. Vielleicht läuft es aber beim nächsten Kind auch völlig anders.

Wenn du abstillen möchtest, dann stille nach und nach seltener und biete deinem Baby auf jeden Fall zusätzlich deine eingefrorene Muttermilch bzw. Pre an. Im ersten Lebensjahr ist das wichtig. Um das Saugbedürfnis zu befriedigen musst du schauen, was dein Baby braucht. Schnuller, Flasche, Daumen. Oder eine Kombi oder ev. nichts (das hängt von deinem Baby ab). Wie geht es dir momentan? Und wie deinem Mann?

Liebe Grüße
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amaryllis
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

Danke für deine rasche Antwort. Mir geht es nicht so gut, ich hadere mit meiner Entscheidung. Auf die gleiche Weise weitermachen möchte und kann ich allerdings nicht mehr. Ich denke über Shinys Vorschlag nach. Dieser würde jedoch wahrscheinlich den Stress nicht reduzieren, da ich dann ja erneut überwachen müsste, ob sie wirklich genug bekommt.

Ist ein neurologisches Problem wirklich möglich, wenn der Msr drei Monate lang (ich habe gerade mal nachgerechnet) problemlos eingesetzt hat?

Könnten in meinem speziellen Fall nicht vielleicht ausnahmsweise Stillproben, komplett ohne Spray, über 24 oder 48 Stunden eine letzte Möglichkeit sein? Dann würde ich mich nicht bis in alle Ewigkeit fragen, ob ich mir die Sache mit dem Msr nur einbilde. Bleibt nur die Frage, wie ich das in den frühen Morgenstunden gestalten könnte, da die Kleine da im Halbschlaf noch immer oft im Nuckel- und Wühlmodus ist. Vorher wiegen endet unter Garantie in Gebrüll und anschließend das eingeschlafene Baby auf die Waage legen, weckt es natürlich wieder auf.

Meinem Mann geht es mal besser und mal schlechter. Er hat teilweise extreme Krämpfe, die so stark sind, dass der betroffene Muskel aussieht, als würden Stromschläge hindurch gejagt. Das ist übel. Aber insgesamt geht es hoffentlich nun weiter bergauf.

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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von Tintentupf »

noch immer oft im Nuckel- und Wühlmodus ist. Vorher wiegen endet unter Garantie in Gebrüll und anschließend das eingeschlafene Baby auf die Waage legen, weckt es natürlich wieder auf.
Hallo,

gaaanz am Anfang habe ich auch Stillproben (auf Anraten der Hebamme damals) gemacht.
Abends habe ich mit frischer Windel gewogen und dann am nächsten Morgen mit voller Windel. Die Differenz habe ich dann als Stillprobe der Nacht genommen. Dauergenuckel habe ich als 1x gezählt, die Male davor einzeln.
weitermachen möchte und kann ich allerdings nicht mehr. Ich denke über Shinys Vorschlag nach. Dieser würde jedoch wahrscheinlich den Stress nicht reduzieren, da ich dann ja erneut überwachen müsste, ob sie wirklich genug bekommt.
Her würde ja evtl. langen die Windeln zu zählen. Und ordentlich Fett an die Beikost machen.
Aber insgesamt geht es hoffentlich nun weiter bergauf
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von deidamaus »

amaryllis hat geschrieben: 24.01.2021, 09:53 Danke für deine rasche Antwort. Mir geht es nicht so gut, ich hadere mit meiner Entscheidung. Auf die gleiche Weise weitermachen möchte und kann ich allerdings nicht mehr. Ich denke über Shinys Vorschlag nach. Dieser würde jedoch wahrscheinlich den Stress nicht reduzieren, da ich dann ja erneut überwachen müsste, ob sie wirklich genug bekommt.
Dein Kind kann seinen Badarf über die Beikost decken. Hier wäre es halt gut, dass weiterhin Pre oder Muttermilch angeboten wird (im Brei ist es auch okay).
Ist ein neurologisches Problem wirklich möglich, wenn der Msr drei Monate lang (ich habe gerade mal nachgerechnet) problemlos eingesetzt hat?
Zungen- und Lippenbänder wurden alle kontrolliert, oder?
Könnten in meinem speziellen Fall nicht vielleicht ausnahmsweise Stillproben, komplett ohne Spray, über 24 oder 48 Stunden eine letzte Möglichkeit sein? Dann würde ich mich nicht bis in alle Ewigkeit fragen, ob ich mir die Sache mit dem Msr nur einbilde. Bleibt nur die Frage, wie ich das in den frühen Morgenstunden gestalten könnte, da die Kleine da im Halbschlaf noch immer oft im Nuckel- und Wühlmodus ist. Vorher wiegen endet unter Garantie in Gebrüll und anschließend das eingeschlafene Baby auf die Waage legen, weckt es natürlich wieder auf.
Davon würde ich abraten. Du merkst selbst, ob dein Kind regelmäßig schluckt. Dafüt brauchst du keine Stillproben.
Meinem Mann geht es mal besser und mal schlechter. Er hat teilweise extreme Krämpfe, die so stark sind, dass der betroffene Muskel aussieht, als würden Stromschläge hindurch gejagt. Das ist übel. Aber insgesamt geht es hoffentlich nun weiter bergauf.
Puh, das klingt sehr schmerzhaft. Das es bergauf geht, freut mich sehr. Er ist bestimmt auch noch recht jung, oder?
Wie geht es dir? Wie heilt dein Arm?
Der heilt hoffentlich gut, denke ich. Schmerzen have ich nicht mehr viel, bin aber sehr eingeschränkt, was extrem nervig ist. Aber zwei Wochen sind schon um :-) Man muss es positiv sehen.

Liebe Grüße
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von ShinyCheetah »

Teil von meinem Vorschlag war ja Wiegen nur noch bei den Us :)

Ich verstehe Deidamaus so, dass sie es nicht gefährlich/fahrlässig finden würde, auf regelmäßiges Wiegen zu verzichten, solange du neben dem Stillen nach Bedarf weiter Beikost anbietest - stimmt das so? Da das Problem ja nicht eine Gedeihstörung beim Baby, sondern dein blöd komplizierter MSR ist? Und um ganz sicher zu gehen, dass das Baby nicht zu wenig Milch bekommt, könntest du ja einen Milchbrei mit Pre anbieten, oder vielleicht Pfannkuchen mit Pre oder sowas.

Ich würde es mir so sehr für dich wünschen, dass ihr doch noch einen wirklich entspannten Weg findet (())
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von Maikäferchen19 »

amaryllis hat geschrieben: 24.01.2021, 09:53 Danke für deine rasche Antwort. Mir geht es nicht so gut, ich hadere mit meiner Entscheidung. Auf die gleiche Weise weitermachen möchte und kann ich allerdings nicht mehr. Ich denke über Shinys Vorschlag nach. Dieser würde jedoch wahrscheinlich den Stress nicht reduzieren, da ich dann ja erneut überwachen müsste, ob sie wirklich genug bekommt.
Ich finde Shinys Vorschlag klingt gut, gerade wenn du mit der Abstill-Entscheidung haderst. Zusätzlich könntest du ja z.B. im Becher (oder im Brei - hat deidamaus vorgeschlagen, sehe ich) die Mumi aus dem Gefrierschrank anbieten, die hat mehr Kalorien als die normale Beikost und es wäre ja zu schade, sie nicht sinnvoll einzusetzen. Das Saugbedürfnis könnte deine Tochter trotzdem durchs Stillen stillen. Allerdings würdest du das Stillen nicht mehr als Nahrungsaufnahme betrachten sondern als Kuschelzeit, Nähe etc. Wenn deine Tochter es braucht und annimmt, schön - wenn nicht, auch gut.
Wie viel isst denn deine Tochter an Beikost? Hättest du da ein gutes Gefühl, dass sie genug isst?

Den größten Teil meiner Antwort hab ich schon heute Nachmittag geschrieben, bevor deidamaus geantwortet hat. Aber leider ist immer was dazwischen gekommen, deshalb komm ich erst jetzt zum abschicken.

Wie habt ihr euch denn entschieden, was die Unterstützung durch deine Mutter angeht?
... glücklich mit dem Knuffi (2019) und dem Purzelchen (2022)
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