Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Moderator: britje
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kja1985
Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Ja, die wirft man in heisses Wasser. Klingt brutal, aber laut meinem Mann haben die kein zentrales Nervensystem, ausserdem sind sie im kochenden Wasser natürlich sofort tot. Die versuchen gar nichts mehr. Manche Tierschützer verbreiten die Unwahrheit dass die Tiere noch am Topf kratzen, dem ist aber wirklich nicht so. Trotzdem ist es natürlich hardcore, ich hätte auch nicht gedacht dass meine süsse Maus sowas macht, aber im Gegenteil war sie völlig begeistert. Sie hat die Tiere sehr liebevoll gesammelt, geguckt dass sie genügend Wasser im Eimer haben, hat sich gesorgt ob sie Hunger haben könnten - und danach hat sie sie in den Topf geworfen und gegessen...Ich glaube dass das schon in uns verankert ist.
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Silke
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Hab ich aus: http://www.vegetarismus.ch/heft/2008-1/ ... uechte.htm, Hervorhebungen von mir
Hummer in kochendes Wasser werfen
Obwohl das Kochen bei lebendigem Leibe eine der gängigsten Methoden der Zubereitung von Hummern ist, könnte es sich dabei auch um die grausamste handeln (wie würde es Ihnen gefallen, bei lebendigem Leibe gekocht zu werden?). Im Journal «Science» bezeichnete der Wissenschaftler Gordon Gunter diese Tötungsmethode von Hummern als «unnötige Tortur». Wie jeder, der einmal einen Hummer bei lebendigem Leibe gekocht hat, bestätigen kann, winden sich Hummer heftig, wenn sie in kochendes Wasser geworfen werden, und kratzen an den Topfwänden in dem verzweifelten Versuch, zu entkommen, aber es kann mehrere Minuten dauern, bis sie sterben. 2
Hummer haben blaues Blut, kauen mit dem Magen und werden so alt wie Elefanten. Die nachtaktiven Einzelgänger leben in Höhlen und unter Steinen in Wassertiefen von bis zu mehr als 50 Metern. Entgegen den Behauptungen seitens der Verkäufer gibt es heute kaum noch Zweifel daran, dass Hummer – wie fast alle Tiere – Schmerz empfinden können.
Die meisten Wissenschaftler sind sich darin einig, dass das Nervensystem eines Hummers ziemlich gut entwickelt ist. Eine aktuelle Studie der EFSA (European Food Safety Authority) vom Dezember 2005 besagt, dass Hummer (sowie Krabben und Krebse) höhere kognitive Fähigkeiten aufweisen, über ein komplexes Verhaltensrepertoire, ein Bewusstsein, ein Gedächtnis und komplexe Gehirnstrukturen verfügen und Schmerz empfinden können. Krebstiere werden von der EFSA in Kategorie 1 eingestuft (können eindeutig Schmerz und Stress empfinden und verdienen Schutz).1
Umso grausamer, dass diese empfindsamen Wesen auf ihrem Leidensweg keinerlei Rücksichtnahme erfahren. Sie werden gewöhnlich bei lebendigem Leibe gekocht. Fallen, die nicht kontrolliert werden, führen zum Tod durch Verhungern. Während des Transports und der Lagerung leiden sie aufgrund der extremen Beengtheit an Dehydrierung, Bakterienerkrankungen und Schalenerkrankungen. Die grobe Handhabung der Hummer verursacht offene Wunden und Verletzungen. Ausserhalb des Wassers können sie nicht richtig atmen, in den Becken kommt es zu Konflikten mit anderen Hummern. Sie leiden auch unter plötzlichen Temperaturschwankungen, schlechter Wasserqualität und physischen Verletzungen. Kein Wunder lehnen Staaten in Australien, Schottland, England und Norwegen das Lebendkochen von Hummern inzwischen ab und planen einen dementsprechenden Gesetzesentwurf wie Österreich, der Hummer seit dem 1. Januar 2005 mit Wirbeltieren gleichstellt.
Hummer in kochendes Wasser werfen
Obwohl das Kochen bei lebendigem Leibe eine der gängigsten Methoden der Zubereitung von Hummern ist, könnte es sich dabei auch um die grausamste handeln (wie würde es Ihnen gefallen, bei lebendigem Leibe gekocht zu werden?). Im Journal «Science» bezeichnete der Wissenschaftler Gordon Gunter diese Tötungsmethode von Hummern als «unnötige Tortur». Wie jeder, der einmal einen Hummer bei lebendigem Leibe gekocht hat, bestätigen kann, winden sich Hummer heftig, wenn sie in kochendes Wasser geworfen werden, und kratzen an den Topfwänden in dem verzweifelten Versuch, zu entkommen, aber es kann mehrere Minuten dauern, bis sie sterben. 2
Hummer haben blaues Blut, kauen mit dem Magen und werden so alt wie Elefanten. Die nachtaktiven Einzelgänger leben in Höhlen und unter Steinen in Wassertiefen von bis zu mehr als 50 Metern. Entgegen den Behauptungen seitens der Verkäufer gibt es heute kaum noch Zweifel daran, dass Hummer – wie fast alle Tiere – Schmerz empfinden können.
Die meisten Wissenschaftler sind sich darin einig, dass das Nervensystem eines Hummers ziemlich gut entwickelt ist. Eine aktuelle Studie der EFSA (European Food Safety Authority) vom Dezember 2005 besagt, dass Hummer (sowie Krabben und Krebse) höhere kognitive Fähigkeiten aufweisen, über ein komplexes Verhaltensrepertoire, ein Bewusstsein, ein Gedächtnis und komplexe Gehirnstrukturen verfügen und Schmerz empfinden können. Krebstiere werden von der EFSA in Kategorie 1 eingestuft (können eindeutig Schmerz und Stress empfinden und verdienen Schutz).1
Umso grausamer, dass diese empfindsamen Wesen auf ihrem Leidensweg keinerlei Rücksichtnahme erfahren. Sie werden gewöhnlich bei lebendigem Leibe gekocht. Fallen, die nicht kontrolliert werden, führen zum Tod durch Verhungern. Während des Transports und der Lagerung leiden sie aufgrund der extremen Beengtheit an Dehydrierung, Bakterienerkrankungen und Schalenerkrankungen. Die grobe Handhabung der Hummer verursacht offene Wunden und Verletzungen. Ausserhalb des Wassers können sie nicht richtig atmen, in den Becken kommt es zu Konflikten mit anderen Hummern. Sie leiden auch unter plötzlichen Temperaturschwankungen, schlechter Wasserqualität und physischen Verletzungen. Kein Wunder lehnen Staaten in Australien, Schottland, England und Norwegen das Lebendkochen von Hummern inzwischen ab und planen einen dementsprechenden Gesetzesentwurf wie Österreich, der Hummer seit dem 1. Januar 2005 mit Wirbeltieren gleichstellt.
Silke mit G. F. 01/99, R. L. 05/01, E. A. 01/05, H.A.C. 24.02.2012
«Ich glaube, daß der Mensch, da ihm nicht gegeben ist, etwas zu erschaffen, nicht das Recht hat, auch nur die kleinste Kreatur, die da lebt, zu zerstören.» M. Gandhi
Trageberatung, ClauWi-GK-Absolventin
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kja1985
Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Hallo,
ich finde es schwierig "gute" Informationen dazu zu erhalten. Denn entweder stösst man beim Googeln auf Tierschutzseiten, denzufolge Hummer im Familienverband leben, ihre Babys bis zum Kindergartenalter stillen und gerne singen und tanzen oder man stösst auf gastronomische Seiten laut denen der Hummer am Liebsten von selbst ins heisse Wasser springen würde.
Ich denke klar ist, dass ein Hummer nicht das selbe Nervensystem hat wie wir. Ich würde mal behaupten frühreren Recherchen meinerseits zufolge spürt er den Schmerz nicht als Schmerz (jedenfalls nicht wie wir Schmerz wahrnehmen), merkt aber dass etwas mit ihm passiert.
ich finde es schwierig "gute" Informationen dazu zu erhalten. Denn entweder stösst man beim Googeln auf Tierschutzseiten, denzufolge Hummer im Familienverband leben, ihre Babys bis zum Kindergartenalter stillen und gerne singen und tanzen oder man stösst auf gastronomische Seiten laut denen der Hummer am Liebsten von selbst ins heisse Wasser springen würde.
Ich denke klar ist, dass ein Hummer nicht das selbe Nervensystem hat wie wir. Ich würde mal behaupten frühreren Recherchen meinerseits zufolge spürt er den Schmerz nicht als Schmerz (jedenfalls nicht wie wir Schmerz wahrnehmen), merkt aber dass etwas mit ihm passiert.
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xknäckebrotx
Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Ach so, wegen der Männer:
Mein wunderbares Exemplar Mann wird seit 14 Jahren ohne Fleisch satt und muss gegen sein Mini-Bäuchlein sogar joggen gehen.

Mein wunderbares Exemplar Mann wird seit 14 Jahren ohne Fleisch satt und muss gegen sein Mini-Bäuchlein sogar joggen gehen.
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Silke
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Die Sache ist vielleicht auch bissl die: "Wir können Kinder nicht erziehen, die machen uns eh alles nach."
*schon weg..*
Silke mit G. F. 01/99, R. L. 05/01, E. A. 01/05, H.A.C. 24.02.2012
«Ich glaube, daß der Mensch, da ihm nicht gegeben ist, etwas zu erschaffen, nicht das Recht hat, auch nur die kleinste Kreatur, die da lebt, zu zerstören.» M. Gandhi
Trageberatung, ClauWi-GK-Absolventin
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kja1985
Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Ich vermute meiner würde den Hund und die Katzen essen wenn ich ihm verbieten würde Fleisch zu kaufenxknäckebrotx hat geschrieben:Ach so, wegen der Männer:
Mein wunderbares Exemplar Mann wird seit 14 Jahren ohne Fleisch satt und muss gegen sein Mini-Bäuchlein sogar joggen gehen.
@Silke
Ich weiss nicht, ich hab bei der Krebssammelgeschichte nicht mitgemacht. Aber es stimmt schon, ich glaube ich habe kein Problem damit ein Tier zu töten. Würde auch gern den Jagdschein machen, nur leider mag mein Mann alles Fleisch nur kein Wild
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Lösche Benutzer 2645
Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Silke hat geschrieben:Natürlich, kja- wenn es ums Überleben geht, dann fange ich mir auch nen Hasen oder so(also viellei hilft mir der Hund
).
Und ich denke schon, daß ich ihn dann auch irgendwie töten kann und hoffentlich auch halbwegs zerlegen...
Eh ich verhunger oder meine Kinder, klar mach ich einiges.
Ne verhungern mußt du nicht Silke
Und zu unseren Kindern kann ich folgendes sagen: wenn bei uns geschlachtet wird dann ist der KLeinste gar nicht dabei die beiden größeren dürfen selber entscheiden was sie sehen möchten, nicht immer stehen sie dabei, mitmachen tun sie gar nicht und essen tun sie unsere Tiere lieber wie ein Schnitzel aus der Fleischerei, Antonella meinte sogar schonmal als ich ihnen welche kaufen wollte: Hm ne Mama lass mal lieber, ich weiß nicht wo die Schweine vorher gelebt haben, und der Papa hat sie nicht geschlachtet
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Lösche Benutzer 1828
Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
das sehe ich nicht so - mit den Medikamenten:chrissi hat geschrieben:Mich stört halt immer ein wenig diese Doppelmoral. Klar, weil ich derjenige bin der im Labor stand und die "Drecksarbeit" gemacht hab um mir dann von Leuten als mieser Tierquäler an den Karren fahren zu lassen, die auch Schulmedizin schlucken.
Wenn jemand sagt dass man kein Fleisch isst weil man auf gar keinen Fall jemals möchte dass ein Tier für ihn stirbt..dann folgt für mich die logische Konsequenz dass er auch keine Medikamente nimmt. Nie. Auch nicht wenn er kurz vor´m Abnippen ist. Oder wenn sein Kind betriffen ist. Und keine Kosmetika. Hier würde ich auch die "tierversuchsfreien" Kosmetika mit einbeziehen die nur auf bereits erprobte Inhaltsstoffe setzt deren Unschädlichkeit bereits bewiesen ist , denn auch dafür sind irgendwann Tiere gestorben.
Dann wird ehtisch korrektes Handeln irgendwann ganz schön kompliziert...
dadurch, dass ich erprobte DInge nehme, ändere ich nichts mehr am Ablauf - dann müßten wir auf viele Dinge verzichten, auch in der Medizin (was z.B. wurde nicht alles im 3. Reich "getestet"....? ). Und wenn es um Leben und Tod geht, sieht man einiges anders. Ich sehe da keine Doppelmoral. Wenn man sagt, wenn es absolut notwendig ist, dann nutze ich das - aber wenn es nur um meinen Genuss geht, meine Bequemlichkeit, dann lasse ich es - das ist doch total in Ordnung.
Und mit der Kosmetik - wenn ich darauf verzichte, auf Dinge, die schon lange erprobt sind, dann ändere ich doch auch nichts mehr.
- Zierbanane
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Ich habe als Kind zugesehen wie ein Schwein geschlachtet wurde und auch wie es verwertet wurde. Ich fand das sehr interessant. Und heute esse ich auch kontrolliert Fleisch.Milky Way hat geschrieben:Man sollte es zumindest wissen. Vielleicht wäre es sogar konsequent es wenigstens mal gesehen zu haben?? würde bestimmt was verändern.Stefanie Katja hat geschrieben:Und wenn ich nun - um bei dem schönen Antibiotikavergleich zu bleiben - auch Medikamente verwende, die an Tieren erprobt wurde...muss ich dann auch bei den Tierversuchen dabei sein ? Müsste man dann nicht auch so konsequent sein ?
Ich finde ja nur, dass man fleisch viel zu oft einfach so, nebenbei isst. mal schnell ne bifi reingepfiffen oder nen burger...dass für die blöde gesichtswurst (tschuldigung, die hat es mir gerade angetan) ein tier sterben musste vergisst man ganz schnell.
so jetzt hör ich aber mal auf damit....
Aber klar ist der Vorgang des Schlachtens an sich nicht gerade "schön".
- Zierbanane
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Re: Tiere töten wg. Nahrung natürlich oder nicht?
Das mit den Hummern fand ich auch schon immer echt heftig und würde ich nie essen. Wer "Geräusche" von sich gibt, der empfindet m.M. nach durchaus Schmerz.
Aber Silke, Du oder die Kinder haben doch sicher schon mal Medikamente eingenommen, die an Tieren getestet wurden?
Aber Silke, Du oder die Kinder haben doch sicher schon mal Medikamente eingenommen, die an Tieren getestet wurden?