Schwieriges Andocken, schmerzende flache Brustwarzen

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Louet
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Re: Schwieriges Andocken, schmerzende flache Brustwarzen

Beitrag von Louet »

Liebe Atsitsa, liebe Mitleserinnen,

tatsächlich geht es hier jeden Tag besser! :-)
Ich stille weiterhin bede Seiten und habe das Gefühl, dass die verteilte Belastung dazu beiträgt, dass die Brustwarzen nicht mehr so gereizt sind.
Mit Hütchen fundktioniert das Andocken ohne Probleme (soll heißen: sofort), aber ich muss immer noch sehr darauf achten, dass J. den Mund richtig weit auf macht und die BW nicht rein happst.
Heute ist der Termin bei der Ostepathin; allerdings ist mein Mann mit heftigen Rücken- und Schulterschmerzen aus der Nacht gekommen, so dass wir jetzt erst mal den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst gerufen haben. :-(
mal gucken, ob ich den Ostepathietermin trotzdem noch schaffe.
Aber ich kann mittlerweile
- beide Seiten stillen
- Kleidung tragen (Des Rätsels Lösung war so einfach: ein gut sitzender Still-BH, der reibt auch bei Bewegung nicht! Dummerweise hat der Nähte über den Brustwarzen, aber die polstere ich mit Little Lamb FleecyLinern aus :lol: )
- Baby im Tuch, im Sling und im MySol tragen :-D -- Muss ich jetzt auch, weil mein Mann ihn nicht halten kann :-(

Heute Nacht war anstrengend. J. geht zwar super ran mit den Hütchen, aber er kann daran anscheinend nicht trocken nuckeln, wenn er das möchte. Er trinkt dann immer die Milch ab, die sich im Hütchen sammelt und verschluckt sich entweder oder beschwert sich, dass da frecherweise Milch aus seinem Nuckel kommt :roll:
Außerdem war er glaube ich ein bisschen überreizt von dem vielen Besuch die letzten Tage (ich hatte Geburtstag). So habe ich die halbe Nacht mit Stillen, Bäuerchen, rumtragen, schuckeln und nicht-schlafen verbracht (Gott und allen Engeln sei dank für den MySol, sonst wären mir die Arme abgefallen!), bis er gegen 4:30 endlich auf mir eingeschlafen ist und sich dann in seinem verlässlichen 2.5-Stunden-Rhythmus gemeldet hat.
Aber: weil ich eh wach war und eh gestillt hab und das Bab eh gemotzt hat, habe ich die Chance genutzt und einfach mal ohne Hütchen angelegt!
Wenn er vorher mit Hütchen getrunken hat und die BW dadurch etwas vorgeformt ist, geht er da super dran! :-D

Außerdem kann ich mit Still-BH und normalem Stilloberteil stillen! Langsam bleiben nicht mehr allzuviele Punkte auf meiner Wunschliste übrig ;-)
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cutetemptation
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Re: Schwieriges Andocken, schmerzende flache Brustwarzen

Beitrag von cutetemptation »

Juchu, das freut mich für dich [emoji16]
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delfinstern
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Re: Schwieriges Andocken, schmerzende flache Brustwarzen

Beitrag von delfinstern »

hört sich doch super an. Das wird auch jeden Tag besser. Bei mirwaren die Warzen dann auch ohne Hütchen ein paar mm rausgestanden. Mit entsprechend der Brustanreichetechnik (zusammendrücken/Butterbrot) ging er dann ohne Hütchen ran. Als das 2x geklappt hatte gab es auch mit 5min Gemotze an dieser Brust keine Hütchen mehr. Mit entsprechend gut zureden ging das dann (wobei er auch auf Kommando saugt und da die Warzen dann wieder raus kommen.)
Liebe Grüße
Delfin*
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posy
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Re: Schwieriges Andocken, schmerzende flache Brustwarzen

Beitrag von posy »

Herzlichen Glückwunsch nachträglich!

Und deinem Mann ganz schnell Linderung!

Meldet Euch, wenn Ihr Unterstützung braucht. :wink:
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
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Louet
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Re: Schwieriges Andocken, schmerzende flache Brustwarzen

Beitrag von Louet »

Ich bringe noch mal ein Update, weil wir jetzt an einem Punkt sind, an dem ich sage "So kann es bleiben" :-D

J. trinkt mit den Hütchen problemlos an beiden Seiten. Meine Brustwarzen sind völlig verheilt, ich kann sie sogar mit einem Frotteehandtuch abtrocknen ;-)
Ich habe überhaupt keine Schmerzen mehr, weder beim Andocken noch beim Trinken.
Wir stillen ohne Kissen, ohne Protokoll, ohne Uhr und jederzeit und überall. :5:
J. nimmt immer noch wunderbar zu und entwickelt sich prima. Er lacht jetzt und erzählt immer öfter!
Anfang der Woche haben wir eine kleine Reise von Berlin nach Bremen mit Übernachtung im Hotel unternommen. Wir haben ohne Probleme unterwegs in Raststätten und McDonalds-Restaurants gestillt und nachts im Hotelbett im Liegen! 8) (Das ist eine Neuerung: nachts stille ich jetzt gemütlich im Liegen :-D Allerdings noch mit Licht um ihn und die Hütchen richtig zu positionieren)
Ich habe meine Mittelaltergewandung umgenäht und erfolgreich zu Hause das Stillen damit ausprobiert. Richtig in Action wird es dann nächstes Wochenende getestet, aber ich sehe da kein Problem.
Das Stillen ist jetzt stressfrei und angenehm und von mir aus kann es auch mit Hütchen auf Dauer so bleiben. (Irgendwo hatte ich den Trick gelesen, immer ein Hütchen im BH zu haben. Sehr praktisch, weil man nicht immer suchen muss. Außerdem behalte ich so den Überblick, welche Seite dran ist :mrgreen: Alle paar Mahlzeiten wechsele ich das Hütchen gegen ein neues aus und abends werden sie alle zusammen ausgekocht.)

Ich möchte mittelfristig allerdings zumindest versuchen, die Hütchen loszuwerden. Zum einen hat J. in leztter Zeit dolle mit Blähungen und Bauchschmerzen zu kämpfen und ich vermute, dass er mit den Hütchen einfach zu viel Luft schluckt. (Zumal er ziemlich faul geworden ist und ich das Gefühl habe, dass er manchmal gar kein richtiges Vakuum herstellt, sondern eher die vollgelaufenen Hütchen leerschlürft. :roll: )
Außerdem ist es doch manchmal eine ziemliche Kleckerei: in den Hütchen sammelt sich immer ein Schluck Milch, der rausläuft, wenn J. mit den Händchen fuchtelt und das Hütchen runter haut. Oder wenn er abdockt und die Milch aus den Löchern läuft. Oder wenn er beim Trinken den Kopf dreht und das Hütchen runterzieht. Oder oder oder :roll:

Ich versuche momentan, ihm immer wieder die "nackte" Brust anzubieten, was aber meist mit entrüstetem Gebrüll quittiert wird. Blöd, vor ein-zwei Wochen hatte ich schon mal ein paar erfolgreiche Versuche; jetzt klappts nicht mehr so einfach. :?
Aber ich bleibe dran ohne Druck. Wenn es ohne Hütchen klappt, ist das super, aber wenn nicht, bin ich auch so zufrieden!

Im Grunde bleiben auf meiner Still-Wunschliste nur noch
- ohne Hütchen
- im Dunkeln
- in Tuch/Sling/Trage

Das kriegen wir auch noch hin. Vor allem, wenn ich mir vor Augen halte, was wir in genau 8 Wochen schon alles geschafft haben :-D
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posy
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Re: Schwieriges Andocken, schmerzende flache Brustwarzen

Beitrag von posy »

yeah! :D
gut gemacht - da kannst du stolz auf euch sein!
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
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cutetemptation
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Re: Schwieriges Andocken, schmerzende flache Brustwarzen

Beitrag von cutetemptation »

Juchu, das klingt gut [emoji41]
Nimmst du jetzt permanent Magnesium wegen der Vasospasmen?
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Re: Schwieriges Andocken, schmerzende flache Brustwarzen

Beitrag von delfinstern »

Bei mir gings besser, wenn er erst mit Hütchen sich fast satt getrunken hat und wir dann das Hütchen weg haben. Da war die Brustwarze dann noch etwas rausgestanden und er nicht mehr hektisch. Dann habe ich die Brust nochmal extra groß geformt (Sandwich, aber so geschaut,dass die Warze draußen bleibt, war gar nicht so leicht) und mein Mann hat seinen Kopf geführt und ihn richtig positioniert (Mund über die Brust) und dann rangedrückt. Das waren nur so 2-3x stillen, dann hat er es selber gekonnt. J ist jetzt ja auch größter als mein Zwerg mit 2 Wochen, er wird seinen Kopf schon zum Großteil selber halten können beim Andocken oder? Jedenfalls mehr mithelfen als ein Neugeborenes ;)

Im Liegen kann ich gar nicht stillen.. also wenn der Zwerg die Brust zu fassen kriegt und nicht alles einsaut, dann spuckt er alle 30s alles wieder raus :( So machts dann auch keinen Spaß, wenn die Milch im Bett landet.
Liebe Grüße
Delfin*
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Re: Schwieriges Andocken, schmerzende flache Brustwarzen

Beitrag von Louet »

cutetemptation hat geschrieben:Juchu, das klingt gut [emoji41]
Nimmst du jetzt permanent Magnesium wegen der Vasospasmen?
Ach, das hab ich ja ganz vergessen! Das Magnesium hab ich mir irgendwie aus versehen abgewöhnt :shock:
Eigentlich habe ich immer ziemlich deutlich gemerkt, wenn ich das mal vergessen habe. Dann habe ich es ein paar Tage wirklich vergessen und keine negativen Auswirkungen bemerkt. Ich habe war das Gefühl, dass meine Brustwarzen immer noch etwas weiß sind, wenn J. abdockt, aber es tut nicht mehr weh.
Soll heißen: nö, ich nehme gar kein Magnesium mehr :lol:
delfinstern hat geschrieben:Bei mir gings besser, wenn er erst mit Hütchen sich fast satt getrunken hat und wir dann das Hütchen weg haben. Da war die Brustwarze dann noch etwas rausgestanden und er nicht mehr hektisch. Dann habe ich die Brust nochmal extra groß geformt (Sandwich, aber so geschaut,dass die Warze draußen bleibt, war gar nicht so leicht) und mein Mann hat seinen Kopf geführt und ihn richtig positioniert (Mund über die Brust) und dann rangedrückt. Das waren nur so 2-3x stillen, dann hat er es selber gekonnt. J ist jetzt ja auch größter als mein Zwerg mit 2 Wochen, er wird seinen Kopf schon zum Großteil selber halten können beim Andocken oder? Jedenfalls mehr mithelfen als ein Neugeborenes ;)

Im Liegen kann ich gar nicht stillen.. also wenn der Zwerg die Brust zu fassen kriegt und nicht alles einsaut, dann spuckt er alle 30s alles wieder raus :( So machts dann auch keinen Spaß, wenn die Milch im Bett landet.
Echt, nach 2-3 Mal schon kapiert? Cool. Ich denke aber, das wird bei uns länger dauern, da er ja schon länger mit Hütchen stillt.
Macht aber auch nix. Bisher habe ich immer versucht, erst ohne und dann mit Hütchen anzulegen. ich brings immer nicht über's Herz, ihm die Brust 'wegzunehmen', um ihn dann ohne Hütchen noch mal anzulegen. Bzw ich warte immer zu lange und dann ist er eigentlich schon satt. Er leckt dann ein paar Tropfen ab, leckt ein bisschen an der BW rum und gutckt mich dann an als wollte er sagen "Joah, ganz nett, aber wo ist mein richtiges Essen hin?" :lol:
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Re: Schwieriges Andocken, schmerzende flache Brustwarzen

Beitrag von Louet »

Übrigens habe ich zu der Stillberaterin aus der Stillambulanz keinen Kontakt mehr.
Nachdem wir mit den Hütchen (die nicht ihre Idee waren) so einen Durchbruch hatten, hatte ich ihr eine Email mit dem aktuellen Stand und mehreren konkreten Fragen geschickt und der Frage, ob wir ihrer Meinung nach noch einen Termin ausmachen sollten.
In ihrer Antwort schrieb sie nur, sie freue sich über unsere Fortschritte und riet mir von dem Goldi-Nuckel ab, den wir auf Anraten der Osteopathin verwenden.
Auf meine Fragen ging sie nicht ein und auch zu einem neuen Termin hat sie nichts gesagt. Da ich die Sitzungen teuer selber bezahlen muss und im Moment keinen Leidensdruck habe, habe ich da auch nicht weiter nachgehakt. Ich war etwas enttäuscht von ihrer Antwort. :-/
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