Absurde Argumente gegen *Tragen *Stillen *Familienbett

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Cassilda
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Re: Absurde Argumente gegen *Tragen *Stillen *Familienbett

Beitrag von Cassilda »

Ich finde ja so irre an der Industriellen Säuglingsmilch das sie ja die Säuglingssterblichkeit erhöht und auch später, ich verstehe nicht warum sie als "gleichwertige" Alternative in der Gesellschaft verankert ist, das ist sie einfach nicht. Für Frauen die zufüttern müssen oder denen der Stillstart so erschwert wurde durch Umstände ( grausiges Stillmanagement dank Kliinik, äußerem Stress oder einfach biologische Ursache) ist es gut das es eien Alternative gibt, aber es ist und bleibt ein Unterschied, gleichwertige Alternativen existieren außer Muttermilchspenden (und selbst diese hängen von der Spenderin und dann der Hygiene ab) einfach nicht.
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Roana
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Re: Absurde Argumente gegen *Tragen *Stillen *Familienbett

Beitrag von Roana »

Cassilda hat geschrieben: - das eine innige Beziehung zu D. ihn traumatisieren wird, wenn ich mal krank bin und schlimmstenfalls in's Krankenhaus muss, daher wäre es besser ihn auf DIstanz zu halten, eine andere Erziehungsform sei verantwortungslos
Diese argumention "liebe" ich ja... Puh, ich glaub sollte das mal jemand zu mir sagen, mit demjenigen würde ich lange nicht mehr reden wollen :evil:
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greenie bird
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Absurde Argumente gegen *Tragen *Stillen *Familienbett

Beitrag von greenie bird »

Flasche geben stärkt die Vater-Kind Bindung...

wenn der Herr nicht in der Lage ist sein Kind auch mal so zu tragen :roll:

warten bis sich das Kind selbst abstillt, sei gefährlich ( warum wurde nicht gesagt)

und ich müsste das arme Kind doch zum schlafen ins Bett legen, ist ja im Tuch sicher unbequem...


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Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

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Cassilda
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Re: Absurde Argumente gegen *Tragen *Stillen *Familienbett

Beitrag von Cassilda »

Roana hat geschrieben:
Cassilda hat geschrieben: - das eine innige Beziehung zu D. ihn traumatisieren wird, wenn ich mal krank bin und schlimmstenfalls in's Krankenhaus muss, daher wäre es besser ihn auf DIstanz zu halten, eine andere Erziehungsform sei verantwortungslos
Diese argumention "liebe" ich ja... Puh, ich glaub sollte das mal jemand zu mir sagen, mit demjenigen würde ich lange nicht mehr reden wollen :evil:
Das war meine Schwiegermutter. Sie sind aber viel ruhiger geworden, seitdem ich sie darauf hingewiesen (linke & alternative Intellektuelle und sehr stolz auf ihren Habitus) das ihre pädagogischen Ratschläge auch aus der vorindustriellen als auch der Nazizeit entstammen. :mrgreen:
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isar12
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Re: Absurde Argumente gegen *Tragen *Stillen *Familienbett

Beitrag von isar12 »

Das tut mir echt leid zu lesen, dass hier sogar von den eigenen Mamas oft solche Kommentare kommen.

Ich war selbst schon viel im Bett bei meinen Eltern und wurde auch gestillt, bis es meiner Mutter damals ausgeredet wurde (1980 war anscheinend extrem stillunfreundlich) und weil sie nur 44 kg wog.

Sie fand sofort Familienbett und Stillen total super, musste sich nur an die geänderten Schlafposition (Rücken anstatt Seite usw. wg. Kindstod) gewöhnen.

Beim Tragen war sie am Anfang etwas skeptisch, aber eher glaub ich weil sie Angst hatte, dass mir der Kleine mal runterfällt oder so, inzwischen trägt sie ihren Enkel selbst in der Mei Tai.

Schlimm war aber FÜR MEINE MAMA der Besuch bei meiner Oma im Altersheim.

Trug den Kleinen eh klassisch im Maxi Cosi in ihr Zimmer und hatte ihn dort auf den Arm. Er war zu dem Zeitpunkt 3 Monate alt.

Meine Oma: Das ist aber ein Mamabubi, die ganze Zeit hast Du ihn am Arm. Hast Du keinen Kinderwagen, dass Du ihn da reinlegen kannst? (ähm, ja ich benutze ja auch Kiwa, aber eine halbe Stunde bei Besuch im Altersheim, schaffe ich es meinen Sohn zu tragen am Arm, vorallem weil er evtl. brüllt wenn er grad keine Lust hat auf Kiwa der auch noch steht)

Dann stille ich, meine Oma: Was Du stillst noch, hast Du nichts anderes zum Füttern dabei?

Ich fands lustig, aber für meine Mama wars ganz ganz schlimm, das sie dadurch heraushören konnte wie es bei ihr damals als viertes Kind lief und wieso sie heute so Existenzängste hat, weil sie immer abgelegt wurde, bestimmt nicht nach Bedarf gefüttert wurde usw.
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Re: Absurde Argumente gegen *Tragen *Stillen *Familienbett

Beitrag von isar12 »

Was mir grad noch einfällt was ich noch schlimmer find, ist wenn sowas von gleichaltrigen Mamas kommt.

Letztens auf dem 1.Geburtstag der Kleinen meiner Freundin. Eine andere Mama ist da, ihr Sohn zwei Wochen älter, aber 4Wochen vor VET, meiner 1 Woche nach VET.

Als meiner müde wird, pack ich mein Tuch aus, denn grad wenn wir woanders sind mit vielen anderen Kindern hat mein Kleiner im Tuch seine Ruhe zum Schlafen als wie auf einer Couch, vorallem da das grad auch mit der Dreherei los geht,will mich ja noch mit meinen Freundinnen weiterunterhalten und nicht neben der Couch aufpassen müssen :lol:

Die andere Mama: So einen Blödsinn fang ich mir erst gar nicht an. Ihrer geht natürlich auch um sieben Uhr mit ner großen Flasche 1erMilch ins Bett und schläft dann durch bis sieben(im Kinderzimmer)...Am Samstag zuvor (gerade 4 Monate alt nach ET) gabs natürlich Karotte, dann fragte sie schon, wann sie dann die Flasche weglassen könnte? Stillen ging bei ihr natürlich nicht weil die Milch nicht reichte...

Später beim Spazierengehen, gabs natürlich schön eine Fluppe während sie den Kiwa schob :evil: Dann ist Tragen natürlich nix, dann wirds schwierig mit der Zigarette beim Spazierengehen.
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bienenmeister
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Re: Absurde Argumente gegen *Tragen *Stillen *Familienbett

Beitrag von bienenmeister »

Zhea hat geschrieben:Ich finds ja oberpeinlich, aber meine Mutter ist (oder war) der Ansicht, dass meine Tochter ein Gitterbett braucht. Das sei ganz wichtig, denn so lerne sie daran aufzustehen und schliesslich brauche sie ihren eigenen Platz. Dann wisse es auch wenn es Zeit sei zu schlafen.
Unglaublich. Meine Mutter führt ein Doppelleben in der Schweiz.
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

.... lost in translation ....
milchmädchen
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Re: Absurde Argumente gegen *Tragen *Stillen *Familienbett

Beitrag von milchmädchen »

Ich denke, dass bei vielen der älteren Generation ein bissl Neid mitschwingt in diesen Aussagen, eben weil sie nicht stillen/tragen konnten/durften...

Meine Schwiegermutter musste 1Woche nach der Geburt arbeiten. Fand sie bestimmt nicht toll, wirft mir jetzt aber vor, ich sei faul, da ich das Wochenbett genieße und ihr Sohn einkaufen gehen muss und im Haushalt helfen muss...

Außerdem braucht das Kind JEDEN Abend Kamillentee und tagsüber Wasser, es hat ja Durst. (Kind war 3Wochen alt)
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WiLada
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AW: Absurde Argumente gegen *Tragen *Stillen *Familienbett

Beitrag von WiLada »

Was habt ihr nur für SchwiegerEltern :-( das ist ja nicht nur nervig sondern total unfreundlich und gemein!

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Sternschnuppe
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Re: Absurde Argumente gegen *Tragen *Stillen *Familienbett

Beitrag von Sternschnuppe »

Hallo!

Man darf auch nicht vergessen, warum gerade die älteren Menschen diese Meinung vertreten: Bis in die späten 60-er war es absolute Lehrmeinung, dass Tragen, Stillen nach Bedarf, Körperkontakt etc. das Kind schwer in der Entwicklung hemmen und es schädigen und lebensUNfähig machen! Es wurde ganz stark vor dem kindlichen Tyrann gewarnt, den man erhält, wenn man emotionale Bedürfnisse befriedigt und dem Kind nicht von Anfang an zeigt, wer der Stärkere ist.

Das wurde ganz krass kontrolliert und durchgesetzt, die meisten unserer Eltern und Großeltern haben so gehandelt, weil sie das beste für ihre Kinder wollten und sie von Experten davon überzeugt wurden, dass nur das frühe Gewöhnen an das harte Leben die Kinder zu lebensfähigen Menschen heranzieht! Dinge wir Kriminalität etc. wurden z.B. darauf zurückgeführt, dass die Mütter (es waren früher idR die Mütter, die die Kinder erzogen haben) die Kinder verwöhnt haben.

Und klar ist das schwer festzustellen, dass die eigenen Kinder (wir) das vielleicht anders machen. Ich denke, entweder weil man selbst gern so gehandelt hätte, aber es nicht durfte oder es der Vernunft wegen nicht gemacht hat (denn damit SCHADE ich ja meinem Kind!) oder zum anderen, weil diese Überzeugung einfach so tief sitzt, dass wirklich Angst da ist, dass die Enkel sich nicht optimal entwickeln können.

Das macht es vielleicht leichter, die Meinungen zu verstehen...

Liebe Grüße

Julia
Zertifizierte ClauWi- Trageberaterin (GK 05/11, AK 10/11, Zerti 03/12)
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