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Re: Nochmal Argument fürs Ferbern: Es hat nicht geschadet?

Verfasst: 25.02.2012, 12:15
von Claudi
:lol: Danke für die schönen Bilder :D
Hm, ja das stimmt natürlich, das Eltern nie immer alles richtig machen können.
Aber ich denke ferbern ist eine Sache, die richtig durchgezogen ja schon solch fehlendes Urvertrauen entstehen lässt.
Es ist einfach ein immerzu Hilfeschrei.

Ich selbst fühle mich z.B. oft wie ein Käfer auf dem Rücken und verbinde das irgendwie immer mit meiner Zeit im KRankenhaus als Säugling, weil ich nach der Geburt im KH lag.
Sollte ich dieses Gefühl einfach mal so akzeptieren?
Und loslassen...anstelle mich oft so hilflos zu fühlen?

Re: Nochmal Argument fürs Ferbern: Es hat nicht geschadet?

Verfasst: 27.02.2012, 11:07
von ani81
Schwierig das eine oder das andere zu raten....
ich schätze mal das mit dem loslassen, hast du doch eigebntlich bestimmt schon mal probiert , oder??

Vielleicht braucht man hilfe beim loslassen,

vielleicht hilft etwas/ jemand anderes an dem man sich festhalten kann,

und grundsätzlih ist es immer gut daran zu denken:

„Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.“

Franz von Assisi
Das Herr kann man sich wegdenken wenn man will....


Rückgängig machen lässt sich nichts mehr.....


es gibt auch die perspektive zu sagen, mir wurde diese schwere aufgabe, dieser schwere start zugeteilt, weil ich stark genug bin, dass auszuhalten, woran ein anderer zerbrochen wäre.

Re: Nochmal Argument fürs Ferbern: Es hat nicht geschadet?

Verfasst: 06.03.2012, 11:16
von Leyket
Es hat nicht geschadet...

Dieses Argument hab ich gerade erst gehört, nicht in Bezug auf Ferbern, aber ich musste trotzdem gleich an diesen Thread denken.
Im Beikostforum erwähnte ich ja schonmal Julis teilweise Verdauungsbeschwerden. Von meiner Mutter erhielt ich gleich den Rat Fruchtsäfte zu geben statt Wasser *???* Davon müsse sie ja auch häufiger mal aufs Klo (Klar, aber was hat das mit Stuhlgang zu tun? :lol: ) Naja jedenfalls wollte ich das nicht versuchen und meinte dann, wenn's nicht geholfen hat, dann hab ich den Effekt, dass er gleich mal an süße Getränke gewöhnt ist. Und wie sollte es auch anders sein:

Euch hat das auch nicht geschadet

Ich hab es nicht gewagt ihr in dem Moment zu widersprechen, denn dass sie eine schlechte Mutter war, das würde ich ihr zu keinem Zeitpunkt unterstellen.
Jedoch waren meine Schwester und ich noch nie schlank. Im Gegenteil bin ich seit meiner Kindheit eher dick als lediglich moppelig; meine Schwester ebenso.
Mein Bruder hält mit viel Sport und Bewegung mühsam sein Gewicht.
Ich kann auch wie beim Ferbern nicht belegen, dass die Probleme daher kommen. Aber auffällig isses ja schon...

Und ich kann auch dieses Argument nicht mehr hören :( Bei allem, was wir unserem Sohn als bewusste Entscheidung zumuten/nicht zumuten wollen, wird genöhlt... weil es andere anders gemacht haben und es nicht geschadet hat.
Und meinem Kind schadet es nicht, dass ich ihm keine Fruchtsäfte gebe, meinem Kind schadet es nicht, dass er sich nicht allein in den Schlaf weinen muss. Was ist mit diesem Argument? Das wird nämlich von der (ich nenne sie jetzt mal etwas widerwillig so, weil mir grad keine bessere Bezeichnung einfällt) Gegenseite als Argument als Quatsch abgetan und gilt nicht.
An manchen Tagen mag ich mich eingraben und mit niemandem sprechen. Denn man kommt unweigerlich immer wieder auf solche Themen zurück, auch wenn man versucht sie möglichst um umschiffen.

:oops: Gehört nicht direkt hierher, aber ich musst mir mal das Herz ausschütten. Die zahnenden Nächte zerren etwas an meinem Nervenkostüm und da schlagen mir solche gutgemeinten Ratschlag momentan etwas aufs Gemüt :oops:

Re: Nochmal Argument fürs Ferbern: Es hat nicht geschadet?

Verfasst: 06.03.2012, 12:54
von Jet
So, ich hab jetzt nicht alles gelesen, möchte aber trotzdemmeinen Senf dazu geben: in Sachen ferbern und nichtbedürnisgerechte Erziehung habe ich eine tolle Fallstudie in der Verwandtschaft. Quasi 2 junge erwachsene, bei denen so ziemlich alles schief gelaufen ist. Es ist ein Elend. Um es kurz zu machen, die beiden haben kaum soziale Kompetenzen und arge bindungsprobleme. Wirklich gruselig...