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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 16.08.2017, 15:32
von Lösche Benutzer 22277
Louet, wenn Du "Brei" mit "Familientisch" in Einklang bringen möchtest, kannst Du doch mal als Essen für euch Kartoffelpüree oder so etwas zubereiten. Also Speisen, die breiförmig sind, aber auch für euch Erwachsenen lecker sind... Meine Tochter mag bspw. Polenta, Couscous, Risotto, Kartoffelpüree, gekochte rote Linsen, Hummus...
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 16.08.2017, 15:33
von delfinstern
ich zerdrück einfach das Gemüse, das wir essen, das ist dann halt etwas stückig, aber je nach Wasser/Soßenanteil recht breiförmig und er liebt es (am liebsten Curry...)
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 16.08.2017, 15:36
von delfinstern
und zum Füttern: ich tus auf den Löffel, er greift sich den aus meiner Hand und mampft selber. Wenn wir den Löffel nicht dauernd vom Boden aufheben wollen, heben wir ihn ganz hinten leicht fest(oder passen auf und fangen ihn rechtzeitig ab), aber in den Mund steckt er ihn sich selber. Seltsamerweise steckt er dauernd seine Händen in den Mund, aber NICHT, wenn Brei dran klebt...
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 16.08.2017, 16:18
von Louet
Nö, ich will gar nicht unbedingt Brei füttern. Die Überlegung kam eher aus der Ecke “hoffentlich kriegt er genug von allem, obwohl er fast nichts festes isst. Vielleicht sollte ich doch Brei füttern, den isst er ja.“
Aber ich glaube, ich lasse mich da unnötig irre machen. Mit 6/7 Monaten kann er ja ruhig noch zu 99%vollgestillt sein, oder?
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 16.08.2017, 16:43
von Teazer
Louet hat geschrieben:Trotzdem war da ganz leise die Stimme der Kinderärztin bei der U5 im Ohr, die sinngemäß sagte, Muttermilch sei auf Neugeborene abgestimmt und jetzt brauche er mehr/andere Nährstoffe aus fester Nahrung.
Der Milchbedarf ändert sich parallel zur Beikost anfangs überhaupt nicht, nimmt erst nach und nach durch größere Mengen an fester Nahrung ab. Das ist ein ganz organischer Prozess. Der Mehrbedarf ab ca. 6 Monaten wird über die Beikost gedeckt. Muttermilch ändert sich nach der Neugeborenenzeit zwar von der groben Zusammensetzung nicht mehr, enthält aber ab dem zweiten Jahr Stoffe, die das Immunsystem unterstützen und ist somit perfekt auf unsere kleinen Forscher zugeschnitten. Die Vorstellung, dass Muttermilch nur für Neugeborene ist, hält sich leider hartnäckig.
Wir haben vor einiger Zeit mit langsamer Einführung von Fingerfood angefangen. Da landet aber noch nicht viel im Kind. Brei würde er essen (er hat mir neulich ein ganzes Quetschi leergeschlürft!

)
Quetschis sind nicht gut für die Zähne. Wenn er Lust auf Brei hat, dann könnt Ihr diesen auch auf einen Löffel tun und er selbst kann ihn zum Mund führen. Das braucht natürlich etwas Übung, aber manche Babys lernen es schnell. Baby-led weaning (blw) bedeutet nicht breifrei, sondern dass Babys selbst entscheiden was, wann und wieviel sie essen. Das geht mit Fingerfood oder Brei oder beidem.
Wir stillen daher noch voll nach Bedarf und ab und zu gibts mal was zum benagen in die Hand. Ich zähle nicht mit aber bei 10 mal Stillen in 24 Stunden sind wir sicherlich...
Solange Dein Sohn täglich Zugang zu gesundem, baby-geeigneten Essen hat, passt das. Er wird in seinem Tempo immer mehr essen.
Viele Grüße,
Teazer (Stillmodteam)
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 16.08.2017, 20:26
von Tüpfli
Kann man nur an einer Brustwarze eine Soorinfektion haben oder ist das unwahrscheinlich?
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 16.08.2017, 20:52
von Louet
Danke für die ausführliche Antwort, teazer!

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 16.08.2017, 22:42
von Butternut
Tüpfli hat geschrieben:Kann man nur an einer Brustwarze eine Soorinfektion haben oder ist das unwahrscheinlich?
Ich hatte den Soor nur an einer Seite, die andere sah immer "normal " aus. Wenn du den Verdacht hast das es Soor ist, fang schnell mit der Behandlung an. Ich dachte recht lange es kommt vom zahnenden Kind und der miesen Stilltechnik.
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 17.08.2017, 08:28
von Claudia79
Bis zu welchem Alter des Babys sollte man es nächtens zum Stillen umlagern (also von links nach rechts)? Steht bestimmt schon oft im Forum, hab's aber mit der Suche nicht gefunden, bzw. zu viele Ergebnisse mit meinen gesuchten Begriffen.
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 17.08.2017, 08:37
von pqr
Ich habe auf das Umlagern verzichtet, sobald ich in der Lage war, beide Brustseiten beim seitlich liegen auf der selben Körperhälfte liegend zu geben (also quasi "obere und untere Brust").