Ich habe gerade wieder all eure lieben aufbauenden Antworten gelesen. Da viele in Forum quer lesen, möchte ich gerne einen Zwischenstand berichten, aber auch meine aktuellen Gedanken/Probleme los werden.
Die kleine Maus ist nun 9 Monate und natürlich weiterhin kein einfaches Baby, aber trotzdem ein ganz tolles Baby, sehr aufgeweckt und neugierig und kann sich meistens sehr viel Freuen. Das anfängliche Schreien ist in dieser Form nicht mehr da. Kinderwagen geht aktuell allerdings auch gar nicht, die Trage inzwischen schon eher, aber auch nicht zu lang. Viel gegessen wird leider noch nicht. Ich weiß, das muss auch nicht sein, aber ich würde mir ein paar mehr Kalorien am Tag wünschen, in der Hoffnung, dass dadurch die Nächte ruhiger werden würden. Für Stillen ist am Tag nämlich auch keine Zeit bei ihr. Das geht fast nur zum Einschlafen und weiterschlafen und evtl. 1-2 weitere kurze Stillmahlzeiten. Papa kann für kurze Zeit auf sie aufpassen, aber es ist sehr schwer, sie zum Schlafen zu bekommen für ihn. Leider haben wir aktuell auch nicht so viel Zeit, um dies zu fokussieren, weil wir eigentlich nur die Sonntage gemeinsam haben.
Sie macht also einen Mittagsschlaf (einschlafstillen, dann alle halbe Stunde verlängern durch stillen oder Dauernuckeln) und schläft abends ab circa 19:30. Hier dann auch jede 30-60 min Stillen notwendig mit ganz wenigen Ausnahmen. Obwohl ich inzwischen im Liegen Stille und zum großen Teil nicht richtig aufwache, schlaucht es mich. Insbesondere, weil sie in letzter Zeit auch wieder mehr nuckelt und teilweise Wachphasen nachts hat und sich selber viel schlechter schlafe. Seit fast neun Monaten gehe ich abends mit ihr ins Bett und komme nur teilweise für kurze Zeit wieder heraus. Außerdem mache ich mir doch Gedanken, wie es weiter gehen soll. Ab November muss sie in den Kindergarten und ich wieder arbeiten, ggf auch mit Terminen am Abend und Dienstreisen. Außerdem steht immer noch ein OP Termin mit Aufenthalt in Krankenhaus aus, den ich auf Januar legen will. Deshalb wieder ein paar Fragen an euch:
- besteht noch Hoffnung, dass die Kleine Maus doch alleine lernt ihre Schlafphasen zu verlängern oder wird sich das ggf erst mit dem Abstillen (ich weiß, das ist auch kein Garant) ändern? Ich hätte so gern wieder Nächte in denen nicht immer ein Kind an mir liegt und nuckelt bzw ich regelmäßig aus dem Bett komme für längere Zeit (und ich würde so gerne Mal einen Wein trinken, aber das müsste ich dann ja zum Frühstück machen

)
- hinsichtlich der Dienstreisen/Krankenhaus Aufenthalt: wäre es hier doch besser, zeitnah nach dem ersten Geburtstag nachts abzustillen oder sollten wir es doch schon üben, wie einschlafen ohne mich ist? Ich mache mir große Sorgen, wenn ich auf einmal nachts weg bin und mein Mann und sie alleine lasse. Ich weiß nicht, ob die kleine Maus damit zurecht kommen kann. Klar, das könnt ihr auch nicht wissen.
Aktuell geht gar nichts ohne Brust. Sie sucht mit geschlossenen Augen und fängt direkt zu Weinen an und ich denke, sie wird sich da richtig hinein steigern, wenn sie keine Brust bekommt. Oft trinkt sie auch tatsächlich ein paar Schlucke, aber eben nicht viel. Ich will ihr natürlich aber auch nicht die benötigte Milch verwehren. Deswegen fehlt mir im Moment noch jeder Ansatz für die Zukunft. Ein paar Versuche mit pantleys Andocken haben nicht funktioniert, weil ich diesen Punkt einfach nie treffe.
Und auch wenn ich es besser weiß: wenn ich höre, dass Neugeborene einer Freundin problemlos 4-5 Stunden schläft, Frage ich mich doch, was ich falsch gemacht habe und warum es bei uns so läuft.
Sorry, das ist wieder lang geworden. Also schicke ich es erst Mal ab, bevor es noch länger wird