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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Verfasst: 06.02.2016, 18:19
von davisalo
Deidamaus, aber es heißt doch auch, dass die Geschmacksvielfalt bei den Kindern ankomme? Sie daher später schon mehr kennen? Auch wenn es hauchzart ist, müsste das doch auch irgendwo herkommen? Wie geht das dann und warum nicht auch irgendwas, was sich aufs Befinden des Kindes auswirkt?
Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Verfasst: 06.02.2016, 18:38
von deidamaus
Aromen kommen ja auch an (Spargel, Knoblauch, Vanille und sicher noch einige mehr). Aber die verursachen kein Bauchweh.
Eiweißpartikel gehen in sehr geringen Mengen in die Milch über, das ist auch richtig, nur vertragen selbst Babys mit Kuhmilcheiweißallergie in den meisten Fällen Muttermilch, wenn die Mitter selbst Kuhmilchprodukte konsumiert. Stefania schreibt es ja auch.
Wenn dein älteres Kind auch Probleme hat und auch im Säuglingsalter hatte, dann liegt sehr wahrscheinlich eher eine Veranlagung dazu in den Genen vor. Andere Babys haben z.B. Hautproblemen und deine Kinder Bauchprobleme.
Bei Problemen mit der Verdauung wird oft die Ursache in der Ernäherung gesucht. Bei vollgestillten Babys ist dies aber sehr selten (bei mit Formula ernährten Babys sieht das anders aus). Muttermilch ist die am leichtesten verdauliche Nahrung, die du deinem Baby geben kannst.
Schluckt dein Baby viel Luft beim Stillen?
Habt ihr eine Ursache bei deinem älteren Kind finden können? Wird es bei ihm besser?
Liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung
Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Verfasst: 07.02.2016, 17:26
von kiki18
deidamaus, gibt's zu der Sache mit der Zusammensetzung der Muttermilch und dem Zusammenhang mit der Ernährung der Mutter denn irgendeine Studie oder einen wissenschaftlichen Artikel? Würde mich unabhängig von unserer Geschichte einfach mal interessieren... Dass Kinder auf Zucker reagieren hab ich schon so oft gehört/gelesen und wie erklärt sich dann der Erfolg von julimamas Bioresonanztherapie? Da gings doch auch um das Weglassen von Zucker?
Hallo julimama!
Hab grad mal die alten pns gelesen. Hab ich dir damals eigentlich erzählt, dass wir schlussendlich auch bei der Bioresonanztherapie waren? Bei uns kam Weizen (und einige wenige unbedeutende Obstsorten) als Ursache raus. Sie wollte das dann auch nicht therapieren, sondern meinte, ich solle halt auf Weizen verzichten. Hat aber leider an unserer Problematik auch nichts geändert. Ich hab das aber noch im Hinterkopf und werde es vielleicht bei der Kleinen auch mal probieren. Bei euch hat es dann dauerhaft geholfen, oder?
mafe, ja, es scheint bei uns nicht die Kuhmilch zu sein. Um ehrlich zu sein, wäre mir das seeeeehr schwer gefallen, die ganze Stillzeit mich dermaßen einzuschränken. Hafer-, Mandel-, Reismilch, hab ich alles probiert und für meinen heißgeliebten Latte keine Alternative gefunden. Das Zeug ist jedesmal ins Spülbecken gewandert und seitdem trinke ich kaum Kaffee. Wer mich kennt, weiß, wie schwer mir das fällt. Und auch sonst liebe ich Milchprodukte einfach sehr...
Bei der Großen kam bis heute nichts raus. Sie hat ja auch nach wie vor den aufgeblähten Kugelbauch und pupst ganz oft fröhlich vor sich hin. Zum Glück aber inzwischen ohne Beschwerden. Sehr lange hat sie eben auf Süßes ganz besonders stark reagiert. Laktoseintoleranz schließe ich aus, da ich sie nach dem Abstillen längere Zeit ganz laktosefrei ernährt habe. Fruktosearm habe ich sie auch recht lange auf Anraten der Klinik damals ernährt. Ganz fruktosefrei geht ja kaum, aber auch mit dieser Diät haben sich ihre Beschwerden nicht gebessert.
Stefania, ja, Neocate ist ja vorerst vom Tisch, nachdem sich die Beschwerden unter meiner Kuhmilchdiät kaum verbessert haben. Hab aber immer noch im Hinterkopf ihr demnächst einfach mal eine Flasche normale Säuglingsmilch zu geben und zu schauen wie sie reagiert... auch wenn ihr mich jetzt steinigt, aber nach wie vor kann ich ja nicht ausschließen, dass sie nicht doch auf irgendwas in meiner Milch reagiert.
Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Verfasst: 07.02.2016, 18:46
von Sternenstaub1
Ihr Armen! Zweimal die gleiche Geschichte. Ich werfe hier nochmal Histaminintoleranz ein. Das Stichwort fiel ja schon mal. Ich habe selbst HIT und beobachte einen Zusammenhang zwischen meinen Symptomen bzw. Histaminlevel und der Verdauung meiner Tochter. Ich kann das natürlich nicht belegen, aber vielleicht wäre das nochmal ein Denkanstoß. Das gibt es in einer erblichen Variante (eine Anomalie der Mastzellen). Es gibt da mittlerweile gute Seiten im Netz, wo du dich informieren kannst. Ich hatte selbst einen bunten Strauß an Symptomen wie zB unerklärliche Blasenbeschwerden und Einschlafstörungen und nicht die typischen Verdauungsbeschwerden, dass man auf eine Unverträglichkeit käme. Aber das ist auch das tückische an der HIT.
Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Verfasst: 07.02.2016, 19:18
von Peppa
Darf ich was fragen? Hat man bei der Großen schon mal Darm biopsiert? Es gibt seltene Formen von Verdauungsstörungen Fehlbildung des Darmplexus...da würde auch eine irgendwie geartete Diät ja nicht helfen. Ich müsste noch mal nachlesen, ist ein sehr spezielles Kapitel, aber vielleicht ist es schon abgeklärt.
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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Verfasst: 07.02.2016, 19:30
von mafe
Sterbenstaub: wie schränkt dich diese Intoleranz ein?
Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Verfasst: 07.02.2016, 19:48
von julimama
Bei uns hat es dauerhaft geholfen. Ich hab 2 Wochen Milch weggelassen, war zur Bioresonanztherapie, danach nochmal 2 Wochen weglassen und dann Kontrolle ob es "ausgeleitet" ist. Danach konnte ich dann wieder normal essen
. ich hab die Dinge überlappend weggelassen. Weil es mir sonst zu lange gedauert hätte zwecks kitabeginn. Also 2 wochen keine Milch, dann Therapie, dann 2Wochen keine Milch+Weizen, dann Kontrolle+Therapie Weizen, dann Weizen+Hafer, Reis, Mais, Kakao., etc. Alles auf einmal therapieren/weglassen war ich nicht gewillt.
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Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Verfasst: 07.02.2016, 22:37
von deidamaus
kiki18 hat geschrieben:deidamaus, gibt's zu der Sache mit der Zusammensetzung der Muttermilch und dem Zusammenhang mit der Ernährung der Mutter denn irgendeine Studie oder einen wissenschaftlichen Artikel?
Puh, da müsste ich mal nachforschen.
Würde mich unabhängig von unserer Geschichte einfach mal interessieren... Dass Kinder auf Zucker reagieren hab ich schon so oft gehört/gelesen und wie erklärt sich dann der Erfolg von julimamas Bioresonanztherapie? Da gings doch auch um das Weglassen von Zucker?
Alle Menschen bekommen durch den Konsum von Zucker einen rasch ansteigenden und dann rapide abdallenden Blutzuckerwert. Das kann viele Symptome auslösen. Ebenso vertragen manche Menschen bestimmte Sorten Zucker nicht gut (z.B. bei Fruktoseintoleranz). Aber wenn die Mutter Zucker konsumiert, merkt das Stillbaby davon nichts, denn die Laktose in Muttermilch wird völlig unabhängig vom aktuellen oder grundsätzlichen Zuckerkonsum der Mutter gebildet. Auch Mütter, die NIE Zucker essen, bilden ganz normal Laktose-haltige Milch für ihr Baby.
mafe, ja, es scheint bei uns nicht die Kuhmilch zu sein. Um ehrlich zu sein, wäre mir das seeeeehr schwer gefallen, die ganze Stillzeit mich dermaßen einzuschränken. Hafer-, Mandel-, Reismilch, hab ich alles probiert und für meinen heißgeliebten Latte keine Alternative gefunden. Das Zeug ist jedesmal ins Spülbecken gewandert und seitdem trinke ich kaum Kaffee. Wer mich kennt, weiß, wie schwer mir das fällt. Und auch sonst liebe ich Milchprodukte einfach sehr...
Gehen tut das schon. Ich habe Lactoseintoleranz und eine Kuhmilchallergie und ernähere mich komplett kuhmilch- und laktosefrei seid 15 Jahren. Und mittlerweile kann ich alleine den Geruch von Kuhmilchprodukten nicht mehr riechen.
Laktoseintoleranz schließe ich aus, da ich sie nach dem Abstillen längere Zeit ganz laktosefrei ernährt habe
Laktoseintoleranz tritt auch nicht als (Klein)Kind auf. Das wäre ja auch fatal, wenn ein Baby keine Laktose vertragen würde.
Stefania, ja, Neocate ist ja vorerst vom Tisch, nachdem sich die Beschwerden unter meiner Kuhmilchdiät kaum verbessert haben. Hab aber immer noch im Hinterkopf ihr demnächst einfach mal eine Flasche normale Säuglingsmilch zu geben und zu schauen wie sie reagiert... auch wenn ihr mich jetzt steinigt, aber nach wie vor kann ich ja nicht ausschließen, dass sie nicht doch auf irgendwas in meiner Milch reagiert.
Wenn die Beschwerden wirklich von deiner Milch kommen sollten, dann müsstest du dies mindestens für 10-14 Tage testen. Und ganz, ganz sicher würde dein Baby mit Formulanahrung deutlich mehr Bauchweh haben als mit Muttermilch. Bedenke auch, dass bereits eine einzige Flasche Formulanahrung die Darmflora nachteilig verändern kann - bei "sowieso schon Bauchweh"-Kindern würde ich Nutzen und Risiko sehr streng abwägen.
Liebe Grüße.von deidamaus
ModTeam-Stillberatung
Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Verfasst: 08.02.2016, 10:07
von Sternenstaub1
mafe hat geschrieben:Sterbenstaub: wie schränkt dich diese Intoleranz ein?
Ich habe das große Glück, dass sich die Symptome bessern, umso länger ich kein Antibiotikum nehmen musste. Das heißt, ich kann eine gewisse Menge an Histamin zu mir nehmen und damit auch mal auswärts essen. Ich verzichte auf Tomaten, Spinat, Rotwein, alten Käse, Birnen, Ananas und Erdbeeren völlig. Von allen anderen Histaminhaltigen Sachen kann ich kleine Mengen essen und dann mit hohen Dosen Vitamin C gegensteuern oder auch mal Daosin zum Essen nehmen. Ich esse also histaminarm. Dadurch ist es erträglich. Histaminfrei zu essen würde mir deutlich schwerer fallen. Dafür habe ich endlich eine Erklärung für all die komischen Symptome, die nie zusammen passten. Ich hatte beispielsweise mehrere EKGs wegen Herzrasen und -stolpern. Ansonsten muss ich auch bei Medikamenten aufpassen. Auf Schleimlöser und Paracetamol reagiere ich mit Atemnot. Und die täglichen leichten Verdauungsbeschwerden nehme ich in Kauf. Die können aber bei zu viel Histamin auch sehr heftig werden, sodass ich auch schon mal ein Antihistaminikum genommen hab, als ich mich mal arg vergriffen hatte.
Re: Stillpause für Neocate? Und wenn ja, wie?
Verfasst: 09.02.2016, 20:45
von kiki18
So, nachdem ich gestern mit Kuhmilch wieder angefangen habe, nun doch eine spürbare Verschlechterung.

Das ist jetzt natürlich echt unbefriedigend. Es geht nicht weg, wenn ich die Milch weglasse, hat sich aber wohl doch sukzessive etwas verbessert, wird aber wieder schlechter, wenn ich Kuhmilch zu mir nehme. Vorhin mit unserem Kinderarzt telefoniert und er hat, ohne dass ich das auf den Tisch gebracht habe, Neocate vorgeschlagen.

Er meint, nach seiner langjährigen Erfahrung gehen bei derart empfindlichen Babies die Beschwerden tatsächlich nicht allein durch den Verzicht und Weiterstillen weg. Haben uns jetzt drauf geeinigt, dass ich Kuhmilcheiweiß noch mal eine Weile weglasse und beobachte. Sind die Beschwerden nicht sehr stark, kann ich natürlich weiterstillen, andererseits konnte er auch meine Bedenken gegenüber Neocate zumindest zum Teil zerstreuen. So werde ich das jetzt auch erstmal machen...
Peppa hat geschrieben: Hat man bei der Großen schon mal Darm biopsiert?
Nein, und ich schließe in den nächsten Jahren auch jeglichen Eingriff aus. Sie ist durch die diversen Behandlungen und Krankenhauserfahrungen eh schon extrem belastet und brüllt mir bei jedem Kinderarztbesuch die ganze Praxis zusammen, selbst wenn sie nur abgehört werden soll. Da sie sich normal entwickelt, zwar viel pupst und den Blähbauch hat, aber abgesehen von hin und wieder dem "ich hab Bauchweh"-Spruch gesund ist, reicht die Diagnostik uns momentan...