Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Jia
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Jia »

Ich glaube auch, dass deine Kleine den Mittagsschlaf nicht mehr braucht. Deine Beschreibung klingt sehr vertraut, das hatten wir ähnlich, als wir von 2 auf 1 Tagesschlaf gewechselt haben. Zur bisherigen Schlafenszeit wurde Mini knatschig, aber wenn ich sie dann hab schlafen lassen, wäre abends vor 23 Uhr nichts zu wollen gewesen. Wir haben auch alles Mögliche probiert, um den Abend anders zu gestalten, weil wir davon überzeugt waren, dass sie mit 7 Monaten noch 2 Tagesschläfchen braucht (jedes max. 1 Stunde und nachts 8-9, das war in unserem Bekanntenkreis schon damals absolute Minimalmenge). Das Einzige, was geholfen hat, war wirklich, den Nachmittagsschlaf abzuschaffen. Die Umstellung hat knapp zwei Wochen gedauert, dann war sie zur gewohnten Schlafenszeit auch nicht mehr so knatschig, und die Abende waren viel entspannter (auch wenn sie immer noch spät ins Bett geht, sie braucht einfach wenig Schlaf). Die Kinderärztin hat übrigens nur gemeint, dass beim Schlafbedürfnis von Babys zwischen 8 und 18 Stunden alles normal sei und es keine allgemeingültigen Regeln gäbe, wie sich das über den Tag verteilt...

Macht ihr bald Urlaub? Denn wenn für die Tagesoma die kindliche Müdigkeit zur Mittagszeit das zentrale Argument ist, wäre das der ideale Moment für die Umstellung. Wenn sie nachher sieht, dass eure Tochter sich an die veränderten Schlafenszeiten gewöhnt hat, fällt dieses Argument weg, ohne dass ihr gross diskutieren müsst. Oder du vereinbarst mit ihr eine Testphase: zwei Wochen ohne Mittagsschlaf, und wenn sie dann immer noch das Gefühl hat, dass er nötig ist, dann schaut ihr nochmals.
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Schneekugel
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Schneekugel »

habe nun nicht ganz fertig gelesen, unsere grosse ist so eine wenig schläferin und ich verzweifelte teils fast. irgend wann merkte ich aber so 21 uhr ist meine grenze. sie durfte sich dann zu mor kuscheln und ich schaute was 'doofes' das ihr nicht schadete aber hatte einfach kein programm mehr. mit der zeit schlief sie so ca 15mon später auf mir. auch gab es eine zeit, wo sie eher mehr schlaf brauchte und wen es zuwenig war abends nicht in den schlaf fand, vielleicht ist auch das ein ansatz?
heute mit 6 geht sie zwischen 21 und 22 uhr ins bett und steht unter der woche um 7:30 uh auf und schläft aber gerne nach am wochenende, das braucht es dann wie. ich glaube es gibt auch ein: zuwenig schlaf und drum nicht müde.

((()))es ist einfach doof abends so nie zeit zu haben


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Jadzia
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Jadzia »

Ganz ehrlich gesagt verstehe ich dein Problem nicht wirklich ( also ich kann mir das vorstellen, aber die wurzel versteh ich nicht)


Mittagsschlaf abschaffen. Brauchst du wirklich den Segen der Tagesoma?
Und warum brauchst du den?

Ich hab den Mittagsschlaf abgeschafft wals mein Kind 22 Monate alt war.


Es trieb schon solche Blüten, daß ich im WINTER um 21 Uhr losmarschiert bin, zum SPIELPLATZ
und mein Kind sich nicht mal mehr tragen ließ und wirklich eine Stunde lief. Eine komplette Stunde rutschen und laufen etc.

Mit dem Kindergarten ( mit dem ich sehr zufrieden bin) hab ich mich angelegt
als sie sie ein paar Mal schlafen ließen und ich dann ein rumturnendes Kind bis 23 oder 24 Uhr hatte.
Albtraum.

Die kame mir auch auf die Tour : das arme Kind


Nur wenn sie nachts länger schläft, dann ist der Mittagsschlaf eben auch nicht nötig.



Dein Kind braucht Monat für Monat weniger Schlaf. Sprich, der Mittagsschlaf fällt ohnehin bald weg.
Warum jetzt umstädnlich neue Routinen bilden, wenn in 3 Monaten sowieso nix mehr geht ?
( denk dran, sie wird immer später und später ins Bett gehen)


Inzwischen geht mein Kind wieder um 21.30 ins Bett ( Mist) , aber sie ist viel älter und jettz ist das alles entspannter.


Vor 2 Jahren hätte ich "falling down" nachgespielt wenn das so weiter gegangen wäre.

Mein Mann wollte den Mittagsschlaf auch erhalten. das habe ich ein paar Wochen ertragen und dann hab ich mich durchgesetzt.

Ach was war das wunderbar, Kind zwischen 19 und 20 Uhr im Bett. Ein Traum.



Du bist die Mutter. Du darfst das machen was für dich und euch passt. Und dafür brauchst du keinen Segen von anderen.
Und wenn du ohne den Segen nicht kannst, dann frag dich mal, warum du den denn unbedingt brauchst.
Weil dann liegt da der Hase im Pfeffer und dann wäre das mal das wichtigere, was du lösen solltest. finde ich.

Und ich finde auch egal, daß andere Menschen schlimmere Probleme haben. Ich lache mich darüber nicht tot was du erzählst. Du tust mir richtig leid.
warum kannst du dir nicht erlauben, was für dich zu tun? Warum bist du nicht wichtig für dich?

Als ich noch im Kindergarten Sätze abbekam wie : aber das arme Kind schläft fast überm Teller ein
da gab es ein energisches : da muß sie durch!!
und nein, ich bin nicht lieblos.

Sie muß da wirklich durch. Denn wenn sie bis 24 uhr wach ist, dann geht es ihr viel schlechter, als wenn sie mal über einen toten punkt geht.
unsere bezoehung leidet. morgens muß ich sie totmüde wecken. wie haben einfach viel mehr probleme dann.
daß es eine weile eifnach keinen perfekten rhythmus gab, das konnte ich ihr nicht ersparen. sie mußte wirklich durch.
es tat mir da auch leid. aber die anderen haben ja nicht gesehen was abging an solchen abenden.
wie sollen die wissen daß es schlimmer für alle ist - wenn si emittags schläft.

ok, es mutet schon komisch an wenn mein kind in seiner altklugen art sagt : ich darf ja nicht schlafen im Kindergarten.
oder sich entschuldigt bei mir wenn wie mal geschlafen hat ( kommt aml vor daß sie einnickt)
wenn sie das dann sagt dann sag ich so halb spaß halb ernst : echt? geschlafen ? oh nein!!!!
dann sagts ie : doch mama, aber ich war doch so müde.
dann sag ich : na das kann ja mal passieren. ich hoffe heute abend klappt es trotzdem gut.

vielleicht igbt es menschen die erschrecken und mich für eine gefühllose mutter halten.
doch hab ich erfahrung mit meinem kind und mir und nach dem ein oder anderen Experiment weiß ich eben welche variante die beste für uns ist.
andere können das ja gar nicht wissen.
und daß ich mein kind im blick hab, weiß ich. und das können andere erst recht nicht wissen.


das etikett lieblos verdienst du nicht. das würde bedeutetn du hast dein kind nicht im blick
(sowas gibt es, aber das bist nicht du)
du hast momente der überforderung. und da gehen wir alle auf autopilot. alle.jeder mensch.

kümmer dich um dich. dann brauchst du keinen Autopiloten ( der rumschreit)
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Sabina
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Sabina »

Huch, Jadzia, deine Worte klingen wirklich etwas harsch gegenüber deinem Kind. Aber vermutlich bist du das nicht?

Ich glaube die TS braucht nicht den Segen der Tagesoma sondern möchte in einvernehmlicher Art mit ihr eine Lösung finden, die für alle stimmt weil sie auf die Oma angewiesen ist.
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…

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Jadzia
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Jadzia »

:D

Ja, das klingt harsch. Ich weiß.


Ich bin ein harmoniesüchtiger Mensch und auf übergriffe reagiere ich entweder explosiv ( weil totoal empfindlich)
oder eben mit diesen Grübeleien wie die TS( ist es denn recht was ich fordere)


aber mein Verstand sagt mir, daß es ein UNDING ist, wenn eine Kinderbetreuerin sich anmaßt darüber zu entscheiden
wie das mit dem Schlaf ( oder der ERnährung etc) zu regeln ist.
Das ist Sache der Eltern.

Ich kenne diese inneren Kreise.


Die sachlage ist aber eigentlich klar. Es entscheidet due MUtter und die Betreuerin richtet sich nach den Wünschen der Mutter.
Ginge es um Cola oder fernsehkonsum würden auch alle in diesen Horn tuten.

oder was machst du wenn deine tagesmutter dem Kind Cola gibt?



ich finde es quasi absurd, wenn eine Mutter sich fragt ob sie die Belange ihres Kindes und ihrer Familie regeln DARF
oder ob eine andere Person das Recht hat da mitzuentscheiden.
und ich wollte die TS mal aufmerksam machen darauf.

Warum das nun so ist, das weiß ich nicht. Wissen wir hier alle nicht. Spekulation.
Kann die TS ja für sich ( und auch im Stillen, ist ja sehr persönlich) überlegen.

Einverhmen ist total schön. Aber wer entscheidet wenn es kein einvernehmen gibt?
ist DAS nicht die echte Frage ?

( so meine Gedanken dazu….)

Und ich sag halt : Die Mutter entscheidet. ( und muß da kein schlechtes Gewissen haben)
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Sakura
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Sakura »

Ich finde Jadzias Worte über ihr Kind nicht wirklich harsch, nur ehrlich. Auch Mütter haben einen Punkt, wo nichts mehr geht, und ich finde es ehrlicher, als Mutter zu sagen: SO kann ich nicht, wie können wir es ändern, dass wir alle glücklicher sind.

Andererseits kann ich verstehen, dass man Probleme hat, der TaMu Weisungen zu erteilen. Unsere TaMu würde sich von mir nicht reinreden lassen, besonders nicht beim Mittagsschlaf. Das weiß ich, akzeptiere ich, aber bei uns ist es eben "nur" 21/22 Uhr, und nicht noch später.

Sie braucht ja auch nicht den Segen der Tagesoma, aber die Tagesoma müsste ihr gesamtes Programm ändern, ihren gesamten Stil, und da sehe ich schon, dass das ein Problem sein könnte. Da würde ich wirklich vorsichtig ranfragen. Ansonsten stimme ich zu: in den Ferien den Tagesschlaf abschaffen (habt ihr bald Ferien oder dauert es bei Euch noch?), und nach den Ferien ein Kind, welches hoffentlich nicht mehr mittags im KiWa einschläft.
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Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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EliseG
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von EliseG »

Nur mal so kurz aus der eigenen Geschichte erzählt:
Unser mittleres Kind hörte mit ca. 2 mit dem Mittagsschlaf auf, bzw fing damit an, immer noch später und unruhiger abends einzuschlafen. Wir entschlossen uns, es einfach zu probieren und ließen den Schlaf mittags weg. Es gab Punkte, da war er dann ziemlich müde, da half ihm aber meist schlicht was zu essen. Trotzdem schlief er nicht plötzlich nicht mehr zu Mittag. Eigentlich schlich es sich anfangs ein, dass er jeden 2. oder 3. Tag dann doch wieder unter Tags etwas Schlaf brauchte. Trotzdem ging er nachts dann nach einiger Zeit ziemlich konstant um 21 Uhr ins Land der Träume über. Auch bei unserer Jüngsten war es genau so, sie brauchte früh weniger Schlaf als andere, schläft aber auch jetzt immer mal wieder unter Tags. Je nach Bedarf einfach und trotzdem schläft sie nachts regelmäßig allerspätestens um 21 Uhr. Zudem müssen wir ja, seit der Große in die Schule geht, also seit 2 Jahren täglich früh auf stehen, bzw sie müsste nicht, will aber nicht ohne mich weiter schlafen morgens. Das hat bei ihr auch so einiges getan, dass sie Abends wesentlich lieber einschläft.

Als ich gestern deine Geschichte durchgelesen habe, da hab ich mir also schlichtweg gedacht, vielleicht gibt es einfach einen Mittelweg. Du legst sie nicht hin, wenn sie bei dir ist, und wenn sie bei der Tagesoma ist, dann schläft sie bei Bedarf bzw nach Gewohnheit eben. Ich denke, Kinder sind da viel viel flexibler, als wir oft meinen oder sogar umgekehrt, vielleicht sind wir Mamas unflexlibler, als wir es wahrnehmen wollen.

Ich wünsche euch auf alle Fälle, dass ihr einen Weg findet, der für euch alle gangbar ist.
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Prima 06/12
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Nelly2012
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »

PaleFire hat geschrieben:...das wollte ich auch schon fragen!
Franziska hat geschrieben:Huhu Nelly,
Wie hat es gestern geklappt?
Sorry, dass ich nichts mehr von mir hab hören lassen, war das ganze Wochenende nicht hier.
Insgesamt bin ich froh, unser Problem hier geschildert zu haben. Leute wie Ellen helfen mir durch ihre Aussagen, gelassener zu bleiben. Es ist ein temporäres Problem. Wobei sich beim Thema Schlaf bei uns wohl immer die Geister scheiden werden :D

Tja, wie wars? Habe ja Donnerstag geschrieben. Waren dann noch bei ner Freundin, die hat uns Jonalu mitgegeben. Hab ihr dann abends eine Folge angemacht, fand sie auch toll, sie war aber so gefesselt, dass ich auch irgendwie ein ungutes Gefühl hatte. Mir waren die Animationen doch noch zu schnell für sie. Habe jetzt "Lotta kann fast alles" bestellt, war eine Empfehlung des Forums und das ist besser. Wobei ich gestern beim Schauen auch daneben sitzen musste. Aber dazu später mehr.
Also am Donnerstag war ich abends mit ihr alleine. Sie hatte eine Dreiviertelstunde bei der Tagesoma geschlafen. Es war ein sehr entspannter Abend. Kann gar nicht festmachen, woran es lag. Vermutlich an meiner inneren Verfassung, die an diesem Abend (auch dank euch) gut war. Weiß gar nicht mehr, was wir gemacht haben, Buch angeschaut und so. Es war ok. Geschlafen hat sie um 22.15 Uhr. Am nächsten Tag hat sie mittags eine Stunde geschlafen und wir hatten abends Besuch. Da hat sie locker bis 23 Uhr ausgehalten und ist dann sehr schnell eingeschlafen.
Samstag haben wir sie mittags nicht schlafen lassen. Sie war recht müde. Wenn man mit ihr Auto fährt, muss einer hinten die "Schlafpolizei" machen. Abends war dann 20.30 Uhr Schicht. Aber es ist wirklich zu beobachten, dass sie ab dem späten Vormittag knatscht, bis ca. 17/18 Uhr, dann ist sie topfit. Wirklich erschreckend. So etwas wie Bettschwere (=Ruhigwerden, schnelles Einschlafen) stellt sich erst ein, wenn man sie (ohne Mittagsschlaf) bis 22.00/23 Uhr wach lässt. Sooo anstrengend...
Gestern dann auch kein Mittagsschlaf. Sie war nachmittags dann wirklich sehr gängelig. Muss dazu sagen, wir sind eigentlich immer den ganzen Tag draußen. Sie ist mit Papa mehrere Runden Laufrad gefahren, war mit zwei Jungs auf dem Spielplatz. Und was ist, wenn wir ins Bett wollen? Kind topfit. "Bin nicht müde, will nicht schlafen." Musste sie wieder festhalten, sonst hält sie sich durch Trampeln gegen die Wand oder Herumwälzen wach. Über das Festhalten regt sie sich dann schrecklich auf, was sie endlich mal müde macht. Wird von mir inzwischen provoziert. Also das Aufregen. Also gestern war es dann kurz nach 21.00 Uhr. Ohne Mittagsschlaf.
Mal sehen. Der Plan ist eigentlich, sie an "unseren" Tagen nicht schlafen zu lassen und an den anderen die Tamu walten zu lassen.
Liebe Grüße,

Nelly mit ihren drei Mädels (2012, 2016 und 9/2019)
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Nelly2012
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »

Jadzia hat geschrieben::D

Ja, das klingt harsch. Ich weiß.


Ich bin ein harmoniesüchtiger Mensch und auf übergriffe reagiere ich entweder explosiv ( weil totoal empfindlich)
oder eben mit diesen Grübeleien wie die TS( ist es denn recht was ich fordere)


aber mein Verstand sagt mir, daß es ein UNDING ist, wenn eine Kinderbetreuerin sich anmaßt darüber zu entscheiden
wie das mit dem Schlaf ( oder der ERnährung etc) zu regeln ist.
Das ist Sache der Eltern.

Ich kenne diese inneren Kreise.


Die sachlage ist aber eigentlich klar. Es entscheidet due MUtter und die Betreuerin richtet sich nach den Wünschen der Mutter.
Ginge es um Cola oder fernsehkonsum würden auch alle in diesen Horn tuten.

oder was machst du wenn deine tagesmutter dem Kind Cola gibt?



ich finde es quasi absurd, wenn eine Mutter sich fragt ob sie die Belange ihres Kindes und ihrer Familie regeln DARF
oder ob eine andere Person das Recht hat da mitzuentscheiden.
und ich wollte die TS mal aufmerksam machen darauf.

Warum das nun so ist, das weiß ich nicht. Wissen wir hier alle nicht. Spekulation.
Kann die TS ja für sich ( und auch im Stillen, ist ja sehr persönlich) überlegen.

Einverhmen ist total schön. Aber wer entscheidet wenn es kein einvernehmen gibt?
ist DAS nicht die echte Frage ?

( so meine Gedanken dazu….)

Und ich sag halt : Die Mutter entscheidet. ( und muß da kein schlechtes Gewissen haben)
Ich verstehe das, was du schreibst, total gut.

Gerne schildere ich mal meinen Konflikt.
Als sich herausstellte, dass meine Tochter extrem schlecht schlief (8-9 mal wach jede Nacht, zog sich bis 1 1/2), haben alle auf mich eingeredet, wie ich das aushalten würde, bei ihnen gäbe es das nicht, sie könnten das nicht, sie würden nicht mehr jedes Mal reagieren, blabla. Ich war so fertig, total übernächtigt. Noch dazu mein Mann, der wie er selbst sagt, nicht der Belastbarste ist und der gerne einen leichteren Weg gegangen wäre - zumal uns ja auch alle, inkl. eines anthroposophischen Kinderarztes dazu rieten. Ich aber konnte das nicht. Trotz meiner ganzen Erschöpfung und völliger Übermüdung war es für mich unvorstellbar, mein Kind weinen zu lassen. Ja, ich bin auch ausgerastet, ich habe sie auch schon als Baby angeschrien, aber sobald ich mich wieder beruhigt habe, tat ich wieder alles, was ich konnte.
Bis heute fühle ich mich des öfteren überlastet. Dann sagen mir die, mit denen ich darüber rede (außer meiner Mutter, die argumentiert immer im Sinne des Kindes, aber die wohnt zwei Stunden weg, ist berufstätig und kann nicht wirklich unterstützen), ich solle an mich denken.
Deshalb kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen, ob ich mich jetzt hier beeinflussen lasse und meine, ich müsse auch mal auf den Tisch hauen. Also ich bin mir in der Sache per se schon unsicher.

Dann ist da die Tagesoma. Wenn sie meiner Meinung wäre, würde ich mich bestätigt fühlen, wir würden das durchziehen, alles gut. Aber wenn diese ansonsten sehr pragmatische Frau sagt, M. braucht den Mittagsschlaf unbedingt (warum sie das sagt, habe ich am Wochenende wieder gesehen, sie kann einem wirklich leid tun), dann werde ich noch unsicherer als ich es ohnehin schon bin. Und das muss ich dann ernst nehmen.

Für mich habe ich die Entscheidung eigentlich schon getroffen. Jetzt ist eure Frage, warum ich nicht zur Tagesmutter hingehe und ihr sage, dass ich keinen Mittagsschlaf nicht mehr möchte.
Das hat zwei Gründe. Zum einen habe ich sehr viel Vertrauen in ihre Urteilsfähigkeit. Nach meinem Mann und mir ist sie die Person, die meine Tochter am besten kennt, die ihr nach uns am nächsten steht. Sie ist unsere Hauptunterstützung. Auch jenseits der vereinbarten Betreuungszeiten. Wenn es mal brennt, wenn Konferenz ist etc. Ich nehme das ernst, wenn sie sagt, M. braucht noch einen Mittagsschlaf. Mein Kompromiss ist es, sie an "meinen" Tagen nicht schlafen zu lassen, schon allein wegen des hohen Aufwands.
Der andere Grund ist der, da hast du Jazia völlig ins Schwarze getroffen, dass ich wahnsinnig harmoniesüchtig bin und Angst habe, jemanden, der mir nahe steht (und das tut sie, sie ist für mich eine mütterliche Freundin) zu vergraulen. Es ist mir so wichtig, dass ich mein Kind zu jemandem gebe, für den das eben nicht nur ein Job ist. Also möchte ich nicht einfach hingehen und sagen:"Ich bin die Mutter, du nur die Betreuung, ich entscheide." Zumal sie ja eher im Sinne meines Kindes argumentiert, das ist eben der Unterschied zur Cola.
Liebe Grüße,

Nelly mit ihren drei Mädels (2012, 2016 und 9/2019)
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Re: Uneinigkeit mit Tagesoma über Mittagsschlaf

Beitrag von Nelly2012 »

Mit meiner Aussage, nicht zu wissen, ob ich mich "hier" beeinflussen ließe, meinte ich nicht hier im Forum, sondern in diesem Punkt.
Liebe Grüße,

Nelly mit ihren drei Mädels (2012, 2016 und 9/2019)
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