Veganes Beikostkind vegan stillen?

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mayra
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von mayra »

Teazer hat geschrieben:
Tigerchen hat geschrieben:Wie ist das mit Überdosierung?
Oral eingenommenes B12 kann nicht überdosiert werden da es wasserlöslich ist und über die Nieren ausgeschieden wird.

B12, das Lebensmitteln zugesetzt wird, ist identisch mit dem in Nahrungsergänzungsmitteln enthaltenem B12.
Könnte man dann sagen, man sollte es einfach nehmen, kann ja eh nix passieren? Falls zb. die Ärztin keinen Test machen will... oder ich meinen Mann nicht überzeugen kann, dass er mal einen machen lassen sollte?
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Teazer
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Teazer »

Tigerchen hat geschrieben:Mein Kind wird noch zu 90 % gestillt. Ist das für einen eventuellen Mangel entscheidend oder reicht das B12 in der MuMi sowieso nicht mehr?
Das kann ich nicht beurteilen, da ich den B12-Status Deines Kindes und Deine tägliche Aufnahme nicht kenne. Generell sollten beikostreife Kinder geeignete Beikost zum Stillen bekommen. Diese sollte natürlich auch B12 enthalten.
mayra hat geschrieben:Könnte man dann sagen, man sollte es einfach nehmen, kann ja eh nix passieren? Falls zb. die Ärztin keinen Test machen will... oder ich meinen Mann nicht überzeugen kann, dass er mal einen machen lassen sollte?
Ich bin keine Ärztin, kann Dir nur sagen, dass meine Kinder B12 zusätzlich bekommen, obwohl sie Milchprodukte in schwankenden Mengen zu sich nehmen.
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Tigerchen
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Tigerchen »

Misst man das per Bluttest? Wie wird der bei so kleinen Kindern gemacht?
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Teazer
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Teazer »

Ja, Holotranscobalamin wird im Blut gemessen.
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Tigerchen
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Tigerchen »

Hm... Ich bin jetzt echt verunsichert. Ich hab immer gesagt:."Solange ich sie stille, braucht sie keine tierischen Produkte!" Und jetzt bin ich verunsichert, ob ihr nicht doch schon was fehlt, obwohl ich ganz normal ovo-lacto-vegetarisch esse.

Ich möchte sie weiter vegan ernähren. Das fühlt sich für mich richtig an.

Also Babykekse? Nur so auf Verdacht? Das ist doch blöd. Kommt mir wie Selbstbetrug vor.

Und vor lauter Panik pieksen lassen? Auch blöd. Kein normaler Mensch lässt einfach sein Baby pieksen, um ohne begründeten Verdacht irgendwelche Werte zu ermitteln, die bei den meisten Babys ok sind.

Also doch einfach Babykekse? Nur aus Verunsicherung? Das ist blöd.

Kannst du meine Gedankengänge nachvollziehen?

Wenn ich diesen Thread nicht gestartet hätte und einfach weiter gegessen hätte wie bisher, hätte ich mir darüber nie Gedanken gemacht. Und jetzt will ich nur aus Verunsicherung was machen, was ich sonst nicht gemacht hätte und was bei den meisten Kindern gar nicht nötig ist.

Gut, die meisten Kinder essen nicht vegan...

Versteht man das irgendwie?

Wegen Überdosierung nochmal. Es gibt ja inzwischen auch Hinweise, dass auch zu viel wasserlösliche Vitamine schädlich sind, wenn sie supplementiert werden. Also aus einer Frucht holt sich der Körper raus, was er braucht, aber wenn man Vitamin C so pur zu sich nimmt, soll das schlecht sein, wenn es zu viel ist. Kann das bei B12 nicht auch passieren?
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tania
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von tania »

fuer den B12 status von babys im allgemeinen ist vor allem entscheidend - korrigiere mich, wenn ich mich irre, teazer - ob die mutter waehrend schwangerschaft (!) und stillzeit ausreichenden B12 speicher hatte. wenn deine vegane ernaehrung also noch recht frisch ist, brauchst du dir dahingehend wahrscheinlich kaum sorgen zu machen. bezueglich beikost ist wie immer das anbieten entscheidend. bietest du deinem kind keine tierischen produkte an, solltest du ueber eine supplementierung nachdenken. solltest du jetzt einen test machen und alles ist ok, sagt das ja noch nichts ueber die naechsten monate aus.

ich verstehe deine ueberlegungen zum pieksen, zum supplementieren und auch zu babykeksen. ich wollte so was nicht fuer mein baby. also hab ich bei mir B12 supplementiert in schwascha und vollstillzeit und meinem baby mischkost angeboten (ok, ohne fleisch ;-)) was ich nicht verstehe: wenn du eier isst, warum soll dein kind keine eier essen? und warum soll dein kind keinen kaese essen? biete es einfach an.
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Tigerchen
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Tigerchen »

Ich rätsel da noch, ob ich meinem Baby im Hinblick auf Zivilisationskrankheiten überhaupt jemals tierische Produkte geben möchte. Die ollen Studien immer... :?

Bis jetzt schiebe ich diese Entscheidung vor mir her, indem ich sage: "Ich stille doch. Da braucht es keine tierischen Produkte."
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Tigerchen
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Tigerchen »

Aber eigentlich eh utopisch. Irgendwann werde ich es eh nicht mehr in der Hand haben, wie bei der Großen auch. Aber vielleicht hat sie dann kein Interesse, weil sie es nicht kennt... Oder so... Und jetzt ist es halt alleine meine Entscheidung, was ich in sie rein lasse und was nicht...

PRE hat sie allerdings bekommen und vielleicht auch sonst mal was, von dem ich nicht wusste, dass es im Essen ist.
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von feuerdrache »

Na ja, aber auch wenn du dein Baby vegan ernährst, hast du keine Garantie, dass es die Krankheiten vor denen du Angst hast, nicht bekommt. So wie ja auch Fleisch essen nicht zwangsläufig Darmkrebs heißt. Das sind alles nur Prozentwahrscheinlichkeiten.

btw: von welchen Krankheiten redest du denn genau?


Als Beispiel: ich habe meine beiden ältesten Kinder nicht impfen lassen aus Angst sie könnten Asthma bekommen dadurch. Hmmm- Fehlschluss. Sie haben trotzdem Asthma bekommen. Die beiden jüngeren wurden geimpft- die haben kein Asthma. Soll mir das was sagen? (die Großen wurden mittlerweilen nachgeimpft)

Also- nur weil ich das eine vermeide bekomme ich das andere nicht- der Schluss funktioniert hier nicht.
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Teazer
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Re: Veganes Beikostkind vegan stillen?

Beitrag von Teazer »

Tigerchen hat geschrieben:Hm... Ich bin jetzt echt verunsichert. Ich hab immer gesagt:."Solange ich sie stille, braucht sie keine tierischen Produkte!" Und jetzt bin ich verunsichert, ob ihr nicht doch schon was fehlt, obwohl ich ganz normal ovo-lacto-vegetarisch esse.
Bei ovo-lacto-vegetarischer Ernährung musst Du Dir normalerweise keine Gedanken machen!
Ich möchte sie weiter vegan ernähren. Das fühlt sich für mich richtig an.

Also Babykekse? Nur so auf Verdacht? Das ist doch blöd. Kommt mir wie Selbstbetrug vor.
Warum Babykekse? Es gibt B12 in Tropfenform.
Und vor lauter Panik pieksen lassen? Auch blöd. Kein normaler Mensch lässt einfach sein Baby pieksen, um ohne begründeten Verdacht irgendwelche Werte zu ermitteln, die bei den meisten Babys ok sind.
Würde ich auch nicht. Mache ich auch nicht, denn ich supplementiere sowohl bei mir als auch den Kindern. Ist für mich nicht Selbstbetrug, sondern schiere Notwendigkeit.
Wegen Überdosierung nochmal. Es gibt ja inzwischen auch Hinweise, dass auch zu viel wasserlösliche Vitamine schädlich sind, wenn sie supplementiert werden. Also aus einer Frucht holt sich der Körper raus, was er braucht, aber wenn man Vitamin C so pur zu sich nimmt, soll das schlecht sein, wenn es zu viel ist. Kann das bei B12 nicht auch passieren?
Wenn Du den Tagesbarf eines Vitamins einnimmst, das sonst gänzlich fehlt, wirst Du nicht überdosieren. Und auch bei Vitamin C kommt es auf die Menge an.

Von B12 wird übrigens, je höher die Dosis is, prozentual weniger aufgenommen.
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