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Re: AW: Stilllen, Partnerschaft

Verfasst: 20.05.2014, 19:03
von DasKruemel
Ja, Jusl bringt es einfach immer perfekt auf den Punkt :)

Ich hab ja nun auch beides hinter mir, anfangs die Flasche und jetzt zum Glück das Vollstillen, und ich muss sagen, bequemer und weniger zeitaufwendig als Stillen geht es doch gar nicht. Und die meiste Zeit wird die Kleine doch wahrscheinlich dann doch bei Dir sein und nicht bei Oma & Opa.

Wie umständlich war unterwegs das Zubereiten des Fläschchens, das ständige Spülen und Sterilisieren der Flaschen , das nächtliche Aufstehen um die Flasche zu machen, das Einpacken von allem was man fürs Fläschchen machen benötigt, wenn man mit Kind los will und ständig überlegt ob man auch ja alles dabei hat... Das fällt jetzt alles weg...

Und beim Stillen selbst werden die Kleinen ja auch schneller, wenn sie größer und stärker werden. Anfangs haben wir 30-60 Minuten gestillt, heute stillt meine Maus nur noch 5-10 Minuten.

Für mich hört es sich ein bißchen so an, als hättest Du eine Entscheidung gegen das Stillen getroffen (was ja auch okay ist) und jetzt befindest Du Dich in einem Zwiespalt, weil Dein Mutterherz weiß, dass das Stillen doch besser wäre für Dein Baby. Und die Argumente gegen das Stillen liefert Dir Dein innerer Schweinehund, nicht Dein Mann oder die Pferde. Mit ihnen willst Du Dich selbst vor Deinem Mutterherz rechtfertigen.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Immer!





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Re: Stilllen, Partnerschaft

Verfasst: 20.05.2014, 19:53
von julia1982
Danke Jusl!!


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Re: Stilllen, Partnerschaft

Verfasst: 20.05.2014, 19:58
von Yashira
Und auch ohne stillen kann ein Vater eine Super Beziehung aufbauen. auch ein Stillkind lässt sich von vertrauten Personen beruhigen und betreuen.
Und Nachtdienst - mein Mann arbeitet im 3 schichtsystem. Nachtdienst kennt er nicht, weil wir stillen. Diesen praktischen Umstand würde ich doch nicht freiwillig wegwerfen.
Die ersten 5 Wochen mit Zufüttern und Co waren einfach nur scheisse. Nachts aufstehen zum Flasche machen.
Es dauert nun nur noch ein paar min wenn Krümel stillt.

Warum kommt denn Teilstillen nicht in frage?
Du hast dich doch auch informiert - nicht nur dein Mann


Unterwegs mit einem Apfelgerät

Re: Stilllen, Partnerschaft

Verfasst: 20.05.2014, 20:43
von honigtopf2010
@silvi88

Bevor mir hier gepflegt die Hutschnur platzt :-) ob dieses fachlichen Totalnonsens deines klugen Mannes!

Ihr habt euch für ein Kind entschieden. Das kostet seriösen Berechnungen zufolge bis es außer Haus ist so viel, wie ein durchschnittliches Einfamilienhaus. Also so ca. 150TEUR . Nur mal so viel dazu.
Ich bin sehr für selbstbestimmte Entscheidungen. Wenn sie gut informiert und autonom getroffen werden.

Jetzt überlege ich mir gerade, also nur so theoretisch, ob ich bei dir lieber Pferd oder Kind wäre. ... obwohl am allerliebsten vermutlich dein Mann *ironieoff*

Re: Stilllen, Partnerschaft

Verfasst: 21.05.2014, 00:12
von mattisma
Hey Silvi88! Du siehst, deine Geschichte öffnet bei vielen von uns (auch bei mir) die Emotionstruhe. Viele von uns haben gekämpft, gebangt, geweint und gesorgt um es möglich zu machen unseren Kindern dieses große Geschenk zu machen.

Gegen eine Zwiemilchernährung spricht doch wirklich nichts?!

Und eine Kleinigkeit ist hier völlig vergessen worden: dein klitzekleines Baby, das die letzten 10 Monate in dir drin war. könnte es reder,würde es die Nähe zu dir wollen.

Und: glaub mir, stillen ist viel einfacher, zeitunaufwendiger und unkomplizierter als die Flasche. Ihr werdet euch wundern was für ne ***** das Fläschchemachen ist!

Nachtschichten gibt's mit der Brust nämlich nicht!

Ich wünsch euch alles Gute.



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Re: Stilllen, Partnerschaft

Verfasst: 21.05.2014, 00:57
von Kattirina
Silvi88 hat geschrieben:Das Stillen bedeutet mir mittlerweile soviel, dass ich gerne weiterstillen möchte. Auch habe ich dass Gefühl meiner Tochter soviel Gutes zu geben. Gesundheit, Allergieschutz, Zuwendung…
Liebe Silvi, ich hatte den Eindruck, dass in Deinem ersten Post Dein GEFÜHL aus Dir spricht (daher das Zitat). Ich zitiere das nur nochmal, weil ich es von mir selber kenne, dass ich mein EIGENES Gefühl aus den Augen verliere, wenn ich mit zu vielen Leuten über etwas spreche, und einfach nur noch verwirrt bin (also in Deinem Fall Arzt, Mann, Freundinnen vielleicht auch noch, dann das Forum hier usw.).

Was fühlst Du denn jetzt?

Du hast Dich vielleicht auch hier angemeldet, um extra pro-Stillen Argumente zu bekommen?

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich unzählige Male unendlich dankbar fürs Stillen war. Die glücklichen Momente der Zweisamkeit. Die Ruhe und Entspannung, die Stillpausen geben, wenn das Kind mal total aufgekratzt und schwer zu beruhigen ist (auch wenn's schon älter ist). Die Sicherheit, dass das Kind alles bekommt, was es braucht, auch wenn es mal sehr krank ist (z.B. nichts essen kann/will und bei Fieber sogar nicht gern Wasser trinken) - Brust geht immer. Die Flexibilität, die das Stillen gibt, wenn man unterwegs ist. Das um Einiges erleichterte Einschlafen des Kindes egal wann egal wo. Ich bin nach 3 Jahren noch dabei :-).

Re: Stilllen, Partnerschaft

Verfasst: 21.05.2014, 01:11
von Kattirina
Silvi88 hat geschrieben: Was soll ich machen? Meinen Willen durchsetzten und Probleme in der Partnerschaft riskieren?
PS Es ist ja oft die Angst vor "Problemen" mit dem Gegenüber, die uns dazu bringt, JA zu sagen wenn man eigentlich NEIN möchte. Aber das Gegenteil ist normalerweise der Fall. Oft wird man wenn man Grenzen setzt vom Gegenüber mehr respektiert. Und man vermeidet ganz andere Probleme, die sich einstellen, wenn man seinen eigenen Bedürfnissen in der Partnerschaft NICHT nachgeht. Die stellen sich nämlich mindestens langfristig auch ein. Damit meine ich nicht die praktischen Probleme ohne Stillen, aber Deine Gefühle. Für die musst DU Verantwortung übernehmen, und sie verteidigen. Damit schützt Du auch Deinen Mann, damit der eben grade auch später nicht "schuld" daran ist, wie Du Dich mit Deiner Still-Entscheidung im Nachhinein fühlst. Sehr gutes Buch dazu (auch auf Partnerschaft, aber v.a. auf Kinder bezogen): NEIN AUS LIEBE von Jesper Juul.

Wurde hier auch schon gesagt: es ist total normal, sich nach der Geburt in vielen Dingen anders zu entscheiden als man es vorher geplant oder "abgesprochen" hat. Vor der Geburt wollte ich nach 6 Monaten wieder arbeiten. Jetzt bin ich traurig, dass ich zurück auf ARbeit muss, wenn man Kind grade 3 geworden ist. Vor der Geburt wollte ich keine Wickelkommode/Windeleimer im Schlafzimmer (ekelhaft). Dann habe ich es geliebt, meinem Baby (im Schlafzimmer) die Windeln zu wechseln, seinen kleinen zarten Körper wieder ganz sauber zu pflegen und ganz auf ihn konzentriert zu sein. Usw.

Eure Pferde brauchen natürlich auch eine gute Lösung. Ich wünsche Euch, dass Ihr eine findet, in die Deine Gefühle und Bedürfnisse ganz unverfälscht einfließen dürfen!

Re: Stilllen, Partnerschaft

Verfasst: 21.05.2014, 13:19
von Lucccy
Hallo,
Silvi88 hat geschrieben: Was soll ich machen? Meinen Willen durchsetzten und Probleme in der Partnerschaft riskieren?
Dir wurde ja schon so vieles gesagt.

Ich frage mich bei dieser Frage von Dir aber, warum es keinen Kompromiss geben kann? In einer Partnerschaft kann man doch über strittige Punkte reden, beide Sichtweisen zusammenbringen und gucken, womit beide Partner gut leben können.

Und zwischen schwarz und weiss (abstillen und weiterstillen) gibt es in Eurem Fall doch auch grau: teilstillen.

Gruß Lucccy

Re: Stilllen, Partnerschaft

Verfasst: 21.05.2014, 13:32
von jusl
Naja, kommt drauf an, wie "farbenblind" jemand ist. Wenn schwarz = abstillen und weiß = überhaupt weiter teilstillen, und sei es nur nachts/nur sonntags/ nur so dass es der Vater nicht mitansehen muss oder sowas bedeuten, dann gibt's eben kein grau mehr. Entweder das Kind bekommt noch Muttermilch, oder eben nicht. Entweder die Threadstarterin hält sich an exakt diejenigen Absprachen, die ihrem Mann so wahnsinnig wichtig sind, oder eben nicht.
Die Aufgabe, Platz für Kompromisse zu schaffen, kann für manche Menschen zu groß sein.

LG
Julia

Re: Stilllen, Partnerschaft

Verfasst: 21.05.2014, 13:52
von -anders-
Silvi88 hat geschrieben: Ich glaube dass ich das Stillen wirklich nur für mich weiter betreiben will.
LG

Ist das etwa kein Grund? Muss immer alles so vernünftig sein? Und weiterhin, es gibt auch andere Wege zwischen abstillen und vollstillen.

Ich habe übrigen auch 2 Pferde wobei ich im Traum noch nicht daran gedacht habe wieder aufzusteigen, dafür ist mein Beckenboden einfach noch nicht wieder bereit und mein Sohn ist bereits 4 Monate alt. Das ist wie auf einem schlecht gespannten Trampolin herum zu springen, die beste Garantie dafür das Gewebe dauerhaft zu schädigen. Gerade an Deinem Beckenboden sollte Dein Mann durchaus auch eigenes Interesse haben.

Und auch für 30.000 € Pferde gibt es durchaus fähige Bereiter die auf S-Niveau reiten können.