Hui, soviele Antworten!

Und alle so ermutigend und motivierend. Ich muss sagen, dass ich auch zuvor schon keine Bedenken hatte, über den 6. Monat hinaus zu stillen, und nach allen euren Berichten habe ich noch weniger Sorge. Den Satz von Uinonah finde ich dazu super: We'll cross that bridge, when we come to it. Kann man ja zu so vielem in der Richtung sagen, es wird ja nicht nur das LZS mit Bedenken des Umfeldes kommentiert (zB das Kind wird wegen Tragetuch nie laufen wollen, wegen Familienbett nie allein schlafen usw.). Und auch Schokolinchen stimme ich voll und ganz zu: Warum Fiat, wenn auch Mercedes drin ist (wobei wir hier überzeugte Audi-aner sind...

).
Sakura, danke für dein ausführliches Posting! Es stimmt, schon die Frage, wann LZS überhaupt anfängt, könnte ich auch gar nicht direkt beantworten. Es kommt auf den Blickwinkel an. In anderen Ländern/Kulturen ist längeres Stillen so normal, dass LZS wahrscheinlich weit jenseits des Alters anfängt, mit dem wir es hier so einordnen würden. Ich hatte zu en Inhaltsstoffen mal eine Gegenüberstellung von MuMi und Formula gesehen, die Liste von Formula war nur etwa 1/4 s0 lang wie die lange Liste bei der MuMi. Leider finde ich den Link nicht mehr. Tja, warum also - WENN das Stillen funktioniert - durch Kuhmilch ersetzen?
Die Sache mit den Zähnen (übrigens: Warum heißen die eigentlich MILCHzähne?) macht mir zugegeben nach wie vor etwas Bauchweh, aber ich werde diesbezüglich hier auch nochmal recherchieren, ist ja schon öfter Thema gewesen. Vielleicht erlebt das auch jedes Mutter-Kind-Paar wieder anders und man kann halt nur eine Tendenz ermitteln, wie man diese Phase am besten "übersteht"...?
Ich bin selber so ein Beispiel für stillen und arbeiten, seit Ende des Mutterschutzes arbeite ich einige Stunden täglich und habe "nebenher" das Kind. Stillen ist da sehr praktisch, weil es meine Arbeit wesentlich kürzer unterbricht als Fläschchenzubereitung - zufrieden schlafen tun die Babys im Anschluss wahrscheinlich wieder unabhängig davon, ob MuMi oder Formula.

Ich gehe aber auch offen damit um, nehme den Kleinen mit ins Büro, wenn's sein muss, mache dort ebenfalls meine Stillpausen und hoffe, auf diese Weise ein Beispiel zu sein, wie man's AUCH machen kann. Jedenfalls fühle ich mich nicht sonderlich "abhängig", im Gegenteil: Durch die gleichzeitige Arbeit fühle ich mich gut ausgelastet und habe interessante Themen weit abseits vom Mama-Sein. Lagerkoller mit Baby daheim muss ich daher eher nicht befürchten, ich empfinde es also nicht als "Fessel" an Heim und Herd. Jeder braucht doch auch eine Stimulation des Intellekts... Ja, und wie auch erwähnt wurde: Die Stillzeit ist verglichen mit der Rest-Kindheit so kurz, dass ich sie sehr genieße. Ich könnte mir deshalb momentan nicht vorstellen, ein Abstillen zu forcieren. Sprüche wie der meiner freundin prallen daher glücklicherweise an mir ab, aber auch erst Dank der vielen positiven Berichte hier.
Mein Freund hatte als Baby sehr empfindliche Haut, unser Baby laut KiA von der Veranlagung her angeblich auch, aber toitoitoi, keine Beschwerden bis jetzt. Ich schiebe es einfach mal aufs Stillen.

Danke für die Buchempfehlungen! Von Gonzalez habe ich bis jetzt nur "In Liebe wachsen" gelesen, das fand ich schon sehr gut. Und "Geborgene Babys" von Julia Dibbern passt auch gut dazu. Zumal sie eine ähnliche Entwicklung wie ich durchgemacht hat. Vor dem Baby war ich nämlich auch etwas ...äh... anders gepolt.
Tabalina, danke für deine Schilderung! Ein nicht zu verachtender Punkt, dass man nämlich nicht mit Argusaugen jeden Bissen zählen muss, den das Kind zu sich nimmt. Es bekommt ja mit dem Weiterstillen alles, was es obendrauf braucht. Dann verkkrampft man sich auch als Eltern nicht so um das Thema essen und alle bleiben entspannt.
