Seite 6 von 6
Re: Flüssiges Gold - Artikel in der Nido
Verfasst: 11.05.2012, 13:15
von Nachtfrau
Ich bin sehr irritiert über einige Antworten hier.
Von meinen ?ragen kann sich jetzt angesprochen ?ühlen wer mag: Euch ist aber schon klar, dass Premilch nicht au? Bäumen wächst? Ihr hättet kein Problem damit, Euren Kindern Milch von wild?remden Kühen zu ?üttern? Die vielleicht Krankheiten haben, von deren Ernährung ihr keinen blassen Schimmer habt, die möglicherweise Medikamente bekommen, in ihrer eigenen Scheiße stehen, ein halbes Jahr lang kein Tageslicht sehen. Aber die Milch einer "?remden ?rau" ist irgendwie komisch und käme nicht in ?rage? Das schockt mich.
Was die Geld?rage betrit, sollten meiner Meinung nach die Krankenkassen das bezahlen, und die Spenderinnen sollten
großzügigst entlohnt werden. Ich inde diese "Geld ist igittigitt"-Haltung der Deutschen sowas von nervig. WIESO um alles in der Welt sollte so etwas WERTVOLLES wie ?rauenmilch nicht anständig bezahlt werden? Wieso ist es in Ordnung, wenn ein Bauer jedes Jahr seine Kühe schwängert (mit Stiersperma, ihr ?erkel

), ihnen dann ihre neugeborenen Kälbchen entreißt, mit Milchersatz füttert, schnellschnell zu Schlachtgewicht hochpusht, schlachten lässt, nur um der armen Kuh ihre Milch zu klauen, aus der dann ein Kunstprodukt hergestellt wird, das ?ür teures Geld verkaut wird? Wieso ist DAS ok, aber wenn eine ?rau da?ür, dass sie sich die Mühe macht, damit ein Baby diese hochwertige, gesundheits?ördernde und -erhaltende Nahrung bekommen kann, einen angemessenen Lohn erhält, ist das moralisch verwerlich? Das begre?ie ich echt nicht. Wäre es nicht viel sinnvoller, wenn ?rauen einen tollen Anreiz daür bekämen, ihre Milch zu spenden? Die Krankenkassen hätten eben?alls nur Vorteile, wenn sie das bezahlen würden, denn mehr Muttermilch ?ür Babys macht gesündere spätere KK-Mitglieder.
Ich stimme da?ür, Muttermilch mit Gold auzuwiegen! Naja, nicht ganz, aber ordentliche Bezahlung sollte da?ür selbstverständlich sein!

Flüssiges Gold - Artikel in der Nido
Verfasst: 11.05.2012, 14:15
von greenie bird
ich hätte auch gespendet- für meine nichte...aber das kam wohl auch komisch es gab dann doch Pulver...
zu HIV fällt mir noch ein, dass die übertragungsgefahr besteht, wenn die Mutter Verletzungen an den Brüsten/ BW hat und nicht durch die Milch. Das mit den Krebspatienten hat mir auch eine Stillberaterin gesagt und auch Transplantierte Patienten, die immunsuppressiva erhalten haben Abwehrstoffe bitter nötig, so dass auch manche von ihnen Frauenmilch bekommen.
zu den Krankheiten fiel mir noch ein:
http://m.faz.net/aktuell/wissen/medizin ... 2z.234tawt
ǝlıqoɯ ɯoɹɟ ʇuǝs
Re: Flüssiges Gold - Artikel in der Nido
Verfasst: 11.05.2012, 17:46
von Roxy89
fände es toll, wenn es sowas bei uns auch gäbe.
warum gibt es sowas eigentl. noch nciht? wäre doch das naheliegendste, die milch anderer frauen an die babys zu verfüttern, von müttern die nicht stillen können, oder?
früher gab es für die königskinder ja auch ammen u. keine bäuerinnen die ihnen kuh- oder ziiegnmilch abzapfte.
damals wusstens ie ja wohl auch schon, was kinder brauchen.
ich hab zB ganz viel milch in den ersten 6 monaten abgepumpt um sie später zum brei anrühren zu nehmen od. falls ich mal nicht da sein sollte....hab ich aalles nie gebraucht da ich immer da war u. mein sohn kein brei mag sondern zwar erst mit 7 monaten rum beikost begonnen hat aber dafür dann gleich fingerfood.
hab bisschen was fürs badewasser genommen u. den rest weggeschmissen
wg. hiv...bluttransfusionen werden ja auch ganz normal gehandelt u. bei bedarf nimmt sie ziemlich jeder dankend an bzw wird im notfall gar nicht groß gefragt

das ist hiv-technisch gefährlicher bzw. wird vorher eigentl. gut geprüft, wer spenden kann u. blutspende ist was ganz normales, warumd ann keine milchspende?!
ich täte es gerne machen. das ist eine gute möglichkeit für frauen, die noch bei ihren kindern bleiben möchten, ein bisschen geld dazuzuverdienen.
glg
Re: Flüssiges Gold - Artikel in der Nido
Verfasst: 11.05.2012, 17:53
von Roxy89
noch was:
ich finde, dass die krankenkasse die kosten für die muttermilchspende übernehmen sollte, wenn die mutter nachgewiesen aus bestimmten gründen nicht selbst stillen kann.
wenn die mutter nicht stillt, weil sie von sich aus zB keine elternzeit nimmt u. nach dem muschu wieder voll arbeitet od. einfach keine lust hat, dann sollte es privatleistung sein, finde ich.
ES sei denn sie ist alleinerziehend u. muss arbeiten, das ist dann natürlich wieder was andres.
oder was noch toll wäre, wobei ich nicht weiß, ob das funktioniert:
mein sohn ist 13 monate u. hat momentan magendarmvirus. bin total froh, dass ich noch stille, denn das ist das einzige, was er zu sich nimmt. ansonsten wären wir wahrsch. schon wieder im kh u. bekämeni nfusionen.
in dem fall könnte man ja dann auch, wenn schon abgestillt wurde probieren ob er mumi trinkt, wobei ich glaube, dass das wahrsch. auch nicht angenommen wird, wenn es nicht direkt vond er brust kommt?! aber viell. mit brusternährungsset, wenn das kind stillen kenn? fänd ich besser als infusionen u. so zeug.
glg
Re: Flüssiges Gold - Artikel in der Nido
Verfasst: 11.05.2012, 18:27
von Gnom
Ich hab mich nicht durch alle Antworten gekämpft, aber spontan kamen mir zwei Dinge in den Kopf:
Die sozialen Großeltern meiner Tochter hatten ein Frühchen, damals in den 60ern.
Sie hat abgepumpt und weil das viel zu viel war, bekamen die anderen Säuglinge auf der Intensiv was mit ab.
Sie bekam von der Uniklinik 100DM im Nachhinein als Aufwandsentschädigung
Meine Arbeitskollegin hat in ihrer Bezreuungszeit das Kind einer Bekannten mitgestimmt und umgekehrt, das war in den 80ern.
Re: Flüssiges Gold - Artikel in der Nido
Verfasst: 11.05.2012, 18:29
von Gnom
P.S. Das Kind war lange Zeit auf Intensiv da durch die frühe Geburt viele Schäden die Folge waren, sie hat also vieeel gespendet.
Flüssiges Gold - Artikel in der Nido
Verfasst: 11.05.2012, 18:52
von greenie bird
das ist aber in vielen KH so, dass was zu viel bei manchen Müttern ist, denen zugute kommt, die das nicht können- also bei Frühchen. Reife Babies bekommen ja "bei Bedarf" immer Pulver auf der Wöchnerinnenstation. Wenn man die Milch, die zu viel ist auch selbst bringt, wird das gern genommen- es gibt(wie schon erwähnt) nur keinen Dienst, der es abholen würde und daran scheitert es.
ǝlıqoɯ ɯoɹɟ ʇuǝs
Re: Flüssiges Gold - Artikel in der Nido
Verfasst: 11.05.2012, 19:47
von Weekend
Also an unserer Uniklinik gibt es eine Frauenmilch-Bank. Dort kann gespendet werden. Ich habe aber zu spät davon erfahren, denn eine Schwester aus meiner Entbindungsklinik meinte, die nehmen nur Spenden unter 1 Jahr (Kindesalter). Wegen der Milchzusammensetzung und so.